48mm Brennweite an der Vollformat-Kamera reichten aus, um diesen Geweihträger im Glen Etive zu fotografieren. Beinahe schon safarimäßig aus dem Auto heraus....
Die Hirsche im Glen Etive werden im Winter durch den / die Gamekeeper mit Mineralfutter versorgt, in der Nähe der kleinen Single-Track-Road. An den üblichen Stellen halten sie sich dann häufiger auf. Uns versperrten ein paar hartnäckige Gesellen die Straße, ließen uns dann aber durch, ganz ohne Wegezoll...
So, weiter geht die Reise. Der Wetterbericht sagte ab Dienstag gutes Wetter voraus. Und er behielt recht! Wir machten eine schöne lange Autofahrt. Zunächst entlang des Loch Etive und des Loch Awe bis Dalmally, dann verließen wir die schlaglochübersäte A85 und bogen ab in die Single Track Road durchs Glen Orchy. Wir waren erst einmal dort, anno 1995, und hatten nur Erinnerungen an Midges und an viele Autos, die uns entweder entgegen kamen oder die auf den wenigen Parkplätzen standen. Dieses Mal war es anders. Außer uns war niemand dort unterwegs, und Mücken gab es auch noch keine. Dafür den einen oder anderen Fotostopp. Nur meinen Spaziergang über eine Brücke, auf die andere Seite des River Orchy, den konnte ich nicht machen. Die Brücke wird komplett saniert und ist eine Baustelle. Macht nichts, die Fahrt war trotzdem klasse.
Die Straße durchs Glen Orchy endet an der A82, der Hauptstraße der Schlaglöcher, kurz vor dem Ort Bridge of Orchy. Hinter dem Ort geht die Straße bergauf und bergauf und weiter bergauf ins Rannoch Moor. Dort hielten wir auch mehrmals, aber erst nachdem wir uns dem Parkplatz vorsichtig genähert und es auf Schlaglöcher geprüft hatten. Wir brauchten unser Auto ja schließlich noch. Am Lochan na h-Achlaise zog ich die Gummistiefel an und begab mich ein Stück ins Moor. Was macht man nicht alles für Fotos....
Eis auf dem Loch, Schnee auf dem Black Mount, dazu blauer Himmel und angenehme Temperaturen - so lässt es sich aushalten.
Weiter ging die Fahrt, am Glen Coe Skilift vorbei (viel Betrieb dort) und am Kingshouse Hotel (wird gerade zum großen Teil abgerissen), und dann bogen wir links ab ins Glen Etive. Ich war dort zuletzt im Frühjahr 2015 zum Wandern; mein Mann war schon seit vielen Jahren nicht mehr dort. Schön war's. Nach einer Kaffeepause am Straßenrand fuhren wir weiter, bis wir hinter dem Lochan Urr einige Autos stehen sahen. Was machen die nur alle hier? Tja, da fütterte eine Frau die wilden Hirsche mit Karotten. Dazu muss man sagen, dass es Aufgabe des gamekeepers ist, die Hirsche mit Nahrung(sergänzung) zu versorgen, nicht Aufgabe der Besucher. Der Gamekeeper fährt im Winter mehrmals pro Woche mit dem Landrover die Straße entlang und verteilt Mineralfutter (keine Ahnung, wie der Fachbegriff dafür ist) in Straßennähe. Daher sind viele der Tiere auch nicht scheu, was Menschen und Autos angeht. In diesem Winter kursieren auf Facebook immer wieder Fotos von Leuten, die die Hirsche mit Karotten u.ä. locken, füttern, und dann ein "Selfie mit Hirsch" machen. Nicht gut. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis so ein Hirsch mal etwas forscher wird, und das kann unschön ausgehen.... Mir schwillt dabei immer etwas der Kamm, aber manche Menschen sind unverbesserlich.
Am Montag kamen wir wieder daheim an, und gestern konnte ich anfangen, die bereits vorsortierten Fotos auf dem großen Rechner zu entwickeln und zu bearbeiten. Das geht am großen Bildschirm und mit ordentlich Leistung doch besser als am altersschwachen Mäusekino...
Freitag: Reisetag, Teil 1. Wir fuhren bei eher suboptimalem Wetter morgens daheim los - dichter Nebel, der sich nur ab und zu mal lichtete. So ab Köln wurde es besser, dann sah man mehr als nur die Autos in unmittelbarer Nähe. Immer wieder nervig ist der oft rücksichtslose Fahrstil vieler Verkehrsteilnehmer. Raser, Kamikaze-Überholer, Mittelspurfahrer, Blinkervergesser - das volle Programm. Aber trotz alledem kamen wir am frühen Nachmittag in Ijmuiden an, nur eine Viertelstunde bevor der Check-In startete. Wie immer dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis das Boarding begann. Da nicht viel los war, ging das zügig vonstatten, und schon kurz darauf waren wir in unserer Kabine. Wir hatten beim Buchen beschlossen, es uns gutgehen zu lassen (schließlich mussten wir jahrelang in der billigsten Kategorie nächtigen) und hatten eine Commodore De Luxe Kabine gebucht. Riesig, dieser Raum! Diese Kabinen befinden sich in einem abgeschlossenen Trakt und haben eine eigene Lounge mit Kaffeeautomat (lecker!), Gebäck, Obst, Kaltgetränken und kostenlosem Wifi. Erster Fehler: Wir hatten kein Abendessen gebucht. Früher gab es ein Bistro, in dem man mal eben eine Suppe oder ein Sandwich kaufen konnte. Seit Januar nicht mehr. Jetzt gibt es nur noch das Buffet-Restaurant, das A-la-Carte-Restaurant und einen Starbucks-Coffeeshop. Letzterer hatte nur Süßkram... Bei den Preisen für die Restaurants verging uns der kleine Hunger, und wir knabberten uns durch das kleine Buffet der Lounge.
Samstag, Reisetag Teil 2. Frühstück war im Preis inbegriffen, und da schlugen wir morgens nach einer ruhigen Überfahrt zu. Gnadenlos! Fast ohne Verspätung kamen wir in Newcastle an und ließen uns vom Navi zu unserem Ziel, Benderloch, leiten. Lediglich bei Glasgow gab es einen langen, baustellenbedingten Stau, sonst kamen wir gut durch. Hinter der Erskine Bridge fuhren wir entlang des Loch Lomond bis nach Tyndrum. Ab Tarbert war Slalomfahren für Fortgeschrittene angesagt; die A82 ist auf dieser Strecke (und nicht nur dort) voll mit tiefen, großen, reifenzerfetzenden, achsenbrechenden Schlaglöchern. In Tyndrum bogen wir ab auf die unwesentlich bessere A85, fuhren später über die Connel Bridge und waren so gegen 16.30 Uhr in Benderloch. Das Haus hatten wir dank guter Beschreibung schnell gefunden, den Haustürschlüssel auch, und vor dem Autoausräumen fuhren wir zum Lebensmittelladen und deckten uns mit dem Nötigsten an Essen und Getränken fürs Frühstück und fürs Abendessen ein.
Sonntags war dann Einkaufen (der Tesco in Oban hat täglich geöffnet), Stadtbummel in Oban, und jede Menge Faulenzen angesagt. Einen oder zwei Strandbummel gab es auch noch. Hier ein Foto vom Sonntag früh:
Montags war das Wetter immer noch nicht besser. Wie in den Wochen zuvor daheim, war es hier grau, trübe, regnerisch. Wir fuhren ins nahe gelegene Sea Life Centre.
Mir läuft der Sabber.... Sieht echt lecker aus; der "Ausbund" gefällt mir besonders gut, der ist bestimmt schön knusprig!
Ich geh jetzt in die Küche und esse was. So. Ihr seid schuld...
Mein Sauerteig für das Dinkelvollkornsauerteigbrot ist schon angesetzt. Der "neue Dinkli" ist übrigens schon hochgegangen und hat ganz viele Blasen bekommen. Da hat das "Umtopfen" doch gut geklappt.
Am 11. März werde ich unsere Nachwuchs-Wolfsspitz-Hündin zum ersten Mal sehen, und am 29. April werde ich sie abholen! Ich freue mich schon auf das Welpen-Chaos daheim! Schluss mit der Ruhe, ein Welpe zieht ein!
War es das Rezept, das ich mal eingestellt hatte? Das hat bei mir immer gut geklappt, auch wenn die Teiglinge meist länger brauchten, um Vollgare zu erreichen. Aber zu weich war der Teig noch nie. Ich tippe auf zu viel Wasser.
Das mit deinem Dinkelbrot, @malika, hatte ich neulich bei den "Dinkelhinkel"-Brötchen. Die sind zerlaufen wie Pfannkuchen, und im Ofen so richtig hochgegangen. Das Vollkorndinkelbrot war auch erst viel zu weich, so dass ich es in der Form backen wollte. Ich entschied mich dennoch fürs Gärkörbchen, ärgerte mich über den großen Fladen auf dem Backstein, und nach einigen Minute kam die Ofengare. Es fehlte nicht viel, und es wäre auch am Boden rund geworden... Ich glaube, beim Dinkelteig muss man wirklich sehr vorsichtig sein mit den Angaben zur Wassermenge. Gegen das seitliche Aufplatzen hat bei mir das Schwaden mit Hilfe von Altmetall geholfen. Und wenn der Teigling schon Vollgare hat, ist auch eine Stipprolle ganz hilfreich; die sorgt für gleichmäßige Lochung rundherum.
Neulich in Schottland, im Sea Life Centre bei Oban. Viel zu sehen war nicht, im Winter ist dort nicht gerade Hochbetrieb. Noch dazu war es recht duster, und ich hatte nur meine "Landschafts-Linse" dabei, keine mit großer Offenblende.