Beiträge von Sheigra

    Sorry, ich hab mich doof ausgedrückt. Ich meinte Wanderrouten, wo man sich selbst sozusagen mal testet, ob die ganze Trekkingsache mit Zelt was für einen ist, die nicht so weit weg sind, aber trotzdem landschaftlich schön.


    Eine mehrtägige Tour in DE. Ein Teil des Westwegs im Schwarzwald beispielsweise. Oder im Pfälzer Wald, dort gibt es sogar richtige Lagerplätze (also fast wie wild campen, nur legal). Harzer Hexenstieg. Rheinsteig. Das sind so die einzigen, die mir spontan einfallen. Allerdings gibt es viel, viel mehr. Google doch einfach mal nach Weitwanderwegen oder Fernwanderwegen, vielleicht findest du ja was in deiner Nähe. :smile:

    Klasse, danke schön! Mal abgesehen von der Fotoausrüstung - ich bin bekennender Antiknipser, kann es einfach nicht... - bin ich auch schon bei hochwertig und ausdauernd gelandet.
    Nur am Zelt bin ich eben noch am basteln... meinen bisher bequemen 1MannSarg hat mein Sohnemann auf Nimmerwiedersehen aufgeräumt...grrrrrr!
    Statt Müllsack kann ich dir sie gold/silberne Rettungsdecke aus dem 1.Hilfe-Kasten empfehlen. Läßt sich noch viel kleiner als ein Müllsack machen, ist super vielfältig einzusetzen - als Poncho, (zusätzlichens) Zeltdach, Unterlage, Isomatte,....
    Was nimmst Du an Lebensmitteln mit? Da ich nächstes Jahr mit den Hunden hin will, werde ich wohl einen zentralen Campingplatz wählen von von dort aus 1 - 2tagesTouren starten. Mit HuFu für 3 wird das zu viel...
    Ich möchte auch ein bisschen Kultur sehen und liebäugle mit der Gegend um Inerness - Nessie natürlich eingeschlossen!
    Hast Du von dort schon persönliche Eindrücke?

    Rund um Inverness kenne ich mich nicht gut aus. Ich nehme Inverness zwar gerne als erste und letzte Übernachtung in einem Urlaub, wenn ich über Aberdeen fliege, aber mit Wanderungen oder Kultur in dieser Gegend habe ich mich noch nicht befasst. Mich zieht es immer an die Westküste. Fort William / Glen Nevis kann ich als Standpunkt empfehlen. Auf der Glen Nevis Campsite sind Hunde erlaubt, und von dort kannst du einiges machen ohne lange Anfahrtswege.

    Lebensmittel: Da habe ich eine Weile getestet. Inzwischen bin ich bei Müsli-Milchpulver-Mischung fürs Frühstück gelandet (entweder mit kaltem oder heißem Wasser übergossen), bei Fruchtschnitten oder Müsli-Riegeln (am liebsten die von Nature Valley) für mittags, und britischem Fertig-Nudel-Pamps für abends. Zwischendurch hatte ich mal Couscous probiert, oder richtig kochen, oder Kartoffelpü mit Hartwurst aufgepeppt - das war aber alles nicht so meins. Dieses Mal habe ich mehr zu Essen mitgenommen, weil ich im Herbst zu wenig hatte und an meine Leistungsgrenze kam - jetzt war es zu viel, so viel konnte ich gar nicht essen. Ach so, Nüsse oder Studentenfutter habe ich meist in der Jackentasche.

    Die Idee mit der Rettungsdecke hatte ich anfangs auch mal; warum ich sie nicht umgesetzt habe, weiß ich allerdings nicht mehr. Wie haltbar sind diese Teile denn? Reißen die schnell ein?

    Was genau testen?
    Ich habe mich bei der Wahl einiger Gegenstände (z.B. der noch nicht erwähnten Trekkingstöcke) auf die Auskunft einer Bekannten verlassen, die damals ähnlich unterwegs war wie ich. Deren Ratschlag die Trailrunner betreffend war jedoch für mich alles andere als sinnvoll...
    Im Outdoorseiten-Forum gibt es eine große, umfangreich Rubrik zum Thema Ausrüstung, da gibt es auch eine Vielzahl von Infos.

    Ja, gerade die "großen" Sachen wie Zelt, Rucksack, Schlafsack, Matratze und Stiefel gehen schon ins Geld. Ich habe mich allerdings bewusst für die hochpreisigeren Sachen entschieden, weil ich Ausfälle o.ä. auf Tour vermeiden wollte. Bei einem T-shirt ist es relativ egal, ob es vom Discounter oder aus einem teuren Laden ist; bei anderen Dingen ist es für mich wichtig, dass ich mich darauf verlassen kann. Ich bin da halt etwas übervorsichtig - aber auch in der Lage, es mir leisten zu können. ;)
    Dass es jedoch möglich ist, auch ohne Hilleberg, TAR und dergleichen, sondern mit schmalem Budget, tolle Trekkingtouren zu machen, zeigen die vielen Reiseberichte im ods. Meine Aufstellung ist nur eine der ungezählten Möglichkeiten.

    Ich habe das Terra Nova Laser Competition, das wiegt im Originalzustand knapp unter 1kg, mit einem Satz richtiger Heringe (die mitgelieferten kann man als Haarnadeln verwenden) und einer Plastikplane (aus Müllsäcken) so etwa 1,2kg. Das war mein ersten Trekkingzelt. Als ich im Frühjahr 2011 auf den Hebriden jedoch im Sturm zwei schlaflose Nächte hatte, in denen ich voll bekleidet und mit gepacktem Rucksack im Zelt lag und nur auf ein "Ratsch" oder ein "Knack" wartete, beschloss ich, etwas Stabileres zu kaufen als ein Einbogenzelt, das auf leicht getrimmt ist und das, konstruktionsbedingt, gegen drehende Winde anfällig ist. Ich habe es zwar immer schön in Windrichtung aufbebaut (was die Wahl des Zeltplatzes oft einschränkt), aber wenn der Wind mitten in der Nacht dreht - tja, dann wird es ungemütlich.
    Ein paar Monate nach diesem Erlebnis kaufte ich mir ein gebrauchtes Hilleberg Soulo. Neu war es mir einfach zu teuer. Das Gebrauchte war damals besser in Schuss als mein LaserComp... Das ist mein "Sturmbunker", meine "Hilleburg". Im letzten Herbst zeltete ich im Lairig Ghru im Sturm mit Orkanböen - kein Problem. Das Teil ist zwar schwer und hat durch die drei Gestängebögen ein großes Packmaß, aber mir ist es das einfach wert. Das LaserComp hatte ich auch nochmal mit auf Tour, aber in dem Teil zieht es überall rein (das Außenzelt geht nicht bis auf den Boden), und durch die Einbogenkonstruktion fällt es an den Schmalseiten so stark ab, dass ich nur in der Mitte sitzen kann, und im Liegen das Innenzelt im Gesicht habe. So wichtig ist mir das leichte Unterwegssein dann doch nicht... Das Soulo kommt mit der schon erwähnten Plastikplane auf ca. 2,5kg.

    Eine Packliste habe ich nicht. Aber so ganz ins Unreine geschrieben:
    1) Haus:
    Zelt mit Groundsheet (Plastikfolie; schützt den Zeltboden vor Dreck und gibt einen schönen Fußboden in der Apsis), wasserdichter Packsack (falls AZ nass ist)
    2) Schlafzimmer:
    Schlafsack (Daune, Mountain Equipment 500 als Dreijahreszeiten-Tüte, Meru Colibri Down für den Sommereinsatz, und ein Daunenmonster von Western Mountaineering für die kalte Jahreszeit),
    aufblasbare Matratze - ThermARest NeoAir (die alte Version), und wenn es kalt ist die NeoAir All Season,
    aufblasbares Kopfkissen;
    wichtig: Wasserdichter Kompressionspacksack für den Schlafsack (gibt es von Sea-to-Summit)
    3) Badezimmer:
    Ziploc-Beutel mit allem, was absolut unverzichtbar ist für die tägliche Säuberung. Zwei Microfaser-Handtücher.
    4) Kleiderschrank:
    Wanderklamotten habe ich an (dehnbare Trekkinghose, T-Shirt aus Merinowolle (kurz- oder langärmlig, je nach Jahreszeit), Unterwäsche aus Merino-Wolle, dünne Liner-Socken, Smartwool-Socken, Gamaschen, Wetterjacke (entweder eine von Jack Wolfskin oder im Sommer die Paramo Quito). Ersatz dazu habe ich nicht mit.
    Trockene Sachen für im Zelt: Leggins, T-Shirt, Fleece, Socken, Primaloftjacke (außer im Sommer)
    Mütze, Handschuhe, Halstuch (nehme ich als Haarband). Crocs als Schuhe am Zeltplatz und zum Durchwaten von Bächen. Wanderstiefel (nach diversen leichten Trailrunnern bin ich bei schweren Volllederstiefeln angelangt: Hanwag Tatro "Bunion" für meine Problemfüße). Snoseal-Wachs zum Nachschmieren.
    Regenhose, Ersatzsocken, Wäsche
    5) Küche:
    Jetboil-Kochersystem, Gaskartusche(n), Spork, Plastiktasse, Berghaferl, Schweizer Messer
    Futter je nach Dauer der Tour: Müsli-Milchpulvermischung für morgens, Fruchtschnitten o.ä. für mittags, Fertigfutter übelster Sorte (heißes Wasser drauf und abwarten - kommt daheim nicht mal in die Nähe meiner Küche...) für abends. Nüsse oder Studentenfutter. Pulverkaffee, Tee, Instant-Kakao. Keine Süßigkeiten. Tropfen von Aqua-Venture zum Entkeimen von Wasser, falls das mal nicht so einwandfrei zu sein scheint. Platypus Faltflasche (2l) für den Wasservorrat im Zelt, 1 oder 2 kleine PET-Flaschen für den Wasservorrat unterwegs.
    6) Fotostudio:
    Entweder die Sony RX100M2 mit Velbon V-Pod Stativ, Speicherkarten, geladene Ersatzakkus, kleine Gürteltasche. Ziploc-Tüten für die wasserdichte Aufbewahrung. Oder die DSLR mit größerer Hüfttasche, maximal ein Wechselobjektiv, Sirui-Stativ (Reisestativ, ca. 1,2kg schwer mit Kugelkopf), diverse Filter mit Schraubverschluss (so ein Filter-Stack), geladene Ersatzakkus, Speicherkarten, Fernauslöser
    7) Unterhaltung:
    MP3-Player (uralt!) mit Ersatzbatterien, E-Book-Reader, Handy (ein uraltes Dummfon, mit geladenem Ersatzakku)
    8) Karten:
    Ordnance-Survey-Maps der Region, in der ich wandern will. Meist die 1:50.000er. Wasserdichte Kartentasche von Ortlieb, am Rucksack befestigt und jederzeit griffbereit. Als Back-up ein altes Garmin, auf das ich die geplanten Routen aufspiele. Recta-Kompass.
    9) Sonstiges:
    Regenhülle für den Rucksack. Müllsäcke als Innenausstattung des Rucksacks (wasserdicht!). Stirnlampe. Erste-Hilfe-Pack (Basismodell, individuell ergänzt). Medikamente. Bivvy-Bag für Notfälle. Im Sommer Mückennetz, Repellent. Kleiner saugfähiger Lappen, um mal schnell was zu trocknen. Flickzeug für die NeoAir und fürs Zelt, ein Stück Reepschnur, ein Stück Ducktape (um eine alte Filmdose gewickelt), Nähzeug (ja, brauche ich tatsächlich immer wieder mal). Tempos, Klopapier.

    Und das alles im Rucksack: Deuter 60+10 (2,5kg) oder Deuter 40+10 (1,4kg). Außen am Rucksack habe ich nur das Zelt (Lasercomp) oder Zeltgestänge (Soulo), das Stativ und die Wasserflaschen, alles in den seitlichen Taschen. Die Jacke kann ich obendrauf festschnallen, wenn ich sie nicht brauche. Ansonsten baumelt nichts lose außen dran, das mag ich gar nicht.

    Andrea, nein, ich bin seit einer Woche wieder daheim. Ende Juni geht es erst wieder nach Schottland.
    Auf Tour habe ich außer Kamera, Garmin und Handy (ein altes "Dummfon", das nur texten und telefonieren kann) keine Elektronik dabei. Auch das ist ein Teil der Erholung.

    Die Hunde sind nur mit, wenn Männe und ich mit dem Auto in Schottland unterwegs sind. Bei Wandertouren hätte ich zwar gerne mal den einen oder die andere dabei, aber das wird mir zu umständlich - mehr Gepäck, keine spontanen Übernachtungen in Hostels oder so möglich, von der Anreise will ich mal gar nicht reden.

    Ich habe mich erst ein einziges Mal verlaufen, und das war ganz in der Nähe der "Zivilisation", auf ausgeschilderten Waldwegen. :hust: Ich war damals so in Gedanken, dass ich an einer riesigen Kreuzung im Wald den großen Wegweiser "Lairig Ghru" nicht gesehen habe. Erst als ich vor einer Forststraße stand, die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte, fiel mir auf, dass irgendwas falsch ist. War aber schnell gelöst. Inzwischen habe ich ein etwas in die Jahre gekommenes Garmin dabei, auf das ich vor der Tour die geplanten Touren aufspiele. Notfalls kann ich mich mit den dort angezeigten Koordinaten und der Papierkarte orientieren.

    Gegruselt habe ich mich bisher ein einziges Mal, bei meiner ersten Herbst-Tour 2011. Ich übernachtete wegen des Sturms und des starken Regens in einer Bothy. Die ist normalerweise immer gut besucht, aber in dieser Nacht war ich alleine dort. Der Sturm brachte die Hütte zum Zittern, der Regen prasselte gegen die Wände, und draußen röhrten die Hirsche. Und ich las bei Kerzenschein "The Shining". War keine gute Idee, glaube ich. Eine romantische Schnulze wäre besser gewesen. :lol:
    Und im letzten Herbst, als mich ein Hochwasserbach beinahe von einem weggebrochenen Weg schwemmte... Oder im letzten Frühjahr, als ich auf einem sehr ausgesetzten Pfad (rechts steiler Hang, links gute hundert Meter senkrecht runter in einen See, der Pfad war gerade mal so breit wie ein Wanderstiefel und zog sich noch endlos so hin) vor Angst geradezu einfror. Damals drehte ich bei erster Gelegenheit um - es gibt Dinge, die muss ich nicht riskieren.
    Aber alles halb so wild. Irgendwie rücken solche Erlebnisse die heimischen und beruflichen Problemchen wieder in die richtige Perspektive.

    Du, das war mein großer Rucksack. 60l, und der war voll, wegen der dicken Wintersachen und des vielen Essens. Bei der nächsten Tour versuche ich, mit dem 45l Rucksack (oder sind es 40? Ich muss mal nachsehen) auszukommen. Wenn ich mein altes leichtes Zelt mitnehme, passt das komplett in die Außentasche. Bei dem Sturmbunker reicht dieser Platz gerade mal fürs Gestänge. Dafür schläft es sich in dem Bunker besser.

    Im Schottland-Forum und in den Outdoorseiten findest du Fotos bzw. Reiseberichte von mir. Username: "Borderli", gleicher Avatarhund wie hier. In den ods-Reiseberichten ist derzeit ganz oben ein Beitrag von mir (Antwort auf den Reisebericht über Torridon); wenn du auf den Link "meine Reisen" unter dem Avatarfoto klickst, werden alle meine Berichte angezeigt. Der aktuelle ist noch nicht online, den hat das Dogforum zuerst bekommen. :smile:


    Ich hoffe, dass ich morgen wieder Zeit für die nächsten Fotos habe. Gestern kam ich nicht dazu, und heute hatte ich auch volles Programm. Aber es geht weiter, versprochen.

    Von jetzt an geht es bergab. Die meiste Zeit jedenfalls.

    Bald kommt das Blackwater Reservoir in Sicht - ein großer Stausee, der im letzten Jahrhundert die Aluminiumwerke in Kinlochleven mit Strom versorgte. Zu diesem Stausee gibt es einiges im Internet zu lesen, wen es interessiert. Die "Devil's Staircase", der Teil des West Highland Way, der vom Glen Coe nach Kinlochleven führt, gehört zur Geschichte des Sees. Diesen Weg mussten die Bauarbeiter gehen, um ins nächste Pub zu gelangen - ins Kingshouse Hotel. Wenn man heute die WHW-Wanderer mit ihren großen Rucksäcken dort raufschnaufen sieht, bekommt man Respekt für die Kerle, die wegen ein paar Pints diesen Weg bei jedem Wetter hin- und zurückgingen... Der Weg ist hier jedoch nicht zu sehen, der ist auf der anderen Seite des Sees.
    Hier der See mit Staudamm und dem am meisten fotografierten Berg Schottlands, dem Stob Dearg (Teil des Buachaille Etive Mòr) im Hintergrund. Normalerweise wird der Buachaille allerdings bequem von Plätzen in der Nähe der Straße fotografiert, und nicht von dieser Seite.

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    Blackwater Dam and Stob Dearg by Marion Woell, auf Flickr

    Das Blackwater Reservoir. Wilde, raue, einsame Landschaft.

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    Blackwater Reservoir by Marion Woell, auf Flickr

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    Blackwater Reservoir by Marion Woell, auf Flickr

    Hier sieht man in der Mitte des Bildes das Trogtal des Glen Coe ganz gut. Von dieser Seite hatte ich es vorher noch nie gesehen. Als ich vor drei Jahren dort unterwegs war, war alles in dichte Wolken gehüllt. Das Licht ist nicht das beste, aber die Aussicht ist so schön, dass ich gar nicht anders kann, als zu fotografieren.

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    Glen Coe by Marion Woell, auf Flickr

    Ein einsamer Baum steht in der Landschaft herum.

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    einsamer Baum by Marion Woell, auf Flickr

    Fast am Ziel: Loch Chiarain und die dazu gehörige Bothy. Ich werde allerdings nicht in der Bothy übernachten, sondern etwas weiter unten im Tal am Fluss.

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    Loch Chiarain by Marion Woell, auf Flickr

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    Bothy by Marion Woell, auf Flickr

    Eine Bothy ist ein einfaches Gebäude, im Regelfall ohne Strom und sanitäre Einrichtungen, nicht bewirtschaftet, sondern einfach nur eine Schutzhütte. Viele haben nur einen einzigen Raum, in dem sich dann schon mal etliche Wanderer gegenseitig beschnarchen. Ich nutze Bothies eigentlich nur, wenn das Wetter wirklich grottig ist - die meisten riechen nicht besonders gut, und sauber sind sie auch nicht unbedingt. Aber oft trifft man interessante Leute und kann tolle Gespräche führen (wen es interessiert: einfach nach Mountain Bothy Association googlen).

    Ich ziehe die Übernachtung in meiner Hilleburg vor. Der Schlafsack lüftet und loftet auf dem Dach, und die Socken trocknen in der Sonne. Ein typisches Wildcamp.

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    meine Hilleburg by Marion Woell, auf Flickr

    Der Blick zurück zum Loch Chiarain und der Bothy:

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    Loch Chiarain by Marion Woell, auf Flickr

    Blick in Richtung der morgigen Tour, ins Gleann Iolarain:

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    Allt Fèith Chiarain by Marion Woell, auf Flickr

    So, jetzt muss ich wieder um Geduld bitten. Die Fotos eines kalten Tages mit Baggern, Ruine, Sonne und Gipfel-Sturm sind noch nicht soweit.

    Als ich den sumpfigen Weg entlang des Loch Eilde Mòr hinter mir habe, wird der Weg wieder etwas besser. Ein kleiner Anstieg, und die Aussicht verlangt eine Pause.

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    Pause mit Aussicht by Marion Woell, auf Flickr

    So sieht ein Weg aus, der auf einem kurzen Abschnitt "eingesumpft" ist. Das Problem dabei ist, dass man nicht einfach durchlaufen kann; dazu ist der Sumpf zu tief (habe ich mit den Stöcken getestet). Also sucht sich jeder Wanderer und jeder Mountain-Biker einen Weg drumherum, so dass im Laufe der Zeit das Gelände um diese matschige Stelle immer weiter einsumpft...

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    boggy by Marion Woell, auf Flickr

    So etwas kann dann dabei rauskommen:

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    nass by Marion Woell, auf Flickr
    Hier muss ich ziemlich weit vom ursprünglichen Weg weg ins Gelände, um nach diesem "See" wieder auf festem Boden zu stehen.

    Noch eine Form eines Weges: Ein Bach muss überquert werden. Brücken gibt es, wenn überhaupt, nur bei größeren Bächen / Flüssen (und die sind manchmal bedenklicher als ein Waten durchs Wasser). Hier ist es einfach; es liegen genug Steine herum, auf denen man trockenen Fußes auf die andere Seite gelangt. Oft genug muss ich jedoch die Stiefel aus- und die Crocs anziehen, weil ich mir sonst die Stiefel fluten würde. Wenn es richtig übel ist, lasse ich die Stiefel jedoch auch an und hole mir nasse Schuhe - so mancher Hochwasser-Bach verlangt nach einem sicheren Stand, und den habe ich in Crocs nicht. Aber, wie gesagt, das hier ist die einfache Variante.

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    Allt Coire na Duibhe by Marion Woell, auf Flickr

    Weite, Ruhe, Einsamkeit, Natur - wegen solcher Aussichten mache ich diese Touren überhaupt.

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    Weite by Marion Woell, auf Flickr

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    Glencoe Hills by Marion Woell, auf Flickr

    Und wieder eine Pause mit Aussicht. Von mir ist der rote Wimpel nicht - der war schon da.

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    Meall na Cruaidhe by Marion Woell, auf Flickr

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    looking back by Marion Woell, auf Flickr

    Die Regenhose habe ich an diesem Tag nicht gebraucht. Allerdings bin ich zu faul, sie auszuziehen, und laufe mit geöffneten Lüftungs-Reißverschlüssen durch die Gegend.

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    Pause by Marion Woell, auf Flickr

    Kurz nach dem höchsten Punkt des Tages, dem Meall na Cruaidhe, ist auf der Karte ein kleiner See eingezeichnet. Ich will wissen, wo genau der ist, und gehe vom Weg weg in die Richtung. Und da ist er, der kleine namenlose See. Ich nenne ich "Lochan gun ainm" - gälisch für "Kleiner See ohne Namen".

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    namenloser kleiner See by Marion Woell, auf Flickr

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    namenloser kleiner See by Marion Woell, auf Flickr

    Der Endspurt kommt im nächsten Beitrag.

    Die Reise geht weiter.
    Nach dem verregneten Pausentag bin ich in Aufbruchstimmung. Das Wetter scheint sich zu bessern; da der Wetterbericht aber nach wie vor vereinzelte Schauer verspricht, ziehe ich die Regenhose gleich an. Erfahrungsgemäß erreicht mich so ein vereinzelter Schauer gerade dann, wenn der Weg keine Möglichkeit bietet, den Rucksack abzusetzen und die Regenhose überzuziehen.
    Es geht steil bergauf, und schon in der ersten Verschnaufpause packe ich die Jacke auf den Rucksack. Aber die Aussichten werden besser und besser!

    Eine Ruine am Wegesrand:

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    Ruine by Marion Woell, auf Flickr

    Ausblicke!

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    Loch Leven by Marion Woell, auf Flickr

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    Kinlochleven by Marion Woell, auf Flickr

    Hier verstelle ich die Aussicht etwas:

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    Pause by Marion Woell, auf Flickr

    Irgendwann ist der steile Anstieg geschafft und der Weg wird einfacher. Bei einigen Abschnitten vorhin dachte ich mir, dass ich die lieber nicht bergab gehen möchte...

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    Heights of Kinlochleven by Marion Woell, auf Flickr

    Bald erreiche ich den Loch Eilde Mòr und damit das Ende des gut ausgebauten Wanderweges.

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    Loch Eile Mòr by Marion Woell, auf Flickr

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    Loch Eilde Mòr by Marion Woell, auf Flickr

    Als ich auf der Brücke überm Geländer hing, um dieses Foto zu machen, begegnet mir der einzige andere Wanderer, den ich an diesem Tag sehe. "You okay?" fragt er besorgt. "Yeah, just taking a picture..." ist meine Antwort.

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    Alle na h-Eilde by Marion Woell, auf Flickr

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    Allt na h-Eilde by Marion Woell, auf Flickr

    Alte Mechanik am Abfluss des Loch Eilde Mòr:

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    Mechanik by Marion Woell, auf Flickr

    Ab hier wird der Weg etwas, sagen wir, rauer. Mal ist er da, mal ist er weg, verschwunden in tiefen "Bogholes", also im Sumpf.

    Noch ein Blick zurück auf den Loch Eilde Mòr, die Marmores im Hintergrund, dann fange ich einen neuen Beitrag an:

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    Marmores by Marion Woell, auf Flickr

    Den WHW in vier Tagen zu gehen ist schon brutal. Aber es soll ja sogar Leute geben, die ihn als Trailrunning-Strecke nehmen und noch schneller am Ziel sind... :???:
    Wollt ihr den WHW gehen? Mit Gepäcktransport oder selbst schleppen?