Von den äußeren Hebriden kenne ich bisher nur Harris, und davon auch nur den Norden. Aber das hat mir extrem gut gefallen! Diese langen Sandstrände an der Westküste! Und die tollen Berge im Norden! Wir wollen uns mal für die Hebriden drei Wochen vornehmen, mit drei verschiedenen Ferienhäusern, und uns von Lewis im Norden bis nach Barra im Süden vorarbeiten. Wenn wir zusammen in Schottland Urlaub machen, mieten wir immer Ferienhäuser. Da hat man einfach mehr Platz, mehr Ruhe, und mit Kindern ist das sowieso ideal. Ohne aber auch...
Achte auch darauf, dass du eine wasserdichte Transportmöglichkeit für den Schlafsack im Rucksack hast, wenn du mit nassem Wetter rechnest (sage ich als Schottlandwanderer). Ich habe für meine Schlafsäcke wasserdichte Kompressionspacksäcke.
Beim Schlafsacks selbst musst du halt überlegen, ob dir Gewicht und Packmaß wichtig sind, oder doch eher der Preis. Kunstfaserschlafsäcke sind preiswerter als Daunentüten, sind aber voluminöser und schwerer. Obwohl ich nur in potentiell nassen Regionen unterwegs bin, habe ich mich für Daune entschieden - war bisher kein Problem.
Familienurlaub? Darf ich dich da mehr zu fragen? Wo wart ihr? Was habt ihr unternommen?
Wir überlegen noch, uns nächstes Jahr eine kleine Insel zu mieten. Mit Cottage drauf und ganz für uns allein.
Willst du evtl mal ganz nach Schottland kommen?
Um die letzte Frage zuerst zu beantworten: Nein, zumindest nicht während meines Erwerbslebens. Wenn ich in 17 Jahren in Rente gehe, denke ich noch mal drüber nach. Bis dahin liegt mein Lebensmittelpunkt ganz klar hier in DE; und da ich einen sicheren, nicht schlecht bezahlten Job habe, der meistens sogar Spaß macht, habe ich keinen Grund, mich zu neuen Ufern zu bewegen.
Familienurlaub: Ich sollte dazu sagen, dass meine Tochter schon 24 Jahre alt ist, und ihren Freund mit dabeihatte. Männe und ich und die Hunde reisten mit dem Auto an, mit der Rotterdam - Hull Fähre. Tochter und Freund flogen nach Aberdeen und übernahmen dort einen Mietwagen. Unterwegs trafen wir uns, übernachteten in einem schon vorher gebuchten Hotel, und fuhren am nächsten Tag ganz entspannt in den alleräußersten Nordwesten, noch jenseits von Kinlochbervie. Das Ferienhaus in dem Ort, der so heißt wie mein Forumsname, stand am Ende der letzten Straße dort oben. Viel ruhiger geht es kaum. Wir unternahmen Ausflüge mit dem Auto, wir wanderten, und verbrachten einen Teil der sternklaren Abende draußen, um die Milchstraße zu fotografieren. Erholung stand ganz klar im Vordergrund. Für die Hunde waren die Strände natürlich toll; egal ob Sandwood Bay, Balnakeil, Sango, Oldshoremore, Polin oder Sheigra - die beiden waren kaum zu bremsen. In der zweiten Woche hatten wir ein Ferienhaus mitten in Ullapool. War auch nett, und ein guter Ausgangspunkt für diverse Ausflüge. Mit dem Freund meiner Tochter unternahm ich zwei Bergtouren in Assynt; Ardvreck Castle sah uns mehr als einmal, und vor allem die beiden Männer konnten sich auf den Single Track Roads rund um Lochinver ausleben.
Früher, als unsere Tochter noch kleiner war, waren wir auch oft in Schottland. Sie war immer zufrieden, wenn sie draußen war. Ob in ganz jungen Jahren Steine in den Fluss geworfen wurden, oder später längere Spaziergänge uns zu kleinen Gipfeln führten - sie ist eindeutig schottlandsüchtig.
Ich bin ein- bis zweimal im Jahr in Schottland, meist zum wandern. Letzte Jahr schaffte ich vier Besuche - drei kürzere Trips zum Wandern (und zum Abbau von Überstunden), und im November ein Familienurlaub bei wirklich bestem Wetter.
Ja, dieses Jahr war es wettertechnisch nicht so gut. Den 24°C-Tag habe ich live miterlebt und nachts auf dem Schlafsack noch geschwitzt...
In einer gälischen Krabbelgruppe dürfte ich mich, was den Wortschatz angeht, gut aufgehoben fühlen.
Pollynixe, die Insel im River Ness war einfach eine der Ness Isles, die man über diverse Brücken quasi neben dem Stadtzentrum von Inverness erreichen kann. Keine Ahnung, ob die irgendeinen Namen hat. Sie hatte aber eine schöne Bank mit Sonne und Wind und war gut, um Spaziergänger zu beobachten.
Am nächsten Tag war das Knie immer noch angeschwollen und schmerzte; mir wurde klar, dass ich diese Tour nicht durchziehen kann. Ein Plan B musste her, möglichst auch ein Plan C. In nur ca. 8km (glaube ich, vielleicht waren es auch weniger) hatte ich die Möglichkeit, an eine Straße zu gelangen. Dort gab es dann zwei Möglichkeiten: Plan B saht vor, per Anhalter nach Corriehallie zu fahren, von dort auf einem bequemen Landrovertrack zur Shenevall Bothy zu laufen, und dann in zwei gemütlichen Tagen nach Poolewe zu gehen. Sollte machbar sein, dachte ich. Plan C sah vor, noch knapp 4km in die Gegenrichtung zu laufen, und von der Bushaltestelle an der Braemore Junction den abendlichen Bus nach Poolewe zu nehmen.
Der Pfad von meiner Campsite zur Straße war fast durchweg gut zu gehen. Für die Querung eines breiten, aber flachen Flüsschens musste ich die Schuhe wechseln, aber auch das war unproblematisch und außerdem in einer Regenpause.
Als ich an der A832 ankam, lachte mein Anhalterherzchen. Nur wenige Meter vom Weg entfernt war ein größeres Layby, eine Anhalte(r)bucht. Ich platzierte mich und meinen Rucksack dort und hielt jedem Auto, das in Richtung Corriehallie fuhr, den Daumen entgegen. Zwei Stunden lang. Keiner hielt an! Das war mir noch nie passiert. Alle fünf Minuten kamen ein oder zwei Autos, viele davon nicht offensichtlich vollgepackt, und keiner hielt an. Mist. Nach zwei Stunden hatte ich die Faxen satt und lief trotzig und schmollend zur Bushaltestelle. Unterwegs gab es noch die eine oder andere Pause abseits der Straße und bei Nicht-Regen, und dann wartete ich auf den Bus. Der kam dann auch tatsächlich - wäre mein Fahrplan nicht zutreffend gewesen, hätte das diesem Tag noch die Krone aufgesetzt. Aber so kam ich gegen Abend im beschaulichen Dörfchen Poolewe an und wurde vom freundlichen Busfahrer direkt an der Campsite rausgelassen. Der Betreiber der Campsite sah den Bus, sah mich mit meinem Rucksack, und öffnete die bereits geschlossene Rezeption wieder. Ich checkte für drei Übernachtungen ein und kaufte mir einen Frust-Schokoriegel.
Am nächsten Tag besuchte die die Inverewe Gardens, eine große Gartenanlage direkt an der Küste. Unglaublich, dass dort oben im Nordwesten Schottlands Pflanzen u.a. aus Brasilien wachsen. Ich fotografierte Blümchen um Blümchen und stellte dann im Coffee Shop fest, dass die schon erwähnten Einstellungen an meiner Kamera nicht so waren wie sie sein sollten. Mmpf. Meine Laune hob sich nicht gerade dadurch.
Tags darauf, es war zur Abwechslung Regen und Wind angekündigt (der Wind hatte in den beiden letzten Tagen gefehlt), lief ich von Poolewe zum Fionn Loch und wieder zurück, nur mit Tagesgepäck. Das waren zwar mehr als 30km, aber auf einem guten Weg und nur mit dem nötigsten Kleinkram im Daypack und der Kamera in der Gürteltasche. Auf den ersten paar km war der Weg noch ein Landrovertrack, und dort kam ein alter Mann in einem alten Pickup gefahren und fragte mich, ob er mich ein Stück mitnehmen könne. Na also, geht doch noch mit der Anhalterei, auch ungefragt. Nach der Kernsary Farm hörte der Track auf und wurde zu einem sumpfigen Waldweg. Auch der hörte irgendwann auf, und dann stand ich vor dem "Tor nach Letterewe". Immer wieder schön.
Auf dem Rückweg regnete es wieder, und hörte erst kurz vor Poolewe auf. Am nächsten Morgen stand ich um 8.00 Uhr an der Bushaltestelle - im Nieselregen. Zwei Stunden später kam ich in Inverness an, und dort war schon Sommer. Schwitz! Meinen geplanten Pausentag nutzte ich, wie geplant, zum Sachen trocknen, Wäsche waschen, und Lebensmittel einkaufen. Und um einfach auf einer der Inseln im River Ness in der Sonne zu sitzen.
Seit ein paar Tagen bin ich wieder zurück aus Schottland und schreibe einfach in meinem alten Thread weiter. Dieser Urlaub stand unter dem Motto "Murphy's Law" - irgendwie ging alles schief.
Zuerst die Kamera: Die große Kamera sollte mit, musste aber vorher wegen diverser Verschmutzungen zum Nikon-Service. Da die Post streikte, kam die Sendung dort erst Tage später an, dann hatte der Service-Point einen Rückstau, und erst nachdem ich - bereits leicht panisch - einer freundlichen und geduldigen Mitarbeiterin lange auf die Nerven ging, suchte sie meine Kamera heraus und legte sie einem Techniker direkt auf dem Tisch. Am nächsten Tag konnte ich sie abholen - persönlich, damit kein Streik dazwischen kommt. Puh, einen Tag vor der Abreise war dann alles beisammen. Was ich nicht gleich bemerkte: Der Techniker hatte einige meiner Einstellungen verändert. Unter anderem die Bildqualität. Normalerweise nutze ich die Möglichkeiten voll aus und fotografiere in raw+jpg, maximale Auflösung. Nun, diese Einstellung war auf "jpg-normal". Das bemerkte ich allerdings erst drei Tage später... Ich könnte mich jetzt dafür noch treten. Blöder Fehler. Von den ersten Wandertagen gibt es demnach nur jpg-Bilder. Da ich zum Glück den Weißabgleich immer manuell mache, und auch auf die Belichtung achte, gab es weniger Ausschuss als geplant. Noch mal Glück gehabt...
Dann das Wetter: Ich wanderte Donnerstags los und hatte nahezu durchgängig Regen (in unterschiedlicher Form) und Temperaturen um die 15° bis einschließlich Dienstag morgen. Ab da war Sommer. Vorher war ich schon mal froh, wenn es drei Stunden am Stück nicht regnete. Tiefe Wolken, Himmel in schönem Einheitsgrau, kein gutes Licht - ich fragte ich des öfteren, warum ich eigentlich eine Kamera dabei hatte.
Und last but not least, mein lädiertes Knie: Am ersten Tag musste ich so etwa 24km laufen, um eine Möglichkeit zum Zelten zu haben. Von diesen 24km waren mindestens 22km auf einer asphaltierten Privatstraße, gefolgt von einem knüppelharten Landrovertrack. Erst zum Schluss wurde der Boden angenehm weich und matschig. Dieses lange Laufen auf dem harten Boden mit dem schweren "Tag-1-Rucksack" bekam meinem vorgeschädigten Knie nicht besonders gut. Abends schmerzte es schon, und ab dem nächsten Mittag war es angeschwollen. Letztlich musste ich die auf 5 Tage ausgelegte Tour nach einem ganzen und zwei halben Wandertagen abbrechen und mich auf Ruhetage und kürzere Touren beschränken. Ein Termin beim Doc steht noch an.
Ich werde hier in loser Reihenfolge ein paar Fotos einstellen. Noch sind nicht alle bearbeitet, es kommen in den nächsten Tagen noch einige dazu, darunter auch die wenigen Schönwetter-Fotos.
Auf geht's!
Der erste Wandertag führte mich von der Lochluichart Station (ein kleiner Bahnhof an der Strecke Inverness - Kyle of Lochalsh) ans Loch Fannich, und vorbei an der Fannich Lodge (dort hörte die Privatstraße auf) ans andere Ende des Lochs. Dort fand ich in der Nähe zweier Ruinen einen ebenen, grasigen und windigen Platz zum zelten. Kurz zuvor hatte es aufgehört zu regnen, aber ein paar Wolken klebten doch dekorativ an den Bergen.
Der Weg wurde ab hier angenehm matschig, sumpfig, weich und interessant. Auf einem kurzen Abschnitt sah (und roch) ich gleich drei tote Hirsche, die teilweise skelettiert in der Nähe des Weges lagen. Irgendwie gruselig. Nach nur wenigen Kilometern verlor ich den Pfad und fand mich an einem Hang in einem großen Areal mit Torfabbrüchen wieder. Dank des vielen Regens war alles schön aufgeweicht und daher recht anstrengend zum Gehen. Die Richtung stimmte; den Weg fand ich allerdings erst nach einer Stunde wieder. Der war aber auch in keinem besonders guten Zustand. Erst nach Erreichen der Passhöhe wurde er wieder gut begehbar. Auf dem Weg bergab kam ich immer wieder an kleinen Wasserfällen vorbei und konnte die Aussichten genießen. Es war zwar nach wie vor trübe und bewölkt, und immer wieder kam viel Nass von oben, aber sonst war es schön. Nur das Knie meldete sich jetzt deutlich. Keine Chance, die für heute geplante Strecke zu laufen! Ich beschloss, schon am frühen Nachmittag Schluss zu machen und mir eine längere Pause zu gönnen. Weit unterhalb des Weges sah ich am Fluss eine schöne grüne Wiese. Vorsichtig stieg ich ab und wurde nicht enttäuscht. Kurzes Gras, trocken, mit fließendem Wasser nebenan - perfekt. Den Rest des Tages verbrachte ich entweder im Zelt (Regen) oder am Fluss sitzend mit einem kühlen Umschlag auf dem Knie.
Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Und Lovvy, die im Oktober 12 wird. Heute früh war sie noch frisch und munter und raste wie immer durch die Gegend, und seit heute Mittag liegt sie da und ist total platt. Selbst zum Futtern musste ich sie überreden. Hoffentlich ist das nur die Wärme...
Nee, nicht fotofaul, nur im Vor-Urlaubsstress... Die Kamera konnte ich gestern beim Service abholen, aber auch nur, weil ich täglich am Telefon genervt habe. Jetzt ist alles gepackt, morgen noch einen halben Tag arbeiten, und dann ab nach Schottland. Für Bilder-Nachschub sorgen!