Beiträge von Sheigra

    Die erste Urlaubswoche war zu Ende, und wir fuhren rauf in den Nordwesten. In meine Lieblingsgegend auf meinen Lieblingscampingplatz - Sands bei Gairloch.

    Die Anreise war einigermaßen verregnet.
    Glen Docherty mit Blick auf Loch Maree:

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    Wenn ich dort entlang fahre, fühle ich mich wie auf dem Heimweg...


    In Sands angekommen, räumten wir das Auto aus, und dann ging mein erster Weg zum Strand. Dumm nur, dass gerade High Tide war und vom schönen weißen Sandstrand nichts übrig war. Durch die Flut und den Wind gab es aber nette Wellen.

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    Nur gut, dass ich genug Reinigungszeug für die Objektive und die Filter dabei hatte; die salzige Gischt klebt furchtbar am Glas.

    Beinn Eighe, ein Stag, und der Herbst. Röööhr!
    Im nächsten Ort, Kinlochewe, hielten wir an und aßen Venison Burger. Lecker! :D

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    Zu diesem Thema hatte ich mir vor zwei Jahren, nach Lorcans Tod, schon einmal Gedanken gemacht.

    Damals sagte ich mir, dass ich nach Lovvy (sie war damals schon fast 13) keinen Hund mehr will. Ich wollte wieder Zeit für mich, uneingeschränkt Zeit für mich. Mein ganzes Erwachsenenleben habe ich Rücksicht genommen - auf das Kind, auf die Katzen, auf die Hunde (ja, und auch auf den Mann, aber der ist erwachsen und selbstständig). Das wollte ich nicht mehr. So lange arbeiten, wie ich will. Weggehen, wann, wie lange und wohin ich will. Alleine in den Urlaub fahren, ganz ohne auf die Bedürfnisse anderer Rücksicht zu nehmen. Ich dachte, diese Portion gesunden Egoismus habe ich mir verdient.

    Außerdem passten unsere Alltagsbedingungen - zwei Berufstätige in Vollzeit außer Haus - nun wirklich nicht zu einem neuen Hund. Für Lovvy gab es eine Betreuung und die Möglichkeit, sie ins Büro mitzunehmen, aber für einen Welpen? Oder für einen Abgabehund mit Baustellen? Nein, das wollte ich nicht.

    Nun ja. Dann kam das Home Office, und damit die Möglichkeit, einen Hund den ganzen Tag um sich zu haben. Wollte ich den oben beschriebenen gesunden Egoismus wirklich? Was würde sich dadurch ändern? Ich fliege schon seit 9 Jahren alleine in den Urlaub - Hund ist bei erprobten und zuverlässigen Betreuern. Männe und ich fahren auch mal ohne Hund in den Urlaub - Betreuung ist geregelt. Wie oft gehe ich eigentlich länger weg? Würde sich daran etwas ändern?
    Ich kam zu dem Schluss, dass es doch mit Hund gut läuft, und mir ohne Hund im Alltag etwas fehlen würde. Als ich mit meinem Mann darüber redete, wunderte er sich nur darüber, wie ich denken konnte, dass es ohne Hund gehen sollte.

    Also zog Shira ein. Und das war eine gute Entscheidung. Sie entwickelt sich zu einem problemlosen Hund, wie es scheint. Ich nehme keine Einschränkungen durch sie wahr und bin mit unserer Entscheidung glücklich.

    Vor zwei Jahren hätte ich das nicht gedacht....


    Bei der Entscheidung, ob nach Kampfkater Lucky wieder eine Katze einziehen wird, sind wir uns derzeit einig: Nein, nie wieder. Vor Lucky hatten wir nette, verschmuste, unauffällige Katzen. Jetzt haben wir einen größenwahnsinnigen Kater, der uns Arme und Beine blutig beißt wenn ihm danach ist, der völlig unberechenbar ist, der selbst meinen Schwager (der das Haus, den Kater und die Pflanzen in unserer Abwesenheit betreut) auf die Palme bringt. Eine Katze zum Abgewöhnen.

    Zwei von heute Nachmittag, von der goldenen Stunde:

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    (Schon verrückt: Mitte November sind hier noch Stoppeläcker...)

    Meine nächste Solo-Wandertour, fernab vom West Highland Way, ist erst im nächsten Mai. Geplant ist, von Achnashellach Station über ein paar Pässe (ggf. auch einen Gipfel oder zwei) nach Torridon zu laufen, dann hinter Liathach vorbei, weglos durch den Flowerdale Forest, dann nach Gairloch, von dort nach Poolewe (Bus oder Daumentaxi), weiter durch Letterewe und Fisherfield, und am Loch Fannich entlang zurück nach Lochluichart Station. Mal sehen, was daraus wird. Und ob ich den einen oder anderen Gipfel einbauen kann. Oder ob ich doch auf den Hebriden lande und von Barra nach Lewis gehe.... Das entscheidet sich erst kurzfristig oder sogar erst vor Ort. Auf alle Fälle sind nur mein Zelt, mein Rucksack und ich unterwegs. Ganz entspannt, ohne Zeitdruck, ohne "wie weit ist es denn noch?" und so. :D

    Hier noch ein paar Impressionen von meiner Wanderung light von Kinlochleven nach Fort William (ha, da kenne ich viel schönere und mehr fordernde Strecken!):

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    Bei meinen ersten WHW-Wanderungen war der Abschnitt vor Lundavra noch eine Fichten-Monokultur. 2007 oder so fingen sie mit der Rodung des kompletten Bestandes an, und so wie auf diesem Bild sieht es jetzt dort aus:

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    Ben Nevis versteckt sich, wie so oft, in einer Wolke. Es war trotzdem schön, dass sich die Sonne blicken ließ.

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    Nach einem abschließenden ziemlich langweiligen Stück durch den Wald, auf einer langweiligen Forststraße, erreichte ich unsere Unterkunft als es gerade wieder anfing zu regnen.

    In Irland ist Gälisch eine Amtssprache. Sogar Gesetzestexte der EU werden auf Gaeilge veröffentlicht: EUR-lex
    In Schottland wird es zwar wieder an Schulen unterrichtet; es gibt sogar Schulen, die den Unterricht auf Gälisch durchführen, aber mein Lehrer meinte, dass das auf Dauer nicht viel bringen würde. Zum Einen liege das an der Tatsache, dass die Sprache immer seltener durch native speaker unterrichtet wird, sondern durch learner, die einfach diese ganz feinen Nuancen nicht kennen, die selbst gelernte Fehler weitergeben usw. Zum Anderen daran, dass es, von wenigen Ausnahmen abgesehen, kein Bestandteil des Alltags ist. Ich fuhr in Schottland einmal per Anhalter mit einer Frau, die auf Skye im Sabhal Mòr Ostaig, dem gälischen College in der Nähe von Armadale, Sommerkurse besucht hatte. Sie brachte das auf den Punkt: In der Schule ist alles auf Gälisch, sogar in der Mensa, aber kaum bist du draußen, sprichst und denkst du wieder auf Englisch.