Ich hab auch oft eine DSH-Mix-Hündin bei mir, die dieses Verhalten zeigt.
Die Hündin ist allgemein unsicher und leider ist Herrchen sehr emotionsschwankend und vermenschlicht den Hund übermäßig. Im Zuge dessen wurde dem Hund fast gänzlich klare, angemessene Komunikation abtrainiert. Schöne Scheiße!
Mit meinen Hunden ist sie gut verträglich und wenn wir unterwegs sind gilt für diesen Hund "Im Zweifelsfall ab zu Mutti!". Das bedeutet bei allen Dingen, die unverhofft auftauchen (Menschen mit/ohne Hund, freilaufende Hunde, Kinder in allen Erscheinungsformen, Fahrradfahrer, ungewöhnliche Geräusche, ...) ist die erste Regel zu mir zu kommen. Und ich werde auch mal ungehalten, wenn der Rückruf nicht so recht funktioniert. Ich sehe ihr an, dass sie froh ist aus den Situationen genommen zu werden. Dieser Hund blüht auf, wenn er ein straffes Korsett an Regeln hat, an denen er sich orientieren kann. Es schenkt ihr einfach Freiheit, da sie sich um nichts kümmern muss.
Zusätzlich hilft ihr, dass sie sich an meinen beiden sehr orientiert, die beide sehr sichere Hunde sind.
Arbeitsbedingt habe ich immer mal die Möglichkeit sie in Situationen zu bringen, wo sie Kontakt hat (haben muss) mit ihr fremden Hunden, die ich jedoch sehr gut kenne und genau weiß, dass die sich keinen Pfennig für andere Hunde interessieren bzw. wenn überhaupt nur sehr kurz und nicht besonders intensiv Kontakt aufnehmen. Ich "zwinge" sie sozusagen, dass auszuhalten und lobe sie für das meistern dieser stressigen Situation und jede Form von arttypischer Kommunikation.