Beiträge von Sheigra

    Im Prinzip das Gleiche wie überall und bei allen Motiven. Licht, Verschlusszeit, Blende und ISO unter einen Hut bringen.
    Wenig Licht: lange Verschlusszeiten. Wenn das nicht geht (weil sich ein Hund ja bewegt), dann Blende auf so weit wie möglich (dürfte bei Festbrennweiten ziemlich weit sein), ISO rauf, Verschlusszeit so vorwählen, dass es zum Hund passt (bei meinen wäre das sehr kurz...), und los.
    So ganz ohne Einzelheiten zu deinen Fotos, die aus deiner Sicht nichts geworden sind, kann man nur die Allgemeinheiten schreiben... ;)

    Das kommt aufs Bild, aufs Motiv, auf die Verwendungsmöglichkeit an. Ich belasse das Original gerne in dem Verhältnis, das ich in der Kamera eingestellt habe. Je nach Lust, Laune und s.o. schneide ich das eine oder andere Bild dann zu - es kann sein, dass es dann besser wirkt, es kann aber auch sein, dass genau das Gegenteil eintritt. Muss man im Einzelfall probieren.

    Ich hatte damals nach den ersten Einsätzen meines ersten UWW (das schon erwähnte Sigma 10-20mm) einen Frustanfall nach dem nächsten. Ich hatte die Sacht mit dem Bildaufbau und der Langeweile gründlich unterschätzt. Bei meiner Trekkingtour im Mai 2010 hatte ich es, nach nur wenigen Tests daheim, dabei, benutzte es häufig, aber letztlich waren die meisten Bilder, die ich damit machte, Schrott. Aufgehoben habe ich von dieser Tour vor allem die Fotos, die ich mit dem Suppenzoom machte... Ausnahmen waren beispielsweise das mit den "Three Munros".

    Ich habe ein paar Fotos mit UWW rausgesucht.

    Zuerst: Sternenhimmel / Himmel. Der Baum steht leider nicht mehr, der wurde gefällt.
    Bei 28mm (Kleinbildformat):

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    Early Morning by Marion Woell, auf Flickr

    Bei 20mm (Kleinbildformat):

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    Before Sunrise by Marion Woell, auf Flickr

    Und bei 14mm (Kleinbildformat):

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    Early Morning by Marion Woell, auf Flickr
    Der Unterschied zwischen 14 und 20mm kommt hier nicht so doll rüber - entweder habe ich das Bild beschnitten, oder es liegt an der Nikon-eingebauten Verzerrungskorrektur, vermutlich an beidem.
    Für dieses Motiv wären mir 28mm zu wenig, mit 20mm bin ich zufrieden.

    Landschaft:
    Hier ist wirklich die Gestaltung wichtig. Ein Felsbrocken im Vordergrund, oder ein Fluss, oder was auch immer. Das Auge muss sich an etwas orientieren können. Wenn da nur viel Landschaft und viel Himmel ist, wird das öde. Blickfang und Linien haben meiner Meinung nach bei UWW noch mehr Bedeutung als sonst. Leider habe ich kein Gähn-ist-das-langweilig-Foto parat, sonst würde ich das auch einstellen.

    Bei 10mm (DX-Format)

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    Coire na Creiche by Marion Woell, auf Flickr

    Bei 13mm (DX-Format)

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    Three Munros by Marion Woell, auf Flickr

    Wenn ich einfach nur viel Landschaft abbilden will, mache ich ein Panorama.

    Was ich mit meinem Geschreibsel sagen wollte: UWW ist eine feine Sache, erfordert aber mehr Überlegung beim Bildaufbau und kann beim Ergebnis für mehr Frust sorgen. Wenn UWW, würde ich an der DX-Kamera eines kaufen, das mit 10mm beginnt - das sind mit Cropfaktor so um die 15mm. Ich habe an der FX eines mit 14mm - es gibt Situationen, da bin ich froh darüber. Meist reichen die 20mm der Festbrennweite, aber nur meist.
    Ob jetzt das von Nikon oder das eines anderen Herstellers, das kann ich dir nicht sagen. Das von dir genannte Nikkor kenne ich nicht aus eigener Erfahrung, nur das schon erwähnte Sigma.

    Wenn du das UWW "nur" für Landschaften nutzen willst, ist die Offenblende nicht so entscheidend. Da blendet man i.d.R. sowieso ab. Willst du den Sternenhimmel ablichten, brauchst du so viel Offenblende wie möglich (damit die ISO nicht so brutal hochgesetzt werden muss und du vor Bildrauschen keine Sterne mehr siehst). Es sei denn, du machst Dutzende von Aufnahmen, Darkframes, Lightframes und was weiß ich noch alles und packst das hinterher in ein Programm zum "Stacken". Da mein olles Notebook bei solchen Aktionen in die Knie geht, habe ich mich mit Stacken noch nicht befasst. Meine beiden UWW haben f/2.8 (das Zoom) und f/1.8 (die Festbrennweite) als Offenblende - beide insbesondere im Hinblick auf Sternenhimmelfotos ausgesucht. Landschaft können sie natürlich auch. Ich liebe sie beide, auch wenn sie große Löcher in mein Erspartes gerissen haben. :hust:
    Unter dem Aspekt Offenblende wäre das Nikon auch vor dem Tokina in der Rangfolge... Von Sigma gibt es ein 10-20mm Objektiv mit durchgängigen f/3.5. Mehr Offenblende nur bei Festbrennweiten, fürchte ich.

    Erinnert sich noch jemand an den Eyjafjallajökull? Den isländischen Vulkan, der im Frühjahr 2010 den Luftraum über Europa wochenlang lahmlegte? Ich war neulich dort. Und kann den Namen jetzt auch aussprechen. Die Nachrichtensprecher von damals tun mir im nachhinein leid - das ist ein Name, der Knoten in der Zunge verursacht.
    Wie auch immer: Von Reykjavik aus fuhren wir mit einem Geländewagen (es war eine geführte Tour) in das Gebiet des Þórsmörk. Auf dem Weg dahin kamen wir am Eyjafallajökull vorbei und fuhren mit dem Geländewagen dorthin, wo bis 2010 ein Gletscher war. Als der abtaute, war es mehr als nur ein wenig ungemütlich in dieser Gegend. Jetzt sind dort nur noch schwarze Steine, zwischen denen ein wenig Grün wächst, die stark geschrumpfte Gletscherzunge Gígjökull, und rechts davon ein Grinsegesicht im Fels. Dieses kam erst nach Abschmelzen des Gletschers zum Vorschein. Fast könnte man meinen, der Berg grinst hämisch "Hab' ich das nicht toll gemacht?".

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    Gletscherzunge Gígjökull, Island by Marion Woell, auf Flickr

    Der Blick in die andere Richtung. Das schwarze Gelände war vor ein paar Jahren noch ein Gletscher. Der wurde sozusagen zwangsabgetaut...

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    Am Eyjafjallajökull, Island by Marion Woell, auf Flickr