Beiträge von Sheigra

    Wie schafft ihr es, dass Saaten auf dem Brot halten?

    Nachdem ich ein Brot geformt habe, streiche ich es mit Wasser ab, klatsche die Saatenmischung mit der Hand drauf (so richtig schön sachte einklopfen...) und stelle das geformte Brot zur so genannten Stückgare. Ein paar gehen nach dem Backen wieder ab, aber die meisten bleiben drauf. Mit Brötchen mache ich das auch so.


    ist es schlimm, wenn der Ansatz im Kühlschrank zusammenfällt? oder ist das normal/nicht besorgniserregend?

    Nein, das ist absolut normal. Mein am Samstag aufgefrischter Sauerteig wollte bei Raumtemperatur das Glas verlassen, ging dann kurz im Kühlschrank auf Wanderschaft, und fiel dann nach und nach zusammen.

    Mein erstes Brot mit dem damals ganz frisch angesetzten Sauerteig wanderte nach dem Backen direkt in die Biotonne, das Gärkörbchen musste tagelang im Freien auslüften, und im Haus waren alle Fenster und Türen auf. Ich weiß nicht mehr, was für ein Rezept das war, aber der Sauerteig stank ganz erbärmlich...

    Für den Anfang kann ich dir das Brotbackbuch (Nr. 1) von Lutz Geißler empfehlen. Da sind sehr anfängertaugliche Rezepte drin!
    Ansonsten, für nur eine Sorte Mehl, das von mir am Samstag zum ersten Mal gebackene Dinkelvollkornsauerteigbrot. Das Rezept liest sich erst einmal abschreckend kompliziert, ist aber irgendwie ganz einfach und auch backformentauglich. Brot backen führt oft zu einer steilen Lernkurve... ;)

    Nachtrag zum Dinkelvollkornsauerteigbrot: Es liegt, in ein Geschirrtuch aus Leinen eingewickelt, seit Samstag Abend im Brottopf, ist seitdem etwas kürzer geworden (ein Opfer der Brotschneidmaschine und unseres Hungers), und ist nach wie vor so was von saftig - ein durch und durch empfehlenswertes Rezept. Das hätte ich von einem reinen Dinkelbrot nicht erwartet. Gestern beim Frühstück war ich angenehm überrascht; da war es noch besser als am Samstag Abend, aber dass es heute immer noch so saftig ist, ist schon richtig gut. :gut:

    Für heute ist das Brotbacken beendet. Morgen geht es mit dem Urlaib weiter; die Brötchen verschiebe ich auf das nächste Wochenende.

    Hier eine Montage des Roggenbrotes und ein Foto des angeschnittenen Brotes. Unnötig zu betonen, dass es extrem lecker ist!

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    Roggenbrot by Marion Woell, auf Flickr


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    Roggenbrot by Marion Woell, auf Flickr


    Und das ist das Dinkelvollkornsauerteigbrot. Leider habe ich von dem weichen Teig und von dem Möchtegern-Pfannkuchen keine Fotos. Aber hier ist ein Foto des Brotes im Backofen (ein super Ofentrieb!) und des angeschnittenen Brotes. Auch dieses ist sehr, sehr lecker geworden!

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    Dinkelvollkornbrot by Marion Woell, auf Flickr

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    Dinkelvollkornbrot by Marion Woell, auf Flickr

    Update zum Dinkelbrot: Natürlich ist es, kaum aus dem Gärkorb draußen, zerlaufen und sah pfannkuchenmäßig aus. Ich fluchte still vor mich hin; hätte ich es doch besser wissen müssen. Aber schon nach wenigen Minuten im Ofen ging es auf. Und weiter und weiter und weiter, ein klassischer Fall von megamäßigem Ofentrieb! Ich hätte es im Pfannkuchenzustand fotografieren sollen; kein Vergleich zu dem Foto, das ich gerade vom Brot im Ofen gemacht habe!

    So richtig klar ist mir der Unterschied auch nicht - Bildung des Klebergerüsts, Hefegärung, was auch immer. Für mich heißt das ganz einfach in der Praxis: Ignorieren. Stille Treppe oder so. :lol:

    In der Teigruhe bleibt der Teig entweder in der Knetschüssel oder wird in eine andere Schüssel umgetopft, und steht abgedeckt und unbeachtet einige Zeit in der Gegend herum, bevorzugt im Warmen. Da kann er machen, was Teige halt so machen.

    Vor der "Gare" wird der Teig irgendwie bearbeitet, also geknetet, gefaltet oder gewirkt. Und dann ist da noch die Stückgare, die er in der Backform oder dem Gärkörbchen durchläuft, also nach dem Formen und vor dem Backen. Das, was mein Dinkelteig gerade macht an seinem kuschelig-warmen Heizungsplatz. Ich habe es gewagt, ihn in die Gärform zu geben. Beim Rundwirken machte er einen guten, elastischen Eindruck, da dachte ich mir, es ist doch ein Fall für das Gärkörbchen. Wenn er nachher beim Rauskippen zum Pfannkuchen verläuft, habe ich mich geirrt...

    Dein Brot schaut übrigens gut aus, @l'eau! Ich glaube, das Rezept probiere ich auch mal aus. Dazu muss ich nur noch die Dinkelkleie auf den Einkaufszettel schreiben, den Rest habe ich im Haus. :dafuer:

    Schade, gerade Bewegungs- und Sprungbilder wären mir wichtig. Ist die Qualität dann so schlecht?

    "Schlecht" ist relativ. Ich selbst kann mit der RX100 keine "Rennsemmel-Fotos" machen, die mir gefallen. Ich bin die Vollformat-DSLR mit schnellem Objektiv gewöhnt - die Ergebnisse sind doch sehr unterschiedlich. Aktuelle Fotos habe ich jetzt keine hier, leider.

    Das sollte die M3 aber lässig schaffen oder?

    Ja, das ist kein Problem. :smile: Vorausgesetzt, das Licht ist gut genug. Die Kamera hat zwar bei 70mm (mehr Tele hat die M3 nicht) eine Offenblende von 2.8, aber man kann die Iso-Werte nicht so raufziehen wie bei der Vollformat, ohne das es übel rauscht. Wenn ich dann kurze Belichtungszeiten nutze (also 1/1250 oder noch kürzer), Blende 2.8 und so ein dauertrübes Wetter ist wie derzeit, dann bin ich bei einem der Gründe, aus denen ich mir damals die Vollformat gekauft habe...