Beiträge von geordie

    Aber mehr als nötig impfen bedeutet nicht mehr schützen. Entweder ein Hund hat einen ausreichenden Schutz oder nicht. Wenn der Schutz nicht ausreichend ist, weil ein Welpe bei der Impfung noch "Nestschutz" hatte und die Impfung deswegen nicht greifen konnte, kann man durch Nachimpfen was erreichen, da stimme ich zu. Wenn der Schutz schon ausreicht, kann man durch Nachimpfen nichts Positives mehr erreichen.

    Bei Staupe und Parvo werden Lebendimpfstoffe eingesetzt, das heißt nach meinem Verständnis, dass der Hund nach richtiger Grundimmunisierung dauerhaft geschützt ist. Wer das lieber überprüft, der kann Titer messen lassen. Und wer noch misstrauisch ist, der kann sich an den sehr konservativ gehaltenen Angaben der Impfstoffhersteller halten -- z.B. bei Nobivac drei Jahre, hier ein Beipackzettel

    Wenn das jährliche Impfen bei Tollwut, Staupe und Parvo etwas Positives haben sollte, dann wäre das m.E. nur der Nebeneffekt, dass der TA dadurch Hundehalter in die Praxis bekommt, die sonst nie zum Routinecheck auftauchen würden und auch sonst wenig Blick für die Gesundeit ihres Hundes haben, so hat der TA die Chance, aufkommende Probleme festzustellen. Aber sonst... was soll das denn nutzen, ein schon immunes Tier zu immunisieren?

    Liebe Grüße
    Kay

    Zitat

    tollwut jährlich


    -- gibts nicht mehr, oder besser gesagt: laut den Impfstoffherstellern und der offiziellen Zulassung ihrer TW-Impfstoffe gibts das nicht mehr. Es gibt nur weiterhin Tierärzte, die meinen, sie müssten jährlich impfen.

    Die meisten Tollwut-Impfstoffe sind für drei Jahre zugelassen (Riemser und Virbac tanzen da aus der Reihe, aber selbst die sind für 2 bzw. 2-3 Jahre zugelassen).

    Hier zum Nachgucken:
    [url=http://www.pei.de/nn_162668/Shar…-veterinaer.pdf]Übersicht über die Immunitätsdauer der Tollwutkomponente der Veterinärimpfstoffe[/url]
    Quelle: Paul-Ehrlich-Institut (Bundesinstitut für Impfstoffe)

    Liebe Grüße
    Kay

    Halbfeucht und Vorteile finde ich schwierig, weil das Halbfeuchte ja Konservierungsstoffe nötig macht, die in anderen Futtervarianten vermieden werden können. Ein bisschen mehr Wassergehalt hats als Trofu, so um die 10%, aber ob das genügt, um den Nieren was auszumachen, weiß ich nicht. Vom Feuchtigkeitsgehalt her wie in anderer Hinsicht auch machten Dose und TK für mich mehr Sinn.

    Liebe Grüße
    Kay

    Yukon
    Ich rechne mit 1-2g Leber pro kg pro Tag und liege damit wahrscheinlich eher am oberen Limit.

    Theoretisch umfasst Hühnerklein alles, was Menschen am Huhn essen aber sich nicht so gut verkaufen lässt wie andere Teile, also Rücken, Hals, Herz, Magen, manchmal Flügel, und Hühnerkarkasse ist theoretisch das Gerippe, nachdem die fleischigen Teile entfernt wurden. In der Praxis aber bedeutet beides normalerweise Rückenstücke.

    Liebe Grüße
    Kay

    hafilein
    Hier aus Hunde impfen mit Verstand zitiert (2006 erschienen; 2009 gabs ein neues Buch):

    Zitat

    Nach Meinung mancher Veterinäre genügt es [das Impfschema 8 Wochen - 12 Wochen - 15 Monate] nicht, um alle Welpen wirksam zu schützen, weshalb sie ein bis zwei zusätzliche Mehrfachimpfungen fordern. Andere Tierärzte [...] lehnen dieses Schrotschußsystem ab und messen statt dessen die Antikörpertiter der Welpen, um sie so mit möglichst wenigen Impfungen erfolgreich zu immunisieren.
    [...]
    Es kann vorkommen, daß der Nestschutz bis zur sechzehnten Woche oder sogar darüber hinaus noch zu hoch ist für eine erfolgreiche Immunisierung; allerdings dürfte dies sehr selten sein. Auf der anderen Seite ist es möglich, daß ein Wurf mit niedrigem Titer schon mit sieben Wochen auf eine Impfung anspricht.

    Liebe Grüße
    Kay

    Heike
    Wenn du 8, 12 und 16 Wochen gesagt hättest, hätte ich gemeint, nicht jetzt nachimpfen lassen.
    Aber es kann sein, dass mit 12 Wochen die maternellen Antikörper noch da waren. Wenn der Welpe noch maternelle Antikörper hat, greift die Impfung nicht. In dem Fall wäre es ratsam, nachzuimpfen.

    Was man machen lassen kann, ist ein Titertest, um zu sehen, ob ein Schutz da ist oder nicht. Oder halt einfach so nachimpfen.

    (Nach Infos aus Mo Peichl, Hunde impfen mit Verstand).

    bungee
    Dein TA will doch impfen, wieso "in die Tonne treten" :???:
    Manche TÄ bestehen auf eine merhmalige Impfung, das bringt aber bei erwachsenen Tieren nicht mehr als die einmalige Impfung. Schau dir z.B. http://www.haustierimpfungen.de an :smile:

    Liebe Grüße
    Kay

    Wenn dein Hund ausgewachsen ist und du weder bei der Gesamtfuttermenge noch bei der Knochenauswahl ins Exotische rutschst, klingt das für mich mit den 25% und sonst 80mg völlig in Ordnung.
    Aber ich bin wie gesagt kein Rechner, vllt. sehen es andere hier anders.

    Liebe Grüße
    Kay

    Die erste Empfehlung kenne ich, und die zweite wäre mir komplett neu, wobei ich es im Fall der Knochenfütterung nicht verkehrt finde, den Anteil an der Gesamtmenge zu orientieren. Bei Pülverchen fänd ich das weniger sinnvoll bzw. ich finde, es gehört mehr dazu als nur Ca zu schätzen.

    Wenn es um Knochen geht, finde ich solche "Bedarfs"werte nicht so relevant, sie enstehen ja im Labor mit Pülverchen. Bei Knochen fühle ich mich persönlich wohler, einen bestimmten Anteil fleischige Knochen im Gesamtfutter einzuhalten (bei mir sinds etwa ein Drittel, die gängigsten Empfehlungen hierzulande reichen von 15 bis 50 Prozent).

    Wenn es um Pulver geht, würde ich mich persönlich an die 80mg orientieren bzw. so handhabe ich es selber im Moment, da Ginger ausnahmsweise wenig Knochen bekommt.

    Im Zweifel könntest du einen Mittelweg anpeilen -- mit Swanie Simons Bedarfsrechner nach den Werten des National Research Council z.B. kommen 940mg raus.

    Zu den Pülverchen: Wenn du überhaupt keine Knochen fütterst, ist es m.E. eine gute Idee, nicht nur auf Kalzium sondern auch auf andere Mineralien zu achten, sprich Knochenmehl zu nehmen statt nur ein Ca-Pulver.

    Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu verwirrend...

    Liebe Grüße
    Kay