Gerade eben habe ich diesen Thread entdeckt. Im Eingangspost wurde der Schottlandreise-Bilder-Thread erwähnt - war das etwas meiner?? 
Es wurde schon angesprochen, dass das Gewicht der Ausrüstung wichtig ist. Bis 15kg ist für mich kein Problem, bis 18kg so naja, und alles was drüber ist ist schlicht und einfach unbequem und verleidet mir den Spaß an der Sache. Dieses Gewicht schleppt man nämlich stundenlang Tag für Tag durch die Gegend, bergauf, bergab, auf bequemen Wegen ebenso wie auf schwierigen Abschnitten.
Als Solo-Trekker kommen diese 15kg schnell zusammen. Man kann sich nicht mal eben mit dem Partner das Gewicht des Zeltes und der Kochausrüstung teilen.
Vor meiner ersten Tour sammelte ich tagelang alles, was ich zu brauchen glaubte, in einem großen Wäschekorb. Dann stand ich kopfschüttelnd davor und fing an auszusortieren. Dann wog ich jeden einzelnen Gegenstand mit der Küchenwaage, trug das Gewicht in eine Tabelle ein, und erschrak über das Gesamtgewicht. Also weiter aussortieren.
Und nach der ersten Tour räumte ich den Rucksack nach dem Prinzip "Brauchte ich - brauchte ich nicht - ist sicherheitsrelevant" aus. Seitdem steht die "Basisausrüstung" und wird nur noch an die Jahreszeit und die Dauer angepasst. Die Ausrüstung an sich ist nämlich dieselbe, egal wie lange man unterwegs ist - lediglich die mitgenommenen Nahrungsmittel und der Brennstoff verändern sich, sofern man nicht nachkaufen kann.
Wenn man nicht gerade in potentiell nassen und windigen Gegenden unterwegs ist (Schottland, der Norden Skandinaviens, Island, um mal Beispiele zu nennen), kann man durchaus mit einem einfachen, preiswerten Zelt losziehen. Ob das bequem ist oder nicht, stellt sich dann noch heraus. Es gibt auch unterhalb der genannten 300Euro-Grenze gute Zelte. Für eine kurze Tour im Pfälzer Wald dürfte aber auch ein Discounter-Zelt ausreichend sein. Auch hier: Für leicht & stabil legt man ordentlich viel Geld auf den Tisch.
Den Rucksack würde ich ausprobieren; der muss passen. Bei meinem ersten Rucksack dauerte es ziemlich lange, bis ich einen passenden gefunden hatte.
Wenn man alleine unterwegs ist und Zelt & Co dabeihat, braucht man mit einem 30l-Rucksack gar nicht erst anfangen. Das mag vielleicht mit einem Tarp oder einem Biwaksack funktionieren, aber nicht mit einem Zelt. Mein "kleiner" Trekkingrucksack hat 40+10l, und der ist gut voll. Und das, obwohl ich auf leichte Sachen mit kleinem Packmaß geachtet habe. Meine Neo-Air-Matte ist so groß wie zwei Kaffeebecher, der Daunenschlafsack hat alle Eigenschaften eines englischen Toastbrotes (kleines Packmaß, großer Loft) usw. Wenn man einen Kunstfaserschlafsack und eine "normale" Therm-A-Rest nimmt, bedeutet das auch mehr Packmaß. Für den Anfang würde ich eher zu 60l aufwärts tendieren, gerade wenn noch Sachen für den Hund mitgenommen werden müssen. Nichts ist schlimmer als ein vollgepackter Rucksack, an dem außen noch Ausrüstung baumelt.
Klamotten kann man waschen. Da braucht man nicht viel Ersatzzeug mitschleppen. Ich habe einen Satz Klamotten an, und einen Satz trocken und saubere Klamotten für den Schlafsack im Rucksack. Dazu noch eine warme Jacke oder ein Fleece für die Pausen.
Als Schuhe für rund ums Zelt, im Hostel, oder um durch Bäche zu waten haben sich Crocs (oder ähnliche Plastiklatschen) bewährt. Die sind schön leicht und trocknen schnell wieder.
Handtücher werden überbewertet. Die Zeiten, in denen ich zwei dieser Trekking-Handtücher (am besten finde ich die von Sea-to-Summit, die fühlen sich nicht an wie altes Fensterleder) dabei hatte, sind vorbei. Ein kleines dieser StS-Handtücher und ein kleines Mikrofasertuch (diese Putzlappen) reichen völlig aus. Tipp für die Katzenwäsche ohne Wasser: feuchte Babytücher.
Noch ein paar praktische Gegenstände aus dem Alltag:
- Ziploc-Beutel. Als Kulturbeutel, als Essenstüte, als Mülltüte, und überhaupt um alles mögliche trocken aufzubewahren.
- Müllsäcke. Die benutze ich, um Rucksack und Fototasche von innen wasserdicht zu machen. Regenhüllen halten nur eine zeitlang das Wasser ab; nach ein paar Stunden Dauerregen suppt es über die Trageriemen ins Rucksackinnere und dann wird es eklig. Mit Müllsack alles kein Problem.
- Brotdose für den E-Book-Reader. Damit bekommt er nichts ab, wenn der Rucksack mal als Sitzkissen dient oder sonst unfreundlich behandelt wird.
Jetzt fällt mir nichts mehr ein. 