Diese kleine Single Track Road führt am Loch Arkaig entlang. Mal von Bäumen umgeben, mal mit freiem Blick auf den See - und immer sehr schmal, sehr kurvig, und mit wenigen passing places. Ganz ehrlich: Ich möchte sie nicht selbst fahren, höchstens mit dem Rad. Noch lieber erwandern. Oder, wie an diesem sonnigen Sonntag, als Beifahrer die Fahrt genießen.
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Am Mhuic Nature Reserve unternahmen wir einen kurzen Spaziergang. Ziel war ein Wasserfall. Wir hörten ihn, aber wir sahen ihn nicht. Egal, die Aussichten zurück auf den Loch Arkaig waren auch schön, vor allem als ein Schauer darüber hinwegzog.
Meine Schwester holte sich vor 9 Jahren einen Hund aus Ungarn, nach Angaben des Tierheims aus einer Tötungsstation. Joschi hat bis heute noch Angst vor Männern; auch mehrere Trainer konnten daran nichts ändern. Zu meinem Mann hatte er vom ersten Tag an Vertrauen; meinen Schwager tolerierte er nach ein paar Monaten; meinen Vater, der im selben Haus wohnt wie meine Schwester mit Familie, meidet er noch heute. Wenn die beiden sich überraschend begegnen, geht Joschi auch nach vorne und schnappt. Meine Nichten konnten sich mit ihren Freunden nur außer Haus treffen. Joschi verteidigt meine Schwester gegen Fremde. Und so weiter. Schwesterchen hat seit neun Jahren ein etwas eingeschränktes Leben. Einfach ist das nicht. Hätte sie geahnt, dass diese Angst vor Männern so tief sitzt, hätte sie sich den Hund nicht geholt, sagt sie.
Auf dem Weg zurück zum Parkplatz stellte ich fest, dass der Kamera-Akku fast leer ist. Macht nichts, ich habe ja Ersatz im Rucksack. Ähm. Nachdem ich den kompletten Rucksack und alle Jackentaschen auf links gedreht hatte, stellte ich fest, dass alle Akkus noch im Wohnwagen liegen mussten. Dumm gelaufen; eigentlich wollten wir von Glencoe (dem Dorf) weiter durch das Glen Coe (das Tal) fahren, Fotos machen, ins Glen Etive fahren und Fotos machen, und dann gemütlich mit einer Kaffeepause im "Crafts and Things" den Tag beenden. Fotos machen ohne Akku ist eher schlecht. :/
Planänderung. Wir fuhren zurück zum Wohnwagen, packten ein paar Kamera-Akkus ein, und machten uns auf den Weg zum Loch Arkaig. Dabei nahmen wir nicht den direkten Weg, sondern kleine Single-Track-Roads. Dort war es schön ruhig. Kurz vor dem Loch Arkaig sahen wir Häuser, die uns vermuten ließen, dass dort viel Geld daheim ist. Groß, neu, große Auffahrten, manikürte Gärten... Das hatten wir hier nicht vermutet.
Dann wurde die Straße etwas, nun ja, interessanter. Rumpelig, und teilweise mit einem Grünstreifen in der Mitte, noch etwas schmaler, und mit weniger passing places. Auf einem Parkplatz hielten wir an, denn dort sollte es einen Wasserfall geben. Den gab es auch, direkt an der Straße: Eas Chia-aig. Das Foto machte ich von der Brücke aus - die Straße war so ruhig, dass ich dort mehr als 10 Minuten mit dem Stativ stehen konnte, ohne dass ein Auto kam. Danach kam immer noch keines. Und das an einem sonnigen Sonntag. Gut, dass wir nicht ins Glen Etive gefahren sind; im Gegensatz zum Loch Arkaig ist das nämlich bekannter und steht in jedem Foto-Reiseführer, der was auf sich hält und die klassischen Motive mit Koordinaten und bester Tages- und Jahreszeit auflistet. Da war bestimmt mehr los.
Ich find den See, den du eben gepostet hast, wirklich besser.
Der wäre aber zu klein, um darüber zu fliegen... Das Glencoe Lochan ist nur eine kleine Pfütze. Aber eine schöne, das ist richtig. Als ich zum ersten Mal dort war, in den Weihnachtsferien 2001/2002, gingen wir um den See spazieren. Windstill, kalt, ein wenig Schnee auf den Bergen. Meine Tochter warf einen Stein ins Wasser - da bemerkten wir erst, dass der See von einer dicken Eisschicht bedeckt war. Der Stein rumpelte über das Eis, und es hallte lange nach. Wir hatten dann Gänsehaut.
Hier noch einige herbstliche Impressionen von diesem kleinen aber feinen See:
Anscheinend gibt es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem zeitlichen Näherkommen der Stehtage und dem Verlust des Hörvermögens.
Das kann ich nur bestätigen. Shira ist jetzt seit zwei Wochen läufig, und ihr Hörvermögen scheint stark darunter zu leiden... Naja, bald ist das vorbei, und dann kehrt das Hörvermögen hoffentlich wieder zurück für die nächsten Monate.
An dem See, der in den Harry Potter - Filmen vorkommt (ich nehme an, es ist der Loch Shiel) waren wir auch; die Fotos kommen später. Dort steht auch das Viadukt, über das der Hogwarts-Express fährt (der Jacobite Steam Train, und auch die ganz normalen Scotrail Züge). Das ist die Strecke Glasgow - Fort William - Mallaig; die Strecke Inverness - Kyle of Lochalsh ist aber auch sehenswert (dort liegt u.a. die Achnashellach Station, ein Bahnhof, von dem aus viele meiner Wanderungen beginnen).