achso. kann deine kamera nur das raw format? und das ist wiederum nicht speicherbar? jedes foto umwandeln klingt auch nach viel arbeit.
im impressum meiner homepage taucht übrigens einige male dein name auf
Meine Kameras können beides - raw und jpg. Ich habe sie so eingestellt, dass sie bei jedem Auslösen eine Datei im raw-Format und eine als jpg speichern. Die jpgs nutze ich fürs schnelle Ansehen und fürs Aussortieren. Was mir gefällt, wird dann aus dem raw heraus bearbeitet ("entwickelt"). Im raw-Format sind viel mehr Informationen gespeichert, die bei dem kamera-internen Konvertieren in jpg (das ich nicht beeinflussen kann) verloren gehen. Man kann also, wenn man will, aus den Bildern noch etwas mehr "herausholen". Dazu kommen noch so praktische Sachen wie Verändern des Weißabgleichs, der Belichtungswerte, des Kontrastes usw. Der Aufwand lohnt sich. Und da ich die Phase, in der ich tausende Bilder machte, hinter mir gelassen habe, sind es auch nicht mehr soooo viele Bilder, die ich bearbeiten will. Das passt schon.
Homepage? Kenne ich die? Ich glaube nicht. Gibst du mir die Adresse? Ich bin doch neugierig...
Melanie, ich mache diese Touren ganz bewusst alleine. Ich bin im Job und auch daheim ständig von Personen umgeben, die entweder etwas von mir erwarten, oder für die ich verantwortlich bin (Job), oder mit denen ich mich sonstwie beschäftige (daheim), da tut es gut, mal eine Auszeit zu haben. Keiner fragt, keiner erwartet Lösungen, keine Unterhaltung wenn ich einfach nur schweigen will, ich bin nur für mich selbst verantwortlich, ... Ich genieße das. Wenn ich wieder daheim bin, sind meine Akkus wieder aufgeladen. Ich bin allerdings ein Mensch, der gerne mal mit sich alleine ist. Diese Art zu Reisen ist nicht jedermanns Sache.
@all: Danke für die Likes und die Kommentare! Ich werde versuchen, mich heute wieder um die Bilder zu kümmern. Ganz bestimmt!
Mit "Entwickeln" meine ich die Bearbeitung der im raw-Format fotografierten Bilder und speichern als jpg-Dateien. Der Anbau für meine Fotos umfasst inzwischen drei externe Festplatten.
Ich bin früher so im Schnitt 25km pro Tag gegangen, wenn ein halbwegs brauchbarer Weg vorhanden war. Es gab aber auch Tage, da reichte es gerade mal für 12km oder so - Weg verschwunden oder nie vorhanden, Sumpf, Flussquerungen, steile An- und Abstiege. Seit meiner Knieverletzung versuche ich, immer unter den 20km zu bleiben. So ab km16 fängt das olle Knie zuverlässig an, zu mucken - egal wie schwierig der Weg bisher war. 15km/Tag sind durchaus realistisch. Mal werden es mehr (guter Weg, kein Pausenwetter oder so), mal weniger (schlechter Weg, viele Pausen, gutes Wetter...). Bleibt einfach flexibel. Ich handhabe es inzwischen so, dass ich dann "Feierabend" mache, wenn mir danach ist. Egal, wie viele km ich zurückgelegt habe. Wenn ich einen schönen Platz zum Zelten sehe, oder einfach keine Lust mehr habe, erkläre ich den Wandertag für beendet. Ganz entspannt.
Montag. Der Wetterbericht verspricht für heute wechselhaftes Wetter, und für morgen Dauerregen. Ich sitze auf meinem Bett, schaue den Wetterbericht im BBC Frühstücksfernsehen, und werfe alle meine Pläne über den Haufen.
Heute nehme ich den wetterfesten West-Highland-Way Abschnitt von Fort William nach Kinlochleven. 23km auf gut befestigten Wegen, mit Brücken, und ohne Sumpf. Erfahrungsgemäß werden mir abends die Füße weh tun von den harten Wegen, aber auf Sumpf kann ich heute gerne verzichten. Morgen mache ich dann in Kinlochleven einen Pausentag. Mittwoch und Donnerstag soll das Wetter besser werden, und für diese beiden Tage habe ich "aussichtsreiche" Strecken vor.
Der WHW (West Highland Way) ist nett. Ich bin ihn schon dreimal komplett gelaufen, und einzelne Abschnitte noch öfter. Aber keinen so oft wie diesen hier. Die erste Hälfte ich langweilig. Es geht durch Wald und durch abgeholzten Wald immer schön bergauf, und erst gegen Ende des ersten Teils gibt es ein paar Aussichten.
Zeit für die Mittagspause. Unter einem schönen Baum, mit schöner Aussicht auf das offene Gelände, lege ich meinen Rucksack hin, packe eine Fruchtschnitte aus, und mache es mir bequem. Hallo, was ist das denn für ein Geräusch? Wasserrauschen unten im Tal? Wind? Die Royal Air Force? Nein, dämmert es mir, das ist Donner! Mist, Gewitter im freien Gelände, und ich sitze unter dem einzigen Baum weit und breit. Einpacken, Rucksack aufsetzen, weiterlaufen. Dabei halte ich Ausschau nach einer Möglichkeit, mich unterzustellen. Es fängt an zu hageln; erbsengroße Hagelkörner prasseln auf mich ein. Kurz danach sehe ich die WHW-Infotafel an der Lundavra-Road. Sie ist überdacht, und auf der windabgewandten Seite stehen neun Wanderer in Dreierreihen. Trotz des Wetters muss ich grinsen. Das sieht einfach zum Schießen aus. Nun, auf der Wetterseite der Tafel ist noch Platz. Ich setze den Rucksack ab, und stelle mich mit dem Rücken in den Wind unters Dach. Es blitzt, donnert, stürmt, hagelt. Irgendwann hört es auf, und die neun Wanderer gehen weiter in Richtung Fort William, ich in die andere Richtung. Fast vergesse ich, den Hagel abzulichten.
Als ich in den neunziger Jahren zum ersten Mal hier war, stand hier dichter Fichtenwald, so eine schreckliche Monokultur-Plantage. Die ist inzwischen abgeerntet, aber was jetzt da steht, ist auch nicht eben schön. Die Gegend soll natürlich wieder aufgeforstet werden. Vielleicht erlebe ich das ja noch.
Mein nächster Pausenplatz, zum Nachholen der verhagelten Mittagspause, scheint ein bei den Vögeln bekannter Pausenplatz zu sein. Dieser kleine Geselle wird regelrecht aufdringlich, weil ich ihm nichts von meiner Fruchtschnitte abgeben will.
Die Sonne kommt wieder hervor, und die nassen Sachen trocknen im Wind. Jetzt wird auch die Landschaft wieder ansehnlich. Diesen Abschnitt, den Lairig Mòr Track, mag ich, auch wenn er knüppelhart zu den Füßen ist.
Der Abstieg zieht sich, wie immer. Im Ort angekommen, versuche ich zuerst mein Glück im Blackwater Hostel. So viel, wie derzeit auf dem WHW los ist, erwarte ich ein "sorry no vacancies". Aber auch heute habe ich Glück - ein Bett ist frei. Und für die nächste Nacht buche ich ein Zweierzimmer für mich alleine.
Am Dienstag regnet es Bindfäden, wie versprochen. Ich gammele im Hostel herum, trockne und reinige meine Ausrüstung, und trinke literweise Tee.
So, mehr Fotos habe ich noch nicht fertig. Demnächst geht es mit aussichtsreichen Schönwetterfotos weiter.
Am Sonntagmorgen wache ich zum Geräusch prasselnden Regens auf der Zeltplane auf. Mist, denke ich, ausgerechnet heute. Auf den nächsten 9km entlang dem Ufer des Loch Etive muss ich etliche Bäche queren. Drei davon sind in meiner Karte nicht schmal sondern breit eingezeichnet; das Buch "Scottish Hill Tracks" weist darauf hin, dass diese Bäche bei / nach starkem Regen unpassierbar sein können. Ich hole mir die Karte heraus und suche schon mal Alternativen... Gut, es schauert nur ein wenig. Frühstücken, einpacken, und auf der geplanten Strecke losgehen. Die Wolken hängen tief, und an der Ruine Inverghiusachan, an der Mündung des Allt Ghiusachan, des ersten der potientiellen Problembäche gelegen, ist die Stimmung irgendwie mystisch. Das ist echtes Schottland - nicht so ein "Outlander"-Kitsch (sorry, das musste jetzt einfach sein).
Und weiter geht es, bei kühlem Schauerwetter und trüben Aussichten. Aufklaren? Fehlanzeige. Immerhin ist der Weg meist gut begehbar (auch wenn er ab und an verschwindet), und die beiden anderen breiten Bäche sind zwar breit, aber nur mit einem Rinnsal Wasser versehen.
Inzwischen hat es sich richtig eingeregnet. Ein starker Dauerregen prasselt auf mich ein, als ich mich durch den Sumpf balanciere. Endlich erreiche ich die Kinlochetive Bothy. Danach soll der Weg besser werden, sagte mir mal jemand. Ha, von wegen. Ich muss den Weg erst einmal suchen. Dazu muss ich auf einer schmalen Planke über einen tiefen Graben gehen, nur um drüben wieder bis über die Knöchel im Matsch zu versinken. Ätzend. Dann sehe ich das Haus, von dem aus ein Landrovertrack zur Straße führt. Erleichterung macht sich breit. Und dann: Am Zaun hängt ein Schild, dass man doch bitte die Privatsphäre der Bewohner wahren und außen um das Grundstück herum gehen solle. Gut, verständlich, aber das war einfach zu viel. Um das große Grundstück herum, nochmal durch den Matsch, und als ich den Track und damit festen Boden erreiche, bin ich fertig mit der Welt. So, was nun. Der Plan war, ein paar km Straße bis nach Gartness zu laufen, auf einen Pass hoch, dort zelten, am nächsten Tag runter ins Glen Coe, dann zum Kingshouse Hotel, und durchs Rannoch Moor in Richtung Rannoch Station laufen. Klasse, noch mehr Matsch. Nasse Klamotten, ein nasses Zelt, Dauerregen - nee, ich will nicht mehr. Ich beschließe, das erste Auto anzuhalten. Zehn Minuten später ist es so weit. Ein Auto kommt von hinten, ich setze ein freundlich-erschöpftes Lächeln auf und strecke den Daumen raus. Der Kleine-Frau-mit-großem-Rucksack-Bonus funktioniert auch hier. Der Fahrer lässt das Fenster runter, sagt mir, dass ich meinen Rucksack in den Kofferraum legen soll, und legt mir schon mal vorsichtshalber ein Handtuch auf den Beifahrersitz. Immerhin bin ich tropfnass - ich selbst hätte mich nicht mitgenommen, glaube ich. Klasse! Nachdem wir ausgiebig übers Wetter geschimpft haben, klären wir die Frage, wie weit ich denn mitfahren kann. Ich sage, dass ich gerne bis ans Ende der Glen-Etive-Straße mitfahren würde; von dort sind es nur noch anderthalb Kilometer zur Bushaltestelle, und den Nachmittagsbus nach Fort William schaffe ich noch. "Fort William?" meint mein Fahrer? Kein Problem, das liegt auf seinem Weg. Ich kann mein Glück kaum fassen. Etliche Kilometer und einige interessante Unterhaltungen später setzt er mich in der Nähe des Town Centre ab. Ich laufe zu einem Guesthouse, das ich noch aus früheren Zeiten kenne und habe wieder Glück: Ein Zimmer ist frei. Yeah! Ich bringe mein nasses Zeug hoch, drehe die Heizung bis zum Anschlag auf, und gehe schnell noch in den Supermarkt, was Essbares holen. Dann, endlich, raus aus den nasskalten Sachen, eine heiße Dusche, trockene Klamotten, und ich bringe die Regensachen, das Zelt und die Schuhe in den drying room. Gute Erfindung.
Gleich geht es weiter, ich muss nur noch die Fotos raussuchen.
Ich habe bisher nur von Objektiven der Samyang-Walimex-Klasse gehört, dass man drei bis vier (oder mehr) Exemplare testen muss, bis man eines hat, das man richtig scharf stellen kann...
Hast du deine Kamera mal jemandem in die Hand gegeben, der auch Ahnung hat und ein paar Test-Aufnahmen macht? Wenn es bei anderen genauso seltsame Ergebnisse gibt, liegt es definitiv nicht an dir. Andernfalls empfehle ich den Besuch bei einem Optiker deines Vertrauens... Spaß beiseite - hast du die Linse auch schon an einem anderen Body getestet? Ärgerlich ist das ganze schon.
Das Sigma habe ich nicht; aber das 20er Nikon (f/1.8) an der Vollformat. Keine Probleme! Weder bei "ganz weit weg" (Sterne) noch im Nahbereich noch irgendwo dazwischen. Die "Art-Serie" von Sigma soll doch so gut sein, dass man auch sehr verwöhnte Ansprüche stellen darf. Also liegt das Problem sicherlich nicht an deinen Ansprüchen...
Ich musste zum Glück nicht auf die andere Seite des Flusses... Das orangefarbene Band / Seil / was auch immer an der Brücke interpretierte ich dahingehend, dass sie gesperrt ist. Ich kenne allerdings so ein oder zwei Leute, die das nicht davon abhalten würde, sich bescheuerterweise über die Brückenreste zu begeben. Ein paar km vorher war übrigens eine hervorragende Brücke.