Aber mehr als nötig impfen bedeutet nicht mehr schützen. Entweder ein Hund hat einen ausreichenden Schutz oder nicht. Wenn der Schutz nicht ausreichend ist, weil ein Welpe bei der Impfung noch "Nestschutz" hatte und die Impfung deswegen nicht greifen konnte, kann man durch Nachimpfen was erreichen, da stimme ich zu. Wenn der Schutz schon ausreicht, kann man durch Nachimpfen nichts Positives mehr erreichen.
Bei Staupe und Parvo werden Lebendimpfstoffe eingesetzt, das heißt nach meinem Verständnis, dass der Hund nach richtiger Grundimmunisierung dauerhaft geschützt ist. Wer das lieber überprüft, der kann Titer messen lassen. Und wer noch misstrauisch ist, der kann sich an den sehr konservativ gehaltenen Angaben der Impfstoffhersteller halten -- z.B. bei Nobivac drei Jahre, hier ein Beipackzettel
Wenn das jährliche Impfen bei Tollwut, Staupe und Parvo etwas Positives haben sollte, dann wäre das m.E. nur der Nebeneffekt, dass der TA dadurch Hundehalter in die Praxis bekommt, die sonst nie zum Routinecheck auftauchen würden und auch sonst wenig Blick für die Gesundeit ihres Hundes haben, so hat der TA die Chance, aufkommende Probleme festzustellen. Aber sonst... was soll das denn nutzen, ein schon immunes Tier zu immunisieren?
Liebe Grüße
Kay