Beiträge von Sheigra

    Eine Frage zum Backen im Topf: Der wird ja auf die vollen 250°C (oder was auch immer das Rezept vorsieht) vorgeheizt und ist dann doch verflixt heiß. Wie macht man das, dass man einen reifen Brotteig aus dem Gärkörbchen direkt in den heißen Topf befördert, ohne sich die Finger zu verbrennen oder den Teig nicht im Topf sondern halb auf dessen Rand oder so zu platzieren? Ich bin ein Grobmotoriker und stelle mir das nicht so einfach vor....

    Ich backe meine Brote immer auf dem vorgeheizten Backstein, wobei ich es mittels eines kleinen Backblechs vermeiden kann, dem Stein näher als nötig zu kommen. Ich kippe das Brot aus dem Gärkörbchen auf das mit Backpapier ausgelegte Blech, und lasse es von dort aus samt Backpapier auf den Stein rutschen. Wenn mir dabei plötzlich die heißen Ränder des Topfs im Weg wären - aua.
    In einem meiner Backbücher sind einige Rezepte dazu, einen gußeisernen Bräter in der richtigen Größe habe ich - aber ich traue ich da nicht ran. Brandblasen tun so lange weh. :mute:

    Unsere Katzen sind alle hier im Garten vergraben - tief genug, dass kein Hund sie bei Ausgrabungsarbeiten ausgräbt. Meine erste Hündin habe ich auf der Wiese meiner Eltern begraben; das erschien uns allen damals als die beste Lösung. Nun ja, die Wiese und die Äcker drumherum sollen irgendwann Bauland werden, dann wird ein Bagger jede Menge Tierskelette ausgraben, schätze ich.

    Lorcan, der im Sommer 2016 starb, habe ich Einäschern lassen, im Tierkrematorium Darmstadt. Einzeleinäscherung, und jetzt steht seine Asche in einer schönen Urne bei seinen Pokalen. Mit Lovvy wird es wohl auch so werden.
    Im Prinzip ist es mir egal, ob ein tierischer Weggefährte eingegraben oder verbrannt wird, und was mit der Asche geschieht - die Erinnerung ist in mir, egal wo die körperlichen Überreste sind. Da ich keine Friedhöfe mag, und unser Garten mittlerweile zum Wasserschutzgebiet gehört, passt das mit dem Krematorium ganz gut.

    Das Brotbackbuch Nr. 2 (es liegt gerade auf dem Schreibtisch; die Nr. 1 ist unten in der Küche) sagt:

    "Kastenbuch an der Oberfläche eingefallen:
    - zu kurz und/oder zu kalt gebacken
    - zu lange Stückgare
    - zu weicher Teig
    - zu kurze Stockgare
    - zu wenig Bindung (bei Schrotbroten)"

    Das mit dem zu weichen Teig könnte demnach sein.

    Vollkornbrot ist nicht besonders dunkel. Gut, etwas dunkler als Brot aus 550er Weizenmehl, aber nicht so dunkelbraun wie gekauftes Vollkornbrot. Dazu muss man Farbmalz, also dunkel geröstetes Malz, dazugeben.

    Mir gefällt dein Brot! Woher das Eingefallene kommt, weiß ich allerdings auch nicht.

    Wo du gerade den Römertopf erwähnst: Ich war der festen Überzeugung, dass ich meinen entweder entsorgt oder verschenkt habe, schon vor vielen, vielen Jahren. Als ich letzte Woche die ganzen Zubehörteile für die neue Küchenmaschine verstauen wollte, musste ich in dem "schwarzen Loch für Küchengeräte", das wir im Keller haben, Platz machen. Und wer stand da, ganz hinten an die Rückwand gedrückt, von Eismaschine, einem großen Kochtopf und anderem Zeugs verdeckt? Der Römertopf in seinem Karton.
    Ich habe ganz eindeutig viel zu viel Küchenzeug im Haus verteilt...

    Statt ihn in Dinkelflocken zu wälzen, kannst du ihn ja mit Dinkelflocken bestreuen und sie etwas "einklopfen".

    Ja, im Buch steht einiges über das Kneten, auch über das Kneten von Hand, über das Formen, und über alles Mögliche, so wie es auf den ersten Blick aussieht.

    Es gibt Teige, die sind einfach weich und klebrig. Der für mein Körnerbrot ist es jedenfalls; den könnte ich ohne Backform gar nicht backen. Wenn das Rezept mit weniger Wasser nicht funktioniert, dann ist die Menge schon richtig.

    Im Brotbackbuch Nr. 2 sind alle Rezepte in einer Knetmaschinenvariante und einer Nicht-Knetmaschinenvariante dargestellt, vielleicht ist das was für dich.

    Ich habe mal gelesen, dass man einen Teig auch "überkneten" kann, allerdings weiß ich nicht mehr, ob das für Roggen oder für Dinkel gilt. Für Weizen jedenfalls nicht, der braucht langes Kneten.
    Anekdote zum Weizenteig, heute von meiner Mutter erzählt: Ihre Mutter hat oft Hefekuchen gebacken. Damals noch ohne elektrische Hilfsmittel, nur mit einem Kochlöffel (so ein großer mit einem Loch drin, an den kann ich mich noch erinnern) für den Vorteig, und viel Muskelarbeit für den Hauptteig. Sie soll immer gesagt haben, wenn sie sich über ihren Mann oder über die Kinder ärgert, lässt sie ihren Ärger am Teig aus. Der wird dann besonders heftig geknetet und gelingt deshalb besonders gut. Eine Knet-Therapie, sozusagen. ;)