Beiträge von MisaMisa

    Ich finde, dass auch da ein Haken ist: unbewusste Konditionierung.
    Geht die Tür zu kommt der Hund runter, weil er durch Gewöhnung gelernt hat, dass das das Zeichen für 'Cool down, passiert eh nichts' ist.
    Geht oder bleibt die Tür auf schafft man die Situation des Alltags. Der Hund kann im Prinzip tun und lassen was er will, solange er keine Grenzen überschreitet. Denn: du bist ja da. Überschreitet er eine Grenze bekommt er eine Zurechtweisung.
    Es ist ungefähr so, wie wenn ich sagen würde: 'Wenn dein Hund dein Zuhause so mag, dann lass doch einfach mal die Haustür offen!'.
    Ich kenne keinen Hund, der dann auch Zuhause bleiben würde und nicht durch die offene Haustür gehen würde.
    Trotzdem bedeutet das nicht, dass das Zuhause nicht als positiv und angenehm empfunen wird!

    Der Fall unterscheidet sich ja auch grundlegend!

    1. reden wir vom heimischen Wohnzimmer und nicht vom Auto.

    2. sind wir uns hier einig, dass die Box nur ein Übergang zum richtigen Alleinbleiben sein soll und eben nicht wie im Fall jahrelang praktiziert werden soll.

    3. geht es in dem Fall nicht vorrangig um die Box, sondern das Auto wird als 'Haltung in einem Raum' angesehen. Dementsprechend werden die Anforderungen nicht eingehalten.

    4. konnte der Hund sich dort nicht artegerecht bewegen und musste z.B. den Kopf niedrig halten, was bei Boxen, die groß genug sind nicht der Fall ist.

    Punkt 2-4 waren auch ausschlaggebend für das Urteil.
    So gesehen halte ich den Link für ein denkbar schlechtes Beispiel.

    Zitat

    Ich bin grad echt geschockt über die Box! Ähm du findest es verwerflich und moralisch nicht okay, und überhaupt...wenn man nen Hund 8Stunden alleine lässt, obwohl sich dieser Hund überall in der Wohnung frei bewegen kann. Und dann sperrst DU den Hund in ne kleine Box, und lässt ihn so alleine?


    Meinst du damit mich?
    Falls ja: Meine Hunde bleiben keine 8 Stunden allein. :)
    Waren sie noch nie und werden sie in naher Zukunft auch erstmal nicht.
    Meine Hunde sind im Kennel, wenn ich Einkaufen gehe, jemanden Besuche oder Ähnliches.
    Das beläuft sich auf allerhöchstens 4, 5 Stunden (das allerdings auch nicht regelmäßig!) und setzt vorraus, dass die Monster zufrieden sind.
    DAS widerrum setzt vorraus, dass der Bewegungsdrang ausgelebt wurde, gefressen und getrunken wurde, genug Streicheleinheiten abgeholt wurden und die Stimmung nicht allzuhektisch ist.
    Überdies hat es einen guten Grund, warum sie im Kennel sind und nicht frei: Bonnie ist extrem Ressourcenagressiv, versteht da keinen Spaß und macht kurzen Prozess wenn ich nicht da bin.
    Ich durfte schon mehrmals beim Tierarzt anstehen, weil sie sich in der Wolle hatten, als ich nicht da war.
    Natürlich wurde das Kenneltraning langsam und schleichend aufgebaut, jederzeit unter der Beobachtung der Kamera.
    Gut, die ersten 10 Male war Leelah etwas gestresst und fühlte sich unwohl. Das hat sich dann allerdings schnell gelegt und mittlerweile schlafen die zwei, wenn ich weg bin. :)
    Nicht, dass man meint ich mache es mir einfach.. ich teste alle paar Wochen, ob die Monster vielleicht schon soweit sind, dass sie ohne Kennel allein bleiben können.
    Das letzte Mal war es vor, lass mich nicht lügen, einer Woche, mit dem Ergebnis, dass Bonnie wieder getackert hat, weil Leelah ihr auf die Pelle gerückt ist.
    Räumlich getrennt entwickeln beide enormen Stress, der in Dauerbellen und Zerstören zur Geltung kommt, weswegen ich nicht dort ansetze, sondern die Grundlage, die schon gegeben ist, nutze und ausbaue.

    Es ist so wie Magpie schon gesagt hat: Manche Hunde haben ein Problem mit Selbstverwaltung.
    Leelah ist ein kleiner Kontrollfreak, auch wenn man das zu Anfang nicht glauben mag, weil es so unterschwellig ist.
    Darf sie zuviel entscheiden dreht sie sich im Kreis, sie entwickelt Stress, lebt ihn aus, entwickelt Stress, lebt ihn aus..
    Sie öffnet Türen (auch umgedrehte Klinken), sie zerreisst Bücher, Pinkelt, macht Häufchen, Jault und winselt jämmerlich..
    Im Gegensatz dazu liegt sie die Tage einfach nur in ihrer Box und schläft.
    Dreht sich mal, schüttelt sich mal, kaut mal auf ihrem Stofftier rum.. Und sonst nichts.
    Hunde sind anpassungsfähig und Hunde brauchen klare Strukturen.

    Wie schon gesagt: Ein Dauerzustand soll der Kennel bei mir nicht sein, zumindest nicht, wenn ich mal länger weg bin. Aber der Weg bis hin zum entspannten Hund ist lang und schwer und jede positive Erfahrung damit hilft mir ein Stück weiter zum Ziel.

    Ich sehe ehrlich gesagt kein Problem darin dem Hund sein Gemüse unpüriert zu geben.
    Als ich noch keinen Mixer hatte (und teilweise heute auch noch) habe ich das Obst/ Gemüse kleingehackt und verfüttert.
    Gab keine Probleme und wurde angenommen.