Beiträge von geordie

    Samojana, solche Behauptungen sind ohne anständige Quellenangaben wertlos.

    Was diese etwas eigensinnige "aktuelle Empfehlung" angeht: Es gibt gar nicht "DIE [aktuelle] Empfehlung". Es gibt verschiedene Meinungen, Äußerungen, Erfahrungen (ja, auch tierärztliche) und vielleicht am Allerwichtigsten im aktuellen Zusammenhang auch verschiedene Hunde.

    Uschanka
    Nach meiner Erfahrung mit einem Hund, dessen Verdauung lang- aber auch kurzfristg auf einige Sachen heikel reagiert, würde ich solche Abneigungen immer ernst nehmen und mich danach richten, das heißt, ich würde in dem Fall kurz- bzw. mittelfristig auf einen Knochenersatz ausweichen und dann erst nach einer Weile wieder etwas Weiches und Fleisches wie z.B. Kalbsbrustbein austesten.

    EDIT: Ah, gerade gesehen, du gibts Trockenkauzeugs, das Knochen enthält? Das würde ich nochmal überdenken, das kann sehr leicht zu einer argen Überversorgung führen.

    Liebe Grüße
    Kay

    naijra
    Ich denke, es ist stark hundabhängig. Ich habe nichts im Prinzip gegen KH-Reiches, im Gegenteil, ich würde meiner begeisterten Allesfresserin gern z.B. Hirse füttern, eigentlich fände ich es optimal, wenn ich Essensreste geben könnte.
    Bei Ginger ist KH-Reiches aber kalorienmäßig einfach nicht drin, es sei denn, ich würde an Tierischem nur sehr proteinreich und fettarm füttern, wobei ich wiederum absolut kein gutes Gefühl hätte. Sie hat 7,5kg (eher 7,5-8kg, wobei ich sie gern auf 7-7,5kg runterbekommen würde) und ist momentan bei 100-130g Tierischem am Tag, das ist schon wenig.

    Ceyda
    Was optimal ist, das sieht man eigentlich erst mit der Zeit. Ich denke, du hast von Anne und naijra sehr gute Tipps bekommen, du musst sie aber nicht alle auf einmal umsetzen, das wäre auch nicht unbedingt förderlich am Anfang. Achte am Anfang darauf, was gut und was nicht so gut vertragen wird. Auch wenn es darauf hinausläufst, dass du ganz am Anfang nur fettärmeres Muskelfleisch, Blättermagen, Eierschale und 1-2 Sorten gedünstetes Gemüse geben kannst, ist immer noch Zeit, dass sich die Verdauung einpendelt, du kannst die Abwechslung nach und nach reinbringen.

    Im jetzigen Plan wird der Knorpel vielleicht/wahrscheinlich verdauungstechnsich kritisch, auch die Leber, wenn du sie roh fütterst (falls es so nicht vertragen wird, kannst du sie entweder leicht garen oder über die Woche verteilt in kleineren Portionen geben).

    Noch ein letzter Tipp: Bei kranken Hunden und Ölfütterung wäre eine Vitamin E-Ergänzung vielleicht sinnvoll. Es gibt "natürliches" Vit E in Kapselform, man kann auch Weizenkeimöl zufüttern. (Wo kein Protein drin ist, kann auch kein Gluten sein. Ob Weizenkeimöl theoretisch Restspuren Gluten enthalten kann -- falls auch das ein Problem wäre--, das weiß bestimmt die http://www.dzg-online.de ).

    Liebe Grüße
    Kay

    Ihr seid lieb :umarmen:

    @Nöffnöff
    30g/kg/Tag klingt für mich sehr gut! Oder du gibst die Menge, die Swanie empfiehlt, Swanie ist ja unendlich erfahrener als irgendeiner hier. So oder so, guck drauf, wie dein Hund damit zurechtkommt, vielleicht braucht er bspw. alle paar Tage mal eine kleine Menge, um es richtig verdauen zu können.

    Alles Gute und drückt uns bitte die Daumen, Ginger wird heute morgen am Ellbogen operiert...

    Liebe Grüße
    Kay

    EDIT: Ganz vergessen: Das mit den Karotten habe ich auch so verstanden wie Hummel es beschreibt.

    Was der eine oder andere Portionsrechner sagt, das weiß ich nicht, generell hab ich für solche Rechner nicht viel übrig, ich verlasse mich aus mehreren Gründen ungern auf sowas, das muss aber jeder für sich entscheiden (was ich wirklich wertfrei meine).

    Zu Leber und Niere: Ich persönlich gebe einmal die Woche meistens Leber, manchmal stattdessen Niere, wenn Leber dann meist 100g, wenn Niere meist um die 50g, Ginger hat 7,5kg.
    Das ist viel mehr als am Anfang der Barfzeit, wo ich mich an die Vitamin A-Laborversuchswerten orientiert hatte, das empfand ich dann als wenig und hab mich rumgelesen. Alle für mich seriösen Quellen, egal ob sie an Laborversuchen orientiert waren oder eher an die Natur, führten für mich zum Schluss, dass eine Fütterung rein nach Vit A zuwenig des Guten ergäbe.

    Herz gibt es meistens alle zwei Wochen, manchmal jede Woche, dann als Hautpmahlzeit. Das ist wohl mehr als die hier im DF in letzter Zeit gängige Empfehlung (die gemäßigter ist auf Grund des Puringehalts, den ich persönlich nicht soo hoch finde, aber wie gesagt, jedem wie er es für das Beste hält).

    Solche Sachen gibts fast nur Bio, besonders bei Leber finde ich das wichtig, außer bei Lamm, da finde ich die konventionelle Haltung OK (Lammleber wird aber gemieden, seit ich von der Dioxinbelastung gelesen habe).

    Am Anfang der Barfzeit hats mich genervt, wenn jemand so schreibt, wie ich es jetzt gemacht hab: Man stellt eine Frage und statt einer klaren Antwort a la "Die richtige Verfahrensweise lautet XYZ"erhält man nur eine Auflistung dessen, wie es der einzelne Schreiber bei seinen Hunden so macht. (Das ist besonders im GH-Forum ganz normal.) Total wischiwaschi und nervig selbstbezogen. Jetzt verstehe ich das besser...

    Keiner hier weiß mit Sicherheit, genau welche Fütterung für einen fremden Hund die beste ist. Ich glaube auch nicht, dass irgendeiner hier wirklich bis in alle Einzelheiten weiß, ob seine Fütterungsweise die allerbestmögliche für den eigenen Hund ist. Absolute Sicherheit in diesen Sachen gibt es nicht, und trotzdem gibts die Portionsrechner und "DIE Empfehlungen" und die User, die mit einer bestimmten Fütterungsweise (und zwar nur mit der Fütterungsweise) ganz Düsteres / ganz Tolles voraussagen....

    ... alles nur Vermutungen. Nichts liefert absolute Sicherheit, nicht die Laborversuche mit Vitaminpülverchen, die alle Nase lang in ihren Schlussfolgerungen revidiert werden müssen, nicht die erheblich voneineander abweichenden Vorlieben der Langzeitzüchter, nicht die von mir bevorzugten aber auch teils gegensätzlichen Beobachtungen von Wölfen und Wildhunden... Man muss sich halt für einen Ansatz oder einen Mischansatz unter den vielen verschiedenen Ansätzen entscheiden, der einem selber vertrauenswürdig erscheint.

    Ich würde einem Junghund 2g Leber / Tag geben (Bio, danke Christina!) und ab und zu auch Niere. Beim erwachsenen Hund würde ich diese 2g auf Leber und Niere verteilen, wobei Leber überwiegen würde. Herz dann zusätzlich. Die Leber und auch Niere würde ich getrost braten / anbraten, wenn sie roh nicht so toll vertragen würden.
    Vielleicht macht ihr es am Ende auch so, vielleicht auch nicht, es ist eure Entscheidung, letztendlich führen viele Wege aufs gleiche Ziel. Vielleicht entscheidet ihr euch jetzt für den einen Weg und findet später einen anderen stimmiger. Hauptsache, man füttert nicht total abwegig und hat immer einen Blick dafür, wie der eigene Hund mit der Fütterung klarkommt.

    Puh, das war bestimmt mehr, als man lesen will, aber ich konnte nicht anders, es musste raus :roll:

    Liebe Grüße
    Kay

    Zitat

    Ich bin immer auf Suche ,vor allem bei Leber und ob das wirklich einen Unterschied macht wenn man 5% Leber oder bedarfsgerecht nach Vit A füttert damit der Hund alle wichtigen Nährstoffe bekommt.
    Laut diesem Buch nicht :smile:
    http://shop.elsevier.de/artikel/126576…300&_hsg=833812

    Ich finde deinen Satz schwer zu interpretieren ("macht keinen Unterschied, ob man Menge X oder Menge Y füttert")?
    Was genau behauptet das Buch, wenn es um Leber geht?

    Liebe Grüße
    Kay

    Zitat

    Dingos nehmen das was sie kriegen. Mäuse, Ratten, Kaninchen, viele Insekten ab und zu einen Vogel.
    Das sie ein Rind reißen kommt fast nie vor.


    Laut Beobachtungen von Tom Lonsdale erjagen sie schon große Tiere, dann aber wilde Tiere: Sie nehmen z.B.alle Risiken einer Känguruhjagd in Kauf, selbst wenn massenhaft Schafe als leichte Beute da sind.

    Liebe Grüße
    Kay

    Oh ich hab die "danke"s nicht gesehen, das war gar nicht nötig :ops:

    Das Barfcomplete von Barfexpress enthält zugesetzte Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Wenn dich das nicht stört und der Hund das Futter verträgt, dann gib das. Happypets-much geht einen anderen Weg, ohne die Pülverchen, das würde mir persönlich eher zusprechen.

    Aber es gibt eigentlich keinen Grund, nur das eine oder andere Futter zu geben. Es empfiehlt sich sowieso, zwischen verschiedenen Marken abzuwechseln, so relativiert man die Risiken, wenn eine Marke zuviel/zuwenig eines bestimmten Nährstoffes zusetzt.

    Liebe Grüße
    Kay

    Zitat

    Diese Ernährungszusammenstellung führt langfristig garantiert in eine Sackgasse.

    Garantiert, eh?

    So viel absolute Verschlossenheit gegenüber anderer Ansätze führt selten zu einer echten Kommunikation, meiner Erfahrung nach. Das wäre schade, wenn du Nützliches zu sagen hast.

    Liebe Grüße
    Kay