Beiträge von Sheigra

    Den heutigen fast sonnigen Nachmittag nutzte ich, um die "Neue" meines Mannes ein wenig zu testen. Es handelt sich dabei um die Nikon P610, eine halbwegs kleine "Superzoom-Kamera" mit einer Brennweite von 24-1440mm (auf KB umgerechnet), und einer Blende von f3.5 - 5.6 und einem winzig kleinen Sensor.
    Von den Abmessungen ist sie nicht unbedingt kompakt; sie ist nur wenig kleiner und leichter als eine Nikon DSLR der "Einsteigerklasse" D3100 mit einem kleinen Objektiv. Aber sie liegt gut in der Hand. Die Bedienung ist in Ordnung; ich bin zwar durch die große Nikon etwas verwöhnt, aber man kann einiges einstellen, ohne ins Menü zu müssen, und sogar einen Platz für eigene Einstellungen belegen. Alles habe ich noch nicht getestet.

    Ab ISO-Werten von 400 aufwärts rauscht es ordentlich, auch wenn man die Bilder nicht stark vergrößert. Aber man kann die ISO-Automatik auf max. 400 beschränken. Die 24mm Anfangsbrennweite sind ein bequemes Weitwinkel. Zoomen lässt sie sich leicht; entweder mit einem Hebel am Gehäuse oder mit einem Knopf am Objektiv (den habe ich allerdings als manuellen Fokus belegt). Bei langer Brennweite (und die 1440mm sind verd...t lang!) wird es schwierig, die Hand so ruhig zu halten, dass das Motiv dort bleibt, wo es soll. Ein Stativ kann dabei helfen, aber auch aus der Hand ist es möglich, mit viel Geduld und einigen Versuchen. Da fehlt mir noch die Übung; es ist halt was anderes als 300mm an der großen DSLR.
    Sie hat einen elektronischen Sucher, mit dem ich mich aber noch nicht angefreundet habe. Der bekommt in den nächsten Tagen noch seine Chance. Heute habe ich mich überwiegend aufs Klapp-Display verlassen.

    Es ist mir trotz zahlreicher Versuche nicht geglückt, "Rennsemmel"-Fotos zu machen. Keines davon wurde richtig scharf. Ob das an der Kamera liegt oder an mir, weiß ich nicht - das muss ich in den nächsten Tagen weiter üben. Es ist ja selbst mit der vertrauten Kamera schwierig, diese Art von Fotos zu machen, wenn man ein neues Objektiv erstmals drauf hat. Ich bleibe dran.

    Ansonsten: Schärfe und Farben sind gut für die Kompaktklasse, da kann man nicht meckern. Die CAs halten sich in Grenzen, jedenfalls bei den heutigen Bildern. Freistellen ist so eine Sache; bei einem kleinen Sensor und bei der nicht gerade weit offenen Blende muss man Abstriche machen. Wenn man aber was freistellt (mit ausreichend Tele und genügend Abstand) ist das Bokeh ansprechend. Da habe ich Objektive im Schrank, die ein unruhigeres hinbekommen.

    Schade ist, dass sie keine raw-Dateien speichert. Irgendwie ist das Unsinn; die Kamera produziert doch ohnehin die raw-Dateien, aber nur die in jpg umgewandelten Daten werden auf der Speicherkarte untergebracht. Da verstehe ich die Hersteller nicht. Aber zum Glück kann man in PSE auch jpg-Dateien im Raw-Konverter öffnen und noch einiges bequem bearbeiten, z.B. überbelichtete Bereiche retten oder den Weißabgleich verändern.

    Im Naturfotos-Fred habe ich ein paar Bilder eingestellt; auf Flickr sind noch ein paar mehr davon. Die Bilder sind alle durch den Raw-Konverter von PSE gelaufen und leicht bearbeitet. Original "ooc" ist keines davon.

    Ich war heute Nachmittag und auch gerade eben mit der neuen "Superzoom-Kamera" meines Mannes draußen und habe sie ein wenig getestet. Es handelt sich um eine Nikon P610, mit bis zu 1440mm (auf KB umgerechnet) Tele.

    Hier das neueste Foto, mit Hilfe eines Stativs bei fast voller Brennweite gemacht:

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    Mond, 23.10.2015 by Marion Woell, auf Flickr

    Und hier ein paar bei Tageslicht:

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    Herbstlaub by Marion Woell, auf Flickr

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    Spinne mit Schatten by Marion Woell, auf Flickr

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    Waldboden by Marion Woell, auf Flickr

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    Herbstweg by Marion Woell, auf Flickr

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    Ohne Titel by Marion Woell, auf Flickr

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    Distel by Marion Woell, auf Flickr

    Es gibt so viele Kameras auf dem Markt, irgendwann wird jeder für seine Ansprüche fündig. Ob Handy (ich habe ein altes Dummfon, das kann telefonieren und texten und hat einen Akku, der drei Wochen lang hält) oder kompakt oder spiegellos oder DSLR oder was auch immer - der Markt ist groß und unüberschaubar. Ich bin froh, dass ich meine Sammlung (derzeit) vollständig habe.

    Kompakt, preiswert und für Rennfotos geeignet - ich wurde damit noch nicht fündig. Heute Nachmittag werde ich die neue "Superzoom-Kamera" meines Mannes testen (die fällt übrigens in den genannten preislichen Rahmen), aber ich glaube nicht, dass sie bei den Rennsemmeln mithalten kann. Mal sehen.


    Wenn ich mir hoffentlich noch dieses Jahr einen brauchbaren PC kaufen werde (mein olles Notebook macht die Grätsche, wenn es mehr als eine große raw-Datei bearbeiten muss), muss ich mir auch eine andere Software-Lösung überlegen. Lightroom wäre nett wegen der Objektivkorrekturen (das war auch das einzige, wovon mich die Testversion überzeugt hat), mit einer inzwischen überholten Version von PSE "arbeite" ich seit längerer Zeit - und beides auf einmal wird vermutlich teurer als das Photoshop-Abo. Maanu, gibt es da die Möglichkeit der automatischen Objektivkorrektur? Das ist gerade bei ganz weitwinkligen Weitwinkelaufnahmen sehr hilfreich.


    Meine Tochter heiratet nächstes Jahr im September. Habe ich vor ein paar Tagen erfahren... :hurra: Zum Glück will sie sich einen Hochzeitsfotografen suchen, aber trotzdem sollte ich mich schon mal mit dem Thema Hochzeitsfotografie beschäftigen. Bevor ich nur rumstehe, glücklich aussehe und Smalltalk mache, halte ich mir lieber eine Kamera vors Gesicht und beschäftige mich praktisch. Aber noch ist Zeit...

    Noch eines aus Schottland:
    Am Tag zuvor wurde ich regelrecht aus den Cairngorms rausgeschwemmt. Einen ganzen Tag musste ich bei Sturm mit Orkanböen und starkem Regen im Zelt verbringen, und dann wanderte ich weiter. Der Sturm war weg, aber der Regen sorgte noch für Stimmung. Alle Bäche hatten Hochwasser; einer davon war zu einem reißenden kleinen Fluss angeschwollen. Zum Glück gab es ein paar Kilometer weiter eine Brücke. Ein paar Stunden später, ich war inzwischen nass bis auf die Haut, kam ich an einen Weg, der nicht mehr da war. Wo früher mal der Weg war, war jetzt ein Wasserfall. Aber auch dieses Hindernis brachte ich hinter mich, und etwa zwei Stunden später baute ich unter den Bäumen in der Nähe des fotografierten Ortes mein Zelt auf. Ich zog meine trockenen Zelt-Klamotten an, legte das ganze nasse Zeug in die Apsis, und kochte mir, schon im Schlafsack liegend, einen Kakao. Dann wurde mir so langsam wieder warm.
    Am nächsten Morgen war das Wetter deutlich besser. Aber: Ich musste in die nassen und kalten Klamotten einsteigen. Bäh, das war schrecklich, zumindest in den ersten fünf Minuten, bis ich die Sachen auf Körpertemperatur gebracht hatte. Aber ich wurde mit einem wunderschönen Herbsttag belohnt.
    Hier ein Foto vom frühen Morgen, aufgenommen im Wald zwischen der Derry Lodge und der Bob Scott Bothy.

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    Lui Water by Marion Woell, auf Flickr

    Ein ganz großer Abzug dieses Fotos kommt demnächst an die Wohnzimmerwand. Ich muss nur noch einen Rahmen kaufen. Ich habe es auf einem baumwollbeflockten Papier drucken lassen - das sieht richtig gut aus!

    Diese genauen Angaben zu Temperatur und Luftfeuchtigkeit usw. haben mich eine Weile davon abgehalten, es überhaupt mit Sauerteig zu probieren. Ich las das Buch "Der Sauerteig, das unbekannte Wesen", stellte es frustriert in die Ecke, und kaufte wieder fertigen Sauerteig. Viel zu kompliziert, in der Praxis (also in meinem Haushalt) nicht umsetzbar - wie auch viele der Tipps in einschlägigen Foren.

    Dann dachte ich mir, dass doch schon seit Jahrhunderten die Leute Brot backen. Und zwar ohne diesen ganzen technischen Firlefanz. Ohne jede Rücksicht auf Raumtemperatur und dergleichen setzte ich meinen ersten Sauerteig an - und es funktionierte. Wenn ich heute Brot oder Brötchen backe, mache ich es einfach warm in der Küche. Heizung an, oder Heizlüfter, falls die Heizung noch nicht anspringt. Wie warm es genau ist, weiß ich nicht. Ist auch unwichtig, denn mein Brotteig gärt gemütlich vor sich hin, und das fertige Brot ist lecker.

    Der beste Einsteiger-Tipp: Ignoriere alle Tipps, versuche es einfach! ;)

    Wenn ich mir dieses triste Herbstwetter so anschaue, dann wäre ich jetzt gerne hier:

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    Wildcamp, Coire Làir by Marion Woell, auf Flickr

    Schottland, Nordwesten, im Coire Làir. In meinem Zelt, oder vor meinem Zelt in der Sonne sitzend. Masochistisch wie ich manchmal bin, habe ich mir den Wetterbericht fürs Wochenende angeschaut: Dort wird das Wetter richtig gut... ;)

    Einen Tipp für eine analoge Kamera habe ich nicht - meine alte Canon AE1 hat endgültig das Zeitliche gesegnet. Aber schau doch mal bei Fotogeschäften, die auch gebrauchte Kameras verkaufen. In Darmstadt war bis vor ein paar Monaten ein Laden, der immer die eine oder andere Analogkamera und passende Objektive im Schaufenster hatte. Oder schau auf Fotobörsen. Oder ganz einfach bei ebay. Der Markt ist bestimmt wesentlich überschaubarer als bei den digitalen Kameras. Ob sie noch drei Jahre hält hängt weniger vom Modell ab, als von ihrem Zustand...