Beiträge von Sheigra

    Hat denn Jemand direkt nen Tip oder eine Empfehlung?

    Viele britische Wanderer in Schottland, man kann sie also zu den regenwettererfahrenen Wanderern zählen, tragen Jacken von Páramo. Das ist ein ganz anderes Konzept als Goretex und dergleichen. Ich selbst habe als leichte Sommertrekkingjacke seit sechs Jahren die "Quito" im Einsatz und bin wirklich zufrieden (auch wenn sie mir inzwischen viel zu weit ist). Wenn sich meine derzeit im Einsatz befindlichen Wetterjacken von Berghaus (Paclite) und Jack Wolfskin verabschieden, kommt eine etwas wärmere Páramo ins Haus. Früher hätte ich gesagt "So viele Briten können sich nicht irren"; aus aktuellem Anlass sage ich das lieber nicht mehr :hust: . Aber die Jacken sind gut.

    Ansonsten: Die schon erwähnte Berghaus Paclite. Von denen sind meine Regenhosen, und irgendwann kaufte ich mir auch die Jacke aus der Serie. Naja. Sie hält mehrere Stunden schottischen Dauerregen aus, wie auch die anderen Jacken die ich drüben bisher anhatte, aber da sie ungefüttert ist, ist sie unbequem, wenn ich ein kurzärmliges Teil drunter trage. Das Zeug klebt so unangenehm auf der Haut. Mit einem langärmligen Shirt drunter ist es in Ordnung. Sie ist leicht, kann recht klein zusammengerollt werden, und nimmt deshalb nicht viel Platz im Rucksack weg. Das leicht sein geht hier aber auf Kosten der Bequemlichkeit.
    Die Jacken von JW, die ich habe, sind auch in Ordnung (frage mich aber nicht, welche Modelle an der Garderobe hängen...). Früher habe ich die gekauft, weil das einer der Hersteller ist, die auch für "kleine dicke Stoppelhopser" passende Jacken herstellen; inzwischen bin ich nur noch ein "kleiner Stoppelhopser" und kann mich auch bei anderen Herstellern umsehen. :lol:

    Das Problem mit den Páramo Jacken ist, dass ich hier bei uns noch kein Ladengeschäft gesehen habe, in dem ich sie anprobieren kann. Die Quito hatte ich damals in UK bestellt, nachdem ich dasselbe Modell bei einer Bekannten anprobiert hatte. Ich muss bei einem meiner nächsten Urlaube wirklich mal in einen schottischen Outdoorladen gehen, vielleicht habe ich dort Glück.

    Ich habe vor, eine Runde in den Cairngorms zu drehen. Von Nethy Bridge über Tomintoul ans Loch Avon, dann rauf ans Loch Etchachan, unter zum Linn of Dee, und über White Brigde zum Lairig Ghru zurück nach Aviemore.
    Den Teil von Nethy Bridge ans Loch Avon kenne ich noch nicht, der ist aber dank Landrovertracks und kleinen Straßen auf alle Fälle schlechtwettertauglich. Der Rest wird bei schlechtem Wetter zwar ungemütlich, ist aber durchaus machbar, wie ich schon mal testen "durfte". Bei Anreise über Aberdeen geht diese auch recht schnell, und unterwegs habe ich mehrere Möglichkeiten, die Route zu verlassen und die Tour abzubrechen.

    In zweieinhalb Wochen starte ich den nächsten Versuch, nach Schottland zu fliegen und zu wandern. Das wird im Prinzip die Juli-Tour, die ich wegen Lorcans Erkrankung nicht machen konnte. Also die Lorcan-Gedenk-Tour, sozusagen. Hoffentlich kommt nicht wieder was dazwischen. Urlaubsmäßig ist das nicht so mein Jahr, fürchte ich.
    Längere Reisen oder Fernreisen werden wir nicht mehr machen, solange meine alte Dame Lovvy noch bei uns ist. Ich habe in Lorcans Fall gesehen, wie schnell es gehen kann. Da will ich den Hund entweder dabei haben, oder aber erreichbar sein und schnell wieder daheim sein können. Island, Grönland, Namibia, und was sonst noch alles auf meiner Liste steht - das läuft nicht weg.

    Hier zwei Panoramen aus Schottland:

    Rannoch Moor, Loch Bà, nur wenige Meter von der Straße entfernt aufgenommen:

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    Loch Ba, Rannoch Moor by Marion Woell, auf Flickr

    Geldie Burn, ein nettes kleines Flüsschen (außer bei Hochwasser...), auf dem Weg von Blair Atholl zum Linn of Dee. Hier führt er nur ganz wenig Wasser; nach starkem Regen kann ein Durchqueren des dann deutlich größeren Flüsschens unmöglich (oder halt lebensgefährlich) sein. Brücken gibt es weit und breit nicht. Das Gebäude im Hintergrund war mal eine Bothy; angeblich wurde sie inzwischen wieder hergerichtet und ist jetzt wieder benutzbar.

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    Geldie Burn by Marion Woell, auf Flickr

    Und da ich generell momentan auf dem Trip bin, möglichst wenig neu und dafür möglichst viel Geldbeutel- und Ressourcenschonend gebraucht zu kaufen, wollte ich mal anfragen, ob ihr spezielle Gebraucht-Outdoor-Börsen kennt.

    Schau doch mal im outdoorseiten-forum unter "suche und biete" (dazu musst du angemeldet sein). Ab und an gibt es dort gute Schnäppchen.

    Über das Schicksal der jpgs habe ich mir noch nie Gedanken gemacht - Speicherplatz ist billig, und ich bin zu faul zum Aufräumen.

    Ob du an deiner Kamera einstellen kannst, dass sie nur raw-Dateien speichert, weiß ich nicht. Da hilft dir ein Blick ins Menü. Ich habe derzeit nur die kleine Sony hier; bei ihr kann ich, wenn ich will, nur raw speichern. Will ich aber nicht; ich nehme beides. Und wenn es richtig schnell gehen muss mit dem Speichern, nehme ich nur jpg (kommt aber nur äußerst selten vor).

    Im Prinzip gilt: Man kann mit jeder Kamera gute Bilder machen - wenn man weiß, wie. Automatik einstellen, draufhalten und Auslöser drücken kann ganz nett sein, aber spätestens bei Bildern von Hunden in Bewegung oder bei interessanten Lichtverhältnissen sollte man wissen, wie so technische Sachen wie Blende, Belichtungszeit, Fokus, Unschärfe, Belichtungsmessung, Iso-Werte etc. pp. zusammenhängen, und wie sie an der eigenen Kamera eingestellt werden können. Der Bildaufbau ist auch nicht zu vernachlässigen.

    Hier eine Summe zu nennen, oder eine Kamera vorzuschlagen, halte ich für nicht zielführend. Es gibt so viele Möglichkeiten: Kompaktkameras können viel, Systemkameras auch, mit einer Bridge lässt sich viel machen, und mit einer DSLR (egal aus welchem Preis-Segment) auch. Einen Garant für gute Bilder gibt es jedoch nicht.

    Bisher habe ich noch nie mit Stativ fotografiert aber ich würde mich da gern mal ausprobieten. Daher war die Überlegung zum ausprobieren erstmal ein günstigeres Stativ zu nehmen und wenn klar ist, dass ich es auch wirklich nutzen möchte und ich wegen schwererer Objektive was stabileres brauche aufzurüsten.

    Die Frage ist: Wann benutze ich ein Stativ. Ich kann da nur für meine Gewohnheiten sprechen.
    Wann immer es möglich ist, "aus der Hand" zu fotografieren, mache ich das. Ein Stativ kommt dann nur bei speziellen Sachen wie Belichtungsreihen zum Einsatz, und hauptsächlich bei längeren Verschlusszeiten. Und genau das ist der Punkt, bei dem es auf die Stabilität des Stativs ankommt. Mein Induro war eines für knapp 100 Euro, incl. Kugelkopf, und steht wie eine Eins. Das leichtere (und teurere) Sirui schwankte beim kleinsten Windhauch, so dass ich es nur beschwert verwenden konnte, uns selbst dann sorgte die Mittelsäule noch für Stimmung.

    Für mich ist beim Stativ wichtig: Der Kugelkopf (oder was auch immer man oben drauf montiert hat) muss die Kamera aushalten können, also eine Tragkraft von 8kg oder mehr haben (den Angaben der Hersteller traue ich kein bisschen). Wenn der anfokussierte Punkt laufend nach unten rutscht, macht das nämlich gar keinen Spaß.
    Es muss stabil sein. Ich möchte nicht, dass Stativ und Kamera mal eben umfallen, nur weil es windig wird (nicht lachen, das hatte ich mal bei meiner Kompakten und dem Leichtgewichts-Velbon).
    Es muss verwendbar sein ohne die Mittelsäule zwangsweise benutzen zu müssen.
    Arbeitshöhe ist für mich nicht so wichtig; für die Beine mag ich lieber Flicklock- als Drehverschlüsse; ein kompaktes Packmaß ist für ein Reisestativ wichtig, sonst eher nicht.
    Im Idealfall kann man Stativ und Kugelkopf getrennt kaufen - letzteren kann man gegen etwas robusteres austauschen, wenn erforderlich.

    Von den von dir genannten Stativen "kenne" ich nur das Mantona Scout. Meine Tochter hat das für ihre Nikon D3100. Bei diesem leichten Kamera mit Kit-Linse ist es in Ordnung; wenn ich meine dicke VF-Nikon draufmontiere, verneigt sie sich samt Kugelkopf vor dem Motiv. Wie es sich draußen im Wind verhält, weiß ich nicht.

    Zur Stativfrage: Hier ist auch wichtig, wie viel das Stativ tragen soll. Es ist nämlich extrem lästig, wenn man die Kamera ausgerichtet hat, und sie dann nach vorne absackt. Beim Kauf nicht nur Arbeitshöhe und Gesamtgewicht berücksichtigen, sondern vor allem das Gewicht, das die Kombi aus Kugelkopf und Stativ tragen kann (und da lieber ein paar kg mehr nehmen, es sei denn, man vertraut blind auf die Herstellerangaben...). Ein weiterer wichtiger Gedanke im Hintergrund: Dem Stativ vertraut man seine Kameraausrüstung im Wert von vielen, vielen Euros an.

    Ich habe für "alle Tage" ein schon etwas älteres Modell von Induro, das bisher alles getragen hat, was ich draufgepackt habe. Es ist groß und für Grobmotoriker (und für dicke Handschuhe) geeignet, hat aber ein unhandliches Packmaß.
    Für Wanderungen hatte ich bisher ein Reisestativ von Sirui, mit einem etwas tragfähigeren Stativkopf. Das habe ich jetzt verkauft - die nicht abnehmbare Mittelsäule sorgte bei Langzeitbelichtungen für Vibrationen. Die neuen Sirui-Modelle haben ein herausnehmbare, also ein Problem weniger. Ich habe mir allerdings den Triopod von Novoflex gegönnt. Das Ding steht bombenfest, da wackelt nichts, und vor allem hat es keine Mittelsäule.