Ich mag mal aus der Sicht eines SoKas schildern.. :)
Meine Bonnie ist ein Cane Corso Italiano.. landläufiger bekannt unter dem Namen Italienische Dogge.
So betitele ich sie übrigends auch fremden gegenüber.
Sagt man, dass man eine Italienische Dogge hat haben die Leute direkt das Bild einer riesigen, sanften deutschen Dogge im Sinn und kommen einem aufgeschlossener entgegen, als wie wenn man nochmal näher erläutert wo die Rasse herkommt, wofür sie gezüchtet worden ist etc pp..
Auch unter Cani Corsi kann man nicht generell sagen: 'tolle Hunde' oder 'blöde Hunde'.
So wie bei jeder Rasse gibt es richtige Granaten und kleine Schlafmützen.
Genau wie es bei den Hütis welche gibt, die alles hüten, was aus mehr als zwei Personen besteht und auf der anderen Seite Hütis gibt, die zuhause im Wohnzimmer neben Kaninchen und Co ihr Haushundeleben leben.
Als Hundehalter oder zukünftiger Hundehalter sollte man sich immer damit auseinandersetzen, WAS die entsprechende Rasse und die entprechende Verpaarung der Eltern ausmacht.
Ich kenne z.B. einen Staff, eine Seele von Hund! WTP en masse und trotz schlechter Erziehungskompetenz des Halters immer freundlich.
Ich kenne aber auch einen Staff, der bei der kleinsten Hektik durchdreht, Rohre aus der Wand gerissen hat und nicht zu halten war.
Genauso gibt es aber auch Malis, die total Meschugge sind und Malis die einfach nur als Familienhund nebenherlaufen, ohne Amok zu laufen.
Die Frage ist nur: Was tritt bei welcher Rasse vermehrt auf?
Beim Cane Corso würde ich klar sagen: die Schlafmützigen Molösserchen, die gemütlich vor sich hinvegetieren überwiegen gegenüber den kleinen Berserkern, die tatsächlich noch Wachveranlagung und Schutztrieb haben.
Stafford halte ich für vorwiegend friedlich und nervenstark, wohingegen ich beim Tosa Inu wieder sagen würde, dass man da nicht soo blauäugig herangehen sollte.
Bordeauxdoggen halte ich auch für vorwiegend friedlich und gemütlich.
Kangal und Owtscharka wieder für kleine Risikohunde.
ABER! All diese Hunde stehen zwar auf der Rasseliste, haben das mMn aber nicht verdient!
Jeder Hund, auch die Stinkenormalen, können Agressionspotential in sich tragen!
Das Paradebeispiel: Huskys! Ich kenne fast ausschließlich Huskys, die Nervlich solche Wracks sind, dass sie definitiv die Veranlagung zu Beissen/ Schnappen haben.
Oder DSH's. Ich kenne leider, leider, leider nicht einen DSH der auch nur annähernd normal ist.
Dann hätten wir noch Chihuahua, die aufgrund der Größe oft vergessen werden, allerdings trotzdem sehr oft das Klischee vom (Angst)agressiven Hund erfüllen.
Dass man explizit diese Rassen auf die Liste gesetzt hat, die man dann im Endeffekt auf die Liste gesetzt hat, halte ich für überzogen, überdramatisierend und unfair.
Lange Rede kurzer Sinn: NEIN. Listenhunde an sich sind keine Monster.
Aber jeder Hund hat ein gewisses Agressionspotential, das man nicht unterschätzen sollte.