Das wäre am Hafen aufgefallen. Bei meinem Lorcan hat die DFDS-Mitarbeiterin in Ijmujden vor ein paar Jahren einen Aufstand gemacht, weil das Datum, an dem der Chip eingesetzt wurde, nicht im Ausweis stand. Ich habe mir dann von ihr einen Kugelschreiber ausgeliehen, das Datum selbst eingetragen (war das Datum der ersten Impfung), und schon war die Welt wieder in Ordnung... Aber das war Stress, den ich an dem Tag wirklich nicht brauchte. :/
Meine Schlafsäcke lagern bei Nichtgebrauch entweder in einem alten Bettbezug verpackt unterm Bett, oder aufgehängt im nicht mehr benötigten (und noch nicht entsorgten) Kleiderschrank meiner Tochter. Es sind Daunenschlafsäcke, also lagere ich sie "loftig". Wenn ich auf Tour bin, werden sie in einem kleinen, wasserdichten Kompressionspacksack transportiert - da ist nichts mit rollen, da geht nur stopfen. Die Daunentüten sehen immer so traurig aus, wenn sie frisch aus dem Packsack kommen, loften aber in kurzer Zeit wieder schön vor sich hin.
Das Creag Meagaidh Natural Nature Reserve liegt auf dem Weg zwischen der A9 im Osten und Spean Bridge. Der Parkplatz ist ausgeschildert und sehr groß. Als ich montags morgens dort ankam, war er auch sehr leer. Im Sommer oder an Schönwetter-Wochenenden sieht das wahrscheinlich anders aus. Es gibt dort kurze, ausgeschilderte Spazierwege, Sitzbänke, schöne Aussichten, und die Vermutung, dass es weiter oben noch bessere Aussichten gibt. Und genau aus diesem Grund machte ich mich an den Aufstieg. Ein sehr, sehr gut, geradezu untypisch gut ausgebauter Weg führte vom Parkplatz ins Coire Ardair. Von dort kann man, wenn man will, den Gipfel des Creag Meagaidh erreichen. Das stand für mich heute nicht zur Diskussion, weil dort oben jede Menge Schnee lag, und die über Nacht herangezogene arktische Kaltluft neuen Schnee nach Schottland brachte. Kurzum: Es war kalt. Eiskalt. Ein kalter Wind, der wirklich durch alle Kleiderschichten ging, verkürzte die Pausen. Trotz Merino-Fingerhandschuhen und Fäustlingen aus eine wind- und wasserabweisenden Material waren meine Finger eisig. Die Nase und was sonst von meinem Gesicht rausschaute, übrigens auch. Hier ein paar Fotos:
Mit ausgeschilderten Wegen sieht es in Schottland schlecht aus. Davon gibt es nicht viele. Oft steht nur am Anfang eines Weges ein Schild "public footpath to xxx, yy miles", und das war es auch schon. Oft steht da gar nichts. An Abzweigungen oder Kreuzungen dieser nicht beschilderten Wege sind oft Cairns (Steinhaufen) in unterschiedlicher Höhe (von mehr als mannshoch bis zum winzig-kleinen Mini-Cairn). Wenn du nur kurze Touren von einem Ort aus läufst, kannst du dich in der lokalen Touristeninfo informieren. Die haben oft Faltblätter oder kleine Bücher (letztere käuflich zu erwerben) mit Wegbeschreibungen aus der Umgebung. Auch sehr, sehr hilfreich: http://www.walkhighlands.co.uk - nach Regionen aufgeteilt, mit sehr guten, bebilderten Beschreibungen, Kartenmaterial und gpx-Daten fürs Garmin. Und kostenlos noch dazu.
Ansonsten, und das meine ich wirklich ernst: Unternimm keine mehrtägigen Touren in Schottland ohne mit Karte und Kompass umgehen zu können. Die Technik versagt immer im entscheidenden Moment (ist so ein Naturgesetz), und dann steht man ziemlich dumm da. Handyempfang kannst du vergessen, der nächste Wanderer kommt vielleicht in zwei Tagen vorbei, und du stehst da irgendwo im Moor und hast keine Ahnung wo du bist und wie du da wieder weg kommst.
Ich habe ein altes Garmin - 2009 war es neu auf dem Markt, glaube ich. E-trex Vista heißt es, wenn ich mich recht erinnere. Ich habe es schon für die nächste Tour betankt, nutze es aber wie immer nur als backup, falls ich mit Karte und Sicht und Kompass nicht weiterkomme.
Ich habe den Jocasta-Fred jetzt gefunden und abonniert. Fotos, bitte!!
Bei einer meiner ersten Trekkingtouren habe ich bei den Ruinen eines dieser zwangsgeräumten Dörfer gezeltet (Boreraig, auf Skye). Das Dorf wurde so was von zwangsgeräumt, dass noch nicht mal bei Vollmond ein Gespenst mich heimsuchte. Es gibt ein interessantes Buch über diesen Teil der schottischen Geschichte: "The Highland Clearances". Schon erschreckend. Als ich kurz nach der Lektüre des Buches wieder unterwegs war, und an den Ruinen von Carnach vorbeilief, hatte ich schon ein wenig Gänsehaut bei dem Gedanken, was sich damals dort abspielte.
Ich habe meine Tour für diesen Sommer meinem gemütlichen Tempo und meinem kaputten Knie angepasst: Die längste Etappe ist gerade mal 18km lang und findet zum großen Teil auf einem Landrovertrack statt. Falls ich schneller durchkomme, ist das auch kein Problem. Nur nehme ich mir nach der Pleite vom letzten Sommer keine langen Etappen mehr vor, das packt mein Knie einfach nicht mehr.
Ah, dein Schottland-Urlaub ist auch schon wieder vorbei! Ja, es war lausig kalt. Ich war in den beiden letzten Aprilwochen dort und musste meine Bergtouren vergessen - dort oben lag noch zu viel Schnee (und dann kam noch mehr Schnee), und mit winterlichen Verhältnissen auf schottischen Bergen kenne ich mich nicht aus. Gott sei Dank hatte ich feste Unterkünfte; im Zelt wäre das arg ungemütlich geworden.
Die Pfade von Kinlochhourn über Barrisdale nach Inverie gehören zu den richtig gut ausgebauten in Schottland. Das geht auch sehr, sehr viel übler und anspruchsvoller.
Für mich sind 20kg auch zu viel auf dem Rücken - und einer der Gründe, warum ich meine Solo-Wandertouren in Schottland ohne Hunde mache. Davon mal abgesehen, dass die beiden inzwischen auch zu alt für so was werden... Anfang Juli geht's wieder los, für 9 Tage die Midges besuchen. Dieses Mal mit Zelt und Rucksack und Plan A, B und C im Gepäck. Ich fange am Cluanie Inn an zu laufen, und höre in Achnashellach wieder auf. Wie ich von C nach A komme, dafür habe ich die o.g. Pläne. Für gutes Wetter interessante Wege, aber auch mit einigen weglosen Abschnitten, für nicht so gutes Wetter durchgängig auf Wegen (in welchem Zustand die auch immer sein mögen), und für Dreckwetter mit einem Straßenabschnitt und vielen Landrovertracks. Mal sehen, was daraus wird. Gepäckmäßig will ich deutlich unter 14kg bleiben. Das leichte Zelt kommt mit, der Sommerschlafsack, die Kompaktkamera - nur das Essen haut gewichtsmäßig rein, weil ich unterwegs nichts nachkaufen kann. 7 Tage wandern, also Mampf für 8 Tage mitschleppen - es gibt Schlimmeres.
Gut, dass du mit der sehr sparsam aussehenden Isomatte ausgekommen bist! Mir tut mein Rücken schon beim Ansehen weh, aber sie ist doch wohl bequemer als sie aussieht.