Beiträge von Sheigra

    Hier ist es schön gefroren, wie man an den Ästen sieht. Das Futterhäuschen hatte schon regen Zuspruch heute früh: Kohl- und Blaumeisen, ein Rotkehlchen, ein Kleiber (oder auch zwei, da bin ich mir nicht sicher) und zwei Grünlinge. Und unser Insektenhotel hatte einen Besucher: Ein Buntspecht klopfte dort lautstark an. Mal sehen, ob das Foto was geworden ist...

    Hier eine der vielen Kohlmeisen:

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    Winter morning by Marion Woell, auf Flickr

    Was für eine schöne Winterstimmung!

    Hier ist es, wie schon seit Wochen fast ununterbrochen, Grau in Grau, nur etwas kälter als die ganze Zeit. Ich würde so gerne wieder draußen sein und fotografieren! :/ Immerhin fällt es bei diesem äußerst tristen Wetter nicht ganz so schwer, im Dunkeln zur Arbeit zu fahren und erst heimzukommen, wenn es schon wieder dämmert. (Das war ein verzweifelter Versuch, es positiv zu sehen.... )

    Jedenfalls freue ich mich über schöne Winterfotos! Danke! :dafuer:

    Früher haben wir uns im Sachgebiet spät nachmittags zusammengesetzt, jeder hat Kuchen oder Kekse oder was Herzhaftes mitgebracht, Freiwillige haben den Raum hergerichtet (mal das Büro des Chefs, mal einen Besprechungsraum oder so...), und dann hatten wir ein oder zwei gemütliche Stunden, ohne berufliches Gequatsche. Seit neuestem dürfen wir das nicht mehr. Unsere Personaler haben wohl so ein Anti-Motivations-Seminar besucht.
    Jetzt ist die hochoffizielle Weihnachtsfeier in einem Lokal. Da der Chef die Info zu spät rausgegeben hat, hatten wir natürlich nicht allzu viel Auswahl. Naja, solange die Stimmung gut ist, wird das schon werden.

    Heute früh ist mir aufgefallen, dass unser "Dienstweihnachstsbaum" noch nicht aufgebaut ist. Vielleicht spart man jetzt auch daran, wer weiß. :???:

    In jüngeren Jahren, zu Beginn meiner Laufbahn, saß ich bei meiner ersten Dienststelle in der Adventszeit mit ein paar Kollegen zusammen, die eine kreative Ader hatten. Das Ergebnis war ein Artikel über Dienstweihnachtsbäume:

    "Behandlung von Dienstweihnachtsbäumen (Dwbm)
    Dienstweihnachtsbäume sind Weihnachtsbäume natürlichen Ursprungs oder natürlichen Bäumen nachgebildete Weihnachtsbäume, die zur Weihnachtszeit in Diensträumen aufgestellt werden. Von solchen Weisheiten wimmelt die „Arbeits-Organisationsrichtlinie“ über die Handhabung und Verwendung von Nadelbäumen, die in Diensträumen Verwendung als Dienstweihnachtsbäume finden. Ein spezieller Absatz regelt das Aufstellen von Dwbm. Da heißt es, in schwierigen Fällen ist ein zweiter Beschäftigter hinzuzuziehen, der die Senkrechtstellung überwacht bzw. durch Zurufe wie „mehr links“ oder „mehr rechts“ korrigiert.
    Ausführlich wird auch die Illumination des Dienstweihnachtsbaums von den anonymen Autoren dieser Verordnung behandelt.
    Weihnachtsbaumbeleuchtungen, deren Leuchtwirkung auf dem Verbrennen eines Brennstoffes mit Flammenwirkung beruht (sog. Kerzen), dürfen nur Verwendung finden, wenn die Beschäftigten über die Gefahren von Feuersbrünsten hinreichend unterrichtet sind und während der Brennzeit ein in der Feuerbekämpfung unterwiesener Beschäftigter mit Feuerlöscher bereitsteht.

    Die Anordnung regelt auch das „Aufführen von Krippenspielen und Absingen von Weihnachtsliedern“. In Dienststellen mit ausreichend Personal, so heißt es, können Krippenspiele unter Leitung eines erfahrenen Vorgesetzten zur Aufführung gelangen. Es folgen dann Einzelheiten über die Rollenbesetzungen, wobei unter anderem vorgeschlagen wird, bei den Stallszenen „geeignete Kollegen aus verschiedenen Laufbahnen“ für die Rollen von Ochs und Esel auszuwählen."

    Ein "Kuschelhund", der alle Menschen liebt und das auch deutlich zeigt, kann im Büro durchaus ein Problem sein. Früher, bevor Lovvy so deutlich zur Seniorin wurde und den ganzen Tag verpennt, war sie so ein Kuschelhund. Und es gab (und gibt immer noch) Kollegen, die es nicht mögen, wenn so ein haariges Tier mit vielen Zähnen und offenem Mund auf sie zuläuft... Klar, wir hatten das im Griff, aber wehe, ich ging nur mal kurz aus dem Büro ohne Madame Hund anzuleinen, und in der Zeit kam der Kanzleibote, oder der Chef, oder überhaupt irgend jemand... :D

    Überstunden? Die gibt es hier in Mengen. Aber alles was über 40 Stunden hinausgeht, wird am Jahresende radikal gestrichen. Und es sind immer dieselben Kollegen, die von dieser Regelung überrascht werden und im Dezember panisch anfangen, ihre Überstunden abzubauen.

    Ich freue mich auf mein "Home Office". Angeblich soll es noch vor Weihnachten genehmigt werden. Dann muss ich nicht mehr an fünf Tagen in der Woche anderthalb Stunden oder mehr im Auto sitzen, sondern kann an drei Tagen von daheim aus arbeiten. Männe arbeitet dann an den anderen beiden Tagen von daheim aus, und Gewinner der Situation ist eindeutig Madame Hund, die morgens nicht mehr früh aufstehen muss. :dafuer:

    Ja, das ist das erste Buch von ihm, glaube ich.

    Die Rezepte lesen sich erst einmal so, als wären sie total aufwändig. Aber nach ein paar Versuchen hat man Routine, und erledigt die Backarbeiten quasi nebenher. Die meiste Arbeit hat sowieso der Sauerteig... ;)

    Ich habe das Rezept noch nicht mit Vollkornmehl probiert. Wenn du die Wassermenge etwas erhöhst, spricht allerdings nichts dagegen, das das auch funktioniert.

    Ein recht einfaches Sauerteigbrot-Rezept, das ich neulich ausprobiert und für gut befunden habe:

    1) Roggensauerteig:
    110g Roggenmehl 1150
    110g Wasser
    15g Anstellgut vom Roggensauer
    -> mit einem Löffel verrühren und 18 Stunden bei Raumtemperatur reifen lassen.
    (Tipp: von allem etwas mehr nehmen, damit neues Anstellgut übrig bleibt)

    2) Hauptteig:
    Roggensauerteig
    260g Roggenmehl 1150
    175g Dinkelmehl1050
    250g Wasser
    11g Salz
    -> in der Knetmaschine 8 Minuten auf niedrigster und 2 Minuten auf zweiter Stufe verkneten.

    Den Teig 2 Stunden in einer Schüssel bei ca. 26°C (bei mir: Raumtemperatur, kuschelig warm) zur Gare stellen. Nach einer Stunde kurz durchkneten, und wieder in die Schüssel geben.
    Nach der Stockgare den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ausstoßen und (je nach Gärform) rund oder länglich wirken (bei mir: rund, weil mein Gärkörbchen rund ist). Einen Gärkorb mit Kartoffelstärke bestäuben und den Teigling mit Schluss nach oben hineinsetzen.
    Ca. 45 Minuten bei etwa 26°C (s.o.) zur Gare stellen.
    Den Laib mit dem Schluss nach unten auf den Brotschieber (oder was immer man nimmt, um das Brot auf den Backstein zu setzen) stürzen, die überschüssige Stärke abbürsten, und den Laib zügig mit heißem Wasser abstreichen. Mit einem scharfen Messer kurze Schnitte seitlich setzen.
    Im kräftig vorgeheizten Backofen bei 250°C mit Schwaden backen. Nach 10 Minuten die Ofentür weit öffnen, um den Schwaden abzulassen. 40 min weiter backen, bei auf 200°C gesenkter Temperatur. In den letzten 5 Minuten die Ofentür einen Spalt geöffnet lassen.

    Glasur: 1g Kartoffelstärke in der Pfanne fettfrei rösten, mit 20g heißem Wasser klumpenfrei verrühren, und den Laib sofort nach dem Backen damit abstreichen.
    Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.


    Gute Rezepte und jede Menge Infos rund um Sauerteig, Brot, Schwaden, Gare, Backen etc. habe ich nicht im Internet gefunden, sondern in "Das Brotbackbuch" von Lutz Geißler.

    Zum Thema Listenhund / Rottweiler kann ich dir nichts sagen; mit meinen beiden Bordercollies war ich da über jeden Listenhund-Zweifel erhaben. ;)
    Ansonsten gelten, jedenfalls in der Vor-Brexit-Zeit, die Regeln des Pet Travel Scheme. Also vereinfacht: Gültige Tollwutimpfung, Chip, blauer Heimtierausweis, Bandwurm-Prophylaxe im vorgegebenen Zeitfenster, zugelassene Beförderungsroute. Im Vergleich zu früher (späte 1990er und folgende Jahre) ganz einfach.
    Trinken mitbringen? Wozu? Gerade beim Wandern bediene ich mich an dem Wasser aus Bächen, im Zweifelsfall mit Aquaventure behandelt. Essen - gut, kann man machen, muss man aber nicht. Ich kaufe vieles vor Ort im Supermarkt, gerade was Fertigfutter angeht. Da haben die Briten eine gefühlt größere Auswahl als wir.
    Zelten ist ok, mache ich ja auch oft, und ist auch "wild" erlaubt, wenn man sich an die Regeln des Outdoor Access Codes hält.

    Sehenswürdigkeiten und Hund, das kann ein Problem werden. In viele Ruinen, Museen, Castles, Gärten etc. dürfen Hunde nicht rein. Eine Schottlandreise mit Schwerpunkt "Sightseeing" würde ich ohne Hund machen.
    Wandern hingegen ist mit Hund toll. Trekkingtouren habe ich mit meinen nie gemacht.
    Aus folgenden Gründen:
    Mit dem Zelten klappt das nicht immer so wie ich mir das vorstelle. Irgendwann habe ich den ständigen Regen / die Kälte / die nassen Sachen / die Mücken / etc.pp satt und will einfach nur eine trockene Unterkunft. Das kommt nicht in jedem Urlaub vor, ist aber etwas, worüber ich mir Gedanken mache. Hostels nehmen meist keine Hunde auf. Als Fußgänger ist man bei der Auswahl eines B&B auch sehr eingeschränkt, schon ohne Hund. Und überhaupt muss man von der Straße, an die man sich "wander-gefrustet" geschleppt hat, erst einmal wegkommen. Busse nehmen keine Hunde mit, das Bahnnetz ist gerade im Nordwesten nicht vorhanden, und ein (oder zwei) großer nasser Hund als Begleiter mindert die Chancen, per Anhalter mitgenommen zu werden.
    Dazu kommt bei mir als Solowanderer das Gepäckproblem. Mit einem Hund ist mein Ein-Mann-Zelt zu klein, und zusammen mit dem größeren Zelt müsste ich einiges mehr an Ausrüstung schleppen.
    Tagestouren habe ich mit beiden gemacht, früher auch mit Lovvy alleine. Das war immer schön.
    Wer weiß, vielleicht klappt das irgendwann mit dem nächsten Hund wieder.

    Welche Orte muss man gesehen haben? Ganz ehrlich, nach mehr als 20 Jahren Schottlandurlaub ist meine "Will-ich-sehen-Liste" eher länger als kürzer. Auch hier wieder: Sightseeing oder Wandern? Beim wandern kommt es darauf an, wie erfahren ihr im Wandern, auch im weglosen Wandern, und im Umgang mit Karte, Kompass, oder Navi seid. Die Wege sind selten ausgeschildert (von Wegen mit Infrastruktur, dem West Highland Way beispielsweise, mal abgesehen), so dass man in der Lage sein muss, sich zu orientieren. Eine gewisse Leidensfähigkeit sollte man auch mitbringen. Regen, Wind, im Sommer bissige oder stechende Insekten, viele gut getarnte Schlammlöcher, ein Mangel an Brücken, nasse Füße - das gehört alles dazu. Ich kann mich an so manchen Wandertag erinnern, an dem ich mir mehrmals die Frage stellte, warum ich das überhaupt mache. Ich erinnere mich aber auch an tolle Nachmittage oder Abende, als ich vorm Zelt oder an einem Bach sitze, oder auf einem Berg stehe, und dieses "Ja, ich habe es geschafft!!"-Gefühl sich in mir ausbreitet.
    Ich persönlich mag den Nordwesten Schottlands sehr gerne. So rund um Achnashellach lässt es sich gut wandern; Torridon ist sowieso grandios, Letterewe ist schön einsam, Assynt ist phantastisch, die Küste bei Gairloch ist zum Seele baumeln lassen...
    Der West Highland Way ist jetzt nicht gerade einsame Wildnis, aber als Schottland-Langstrecken-Wander-Anfänger sehr gut geeignet (Wegweiser, Brücken, befestigte Wege - und tolle Landschaft rundherum. Die Nähe zur Straße und zur Bahnlinie muss man halt ausblenden).
    Gar nichts anfangen kann ich mit der Isle of Skye. Vielleicht war ich auch zu oft dort, bevor die Insel zum Touristenmagnet mutierte und letzten Sommer anscheinend massiv Probleme damit hatte. Den "Skye Trail" bin ich schon größtenteils gewandert (wenn auch aus Wettergründen nicht am Stück). Ja, ganz nett, aber es gibt Gegenden, die mich mehr ansprechen.

    Zum Ideen holen: Walkhighlands hat vom einfachen Spaziergang bis zum 864km langen Scottish National Trail eine riesige Auswahl, Wegbeschreibungen, Bilder, Karten und gpx-Dateien inklusive.