Hallo,
wir barfen auch noch nicht so sehr lange - wir hatten im Februar dieses Jahres mit Teilbarf angefangen (zwecks mangels Platz in TK) seit Mitte Juli gibt es komplett Frischkost. Ich fing die ersten 4-6 Wochen nur mit Hühnerbrustfilet o.ä. und Rinderhack aus dem Supermarkt an. Mein Hund wiegt ca. 11 Kg, als Gesamtfuttermenge habe ich 2,5 % vom Köpergewicht berechnet, davon dann 70 % Tierische Erzeugnisse und 30 % Gemüse/Obst.
Von den 70% Tierischen Erzeugnissen habe ich dann jeweils 15 % für Innereien und RFK berechnet.
Ich finde es daher völlig in Ordnung wenn du als reines Fleisch vorerst überwiegend nur Muskelfleisch fütterst - sozusagen zum Rantasten was dein Hund sonst noch alles verträgt und später dann ausbaust z.B. weitere Fleischsorten wie Schlund, Euter usw. sowie andere Tierarten wählst.
Pansen u. Blättermagen sind so eine Sache für sich (richt so toll) und bevor mir villeicht mein Partner davon läuft, würde ich lieber auf diese Dinge verzichten - ansonsten kann es öfters die Woche verfüttert werden so wie du es riechen magst und dein Hund es mag und verträgt.
Knochen zu füttern würde ich sehr langsam angehen lassen, die Verdauung des Hundes muss sich erst darauf einstellen, der Hund muss erst genügend Magensäure aufbauen - am anfang lieber weniger als den eigentlichen Bedarf füttern u. dann mit Eierschalenpulver ergänzen, eventuell auch gewolft verfüttern.
Zu den Milchprodukten - ich würde hier keine 200g Becher auf einmal verfüttern. Askan erhält bei einer fleischfreien Mahlzeit ca. 2 Eßl. Joghurt, Quark, Hüttenkäse u.ä. Meine THP sagte mir übrigens Schaf- oder Ziegen joghurt sei für die meisten Hunde noch verträglicher. Bei uns gibt es auch Hafer-, Hirse- oder Reisflocken - einfach später mal probieren, was in dieser Richtung bei deinem Hund geht.
Um den Energiebedarf aufrecht zu erhalten, kann man gegebenfalls auch mal etwas Butter oder Schmalz dazugeben, manche Shops bieten auch tierisches Fett an.
Lass dich nicht verunsichern, Barfen ist nicht schwierig - es gibt einfach verschiedene Ansichchten und Berechnungsgrundlagen zur Fütterungsmenge - die einen rechnen die genauen Nährstoffwerte (Proteine, Fette...u. Mineralstoffe) aus, die anderen rechnen nach obiger Formel nach der ich ebenso berechnet habe.
Ich bin der Meinung, wenn man seinen gesunden Menschenverstand einsetzt und in allem für soviel Abwechsung wie möglich sorgt (mit Berücksichtung darauf was der Hund verträgt) kann eigentlich nichts schief gehen.
Dein Hund wird das neue Futter bestimmt lieben.
Lieben Gruß
Susanne mit Askan