Beiträge von Sheigra

    Nach all den vielen Beiträgen über Ausrüstung und Wandern und so geht meine Reise jetzt weiter. Der vorletzte Wandertag war einer der schönsten.

    Morgens ist es eisig kalt. Die Temperaturen müssen kurz vor dem Gefrierpunkt sein, und es weht ein kalter Wind. Beim Abbau des Zeltes ziehe ich sogar die Handschuhe an. Trotzdem sind Hände und Füße kalt als ich losgehe. Es dauert eine Weile, bis ich auf "Betriebstemperatur" bin.
    Der Weg durch das Gleann Iolairean ist teilweise ganz schön matschig. An manchen Stellen, vor allem wenn der Weg über eine Kuppe führt, sieht man die Spuren von Mountain Bikes, die in breiter Front dort entlang gefahren sind. Das schadet dem ohnehin eingesumpften Weg vermutlich nicht viel, aber es sieht nicht schön aus. Und es zwingt mich zu weiten Umwegen, will ich nicht bis an die Knöchel im Matsch gehen.

    Bald kommt der Loch Treig in Sicht, und damit ein befestigter Landrovertrack:

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    Loch Treig by Marion Woell, auf Flickr

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    Nur noch ein paar Meter trennen mich von dem Track, als ich vor dieser Stelle stehe. Ich stehe gut einen Meter oberhalb davon, rechts von mir geht es nahezu senkrecht runter in eine kleine Schlucht, und dieser Sumpf hier hat nach meinem "Stocktest" keinen festen Boden. Bevor ich riskiere, hier den Abgang zu machen, schlage ich mich links davon durchs Gestrüpp (hier rechts im Bild; ich mache das Foto erst nachdem ich wieder sicheren Boden unter den Füßen habe; später stelle ich fest, dass die Regenhülle des Rucksack ein paar Risse davongetragen hat) und gehe auf der sicheren Seite zum Track hinunter.

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    path by Marion Woell, auf Flickr

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    Loch Treig by Marion Woell, auf Flickr

    Auf dieser schönen Wiese am Loch Treig mache ich eine schöne lange Pause. Es waren zwar nur acht Kilometer bis hierher, und es ging meist bergab, aber durch den vielen Matsch war es doch recht anstrengend. Außerdem haben sich die Wolken verzogen, die Sonne strahlt von einem blauen Highlands-Himmel, und das Leben ist einfach nur schön. Aber kalt ist es immer noch; ohne die Jacke geht heute gar nichts.

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    Dann laufe ich weiter, auf dem knüppelharten, aber matschfreien Landrovertrack in Richtung Corrour Station. Unterwegs stelle ich fest, dass auf dem Corrour Estate größere Erdarbeiten in Gang sind. Ein Schild erklärt, dass sie dort an drei Bächen kleine Wasserkraftwerke bauen. Da sie mehr Strom erzeugen, als die paar Häuser des Estates, das Hostel und der Bahnhof brauchen, werden unterirdische Stromleitungen bis zur Rannoch Station gelegt, wo der Strom dann ins National Grid eingespeist wird. Das Schild verspricht, dass die Arbeiten Ende 2015 beendet sein werden, dass die neu angelegten Tracks (für Bagger und anderes schweres Gerät) wieder rückgebaut werden, dass man von diesem Hydro Scheme in ein paar Jahren nichts mehr sehen wird, und überhaupt dass alles gut wird. Nun denn, ich werde es bei meinen nächsten Besuchen sehen.
    Immerhin: Auf den Tracks komme ich gut voran. Die Aussichten sind fantastisch. Klare Luft, schneebedeckte Gipfel, blauer Himmel - traumhaft schön.

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    Nevis Range by Marion Woell, auf Flickr

    Der Track zum Loch Ossian, mit einem Abzweig zur Corrour Station, ist alt. Ich nehme den Abzweig zur Jugendherberge, die SYHA Loch Ossian, mein Lieblings-Hostel.

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    Corrour Track by Marion Woell, auf Flickr

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    SYHA Loch Ossian by Marion Woell, auf Flickr

    Gegenüber dem Weg zum Hostel geht ein Pfad bergauf. Diesen nehme ich. Nur - das ist kein Pfad mehr, das ist auch ein baggertauglicher Track, der sich zieht, soweit ich sehen kann. Nun gut, dann komme ich noch schneller voran als geplant. Schön ist zwar anders, aber andererseits hatte ich heute schon genug Schlamm und eingesumpfte Wege.

    Hier der Blick runter zum Loch Ossian:

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    Loch Ossian by Marion Woell, auf Flickr

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    Loch Ossian by Marion Woell, auf Flickr

    Der höchste Berg auf diesen Bildern ist übrigens Ben Nevis, der höchste Berg in UK. Da war ich schon ein paarmal drauf, einmal sogar im Schnee. Dieses Jahr jedoch nicht; als ich wieder dort bin, schneit es munter weiter dort oben...

    So, schnell den Beitrag posten. Es geht gleich weiter, mit einem außerplanmäßigen Gipfel-Sturm. ;)

    Süchtig macht das, das ist richtig. :D

    Für meine Touren braucht es keine besonderen körperlichen Anforderungen. Mit fast fünfzig, einem kaputten Knie, einem halben Jahrhundert fast ohne Sport - da macht man halt weniger, langsamer, bedächtiger, aber man "macht".
    Ausgangspunkt war für mich der West Highland Way. Bei unserem ersten Schottland-Familienurlaub Anfang der 1990er, mit einem anderthalb Jahre alten Kleinkind, hatten wir ein Ferienhaus im Glen Nevis gemietet. Vom Küchenfenster sah ich jeden Tag Leute mit großem Rucksack den Berg herunter kommen. Ich erkundigte mich und erfuhr, dass sie die 150km von Glasgow nach Fort William gelaufen sind. Ich kaufte mir ein Buch dazu (damals hatte ich keinen Computer, geschweige denn Internet), und fand die Idee gut. Jahre später, das Kleinkind war inzwischen 15, lief ich den WHW mit einer Freundin. Das Jahr danach mit meinen Eltern. Und ich fand es toll, morgens im Ort A aufzuwachen, viele Stunden durch eine tolle Landschaft zu laufen, dann im Ort B anzukommen und das ganze mehrere Tage hintereinander.
    Dann fing ich an, meine erste eigene Tour zu planen und musste feststellen, dass das was ich vorhabe ohne Zelt nicht möglich ist. Das Jahr 2008 verbrachte ich mit Planung, Information, zahlreichen Besuchen in diversen Outdoor-Läden, und 2009 begab ich mich auf die erste "eigene" Tour. Seitdem will ich das nicht mehr missen.
    Dann kam 2013 die Knieverletzung, und noch Anfang 2014 dachte ich, dass das nie wieder was wird mit dem Wandern. Ich blieb aber stur, machte meine Übungen, wechselte den Orthopäden, reduzierte mich um zwei Konfektionsgrößen, und ging im Mai 2014 wieder auf Tour. Es geht, es macht nach wie vor Spaß, ich bin jetzt nur langsamer und vorsichtiger als vorher.

    Das alleine unterwegssein ist aber nicht jedermanns Sache. Das muss man wollen, sonst dreht man am Rad. Ich kenne Leute, die haben es versucht, und finden Wandern toll, aber sie gehen lieber in einer Gruppe oder mit einem Partner. Das wiederum habe ich versucht und finde es für mich nicht gut... Jeder so, wie er will und kann. :smile:

    Das Problem mit der Rettungsdecke ist, dass sie die ganze Tour über halten muss. Gerade der Teil, der den "Fußboden" in der Apsis darstellt, wird schon ganz schön beansprucht, nicht zuletzt von mir Grobmotoriker in Wanderstiefeln. Aber vielleicht probiere ich es bei der nächsten Tour einfach mal aus. Versuch macht kluch, sagt man doch.

    Zum "richtigen" Kochen habe ich nach einem Wandertag keine Lust mehr. Da muss es zackzack gehen, denn meist habe ich einfach nur Kohldampf. Da ist das Fertigfutter in Verbindung mit dem Jetboil (ich bezeichne ihn gerne als "Wasserkocher") gerade richtig. Wenn ich dann irgendwo in einem Ort mit Shop oder Pub bin, kann ich das frische Essen wieder richtig genießen. Es ist schon unglaublich, wie gut nach 8 Tagen Haferbrei und Nudelpampe eine Gemüsesuppe, weißes britisches Knatschbrot und eine kalte Cola schmecken... :D

    Ich nehme das Wasser nur aus Bächen oder aus Seen. Wenn es ein langsam fließendes oder ein stehendes Gewässer ist, wenn Schafe in der Nähe sind, oder wenn ich einfach so ein ungutes Gefühl habe, benutze ich die Tropfen von Aqua Venture. Bisher hatte ich noch keine Probleme. Das Zeug ist auch relativ geschmacksneutral. Dass schottisches Bergbach-Wasser gerne mal bräunlich ist, ist normal. Daran gewöhnt man sich.

    Ja, das Planen ist schon der halbe Urlaub. Das kenne ich. :bindafür:

    Wild zelten ist in den meisten europäischen Ländern ein Problem. So richtig gesetzlich erlaubt ist es in Schottland durch den Outdoor Access Code; im Rest von UK gilt der jedoch nicht. Schweden /Norwegen / Finnland praktizieren so was wie "Jedermannsrecht"; wie weit dieses gilt, was man darf und was nicht, und was mit Nationalparks ist, weiß ich allerdings nicht. Bisher habe ich mich damit noch nicht befasst. Von Dänemark und von den Niederlanden habe ich bisher nur gelesen, dass wild zelten verboten ist und auch kontrolliert wird... Einfach ist es jedenfalls nicht.

    Sorry, ich hab mich doof ausgedrückt. Ich meinte Wanderrouten, wo man sich selbst sozusagen mal testet, ob die ganze Trekkingsache mit Zelt was für einen ist, die nicht so weit weg sind, aber trotzdem landschaftlich schön.


    Eine mehrtägige Tour in DE. Ein Teil des Westwegs im Schwarzwald beispielsweise. Oder im Pfälzer Wald, dort gibt es sogar richtige Lagerplätze (also fast wie wild campen, nur legal). Harzer Hexenstieg. Rheinsteig. Das sind so die einzigen, die mir spontan einfallen. Allerdings gibt es viel, viel mehr. Google doch einfach mal nach Weitwanderwegen oder Fernwanderwegen, vielleicht findest du ja was in deiner Nähe. :smile:

    Klasse, danke schön! Mal abgesehen von der Fotoausrüstung - ich bin bekennender Antiknipser, kann es einfach nicht... - bin ich auch schon bei hochwertig und ausdauernd gelandet.
    Nur am Zelt bin ich eben noch am basteln... meinen bisher bequemen 1MannSarg hat mein Sohnemann auf Nimmerwiedersehen aufgeräumt...grrrrrr!
    Statt Müllsack kann ich dir sie gold/silberne Rettungsdecke aus dem 1.Hilfe-Kasten empfehlen. Läßt sich noch viel kleiner als ein Müllsack machen, ist super vielfältig einzusetzen - als Poncho, (zusätzlichens) Zeltdach, Unterlage, Isomatte,....
    Was nimmst Du an Lebensmitteln mit? Da ich nächstes Jahr mit den Hunden hin will, werde ich wohl einen zentralen Campingplatz wählen von von dort aus 1 - 2tagesTouren starten. Mit HuFu für 3 wird das zu viel...
    Ich möchte auch ein bisschen Kultur sehen und liebäugle mit der Gegend um Inerness - Nessie natürlich eingeschlossen!
    Hast Du von dort schon persönliche Eindrücke?

    Rund um Inverness kenne ich mich nicht gut aus. Ich nehme Inverness zwar gerne als erste und letzte Übernachtung in einem Urlaub, wenn ich über Aberdeen fliege, aber mit Wanderungen oder Kultur in dieser Gegend habe ich mich noch nicht befasst. Mich zieht es immer an die Westküste. Fort William / Glen Nevis kann ich als Standpunkt empfehlen. Auf der Glen Nevis Campsite sind Hunde erlaubt, und von dort kannst du einiges machen ohne lange Anfahrtswege.

    Lebensmittel: Da habe ich eine Weile getestet. Inzwischen bin ich bei Müsli-Milchpulver-Mischung fürs Frühstück gelandet (entweder mit kaltem oder heißem Wasser übergossen), bei Fruchtschnitten oder Müsli-Riegeln (am liebsten die von Nature Valley) für mittags, und britischem Fertig-Nudel-Pamps für abends. Zwischendurch hatte ich mal Couscous probiert, oder richtig kochen, oder Kartoffelpü mit Hartwurst aufgepeppt - das war aber alles nicht so meins. Dieses Mal habe ich mehr zu Essen mitgenommen, weil ich im Herbst zu wenig hatte und an meine Leistungsgrenze kam - jetzt war es zu viel, so viel konnte ich gar nicht essen. Ach so, Nüsse oder Studentenfutter habe ich meist in der Jackentasche.

    Die Idee mit der Rettungsdecke hatte ich anfangs auch mal; warum ich sie nicht umgesetzt habe, weiß ich allerdings nicht mehr. Wie haltbar sind diese Teile denn? Reißen die schnell ein?

    Was genau testen?
    Ich habe mich bei der Wahl einiger Gegenstände (z.B. der noch nicht erwähnten Trekkingstöcke) auf die Auskunft einer Bekannten verlassen, die damals ähnlich unterwegs war wie ich. Deren Ratschlag die Trailrunner betreffend war jedoch für mich alles andere als sinnvoll...
    Im Outdoorseiten-Forum gibt es eine große, umfangreich Rubrik zum Thema Ausrüstung, da gibt es auch eine Vielzahl von Infos.

    Ja, gerade die "großen" Sachen wie Zelt, Rucksack, Schlafsack, Matratze und Stiefel gehen schon ins Geld. Ich habe mich allerdings bewusst für die hochpreisigeren Sachen entschieden, weil ich Ausfälle o.ä. auf Tour vermeiden wollte. Bei einem T-shirt ist es relativ egal, ob es vom Discounter oder aus einem teuren Laden ist; bei anderen Dingen ist es für mich wichtig, dass ich mich darauf verlassen kann. Ich bin da halt etwas übervorsichtig - aber auch in der Lage, es mir leisten zu können. ;)
    Dass es jedoch möglich ist, auch ohne Hilleberg, TAR und dergleichen, sondern mit schmalem Budget, tolle Trekkingtouren zu machen, zeigen die vielen Reiseberichte im ods. Meine Aufstellung ist nur eine der ungezählten Möglichkeiten.

    Ich habe das Terra Nova Laser Competition, das wiegt im Originalzustand knapp unter 1kg, mit einem Satz richtiger Heringe (die mitgelieferten kann man als Haarnadeln verwenden) und einer Plastikplane (aus Müllsäcken) so etwa 1,2kg. Das war mein ersten Trekkingzelt. Als ich im Frühjahr 2011 auf den Hebriden jedoch im Sturm zwei schlaflose Nächte hatte, in denen ich voll bekleidet und mit gepacktem Rucksack im Zelt lag und nur auf ein "Ratsch" oder ein "Knack" wartete, beschloss ich, etwas Stabileres zu kaufen als ein Einbogenzelt, das auf leicht getrimmt ist und das, konstruktionsbedingt, gegen drehende Winde anfällig ist. Ich habe es zwar immer schön in Windrichtung aufbebaut (was die Wahl des Zeltplatzes oft einschränkt), aber wenn der Wind mitten in der Nacht dreht - tja, dann wird es ungemütlich.
    Ein paar Monate nach diesem Erlebnis kaufte ich mir ein gebrauchtes Hilleberg Soulo. Neu war es mir einfach zu teuer. Das Gebrauchte war damals besser in Schuss als mein LaserComp... Das ist mein "Sturmbunker", meine "Hilleburg". Im letzten Herbst zeltete ich im Lairig Ghru im Sturm mit Orkanböen - kein Problem. Das Teil ist zwar schwer und hat durch die drei Gestängebögen ein großes Packmaß, aber mir ist es das einfach wert. Das LaserComp hatte ich auch nochmal mit auf Tour, aber in dem Teil zieht es überall rein (das Außenzelt geht nicht bis auf den Boden), und durch die Einbogenkonstruktion fällt es an den Schmalseiten so stark ab, dass ich nur in der Mitte sitzen kann, und im Liegen das Innenzelt im Gesicht habe. So wichtig ist mir das leichte Unterwegssein dann doch nicht... Das Soulo kommt mit der schon erwähnten Plastikplane auf ca. 2,5kg.

    Eine Packliste habe ich nicht. Aber so ganz ins Unreine geschrieben:
    1) Haus:
    Zelt mit Groundsheet (Plastikfolie; schützt den Zeltboden vor Dreck und gibt einen schönen Fußboden in der Apsis), wasserdichter Packsack (falls AZ nass ist)
    2) Schlafzimmer:
    Schlafsack (Daune, Mountain Equipment 500 als Dreijahreszeiten-Tüte, Meru Colibri Down für den Sommereinsatz, und ein Daunenmonster von Western Mountaineering für die kalte Jahreszeit),
    aufblasbare Matratze - ThermARest NeoAir (die alte Version), und wenn es kalt ist die NeoAir All Season,
    aufblasbares Kopfkissen;
    wichtig: Wasserdichter Kompressionspacksack für den Schlafsack (gibt es von Sea-to-Summit)
    3) Badezimmer:
    Ziploc-Beutel mit allem, was absolut unverzichtbar ist für die tägliche Säuberung. Zwei Microfaser-Handtücher.
    4) Kleiderschrank:
    Wanderklamotten habe ich an (dehnbare Trekkinghose, T-Shirt aus Merinowolle (kurz- oder langärmlig, je nach Jahreszeit), Unterwäsche aus Merino-Wolle, dünne Liner-Socken, Smartwool-Socken, Gamaschen, Wetterjacke (entweder eine von Jack Wolfskin oder im Sommer die Paramo Quito). Ersatz dazu habe ich nicht mit.
    Trockene Sachen für im Zelt: Leggins, T-Shirt, Fleece, Socken, Primaloftjacke (außer im Sommer)
    Mütze, Handschuhe, Halstuch (nehme ich als Haarband). Crocs als Schuhe am Zeltplatz und zum Durchwaten von Bächen. Wanderstiefel (nach diversen leichten Trailrunnern bin ich bei schweren Volllederstiefeln angelangt: Hanwag Tatro "Bunion" für meine Problemfüße). Snoseal-Wachs zum Nachschmieren.
    Regenhose, Ersatzsocken, Wäsche
    5) Küche:
    Jetboil-Kochersystem, Gaskartusche(n), Spork, Plastiktasse, Berghaferl, Schweizer Messer
    Futter je nach Dauer der Tour: Müsli-Milchpulvermischung für morgens, Fruchtschnitten o.ä. für mittags, Fertigfutter übelster Sorte (heißes Wasser drauf und abwarten - kommt daheim nicht mal in die Nähe meiner Küche...) für abends. Nüsse oder Studentenfutter. Pulverkaffee, Tee, Instant-Kakao. Keine Süßigkeiten. Tropfen von Aqua-Venture zum Entkeimen von Wasser, falls das mal nicht so einwandfrei zu sein scheint. Platypus Faltflasche (2l) für den Wasservorrat im Zelt, 1 oder 2 kleine PET-Flaschen für den Wasservorrat unterwegs.
    6) Fotostudio:
    Entweder die Sony RX100M2 mit Velbon V-Pod Stativ, Speicherkarten, geladene Ersatzakkus, kleine Gürteltasche. Ziploc-Tüten für die wasserdichte Aufbewahrung. Oder die DSLR mit größerer Hüfttasche, maximal ein Wechselobjektiv, Sirui-Stativ (Reisestativ, ca. 1,2kg schwer mit Kugelkopf), diverse Filter mit Schraubverschluss (so ein Filter-Stack), geladene Ersatzakkus, Speicherkarten, Fernauslöser
    7) Unterhaltung:
    MP3-Player (uralt!) mit Ersatzbatterien, E-Book-Reader, Handy (ein uraltes Dummfon, mit geladenem Ersatzakku)
    8) Karten:
    Ordnance-Survey-Maps der Region, in der ich wandern will. Meist die 1:50.000er. Wasserdichte Kartentasche von Ortlieb, am Rucksack befestigt und jederzeit griffbereit. Als Back-up ein altes Garmin, auf das ich die geplanten Routen aufspiele. Recta-Kompass.
    9) Sonstiges:
    Regenhülle für den Rucksack. Müllsäcke als Innenausstattung des Rucksacks (wasserdicht!). Stirnlampe. Erste-Hilfe-Pack (Basismodell, individuell ergänzt). Medikamente. Bivvy-Bag für Notfälle. Im Sommer Mückennetz, Repellent. Kleiner saugfähiger Lappen, um mal schnell was zu trocknen. Flickzeug für die NeoAir und fürs Zelt, ein Stück Reepschnur, ein Stück Ducktape (um eine alte Filmdose gewickelt), Nähzeug (ja, brauche ich tatsächlich immer wieder mal). Tempos, Klopapier.

    Und das alles im Rucksack: Deuter 60+10 (2,5kg) oder Deuter 40+10 (1,4kg). Außen am Rucksack habe ich nur das Zelt (Lasercomp) oder Zeltgestänge (Soulo), das Stativ und die Wasserflaschen, alles in den seitlichen Taschen. Die Jacke kann ich obendrauf festschnallen, wenn ich sie nicht brauche. Ansonsten baumelt nichts lose außen dran, das mag ich gar nicht.