Beiträge von Sheigra

    Warum bist du von der ProLite ab? Wegen der Dicke?

    Im Vergleich zur NeoAir: zu dünn, zu schwer, zu großes Packmaß, zu schlechter Ausgleich von Bodenunebenheiten (finde ich bei wildcamps ganz wichtig). Ich hatte die NeoAir bei einer Bekannten gesehen und getestet, und dann wollte ich nichts anderes mehr. ;)

    Viel Glück mit den Schuhen! Hoffentlich passen sie zu deinen Füßen! :smile:

    Ich bin Anfang 2014 auf Hanwag umgestiegen. Erst hatte ich Meindls (Leder mit Goretex-Futter), dann leichte, knöchelhohe Trailrunner von Inov8 (Textil mit Goretex) - und nach stundenlangem Gehen in schottischem Sumpf irgendwann doch nasse Füße. Dann hat die Arthrose im rechten Großzehengrundgelenk zugeschlagen, und keiner meiner alten Stiefel passte mehr. Und das nur wenige Wochen vor einer Tour. Ich klapperte Sportgeschäfte und Outdoorläden ab und fand ein einziges Modell, das im Vorfuß nicht nur breit, sondern auch hoch genug ist: Hanwag Tatra Bunion, die Mädels-Variante. Ein Volllederstiefel, ohne Goretex-Membran. Auch damit bekomme ich, wenn es lange genug "nass von allen Seiten" ist, nasse Füße (trotz Snoseal), aber die Dinger sind immer noch so bequem... Ein viel besseres Fußklima als in Schuhen mit Goretex, finde ich.

    Angst wovor? Gefährliche Wildtiere gibt es dort nicht, und die gefährlichen Zweibeiner müssten ja selbst so weitab von Straßen unterwegs sein. Irgendwo in den Highlands "wild" zu zelten halte ich für ungefährlicher als auf einem Campingplatz.
    Die einzige Gefahrenquelle ist man selbst: Mit dem Gaskocher das Zelt abfackeln, beim Aufbau schlampen und vom Sturm überrascht werden, sich beim Wandern einen Finger brechen (doch, das geht, habe ich gerade vor Weihnachten selbst ausprobiert... :headbash: ) usw.

    Vor allem der Knoydart-Trail hat´s mir angetan...

    Das ist eine tolle Tour, aber mit richtig viel Sumpf. Da wird man zum Experten im Boghole-Jumping...
    Das Stück von Glenfinnan über Inverie nach Kinlochhourn bin ich 2010 gelaufen; für diesen Sommer habe ich mir die Etappe vom Cluanie Inn nach Shiel Bridge vorgenommen - wenn auch nicht unbedingt auf den üblichen Wegen. Mal sehen...

    Hier ist mein Reisebericht über Knoydart, Glen Affric und die Thieves' Road. Ist allerdings etwas lang.

    Ich hab noch gar nichts von Isomatten gelesen. Jetzt kommt die Warmduscherfrage: Ihr liegt doch nicht einfach so auf dem Boden, oder...? :mute:

    Klar, wir sind doch so was von hart.... :lol:

    Nee, im Ernst, das kann und will ich meinem alten Rücken nicht mehr antun. Ich hatte zuerst eine TAR ProLite, so ein 3cm (??) dickes Teil, selbstaufblasend. Dann kam die TAR NeoAir. Zum selbst aufblasen, knapp 500g leicht (in medium), und zusammengerollt so groß wie zwei Kaffeebecher. 6cm dick, gleicht selbst dicke Grasknubbel unterm Zelt aus, für Plus-Temperaturen ausreichend isolierend. Für die kalte Jahreszeit gibt es eine NeoAir all season, oder man legt sich einfach ein Stück EVA-Matte drunter. Nachteile: Teuer und empfindlich. Einfach mal so vors Zelt legen ist mir zu riskant. In Hundebegleitung würde ich die all season nehmen, die ist etwas robuster. Und Flickzeug, zur Sicherheit (selbstklebende Fahrradflicken z.B.).

    Ich oute mich jetzt als Bequem-Trekker: Ich habe immer ein aufblasbares Kopfkissen dabei. Da ich keine Ersatzkleidung mitnehme (1 Garnitur trocken und sauber für den Schlafsack, 1 Garnitur nass, schmutzig und müffelnd für tagsüber), lege ich mir mein knuffiges Luftkissen (auch hier: klein und leicht) unters müde Haupt.

    Hab mal schnell gegoogelt. Der sieht klasse aus, ist aber wohl noch recht neu, oder? Ich drücke Dir die Daumen, dass er nicht so voll ist und vor allem nicht so viele Mountainbiker unterwegs sind.
    Bist Du allein unterwegs (also neben der Hunde...)?

    Naja, neu ist höchstens die Bezeichnung. Die Wege / Tracks sind schon alt... Genau wie der "Skye Trail" oder der "Letterewe Trail" oder der "Knoydart Trail". Alles alte, mehr oder weniger gut erhaltene Wege, für die jetzt ein Vorschlag existiert, wie man sie verbinden kann. Wobei manchmal schon etwas Vorstellungskraft erforderlich ist, um einen Weg als solchen zu erkennen (falls er denn überhaupt da ist). Keiner dieser "Trails", und ich bin die vorgenannten schon ganz oder zum Teil gelaufen, ist als solcher ausgeschildert. Da steht höchstens ein grünes Public Footpath - Schild, das sich möglicherweise auf einen Teil des "Trails" bezieht...

    "Voll" ist im Zusammenhang mit schottischen Wegen relativ. So Mitte Mai könnte in Kintail / Glen Affric einiges los sein, weil dann die TGO-Challenge startet und einer der Startpunkte immer in dieser Region liegt. Da sind dann vielleicht 20 Leute unterwegs, plus ein paar Bergwanderer (vor allem an Schönwetter-Wochenenden), also relativ viele.

    Ein hündischer Tipp: Im Gleann Lichd sind immer sehr viele Schafe unterwegs. Also bitte Hund(e) anleinen. Der Track dort ist so einfach und wenig steil, dass man dafür keine freien Hände benötigt.

    Ja, die Begeisterung über eine gut passende Wanderhose kann ich nachvollziehen. Ich habe mich zwar in den letzten beiden Jahren bis auf Größe 40 für Kurzbeiner geschrumpft, aber ich kann mich noch gut daran erinnern, was für ein Krampf es war, vor 7 Jahren die erste Trekkinghose zu kaufen... Bei dem Modell bin ich übrigens geblieben: Jack Wolfskin Activate Pants. Ohne Zip-off-Hosenbeine (ich kann das nicht leiden), total elastisch, in Kurzgröße, schnell trocknend, trocknergeeignet (auf Campsites ausprobiert), und mit vielen Taschen.

    Hier! Noch jemand ohne Canon! ;)

    Den Sun Sniper hatte ich mir auch mal angeschaut. Für mich kein brauchbarer Gurt, weil er das Stativgewinde blockiert. Da ich doch recht häufig ein Stativ verwende, müsste ich jedes Mal die Kamera "umbauen". Bei meiner ist das Stativgewinde von der Stativ-Schnellwechselplatte belegt. Als Gurt habe ich einen von "Matin" (den M-6708). Der ist lang genug, um die Kamera diagonal über der Schulter zu tragen, hat eine gute Neopren-Polsterung, ist leicht gebogen - und trägt die Vollformat mit dem schweren 14-24mm Weitwinkel einwandfrei. Zum Befestigen werden die ganz normalen Ösen an den Seiten der Kamera verwendet.

    Ich hab nur mal eine Frage am Rande: ist für "Trekking" eigentlich zwingend, dass man mit Zelt unterwegs ist? Ich finde es toll, was Ihr teilweise schon so erlebt und unternommen habt, alle Achtung! Ich muss für mich aber zugeben, dass ich abends immer sehr, sehr froh bin, ein weiches Bett unter'm Pöppes zu haben. Wir waren schon viel unterwegs. Schottland, Wales, Toskana, einige Wege in Deutschland etc. aber ich plane die Touren dann doch immer so, dass am Ende des Tages eine warme Stube und ein nettes Restaurant auf uns wartet. Gilt das auch als Trekking, oder sind wir Warmduscherwanderer...? :ka: :D


    Ach was, das ist "Trekking Light"... ;)
    Ich finde es toll, dass Leute wandern toll finden. Egal, ob mit Zelt und ohne Dusche, oder mit warmer Dusche und weichem Bett. Hauptsache raus!! (Dazu ist in der Januar Ausgabe der National Geographic ein interessanter Artikel, den ich heue früh dank langer Wartezeiten in der Ambulanz lesen konnte)