Ich habe diese Woche an meinen drei Home-Office-Tagen jeweils fast 11 Stunden gearbeitet, um so ein Projekt endlich näher an den Abschluss zu bringen. Dazu waren keine "geistigen Klimmzüge" und auch sonst keine "Gripsgymnastik" erforderlich, sondern einfach nur sture und gründliche Fleißarbeit. Mein Hirn hatte sozusagen denkfrei. Trotzdem bin ich momentan völlig platt und habe das Gefühl, dass mir der Schädel raucht. Eigentlich wollte ich heute die maximal erlaubten 12 Stunden durchziehen, aber vorhin habe ich es aufgegeben. Meine Konzentrationsfähigkeit geht gegen Null.... Keine Ahnung, ob das so ein Altersding ist; früher habe ich nie so lange gearbeitet (außer im Studium, das zähle ich mal nicht dazu). Jedenfalls war ich froh, dass heute kein Stau auf dem Heimweg war. Auf der Treppe waren nur der Hund und ich unterwegs. ![]()
Bei uns werden Überstunden nicht ausgezahlt, aber man kann sie in Freizeit umsetzen. Also später anfangen und früher gehen, oder einen ganzen oder halben Tag frei nehmen. Wobei dies auch beschränkt ist; mehr als 12 ganze Tage (oder eben in halbe Tage umgerechnet) pro Jahr werden nicht genehmigt. Unter bestimmten Voraussetzungen auch 15 Tage, aber dann ist endgültig Schluss. Als ich noch Teilzeit arbeitete, kam ich zweimal an diese Grenze - unsere Personaler sind da so was von stur, das ist einfach unglaublich.
Eine Bekannte von mir, die in Schottland lebt, hat ein interessantes Arbeitszeitmodell: 4 Tage Frühdienst (12 Stunden pro Schicht), 4 Tage frei, 4 Tage Spätdienst (wieder 12 Stunden pro Schicht), 4 Tage frei usw., ohne Rücksicht auf Wochenenden oder Feiertage. Da sie sich in jeder freien Minute auf irgendwelchen Bergen aufhält, findet sie dieses Modell klasse, weil es ihr Zeit für ihr Hobby gibt.