Andrea, nein, ich bin seit einer Woche wieder daheim. Ende Juni geht es erst wieder nach Schottland.
Auf Tour habe ich außer Kamera, Garmin und Handy (ein altes "Dummfon", das nur texten und telefonieren kann) keine Elektronik dabei. Auch das ist ein Teil der Erholung.
Die Hunde sind nur mit, wenn Männe und ich mit dem Auto in Schottland unterwegs sind. Bei Wandertouren hätte ich zwar gerne mal den einen oder die andere dabei, aber das wird mir zu umständlich - mehr Gepäck, keine spontanen Übernachtungen in Hostels oder so möglich, von der Anreise will ich mal gar nicht reden.
Ich habe mich erst ein einziges Mal verlaufen, und das war ganz in der Nähe der "Zivilisation", auf ausgeschilderten Waldwegen.
Ich war damals so in Gedanken, dass ich an einer riesigen Kreuzung im Wald den großen Wegweiser "Lairig Ghru" nicht gesehen habe. Erst als ich vor einer Forststraße stand, die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte, fiel mir auf, dass irgendwas falsch ist. War aber schnell gelöst. Inzwischen habe ich ein etwas in die Jahre gekommenes Garmin dabei, auf das ich vor der Tour die geplanten Touren aufspiele. Notfalls kann ich mich mit den dort angezeigten Koordinaten und der Papierkarte orientieren.
Gegruselt habe ich mich bisher ein einziges Mal, bei meiner ersten Herbst-Tour 2011. Ich übernachtete wegen des Sturms und des starken Regens in einer Bothy. Die ist normalerweise immer gut besucht, aber in dieser Nacht war ich alleine dort. Der Sturm brachte die Hütte zum Zittern, der Regen prasselte gegen die Wände, und draußen röhrten die Hirsche. Und ich las bei Kerzenschein "The Shining". War keine gute Idee, glaube ich. Eine romantische Schnulze wäre besser gewesen. ![]()
Und im letzten Herbst, als mich ein Hochwasserbach beinahe von einem weggebrochenen Weg schwemmte... Oder im letzten Frühjahr, als ich auf einem sehr ausgesetzten Pfad (rechts steiler Hang, links gute hundert Meter senkrecht runter in einen See, der Pfad war gerade mal so breit wie ein Wanderstiefel und zog sich noch endlos so hin) vor Angst geradezu einfror. Damals drehte ich bei erster Gelegenheit um - es gibt Dinge, die muss ich nicht riskieren.
Aber alles halb so wild. Irgendwie rücken solche Erlebnisse die heimischen und beruflichen Problemchen wieder in die richtige Perspektive.
Du, das war mein großer Rucksack. 60l, und der war voll, wegen der dicken Wintersachen und des vielen Essens. Bei der nächsten Tour versuche ich, mit dem 45l Rucksack (oder sind es 40? Ich muss mal nachsehen) auszukommen. Wenn ich mein altes leichtes Zelt mitnehme, passt das komplett in die Außentasche. Bei dem Sturmbunker reicht dieser Platz gerade mal fürs Gestänge. Dafür schläft es sich in dem Bunker besser.
Im Schottland-Forum und in den Outdoorseiten findest du Fotos bzw. Reiseberichte von mir. Username: "Borderli", gleicher Avatarhund wie hier. In den ods-Reiseberichten ist derzeit ganz oben ein Beitrag von mir (Antwort auf den Reisebericht über Torridon); wenn du auf den Link "meine Reisen" unter dem Avatarfoto klickst, werden alle meine Berichte angezeigt. Der aktuelle ist noch nicht online, den hat das Dogforum zuerst bekommen. ![]()
Ich hoffe, dass ich morgen wieder Zeit für die nächsten Fotos habe. Gestern kam ich nicht dazu, und heute hatte ich auch volles Programm. Aber es geht weiter, versprochen.