Beiträge von Sheigra

    Und wieder ist ein Schottland-Urlaub vorbei. Das Wetter spielte, wie schon bei den letzten Urlauben, nicht mit. Viel Regen, viel Wind, wenig gutes Fotografierlicht. Aber, ganz ehrlich, nach dem langen, heißen und trockenen Sommer war mir jeder Regentropfen, jedes Hagelkorn, und sogar jede Schneeflocke willkommen. Endlich wieder Gummistiefel und Regenjacke, endlich wieder Wind und Nieselregen im Gesicht, was habe ich das vermisst!

    Doch von Anfang an. Ich war mit Männe unterwegs, also wurde nicht gewandert. Oder fast nicht.

    In der ersten Woche hatten wir einen dieser großen, feststehenden Wohnwagen (static caravan) in der Nähe von Fort William gemietet. Das Wetter war zunächst noch ganz gut - ein kühles und ruhiges Herbstwetter.
    Am ersten Tag fuhren wir ins Dörfchen Glencoe und spazierten rund um den kleinen See Glencoe Lochan. Der liegt im Wald, und dieser zeigte sich im schönsten Herbstlaub. Hier ein paar Fotos davon, mehr folgen demnächst.

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    Dieser kleine Kerl saß ganz zutraulich auf einem Ast am Wegrand:

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    Der viele Regen muss auch für etwas anderes gut sein als für Erdrutsche: Er füllt die Wasserfälle mit ordentlich viel Wasser.

    Victoria Falls, Loch Maree:

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    Mein Anstellgut, also der Sauerteig, der im Schraubdeckelglas im Kühlschrank lebt, wird so etwa einmal die Woche aufgefrischt, egal ob ich Brot backe oder nicht. Das macht nicht viel Arbeit. Brot backen eigentlich auch nicht, man muss es nur timen. Die Säuerung des Roggenmehls, die lange Gare - das macht sich geschmacklich bezahlt. Neulich habe ich Brötchen gebacken, deren Teig ich sofort verarbeiten konnte. Am nächsten Tag habe ich auf Vorrat Baguettebrötchen gebacken, deren Vorteig ich 24 Stunden zuvor angesetzt hatte (kein Sauerteig, sondern Weizenmehl, Wasser und 0,1 g Hefe). Ein gewaltiger Unterschied im Geschmack!

    Mit Brotbackautomaten kenne ich mich nicht aus...

    Während der frische Sauerteig reift, muss er warm stehen, auf keinem Fall im Kühlschrank!
    Wenn der erste Ansatz fertig ist, so nach vier bis fünf Tagen, nimmst du nur einen EL davon ab (ca. 10g), und führst die Auffrischung durch, wie vorhin beschrieben. Dazu reicht ein Honigglas o.ä. Wenn der aufgefrischte Ansatz im Glas schön hoch gegangen ist, stellst du dieses in den Kühlschrank. Den Rest des ersten Sauerteigansatzes entsorge ich immer, der riecht mir noch zu intensiv.

    Irgendwo hier im Thread gibt es die eine oder andere Anleitung zum Ansetzen eines neuen Sauerteigs. Kurzfassung:
    Ca. 100g Mehl (z.B. Roggenmehl 1150) mit 100g Wasser vermischen (oder etwas mehr, der Teig sollte so etwa wie ein Waffelteig sein), abdecken, 48 Stunden sich selbst überlassen, an einem warmen und zugluftfreien Ort.
    Dann wieder Mehl und Wasser dazugeben (Mengen wie oben), gut verrühren, 24 Stunden sich selbst überlassen. Das noch zweimal wiederholen.
    In dieser Zeit wird der junge Sauerteig-to-be möglicherweise unangenehm riechen. Macht nichts, das gehört dazu. Außerdem bilden sich Blubberblasen, und das Volumen nimmt dramatisch zu (also die Schüssel groß genug wählen!). Meinen letzten Sauerteigansatz habe ich viermal gefüttert, wenn ich mich recht erinnere. Der lebt jetzt noch im Kühlschrank und ist so richtig triebig.
    Schlechter Geruch ist ok, Flüssigkeit die sich oben absetzt auch, unschön sind Haare, grüne Inseln, bunte Farben.

    Wenn man es kompliziert mag, kann man sich das Buch "Der Sauerteig, das unbekannte Wesen" kaufen und lesen. Das habe ich gemacht, dann das Buch in die Ecke gestellt, und mir überlegt, dass Sauerteig schon angesetzt wurde, bevor es Thermometer und Hygrometer und Gärschränke und dergleichen gab...

    Ich müsste im Brotbackbuch Nr. 1 nachlesen - da sind die gängigsten Pannen und ihre Ursachen erklärt.

    Es kann sein, dass die Unterhitze zu gering ist. Das passiert aber meist nur dann, wenn man das Brot auf ein kaltes Backblech setzt und das in den Ofen schiebt, ohne Backstein.

    Hier würde ich aber auch auf eine zu knappe Gare tippen, so dass das Brot noch jede Menge Ofengare entwickelt. Die braucht halt Platz. Lösungsansätze: Längere Stückgare; tief einschneiden; stippen (also mit so einer Stipprolle kleine Löcher reinmachen).

    Geweihträger im Glen Torridon:

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    Gestern Abend gab es übrigens Venison Burger. Ob wir einen Verwandten dieses Geweihträgers verspeisten, weiß ich allerdings nicht. :pfeif:

    Bei mir lebt immer der Original-Ansatz im Kühlschrank - derzeit in einem schottischen Wohnwagen an der Westküste... Früher habe ich von dem für das Brot angesetzten Sauerteig etwas abgenommen und als Anstellgut aufbewahrt. Da ich aber Brote immer mal wieder mit anderen Mehltypen ansetze, und in den einen oder anderen Sauerteig auch Salz kommt, verwende ich immer den Original-Sauerteig ("Roggi") und frische den einmal die Woche auf (mit den oben erwähnten 50g Mehl und 50g Wasser).
    Gruß aus dem stürmischen und verregneten Gairloch - hier ist es so stürmisch, dass das Internet laufend wegfliegt...

    Strandspaziergang am Sanna Beach, Ardnamurchan, heute Nachmittag. Natürlich fing es an zu regnen, als ich mein Stativ aufgebaut hatte. Aber nur wenige Minuten später war der Schauer vorbei, und ich konnte die Kamera aufs Stativ setzen, ohne gleich Regentropfen auf dem Filter zu haben.

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