Zitat
Aber neben dem Hund als Individuum hat das Hundehalter-Dasein auch andere Begleiterscheinungen: Das Kuscheln abends, das raus müssen, Runden mit anderen Leuten und deren Hunden, die Tatsache, dass immer "jemand" in der Wohnung ist, das Tapsen auf dem Laminat, Verantwortung und Fürsorge tragen... Und wenn man diese Dinge prinzipiell schätzt und sie gerne in seinem Leben hat und tut, dann endet ja diese Vorliebe nicht, wenn ein Hund stirbt.
Genau.
Und deswegen bin ich schon einen Schritt weitergegangen, als die meisten anderen..
Als mein erster Hund die Diagnose "Lymphdrüsenkrebs" bekam, ist erstmal die Welt zusammengekracht. Er war zu dem Zeitpunkt zweieinhalb Jahre alt.
Ungefähr vier Wochen nach der Diagnose dann ist mein zweiter Hund eingezogen, um genau das, was Tani da oben beschreibt, nicht missen zu müssen.
Wenn die Zeit für meinen Schatz gekommen ist, dann wird es furchtbar sein. Nichts und niemand wird ihn ersetzen können, niemals. Er ist mein ein und alles.
Der kleine Typ, der sehr eigenständig ist, sich lieber auf sich selbst verlässt und eigentlich nichts braucht außer sich selbst.. und mir so sehr vertaut.
Der verrückte Hund, der wie ein Duracell-Häschen durch die Gegend flitzt.
Der Kleine, mit dem ich eher den Deal habe "pass auf, du darfst dein Ding durchziehen, so lange du kommst, wenn ich dich rufe", als dass er gehorsam wäre.
Der Minihund, der mit 7 Wochen schon einen Darmverschluss hatte.
Der Grund, warum ich meine Hunde nicht mit zur Arbeit nehmen kann, auch wenn ich dürfte. Weil er keine fremden Hunde mag und Menschen auch nicht und dann schnappt.
Mein Baby, das immer ganz zugedeckt schläft und fiept und mich nachts wach macht, wenn seine Decke aus dem Körbchen gefallen ist.
Mein Herz, wegen dem ich jetzt schon wieder einen schrecklichen Kloß im Hals und Tränen in den Augen habe.
Wie könnte den JEMALS jemand ersetzen?!?!
Das Schicksal ist scheiße, und ich muss irgendwann ohne Fény sein.
Aber ein bisschen hab ich auch zu sagen und ich muss nicht sein ohne meine Liebe und Zeit einem Hund geben zu dürfen und das Selbe zurückzubekommen. Also mache ich das auch nicht.