Beides. Jpg um die Bilder auf die Schnelle vorzusortieren, raw um die Bilder hinterher zu bearbeiten. Wie schon erwähnt, hat man in raw einfach mehr Möglichkeiten. Macht halt auch ein bisschen mehr Arbeit... ![]()
Beiträge von Sheigra
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Drei Dosen? In meinem Magen? Dann hätte ich nicht mal den Weg durch die Dünen gefunden, geschweige denn den Rückweg zum Wohnwagen... Vom Fotografieren reden wir da besser erst gar nicht.

Ich habe das mit der Belichtungsdauer und deren Abhängigkeit von der Brennweite neulich auf einer Seite mit dem Thema Astrophotographie gelesen. Bei 10mm wären mehr als 20 sec möglich gewesen, falls die Angaben dort korrekt sind.
Aber das Sternefotografieren am Strand war völlig ungeplant und unvorbereitet. Das hier sind sozusagen meine ersten Versuche, den Nachthimmel abzulichten. Bisher beschränkte ich mich darauf, ihn vom warmen Schlafsack aus durch die geöffnete Zelttür zu betrachten - wenn er denn mal zu sehen war.
Im November bin ich wieder in Schottland (mit Männe, Tochter, deren Freund, und den beiden Hunden), in einem Ferienhaus ganz oben im Nordwesten, wo die letzte Straße endet. Ich hoffe auf ein paar klare Nächte: künstliches Licht ist dort oben keines, Vollmond ist auch nicht, es wird früh dunkel und spät hell, und mit ein wenig Glück gibt es Nordlichter. Die hatte ich auch noch nie vor der Linse. Allerdings werde ich mir vorher zumindest etwas Theorie aneignen. Wenn ich sie wegen zuviel Wetter in Schottland nicht brauche, dann im Herbst 2015 vielleicht in Island. -
Ja, die D5100 hat eine Bulb-Funktion. Das Problem bei Langzeitbelichtungen von Sternen sind die "Sternenspuren". Je nach Brennweite gibt es nach einer bestimmten Belichtungsdauer (inzwischen habe ich irgendwo eine Tabelle dazu gefunden) die durch die Drehung der Erde verursachten "Spuren". Fotos mit "Star Trails" sind derzeit allüberall zu finden - mir persönlich gefallen sie nicht. Da ich keine genauen Zeiten für die Belichtung im Kopf hatte, mich aber an einen Richtwert von max. 20 sec erinnerte, habe ich nicht länger belichtet. Ein lichtstarkes 10mm Objektiv wäre hilfreich gewesen - habe ich aber nicht in meiner Sammlung.

Mein schweres, stabiles Stativ, das garantiert keine Beschwerung gebraucht hätte, war daheim, und nur das relativ leichte "Trekkingstativ" war dabei. Das braucht bei Wind Unterstützung (das habe ich auf die harte Tour gelernt - eine ganze Sonnenuntergangssession hats mir vor ein paar Jahren verwackelt...). Und überhaupt - meine Jackentaschen waren voll mit anderen Sachen, worin hätte ich den Cider denn sonst befördern sollen?

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Ich bin ja normalerweise ganz, ganz vorsichtig beim Entrauschen, und mehr als ISO800 nutze ich ganz selten. Aber die ersten Versuche, noch von der Terrasse meines Wohnwagens, mit "normalen" ISO-Werten ergaben nahezu schwarze Bilder.
Also habe ich beim Entrauschen die Regler mal gnadenlos nach rechts gezogen...
Und dann in dem alten Programm nochmal.
Es ist sicher kein Foto, das ich mir als A2-Abzug an die Wand hängen werde. Aber auf einem A4-Ausdruck schaut es noch gut aus. -
Nein, ich habe gar kein Gimp...
Aber ich hatte gestern so ein "Sch*** Technik!"-Erlebnis. Ich war draußen, habe Fotos gemacht, Kamera und SD-Karten machten alles mit. Daheim schob ich die Karte in den Karten-Slot des Rechners, und was passierte? Nichts. Gar nichts. Der Rechner bekam scheinbar gar nicht mit, dass ich ihn mit einer Karte gefüttert hatte. Also Kabel gesucht und gefunden, Karte in die Kamera, und was erscheint auf dem Display? "Die Speicherkarte ist defekt" oder so ein Schmarrn. Nach etlichen erfolglosen Versuchen gelang es mir dann, die Fotos noch auszulesen. Die Karte habe ich dann in der Kamera formatieren wollen, und wieder kam diese defekt-Anzeige. Ab in die Tonne - ich habe noch ein paar davon in der Tasche.
Immer wieder ärgerlich, wenn die Technik nicht will...

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Die wichtigste Voraussetzung: Es muss richtig dunkel sein. Kein Mond (am Abend der Aufnahme war er kurz vor Neumond), keine Beleuchtung, keine Nähe zu Städten, Autobahnen oder so. In diesem Fall: Der Strand von Sands, bei Gairloch, an der schottischen Nordwestküste. Hier bei uns (südöstlich von Frankfurt/M) habe ich so einen Anblick noch nie erlebt.
Jetzt: Die Technik
Nikon D5100
Sigma 10-20mm (das mit der "schlechteren" Lichtstärke)
Belichtungsmessung: Matrix-Messung
Belichtungsdauer: 20 Sekunden
Blende: f/4.0
Brennweite: 10mm
ISO: Nikons "High1", lt. exif ist das ISO 10159
Belichtungskorrektur: nein (also 0 EV)
Programm: Manuell
Fokus: Manuell, kurz vor "unendlich"
Weißabgleich: Automatik
Bildformat: Raw
Die Nebendarsteller: Stativ, Kabelfernauslöser, Fototasche mit drei Dosen Cider (oder so) zum Beschweren des Stativs.Wichtig: Die Nachbearbeitung
Bei diesen schwindelerregenden ISO-Werten ist ein schreckliches Rauschen nicht vermeidbar. Weniger ISO hätte allerdings zu weniger Licht auf dem Sensor geführt; wie sich das auswirkt, werde ich bei nächster Gelegenheit (vermutlich erst im Spätherbst) testen.
Entwickeln der NEF-Dateien mit PSE 11.0: Belichtung rauf, da kommen noch mehr Sterne "zum Vorschein". Dann entrauschen, aber ganz viel. Den Weißabgleich kann man nach Belieben verändern; ich fand, dass die hier gewählten Farben meinen Eindruck vor Ort gut wiedergeben. Dann: Regler ziehen und schauen was gefällt. Kontrast erhöhen, etwas mehr schwarz dazu, mit "Klarheit" und "Dynamik" etwas spielen.
Dann hatte ich lästige, blaue CAs um fast jeden Stern. Ob Abblenden genutzt hätte, weiß ich nicht - auch das wird bei Gelegenheit probiert.
Die CAs bekam ich mit PSE nicht zu meiner Zufriedenheit weg; das Problem hat dann das gute alte, schon fast vergessene "Ulead Photo Impact X3" gelöst. Damit habe ich auch nochmals "entrauscht".Nach einer ersten, auf die schnelle bearbeiteten Version dieses Fotos habe ich es mir in den letzten Tagen nochmal vorgenommen. Jetzt gefällt es mir schon besser.
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Reicht zum Üben auch ein kleineres Feuerwerk? In einer kleineren Ortschaft? In unserem Nachbarort ist zum Abschluss des Winzerfestes (gut, ist noch ein Dreivierteljahr hin) immer ein nettes Feuerwerk, das man von den Weinbergen aus gut und ohne Gedrängel sehen kann. Das kann zwar mit "Rhein in Flammen" und dergleichen nicht mithalten, aber so zum Üben? Rund um deinen Wohnort herum müsste da doch auch was sein, oder?
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Ein frohes neues Jahr euch allen!
Ich hoffe, ihr seid gut in 2014 angekommen und eure Hunde hatten nicht zu viel Feuerwerk-Stress. Von mir gibt es keine Feuerwerksfotos - zwei von drei Vierbeinern waren völlig gestresst von der Knallerei, da hatte ich andere Prioritäten.Ist hier jemandem der Name "Ken Rockwell" ein Begriff? Wo hier doch gestern über die Notwendigkeit immer neuerer und hochwertigerer Linsen, Kameras und dergleichen diskutiert wurde, fiel mir ein von ihm geschriebener Artikel wieder ein: "Deine Kamera spielt keine Rolle", hier in der deutschen Übersetzung. Sicher, wie bei allen irgendwo veröffentlichen Artikel kann man hier sagen "Interessiert mich nicht" oder "Was für ein Unsinn" oder Kritik ansetzen - selbstverständlich. Aber zum Nachdenken, bevor man auf den "jetzt kaufen"-Button klickt, regt er allemal an. Interessant auch die eine oder andere Rubrik seines Internetauftritts, z.B. seine Empfehlungen für Kameras.
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Ist mir auch schon passiert. Oder der Weißabgleich war noch (manuell gemessen) auf "Wohnzimmer bei Kerzenschein" und ich wunderte mich über die seltsamen Farben draußen im Feld. Beim Sternenhimmel-Fotografieren war der Objektivdeckel noch drauf und ich fragte mich, warum ich auf dem Foto keine Sterne sehe. Das sind halt die
- Situationen. 
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Zitat
Nur wenn ich es nicht probiere, weiß ich nicht was draußen bei welchem Licht geht und was nicht
... und genau dort setzt der Lernprozess ein!
