Mit einer Mischung aus "Neid" und Nostalgie lese ich hier von langen und mehr oder weniger schnellen Gassirunden. Hach, das waren noch Zeiten, als wir das machen konnten. Zwei Hunde in den besten Jahren, ein wanderbegeistertes Frauchen mit Teilzeitjob...
Das ist Geschichte.
Übrig geblieben ist eine 14jährige Hündin, ein wanderbegeistertes Frauchen mit Kniearthrose und Vollzeitjob. 
Morgens, vor fünf, geht Madame Hund nur in den Garten. Später, bereits auf dem Parkplatz meiner Dienststelle, gibt es einen ganz kurzen Schnuppergang zum Wald und zurück, 15 Minuten oder so, dann ruft die Pflicht. Meine Mittagspause beträgt nur 30 Minuten, und die verbringen wir im Wald, mal mit mehr, mal mit weniger Strecke. Meist mit weniger; Madame Hund verwendet diese Zeit gerne, um das "Darmstädter Echo, Ausgabe Wuff und Wedel" am Wegrand zu lesen.
Einen längeren Spaziergang unternehmen wir daheim, am späten Nachmittag. So zwischen 60-80 Minuten im Schnitt; wenn es arg warm ist deutlich weniger. Früher einmal (Nostalgiemodus an) war das eine kurze Runde, zu der noch Unterordnung, Suchspiele, Rennen mit Hundekumpels usw. kamen. (Nostalgiemodus aus).
Wenn es abends länger hell ist, geht es dann nochmal raus, dann spazieren wir in den Sonnenuntergang.
Wenn ich heute weit und schnell gehen will, muss Madame Hund daheim bleiben, denn das schafft sie nicht mehr.