Beiträge von zauberpony

    Das Argument "mein TA hat noch nie was gesagt" ist leider auch nicht besonders stark. In meiner Zeit beim TA war ich zu Anfang noch immer schockiert, wenn ein offensichtlich viel zu dickes Tier in den Behandlungsraum kam und einfach kein Ton dazu gesagt wurde. Mit der Zeit gewöhnt man sich dann dran. Grund ist, dass Tierärzte und Tierärztinnen auch von irgendwas leben müssen und die ihre Kundschaft nicht vergraulen wollen. Da wird auch zur Vermehrerei von Hunden und Katzen nix gesagt und zu Qualzuchtrassen (wo man ja, anders als bei Adipositas oder geplanter Vermehrerei sogar akut etwas dran ändern könnte, wenn man die Besitzer*innen zum Umdenken bringen könnte) wird schon drei Mal nix gesagt. Kann man sich ja auch vorstellen. Wenn der TA sagt: "Also, Frau Müller, ihr [Qualzuchthunderasse] ist ja nun wirklich ein armes Ding, wieso unterstützen Sie denn sowas!?", dann wird Frau Müller sehr wahrscheinlich ein Schnütchen ziehen, sich ihren Fiffi unter den Arm klemmen und sich ne neue Praxis suchen.

    Natürlich hecheln Hunde. Der Unterschied ist das wann und das wie.

    Und das Argument "die waren schon vor X Jahren so" ist, in egal welchem Thema, echt Grütze. Vor einigen Jahren durften Frauen nicht wählen oder selbst entscheiden, ob sie einem Beruf nachgehen. Menschen mit dunkler Hautfarbe wurden vor nicht allzu langer Zeit versklavt. Wäre das ok, "weil es schon immer so war"? Nein. Man hat die Umstände nämlich kritisch betrachtet und eingesehen, dass das nicht der richtige Weg war.

    Und das weitere Argument "Das macht die Rasse aus" ist eben so einzuordnen. Die platte Schnauze, das "niedliche" Gesicht macht auch die Bulldogge aus. Das "süße" kleine Stummelschwänzchen. Die "lustigen" Falten vom Shar Pei. Das "wunderschöne" Fell vom Pekinesen, welches den Hund darunter verschwinden lässt. Macht alles die Rassen aus. Ja.

    Ist aber von irgendwelchen Menschen mal so festgesetzt worden OHNE die Tiere danach zu fragen, wie sie das denn finden. Und DAS und NUR DAS sollte eigentlich im Vordergrund stehen: Das Tierwohl. Und da muss man dann halt auch mal realistisch betrachten, dass die menschgemachten Typisierungen einfach Käse sind und zu Lasten der Tiere gehen.

    Ja, also ich muss gestehen, mir wäre Jumi.. für das Alter ok, sie ist ja erst 16 Monate, aber sonst... sagen wir, ich würde jetzt nicht knausern. Ich finde sie schon sehr schlank - und das hat auch nichts damit zu tun, dass ich die "schwabbeligen Ridgebacks" toll finde. Die kommen wirklich manchmal wie kleine Tonnen daher.

    Ein bildhübscher Hund ist sie allerdings wirklich! :)

    martina.s , niemand bezweifelt, dass deine Hunde sehr wahrscheinlich zuckersüße, tolle, kleine Wesen sind. Es bezweifelt auch niemand, dass innerhalb einer Rasse einige Vertreter weniger Beschwerden haben als andere.

    Wenn du sagen möchtest: "Ja, der Japan Chin ist brachyzephal und hat dadurch gesundheitliche Einschränkungen. Meine Hunde sind davon glücklicherweise nicht so stark betroffen." kann das sicherlich auch so stehen gelassen werden, denn, wie du schon sagst, niemand kennt dich und deine Hunde und kann darüber ein Urteil fällen.

    Wenn du jedoch sagen möchtest:" Nein, der Japan Chin hat als Rasse keinerlei gesundheitliche Einschränkungen, eine kritische Sicht ist daher nicht nötig" wahlweise mit dem Zusatz "weil meine Hunde keine Probleme haben", dann wird es schräg.

    Ganz klar ist auf Rassebildern und auch auf den Bildern deiner Vierbeiner zu sehen, DASS diese Rasse sehr wohl kritisch zu betrachten und brachyzephal ist. Brachyzephalie ist... nicht gesundheitsfördernd. Das ist einfach Fakt.

    Ich persönlich sehr auf deinen Bildern auch tatsächlich nicht besonders moderate Vertreter mit bemerkenswert längerem Fang oder bemerkenswert kleineren Augen. Sondern recht typische Vertreter, die ich als eindeutig eingeschränkt gegenüber einem Hund mit langem Fang und normal großen Augen klassifizieren würde. Nochmal: das bedeutet nicht, dass deine Hunde nicht ganz entzückende Charaktere sein können. Das würde ich nie absprechen, auch keinem Mops und keiner Bulldogge.

    Und: dass eine Rasse in den Fokus genommen wird, heißt noch lange nicht, dass man für den Zustand anderer Rassen blind ist. Es ist nur gerade einfach nicht Thema. Da dann mit "aber XY sind doch auch so ungesund!" zu kommen, ist einfach für die Diskussion überhaupt nicht zielführend und hilft auch niemandem weiter. Das ist einfach nur Whataboutism.

    Schade, aber sehr nachvollziehbar! Ich hätte an deiner Stelle wohl auch so entschieden. Hoffentlich kann die Maus ihre letzte Zeit auf der PS verbringen, wo sie ihre Bezugsperson hat. Das wäre ihr doch sehr zu wünschen.

    Aber grundsätzlich gibt es doch viele Hundesenioren, die auf ein neues Zuhause warten! Wenn ihr dafür offen seid, dann seid ihr ganz bestimmt der richtige Deckel für irgendeinen kleinen Topf dort draußen, der kein Wok mehr sein will!

    Oh mensch, ach Gott... ihr seid ja total süß! Danke nepolino , ich hoffe auch, dass ich irgendwann mal "mein" Zauberpony bespaßen darf! Das wäre echt schön. Mein Freund würde sogar auch mitziehen, am Liebsten würde er selbst noch reiten lernen! :)

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    Psst... ich bin nicht krank. Aber aus einem anderen Grund wäre es für mich gerade nicht der richtige Zeitpunkt, mich wieder in die Pferdewelt zu begeben. So ein gar nicht schlimmer Grund, der trotzdem für ein paar Monate Beschwerden machen kann und einen dazu zwingt, kürzer zu treten.. passiert öfter mal so Frauen um die 30, die in einer festen Paarbeziehung leben.. na, ihr versteht schon ;)