Beiträge von Sheigra

    Warum dachte ich immer, das Gälisch in Wales gesprochen wird bzw. wurde?

    Ja, in Wales wird (auch) Gälisch gesprochen. In Irland auch, dort ist es sogar Amtssprache (Irisch-Gälisch ist seit ein paar Jahren sogar eine der Amtssprachen der EU). In Schottland ist es Schottisch-Gälisch, Gàidhlig na h-Alba. Auf den Western Isles ist es noch Umgangssprache (neben Englisch), in weiten Teilen des Mainlands eher die Ausnahme. Seit etlichen Jahren wird versucht, diese Sprache am Leben zu erhalten. Gälischunterricht in den Schulen, gälische Schulen, Fernsehen, Radio, Kulturprogramm etc. Das Problem ist einfach, dass es nicht viele native speaker gibt - und ein "learner" kann diese Sprache nicht so unterrichten / vermitteln, wie jemand für den sie von Anfang an Umgangssprache war. Bleibt abzuwarten, ob dieser Wiederbelebungsversuch erfolgreich sein wird.
    Ich kam übers Wandern zum Gälischlernen. Ich wollte einfach wissen, wie man diese seltsamen Namen auf den Wanderkarten ausspricht und was sie bedeuten. So was wie "Abhainn Loch na h-Oidhche" oder "Loch a' Bhealaich", "Loch Coire Mhic Fhearchair" und so. :hust:

    Ich bin schon bei der ersten Folge eingeschlafen. Die Serie ist noch schlimmer als die Bücher... Diese Art von "Schottland" ist nicht so ganz meine Kragenweite.
    Aber immerhin kann man sagen, dass sie richtig Gälisch sprechen. Ab und an verstand ich sogar mal einen Satz... Die Verfilmung soll wohl ganz gut recherchiert sein. Ein Gutes hatten die ersten Bände der Buchreihe: Die gälische Schule in Bonn hatte regen Zulauf. Gerade die ersten beiden Bände enthielten viel Gälisch, und davon - nach Aussage meines Lehrers - war mehr falsch als richtig. Ich hatte mir die Bücher nur ausgeliehen, gelesen, den Kopf geschüttelt, und zurückgegeben, Jahre bevor ich anfing Gälisch zu lernen. Aber, wie gesagt, so rein inhaltlich kann ich damit nichts anfangen.

    Viel besser gefallen mir Buch und Film von Finlay J. MacDonald "Crowdie and Cream" - eine Art Autobiographie über seine Kindheit und Jugend auf Harris, in der Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg. Die Verfilmung habe ich bisher nur im BBC Alba gesehen, auf Gälisch mit englischen Untertiteln, aber das ist wirklich super. Auch schön, und spielt auf Skye: "Seachd - The Inaccessible Pinnacle". Ebenfalls Gälisch mit Subtitles. Auf Harris traf ich mal einen uralten Mann an der Bushaltestelle in Tarbert, der den Autor von Crowdie & Cream, und auch seine Geschwister, persönlich kennt. Mit dem hatte ich ein interessantes, wenn auch schwer verständliches Gespräch: Er hatte keine Zähne und nuschelte daher ganz furchtbar.

    Doch, das ist durchaus möglich. Es gibt jedoch Unterkünfte, da sind Hunde nicht erlaubt. In den meisten Hostels beispielsweise. Bei den B&Bs steht im Regelfall auch nicht auf dem Schild, ob "dogs welcome" sind oder nicht. Eine spontane Suche - zu Fuß - nach einer Unterkunft ist mit Hund ungleich schwieriger als ohne. Wenn man dann noch in einem Dorf "gestrandet" ist, das nur wenige Unterkünfte, aber keine regelmäßige Zugverbindung hat, wird man dann doch im Zelt nächtigen. Im Bus kann man den Hund gar nicht mitnehmen... Das macht mehrtägige Wandertouren mit Hund etwas kompliziert.

    Wenn man jedoch die Unterkünfte schon im Voraus plant und bucht, und ein Auto zur Verfügung hat, funktioniert ein Schottland-Urlaub auch mit Hund(en). Meine beiden waren schon mehrmals mit, aber nicht bei meinen Trekkingtouren. Wenn sie dabei sind, haben wir im Regelfall Ferienhäuser gebucht und nur auf der Hin- und Rückfahrt ein B&B oder ein Hotel.
    Man kann seine eigene Unterkunft natürlich auch mitnehmen: Wohnmobil oder Wohnwagen.

    Das Ende des Urlaubs fehlt noch. Hier kommt jetzt der Endspurt:


    Als ich morgens in aller Frühe das Zelt verlasse, fühlt sich die Plane irgendwie seltsam an. In einem Versuch, wach zu werden, schaue ich genauer hin: Eine dicke Schicht Frost hat sich darauf gebildet. Mir egal. Schnell wieder rein in den warmen Schlafsack. Die Nacht war kalt und daher etwas unruhig. Wenig später schlafe ich nochmal so richtig ein und starte daher viel später als geplant.

    Das schöne Wetter ist vorbei; der kalte Wind ist geblieben, aber die Wolken sind dicht und versprechen Regenwetter. Ich freue mich auf den Tearoom an der Rannoch Station. Klar, ich habe noch viel Zeit bis zum Zug nach Fort William, stelle ich fest, als ich dort ankomme. Dumm nur, dass heute Freitag ist und der Tearoom freitags geschlossen hat. Mist. Ich suche mir eine windgeschützte Stelle, ziehe noch eine Jacke an, und warte, warte, warte. Irgendwann kommt der Zug. Kaum sitze ich drin, fängt es an zu regnen.

    Eine kurze Suche nach einem Bett in Fort William verläuft erfolglos. Auch das Hostel im Glen Nevis ist belegt. Also doch Campsite. Im Regen. Toll. Immerhin kann ich meine Klamotten waschen, ausgiebig duschen, und dann sitze ich einige Zeit im warmen und trockenen Pub, bis mir fast die Augen zufallen.

    Und dann ist der Urlaub auch schon so gut wie vorbei. Auf der Zugfahrt von Fort William nach Glasgow sehe ich, dass der Carn Dearg, der bei meinem Besuch nur ein paar Schneereste aufwies, jetzt bis weit hinunter eine neue Schneedecke trägt. Verrücktes Wetter.
    Zum Abschluss noch etwas Shoppen in Edinburgh, und dann sitze ich im Flieger und freue mich auf Ende Juni, auf den nächsten Urlaub.

    Viele Fotos gibt es nicht vom letzten Tag. Ein paar Bildchen aus Edinburgh habe ich noch daheim, aber die habe ich noch nicht hochgeladen.

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    Gestern bekam ich doch tatsächlich ein paar Hummeln vor die Linse:

    Landeanflug:

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    Abgehoben:

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    abgehoben... by Marion Woell, auf Flickr

    Von Sportbildern war im Frage-Post nicht die Rede, vielmehr von einer Neuseeland-Reise. Diese assoziiere ich nicht mit sich schnell bewegenden Motiven, sondern eher mit Landschaft und ggf. Architektur. Dieses kann die Sony sehr, sehr gut. Besser als die Nikon1 J-irgendwas - und ja, ich kenne beide Kameras. Über die J2 habe ich mich lange genug geärgert, die Sony hatte gerade wieder eine tolle Zeit in Schottland. Die Ergebnisse dieser beiden Kameras lassen sich nicht miteinander vergleichen. Bilder die ich im letzten Frühjahr mit der J2 machte, waren alle stark nachbearbeitungsbedürftig. Zu blass, zu wenig Kontraste, der Weißabgleich eine Katastrophe... Da ist die kleine Sony um Längen besser.

    Der AF der Sony taugt nur bedingt, um Sportaufnahmen zu machen. Wobei es da auch auf die Ansprüche ankommt. Ich habe den direkten Vergleich zwischen Sony und meiner Nikon-Vollformat mit guten Linsen - da ist klar, wer besser ist.

    Ich habe mir vor zwei Jahren die J2 gekauft und bin mit ihr nicht glücklich geworden. Da mache ich mit der Kompakten (Sony RX100M2) bessere Fotos...

    Wenn Nikon der J4 nicht einen besseren Sensor spendiert hat, und ein einfacheres Handling, und mit den Preisen für die kleinen Objektive runtergeht - dann wäre das vielleicht eine Option. Aber gerade im Bereich der Systemkameras lohnt sich ein Blick zu den anderen Herstellern. Ein Bekannter von mir hat seine gesamte DSLR-Ausrüstung verkauft, nachdem er die Fuji XE1 (ich glaube, so heißt sie) getestet hat.

    Aber bei den von dir genannten Kriterien kannst du auch nach einer "Edel-Kompakten" Ausschau halten. Die von mir schon genannte Sony ist für Landschaftsbilder super. Sie war mit mit gerade neulich wieder in Schottland und hat mich nicht enttäuscht. Hosentaschentauglich ist sie außerdem.