Schau mal hier, vielleicht findest du da etwas für dich. Die Seite von Undiscoveredscotland ist auf alle Fälle einen Besuch wert.
Loch Ness - warum nicht. Bei einem ersten Besuch in Schottland sollte man mal dort gewesen sein. Da der Loch Ness an der A82 und damit an einer wichtigen Verbindung von Ost nach West liegt, kann man ihn gut in eine Tour einbauen.
Gerade eben habe ich diesen Thread entdeckt. Im Eingangspost wurde der Schottlandreise-Bilder-Thread erwähnt - war das etwas meiner??
Es wurde schon angesprochen, dass das Gewicht der Ausrüstung wichtig ist. Bis 15kg ist für mich kein Problem, bis 18kg so naja, und alles was drüber ist ist schlicht und einfach unbequem und verleidet mir den Spaß an der Sache. Dieses Gewicht schleppt man nämlich stundenlang Tag für Tag durch die Gegend, bergauf, bergab, auf bequemen Wegen ebenso wie auf schwierigen Abschnitten.
Als Solo-Trekker kommen diese 15kg schnell zusammen. Man kann sich nicht mal eben mit dem Partner das Gewicht des Zeltes und der Kochausrüstung teilen. Vor meiner ersten Tour sammelte ich tagelang alles, was ich zu brauchen glaubte, in einem großen Wäschekorb. Dann stand ich kopfschüttelnd davor und fing an auszusortieren. Dann wog ich jeden einzelnen Gegenstand mit der Küchenwaage, trug das Gewicht in eine Tabelle ein, und erschrak über das Gesamtgewicht. Also weiter aussortieren. Und nach der ersten Tour räumte ich den Rucksack nach dem Prinzip "Brauchte ich - brauchte ich nicht - ist sicherheitsrelevant" aus. Seitdem steht die "Basisausrüstung" und wird nur noch an die Jahreszeit und die Dauer angepasst. Die Ausrüstung an sich ist nämlich dieselbe, egal wie lange man unterwegs ist - lediglich die mitgenommenen Nahrungsmittel und der Brennstoff verändern sich, sofern man nicht nachkaufen kann.
Wenn man nicht gerade in potentiell nassen und windigen Gegenden unterwegs ist (Schottland, der Norden Skandinaviens, Island, um mal Beispiele zu nennen), kann man durchaus mit einem einfachen, preiswerten Zelt losziehen. Ob das bequem ist oder nicht, stellt sich dann noch heraus. Es gibt auch unterhalb der genannten 300Euro-Grenze gute Zelte. Für eine kurze Tour im Pfälzer Wald dürfte aber auch ein Discounter-Zelt ausreichend sein. Auch hier: Für leicht & stabil legt man ordentlich viel Geld auf den Tisch.
Den Rucksack würde ich ausprobieren; der muss passen. Bei meinem ersten Rucksack dauerte es ziemlich lange, bis ich einen passenden gefunden hatte. Wenn man alleine unterwegs ist und Zelt & Co dabeihat, braucht man mit einem 30l-Rucksack gar nicht erst anfangen. Das mag vielleicht mit einem Tarp oder einem Biwaksack funktionieren, aber nicht mit einem Zelt. Mein "kleiner" Trekkingrucksack hat 40+10l, und der ist gut voll. Und das, obwohl ich auf leichte Sachen mit kleinem Packmaß geachtet habe. Meine Neo-Air-Matte ist so groß wie zwei Kaffeebecher, der Daunenschlafsack hat alle Eigenschaften eines englischen Toastbrotes (kleines Packmaß, großer Loft) usw. Wenn man einen Kunstfaserschlafsack und eine "normale" Therm-A-Rest nimmt, bedeutet das auch mehr Packmaß. Für den Anfang würde ich eher zu 60l aufwärts tendieren, gerade wenn noch Sachen für den Hund mitgenommen werden müssen. Nichts ist schlimmer als ein vollgepackter Rucksack, an dem außen noch Ausrüstung baumelt.
Klamotten kann man waschen. Da braucht man nicht viel Ersatzzeug mitschleppen. Ich habe einen Satz Klamotten an, und einen Satz trocken und saubere Klamotten für den Schlafsack im Rucksack. Dazu noch eine warme Jacke oder ein Fleece für die Pausen. Als Schuhe für rund ums Zelt, im Hostel, oder um durch Bäche zu waten haben sich Crocs (oder ähnliche Plastiklatschen) bewährt. Die sind schön leicht und trocknen schnell wieder.
Handtücher werden überbewertet. Die Zeiten, in denen ich zwei dieser Trekking-Handtücher (am besten finde ich die von Sea-to-Summit, die fühlen sich nicht an wie altes Fensterleder) dabei hatte, sind vorbei. Ein kleines dieser StS-Handtücher und ein kleines Mikrofasertuch (diese Putzlappen) reichen völlig aus. Tipp für die Katzenwäsche ohne Wasser: feuchte Babytücher.
Noch ein paar praktische Gegenstände aus dem Alltag: - Ziploc-Beutel. Als Kulturbeutel, als Essenstüte, als Mülltüte, und überhaupt um alles mögliche trocken aufzubewahren. - Müllsäcke. Die benutze ich, um Rucksack und Fototasche von innen wasserdicht zu machen. Regenhüllen halten nur eine zeitlang das Wasser ab; nach ein paar Stunden Dauerregen suppt es über die Trageriemen ins Rucksackinnere und dann wird es eklig. Mit Müllsack alles kein Problem. - Brotdose für den E-Book-Reader. Damit bekommt er nichts ab, wenn der Rucksack mal als Sitzkissen dient oder sonst unfreundlich behandelt wird.
Nein, das ist ein richtiger Fotorucksack, mit Schwerpunkt auf Rucksack. Anders als bei dem kleinen Modell kann ich den unteren Teil, in dem die Fotosachen sind, von der Seite aufmachen. Ich muss also nicht den Rucksack absetzen, sondern kann einen Schulterriemen absetzen, den Rucksack nach vorne ziehen, und habe Zugriff auf das Fach. Aber, ganz ehrlich, als alter Rucksackträger sehe ich den Sinn und Zweck solcher Sachen nicht. Wo ist das Problem, einen Rucksack mal eben abzusetzen? Ich brauche so einen Rucksack nur zum Wandern - dann habe ich Zeit, um den Rucksack abzusetzen, die Kamera auszupacken, in Ruhe zu fotografieren, und alles wieder zu verpacken und aufzusetzen. Will ich mal auf die Schnelle knipsen, ziehe ich die Kompakte aus der Jacken- oder Hosentasche. Gehe ich nur mal eben raus ins Feld, oder in den Tierpark, habe ich die Kamera meist umhängen und ein Wechselobjektiv (wenn ich überhaupt eines mitnehme) im kleinen Faltrucksack oder in der Gürteltasche. Dann weiß ich aber auch, dass es in den ein oder zwei Stunden nicht regnen wird, dass ich keinen Marsch durch Gestrüpp oder durch Bäche antrete, und auch keinen Kontakt mit Felsen oder solchen Dingen habe.
Ich habe einen LowePro 400er - den nehme ich, wenn ich viel Fotozeugs über eine kurze Strecke transportieren will. Beispielsweise dann, wenn wir mit dem Auto in den Urlaub fahren. Für Wanderungen / Spaziergänge von mehr als 4 Stunden finde ich ihn, auch wenn er nicht voll bis zum Anschlag ist, grenzwertig. Rücken und Schultern beschweren sich dann.
Ich hatte mir vor zwei Jahren einen Fotorucksack von Jack Wolfskin gekauft und hatte den im Herbst 2013 erstmals mit in Schottland. Damals mit der D5100, Tele, Weitwinkel, Filterzeugs, Kugel und Stativ. Bequem! Rauf auf den Berg, runter vom Berg, trotz kaputtem Knie und Schonhaltung keine Probleme mit dem Rücken. In dem Fach über dem Fotozeugs war noch genug Platz für meine üblichen Wanderbegleiter wie Regenzeug, Essen, Erste-Hilfe-Päckchen und so. Problem war das Stativ; der (kleine) Fotorucksack von JW hat keinen Stativhalter. Für die FX mit den etwas größeren Abmessungen und den größeren Objektiven war er dann auch zu klein. Ich habe ihn verkauft und mir neulich, Gutschein sei Dank, den größeren geholt. Da passt nicht meine gesamte Fotoausrüstung rein - aber auf eine Wanderung muss ja auch nicht alles mit. Kamera, Tele, Weitwinkel, dazu entweder das 20mm oder das dicke 14-24er Nikon, Filter, Putzzeug - das passt ins Kamerafach. Im restlichen Rucksack ist Platz für Kleinkram (Speicherkarten, Akku) und das oben erwähnte Wanderzeug. Den Notebookeinsatz habe ich gleich rausgenommen, den brauche ich nicht. Für das Stativ gibt es außen eine Halterung. Und die Teile sind bequem! Der kleine trug sich so bequem wie ein "richtiger" Wanderrucksack; der große hat erst einen Spaziergang hinter sich, da kann ich noch nicht viel zur Bequemlichkeit sagen. Da er vom Aufbau ist wie sein kleiner Kollege, bin ich da aber optimistisch.
Auch praktisch: Ein ganz normaler Wanderrucksack mit Einsätzen aus Fototaschen oder dergleichen. Allerdings hat man hier das Problem, dass das Fotozeug und das normale Wanderzeug in einem Fach sind. Und der Gegenstand, den man gerade ganz dringend braucht, ist immer ganz weit unten....
Warum dachte ich immer, das Gälisch in Wales gesprochen wird bzw. wurde?
Ja, in Wales wird (auch) Gälisch gesprochen. In Irland auch, dort ist es sogar Amtssprache (Irisch-Gälisch ist seit ein paar Jahren sogar eine der Amtssprachen der EU). In Schottland ist es Schottisch-Gälisch, Gàidhlig na h-Alba. Auf den Western Isles ist es noch Umgangssprache (neben Englisch), in weiten Teilen des Mainlands eher die Ausnahme. Seit etlichen Jahren wird versucht, diese Sprache am Leben zu erhalten. Gälischunterricht in den Schulen, gälische Schulen, Fernsehen, Radio, Kulturprogramm etc. Das Problem ist einfach, dass es nicht viele native speaker gibt - und ein "learner" kann diese Sprache nicht so unterrichten / vermitteln, wie jemand für den sie von Anfang an Umgangssprache war. Bleibt abzuwarten, ob dieser Wiederbelebungsversuch erfolgreich sein wird. Ich kam übers Wandern zum Gälischlernen. Ich wollte einfach wissen, wie man diese seltsamen Namen auf den Wanderkarten ausspricht und was sie bedeuten. So was wie "Abhainn Loch na h-Oidhche" oder "Loch a' Bhealaich", "Loch Coire Mhic Fhearchair" und so.
Ich bin schon bei der ersten Folge eingeschlafen. Die Serie ist noch schlimmer als die Bücher... Diese Art von "Schottland" ist nicht so ganz meine Kragenweite. Aber immerhin kann man sagen, dass sie richtig Gälisch sprechen. Ab und an verstand ich sogar mal einen Satz... Die Verfilmung soll wohl ganz gut recherchiert sein. Ein Gutes hatten die ersten Bände der Buchreihe: Die gälische Schule in Bonn hatte regen Zulauf. Gerade die ersten beiden Bände enthielten viel Gälisch, und davon - nach Aussage meines Lehrers - war mehr falsch als richtig. Ich hatte mir die Bücher nur ausgeliehen, gelesen, den Kopf geschüttelt, und zurückgegeben, Jahre bevor ich anfing Gälisch zu lernen. Aber, wie gesagt, so rein inhaltlich kann ich damit nichts anfangen.
Viel besser gefallen mir Buch und Film von Finlay J. MacDonald "Crowdie and Cream" - eine Art Autobiographie über seine Kindheit und Jugend auf Harris, in der Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg. Die Verfilmung habe ich bisher nur im BBC Alba gesehen, auf Gälisch mit englischen Untertiteln, aber das ist wirklich super. Auch schön, und spielt auf Skye: "Seachd - The Inaccessible Pinnacle". Ebenfalls Gälisch mit Subtitles. Auf Harris traf ich mal einen uralten Mann an der Bushaltestelle in Tarbert, der den Autor von Crowdie & Cream, und auch seine Geschwister, persönlich kennt. Mit dem hatte ich ein interessantes, wenn auch schwer verständliches Gespräch: Er hatte keine Zähne und nuschelte daher ganz furchtbar.
Doch, das ist durchaus möglich. Es gibt jedoch Unterkünfte, da sind Hunde nicht erlaubt. In den meisten Hostels beispielsweise. Bei den B&Bs steht im Regelfall auch nicht auf dem Schild, ob "dogs welcome" sind oder nicht. Eine spontane Suche - zu Fuß - nach einer Unterkunft ist mit Hund ungleich schwieriger als ohne. Wenn man dann noch in einem Dorf "gestrandet" ist, das nur wenige Unterkünfte, aber keine regelmäßige Zugverbindung hat, wird man dann doch im Zelt nächtigen. Im Bus kann man den Hund gar nicht mitnehmen... Das macht mehrtägige Wandertouren mit Hund etwas kompliziert.
Wenn man jedoch die Unterkünfte schon im Voraus plant und bucht, und ein Auto zur Verfügung hat, funktioniert ein Schottland-Urlaub auch mit Hund(en). Meine beiden waren schon mehrmals mit, aber nicht bei meinen Trekkingtouren. Wenn sie dabei sind, haben wir im Regelfall Ferienhäuser gebucht und nur auf der Hin- und Rückfahrt ein B&B oder ein Hotel. Man kann seine eigene Unterkunft natürlich auch mitnehmen: Wohnmobil oder Wohnwagen.
Das Ende des Urlaubs fehlt noch. Hier kommt jetzt der Endspurt:
Als ich morgens in aller Frühe das Zelt verlasse, fühlt sich die Plane irgendwie seltsam an. In einem Versuch, wach zu werden, schaue ich genauer hin: Eine dicke Schicht Frost hat sich darauf gebildet. Mir egal. Schnell wieder rein in den warmen Schlafsack. Die Nacht war kalt und daher etwas unruhig. Wenig später schlafe ich nochmal so richtig ein und starte daher viel später als geplant.
Das schöne Wetter ist vorbei; der kalte Wind ist geblieben, aber die Wolken sind dicht und versprechen Regenwetter. Ich freue mich auf den Tearoom an der Rannoch Station. Klar, ich habe noch viel Zeit bis zum Zug nach Fort William, stelle ich fest, als ich dort ankomme. Dumm nur, dass heute Freitag ist und der Tearoom freitags geschlossen hat. Mist. Ich suche mir eine windgeschützte Stelle, ziehe noch eine Jacke an, und warte, warte, warte. Irgendwann kommt der Zug. Kaum sitze ich drin, fängt es an zu regnen.
Eine kurze Suche nach einem Bett in Fort William verläuft erfolglos. Auch das Hostel im Glen Nevis ist belegt. Also doch Campsite. Im Regen. Toll. Immerhin kann ich meine Klamotten waschen, ausgiebig duschen, und dann sitze ich einige Zeit im warmen und trockenen Pub, bis mir fast die Augen zufallen.
Und dann ist der Urlaub auch schon so gut wie vorbei. Auf der Zugfahrt von Fort William nach Glasgow sehe ich, dass der Carn Dearg, der bei meinem Besuch nur ein paar Schneereste aufwies, jetzt bis weit hinunter eine neue Schneedecke trägt. Verrücktes Wetter. Zum Abschluss noch etwas Shoppen in Edinburgh, und dann sitze ich im Flieger und freue mich auf Ende Juni, auf den nächsten Urlaub.
Viele Fotos gibt es nicht vom letzten Tag. Ein paar Bildchen aus Edinburgh habe ich noch daheim, aber die habe ich noch nicht hochgeladen.