Zum Thema Stativ fällt mir noch ein: Wenn du eines nimmst, das höher ist als der Gorillapod, achte darauf, dass es entweder so stabil ist, dass es auch bei starkem Wind sicher steht, oder aber einen Haken hat, an dem man eine schwere Tasche o.ä. befestigen kann, damit es stabil bleibt. Als Stativ-Beschwerer getestet und für gut befunden: Eine Fototasche mit ein paar Dosen Cider drinne. Nach erfolgreichem Fotografieren kann man den Inhalt der Dosen gut gebrauchen...
Manu, als Threadstarter: War dieser Thread als reiner Tipps-für-Landschaftsfoto-Thread gedacht oder als Zeige-mir-deine-Landschaftsfotos-Thread? Ich tippe auf Tipps.
Ich hatte bis vor kurzem an der D5100 das Tamron 17-50 und war damit völlig zufrieden - als "Landschaftslinse", meist um ein paar Blendenstufen abgeblendet. Mit Offenblende habe ich es nicht so oft benutzt, glaube ich.
Den Gorillapod hatte ich auch mal - und habe ihn nach der ersten Trekkingtour gleich wieder verkauft. Im Prinzip ein gutes Teil; der Kugelkopf hielt die damalige Kamera samt Suppenzoom ohne Abzusacken, klein, kompakt, leicht. Aber: Dort wo ich mit Rucksack und Zelt unterwegs bin, also ein kompaktes und leichtes Stativ sinnvoll ist, ist nicht viel vorhanden, um den Gorillapod rumwickeln zu können. Zäune und Bäume sind in den schottischen Highlands Mangelware... Und ohne ist mir die Konstruktion zu, sagen wir mal, bodennah. Bei Langzeitbelichtungen vom Schiff sind die Bewegungen desselben, im Hafen die Vibration durch die Motoren, das Problem. Da bräuchte ich irgendwas, was sie abfedert. Mal sehen, ob mir rechtzeitig noch was gutes einfällt. Von unterwegs, bei Seegang, sind lange Belichtungszeiten sowieso nicht sinnvoll.
Wie sieht deine Filtersammlung aus? Polfilter, ND-Filter, ND-Grad-Filter? Kann alles sinnvoll sein. Ich habe für meine Objektive jeweils einen neutralen Schutzfilter, den ich bei Regenwetter (auch Nieselregen, dichter Nebel und so) und bei Gischt sinnvoll finde. Da er plan ist, im Gegensatz zur Frontlinse des Objektivs, lässt er sich leichter reinigen. Gegenlichtblende nicht vergessen! Und einen Fernauslöser für Langzeitbelichtungen. Und den einen oder anderen Ersatzakku; Langzeitbelichtungen saugen Akkus leer.
Seit noch nicht allzu langer Zeit das Nikon 24-120 f/4.0 (am Vollformat). Für etwas speziellere Anlässe, wie Fotografieren meiner Rennsemmeln beim Rennen, oder Makros, oder Sternenhimmel, habe ich andere Linsen.
Gestern nutzte ich das genial gute Wetter und war - gefühlt - fast den ganzen Tag mit den Hunden und der Kamera draußen.
Ganz früh, noch vor Sonnenaufgang, war ich draußen. Zusammen mit Lovvy, Lorcan und Nikon. Es war erbärmlich kalt, und trotz Handschuhe hatte ich fast gefühllose Finger. Auch so ein Metallstativ kann unangenehm kalt werden... Aber es hat sich gelohnt.
Am Waldrand lag noch etwas Schnee mit ganz großen Kristallen. Das Foto ist gecroppt - mein Makroobjektiv lag daheim im Warmen, und mit der Immerdrauf-Linse kam ich nicht nahe genug ran:
Ich habe den Thread jetzt erst entdeckt, sonst hätte ich sicherlich schon meinen Senf dazugegeben.
An der DX hatte ich bei meinen Wandertouren entweder das 18-200er Nikon Suppenzoom dabei, oder, wenn es auf Gewicht und Umfang der Ausrüstung nicht so ankam (also immer dann, wenn ich nicht mit dem dicken Trekkingrucksack unterwegs war), kam das 17-50 Tamron und das 70-200 f4 Nikon mit. Das UWW Sigma 10-20 hatte ich immer dabei und höchstens zwei- oder dreimal pro Reise benutzt. Mir ist das zu speziell im Einsatz. Es geht mir bei UWW nicht darum, möglichst "viel Landschaft" aufs Bild zu bekommen. Das wird schnell langweilig. Der Bildaufbau will bei UWW gut geplant sein. Für "Viel Landschaft aufs Bild" eignen sich Panoramen gut - und dafür hast du die Möglichkeiten mit deinen vorhandenen Linsen, Manu. Wenn du den Sternenhimmel ablichten willst, dann macht ein lichtstarkes (Ultra-)Weitwinkel Sinn. Mein (etwas lichtschwaches) UWW war da weniger geeignet. Außerdem war es Spezialist für schöne bunte CAs. Stativ, Fernauslöser, diverse Filter - und den Blick fürs Motiv, aber den kann man nicht einpacken.
Wie sich Langzeitbelichtungen vom Schiff aus machen, kannst du mir nach deiner Reise berichten. Wir sind im August / September drei Wochen auf einem Schiff, irgendwo bei Island und Grönland, unterwegs. Wie ich Polarlichter (falls es welche zu sehen gibt) vom Schiff aus fotografieren kann, weiß ich noch nicht. Selbst im Hafen liegend dürften die Schiffsbewegungen, beispielsweise die Vibrationen der Motoren, störend sein...
Falls noch nicht geschehen: Teste deine Objektive mal, wie sie sich bei weiter geschlossener Blende machen, so bei f11 aufwärts. Ich denke dabei an Randunschärfen und dergleichen. Bei Landschaftsaufnahmen ist Offenblende nicht immer das Mittel der Wahl, jedenfalls nicht bei mir.
Nur ganz grob und auf die Schnelle - ich bin schon im Büro und habe einen langen Tag mit mündlichem Auswahlverfahren vor mir:
Nordwesten - Ullapool, Assynt, Sutherland Lochaber - rund um Fort William Osten - Cairngorms Oder, für den Einstieg gut geeignet: West Highland Way. Viele Vorschläge, sowohl für Tages- als auch Langstreckenwanderungen findest du bei http://www.walkhighlands.co.uk ; Reiseberichte u.a. bei http://www.outdoorseitenforum.net .
Für Details schicke mir bitte eine pn, damit wir den Rahmen dieses Threads nicht sprengen.
Schottland und wild campen und wandern - super! Ich mache das schon seit ein paar Jahren, mehrmals im Jahr. Für mich gibt es keinen erholsameren Urlaub, als tagelang mit dem Rucksack durch die Highlands zu laufen, bergauf, bergab, durch den Sumpf und durch Bäche, den Ausblick von den Bergen aus genießen und abends einfach nur am Fluss sitzen und nichts tun, oder den Sonnenuntergang von einem hoch gelegenen Zeltplatz aus bewundern (siehe Foto weiter unten!). Aber Achtung: Das macht süchtig! Unheilbar! Habt ihr schon einen Plan, in welcher Gegend ihr wandern wollt?
Zeltplatz mit Aussicht und Sonnenuntergang - mehr geht für mich einfach nicht!