Ich habe bis zum Wochenende ein Riiiiieesentelezoom zu Gast. Nicht gekauft, nur von einer Bekannten ausgeliehen. Das Tamron 150-600mm ist ein 2kg schwerer Klotz. Ganz kurze Belichtungszeiten funktionieren (auch ohne Übung) noch aus der Hand, ansonsten ist ein Einbeinstativ gefragt. Nee, das ist mir zu viel Schlepperei. Und groß ist diese Linse - wenn man sonst durch nichts auffällt, dann jedenfalls dadurch. Ich werde es noch ein paar Tage rumschleppen, aber jetzt weiß ich definitiv, dass ich dafür nicht zu sparen brauche. Die Bilder sind ganz nett (für den ersten Versuch mit diesen Brennweiten jedenfalls), aber dafür so viele Kilos schleppen? Nee. Wenn ich die Armmuskulatur trainieren will, nehme ich dazu Hanteln, keine Objektive.
Auf diese Art habe ich mir einen Außenmeniskus gerissen. 13kg (oder so) Rucksack auf dem Rücken, ein paar Stunden gewandert, und immer wieder bin ich zum Fotografieren ganz tief in die Hocke gegangen. Natürlich war ich zu faul den Rucksack abzusetzen. Und natürlich waren die Trekkingstöcke am Rucksack befestigt - war ja ein einfach zu gehender Weg. Abends hatte ich dann zum ersten Mal seit meiner Schulzeit Schmerzen im Knie, und zwei Monate und viele Arztbesuche später lag ich auf dem OP-Tisch... Die Kamera war übrigens nicht daran schuld - das war eine ganz kleine leichte Kompakte.
Naja, wenn es nur um die Brennweite geht: Die 35mm hast du ja mit dem Kit abgedeckt. Und 200mm hast du definitiv nicht. Wenn du also mehr Brennweite brauchst, warum nicht das 200er? Die Sony würde ich auf alle Fälle nehmen. Da hast du eine Kamera für "Immer-dabei". Den Objektiv-Park für die DSLR kannst du ganz entspannt so nach und nach ausbauen, umbauen, neu aufbauen usw.
Gestern konnte ich zum ersten Mal seit Wochen einen längeren Spaziergang unternehmen, ohne ständig auf der Flucht vor dem nächsten Gewitter / Starkregen / Hagel zu sein. Drei Stunden Sonne und friedliche Spätnachmittagsstimmung - das bin ich gar nicht mehr gewohnt.
In Schottland hatte ich die ND-Grad Filter oft in Aktion, weil es einfach oft Gegenlichtsituationen oder zu helle Wolken gab. Die Wolken wurden allerdings auch "dramatischer" durch den Filter, was mir zwar meist gut gefallen hat, aber manchmal war es einfach "zu viel". Ich war allerdings immer wieder am Filter putzen. Unglaublich, was sich da drauf absetzt, auch wenn man sie sorgsam behandelt. Nieselregen oder Gischt von Wasserfällen kommt richtig gut darauf... Schneeflocken auf dem Big Stopper haben auch was.