Beiträge von DerRobert

    Natürlich sind 20 Monate für die Tiere ein Witz, aber solange in Deutschland Steuerhinterziehung oftmals schwerer bestraft wird als Vergewaltigung und Tierquälerei oftmals überhaupt nicht wirklich bestraft wird, ist das doch ein Schritt in die richtige Richtung und freut mich sehr.


    Es ist einfach ungerecht, dass Tiere vor dem Gesetz als seelenlose Sachen gesehen werden.

    Also ich möchte auch nicht, dass meine Hunde unaufgefordert angefasst werden. Das geht gar nicht.
    Fynn liebt alle Menschen und würde die meisten Menschen am liebsten abschlabbern. Er hat da fast nie Berührungsängste, ist lieb zu Kindern etc. Trotzdem will ich das nicht ständig, denn er fängt dann an, das Interesse an mir zu verlieren, weil es ja bei Fremden dann viel lustiger ist, wenn man an der Leine läuft. Wenn die dann noch Leckerlis dabei haben und Fynn welche geben wollen, was ich aber nicht gestatte (und was oft einfach ignoriert wird), will er von mir gar nichts mehr wissen - der verfressene Kerl.


    Lenny hat auf seinem K9-Geschirr auch die Aufschrift "Nicht anfassen". Das sollte man auch beherzigen, denn er mag die meisten Fremden nicht besonders und wenn er sich erschrickt, weil ihn jemand auf den Rücken greift oder ihm noch schlimmer an den Kopf fasst, kann ich nicht ausschließen, dass er schnappt. Ich habe ihn vor 1 Monat aus dem Tierheim geholt und er hat nicht die schönste Vergangenheit.
    Ich werde ihm keinen Maulkorb überziehen, nur weil Leute ihre Finger nicht bei sich behalten können. Bis jetzt wollte ihn zum Glück noch niemand streicheln, da er sehr zurückhaltend ist und die meisten Menschen das glücklicherweise respektieren. Meistens interessieren sich Fremde, wenn wir unterwegs sind, sowieso weder für Lenny noch für mich. Es ist so, als würde Fynn alleine Gassi gehen. Ich als Halter werde oft ganz aktiv "nichtangesehen". Wenn solche taktlosen Leute Fynn anfassen wollen, werde ich aber sauer.


    Naja, man kann da in der Tat ganz viel über seine eigene Ausstrahlung machen. Ich kann Leute sehr gut alleine mit meinem Gesichtsausdruck davon abhalten, uns zu nahe zu kommen oder ein Gespräch anzufangen. Wenn man sich etwas anders gibt, befindet man sich auf einmal in einer Unterhaltung. Man kann das schon steuern. Wenn man zwei Hunde hat, wechseln die meisten Leute aber sowieso schon 100 Meter früher die Straßenseite, obwohl die meistens ganz brav an der lockeren Leine vor mir herlaufen und so kuschelig aussehen ;-) Mich stört das nicht. So müssen nicht drei "Leute" die Straßenseite wechseln ^^


    ruelpserle
    Ich finde das absolut genial, dass du zu Menschen zurückschnalzt. Das muss ich mal probieren xD
    Das machen die bei meinen Hunden auch immer, aber die ignorieren das - sehr angenehm. Schnippsen, komische Knutschgeräusche oder Schnalzen ist zwecklos.


    Ich finde es herrlich, wenn mein Nachbar verzweifelt versucht, Lennys Aufmerksamkeit zu gewinnen, indem er seinen Namen im strengen Ton ruft. Lenny denkt nicht im Traum daran, darauf irgendwie zu reagieren, bei Fynn zieht das aber auch nicht.

    Ja, das würde mich auch interessieren.


    Bedenke aber, dass diese Ausgeglichenheit ganz schnell vorbei sein kann, wenn die Pubertät einsetzt. Das kann ab dem Alter jederzeit passieren oder auch erst in einem halben Jahr. Mein Hund Fynn ist 15 Monate alt und fängt gerade an, auszuprobieren, ob man denn nicht den gelben Sack ausräumen und alles anknabbern kann, wenn Herrchen nicht da ist. Ein "Nein", das immer absolut perfekt gezogen hat, wird auf einmal ignoriert etc.


    Aber wenn Deine Kleine ausgeglichen wirkt, ist das doch super. Kann sich halt nur schnell ändern, in dem Alter.
    Viel Spaß euch.

    Danke für eure deutlichen Beiträge. Ich bin zwar nicht der TS, aber verstehe durch diese Aussagen meinen Aussie etwas besser, obwohl ich es schon immer so handhabe, dass er bei Besuch auf dem Platz zu liegen hat, bis ich ihm erlaube, aufzustehen.


    Lenny hatte bei seinen Vorbesitzer so vieles zu regeln - er musste die Wohnung gegen jedes Geräusch verteidigen, auf der Straße alle Hunde lautstark davon abhalten, sich zu nähern, Katzen und Wild im Auge behalten bzw. durfte er jagen, darauf achten, ob draußen Menschen rumlaufen, die verdächtig aussehen. Das hat den kleinen Lenny furchtbar überfordert, denn er sollte das alles gleichzeitig tun, Tag und Nacht...
    Nach drei Wochen ist er gefühlte 70% entspannter, weil ich ihm permanent zeige, dass er davon nur ganz wenig erledigen braucht und es unnötig ist, bei jedem Ereignis auf 180 hochzufahren.

    Ich würde auch sagen, dass es für den Hund eine große Erleichterung ist, wenn er das nicht regeln darf, sondern auf seinem Platz liegt. Mein Aussie Lenny, den ich vor 3 Wochen aus dem Tierheim geholt habe, ist auch etwas unsicher bei Besuch und er ist sehr wachsam. Wir wohnen im 2. Stock und wenn unten ein Hund auf dem Fußweg langläuft und das Fenster offen ist, möchte Lenny ans Fenster und Bellen.


    In der ersten Nacht, die wir bei offenen Fenster geschlafen haben, ist er wegen Geräuschen draußen 7-8 Mal aufgestanden und hat angeschlagen. Ich habe ihn, die Nacht wohl nur im Halbschlaf verbringend ^^, konsequent jedes Mal sofort auf die Decke geschickt und in den nächsten Nächten hat er höchstens noch einmal und nach einer Woche gar nicht mehr nachts gebellt. Auch tagsüber ist er sehr viel enspannter, seit er nicht jedes klimpernde Halsband melden darf, sondern immer ins Platz geschickt wird. Er fängt nun nur noch an zu Hecheln und beruhigt sich schnell wieder. Manchmal schaue ich dann für ihn nach draußen und/oder sage ihm, dass alles in Ordnung ist. Vorher stand er am Fenster und hat sich nur sehr langsam wieder eingekriegt, obwohl der Hund schon weg war.


    Ich muss sagen, dass das für uns alle eine Entlastung ist, so wie es jetzt ist. Lenny bellt in der Wohnung kaum noch und widersteht auch, zum Fenster zu rennen, weil ich ihn sowieso auf seinen Platz schicke, wenn er das versucht. Das hat zwei Wochen gedauert. Mit Besuch ist das in meinen Augen ähnlich. Dem Hund wird genauso Verantwortung genommen, die ihn sonst stresst.

    Hallo Kathrin,


    Du hast Deinen Text leider - sicher unbewusst - so geschrieben, dass es auch auf mich den Eindruck machte, Du wüsstest nicht, dass das eine absolut rassetypische Eigenschaft der Aussies ist. Wenn man das so liest, denkt man halt, "Schon wieder jemand, der sich über typische Rassemerkmale wundert - der 20. Thread heute dazu."
    Wenn es bei Dir nicht so ist, dann ist es ja gut.


    Mein Aussie ist auch reserviert zu Fremden und ich finde das auch gut so. Er kommt dann nach einer Weile von alleine mal eben schnuppern und geht wieder, falls er Interesse hat. Sonst ignoriert er Fremde natürlich. Mich liebt er total, wenn es das gibt ^^.
    Leckerlis nimmt er selbstverständlich von Jedem aber recht undankbar an. Er muss auch auf seinen Platz, wenn Besuch kommt und darf dann kommen, wenn ich ihn rufe. Das Bellen wird unterbunden, da es unnötig ist, schließlich muss man in der Wohnung nicht so rumschreien, wenn ich doch schon "bemerkt" habe, dass Eindringlinge unsere Wohnung betreten haben. Wenn es an der Tür klingelt ist es OK, wenn er bellt und leises Wuffen ist immer OK, wenn er sich wieder beruhigt.

    Ich würde dem Hund nicht beibingen, dass er einen Vogel fallenlässt, den er gefangen hat. Es ist toll, wenn er das "Aus" versteht, aber wieso darf er Vögel jagen? Das würde ich schon unterbinden, denn - ja - wenn er das darf, ist es irgendwann, wie Du jetzt siehst, zumindest für den Vogel kein Spaß mehr und das hat schon Auswirkungen auf das Jagd- und Hetzverhalten. Was er jung lernt, wird er sich später schwer wieder austreiben lassen.


    Ich habe einen Hund der liebend gerne mit allen Leuten kuschelt und gerne alle Gesichter ablecken würde. Mein Aussie ist dagegen reserviert und trägt auf seinem K9-Geschirr die Aufschrift "Nicht anfassen", da er gegenüber Fremden unsicher ist und sich schnell bedrängt fühlt und dann geht er nach vorne. Wenn er nach einer Weile von sich aus auf die Person zugeht, ist alles OK und es gibt keinen Ärger.

    Wieso sollte Dich denn hier jemand kritisieren? Das ist doch das normalste der Welt, dass man auch mal ein paar Tage seinen Hund bei Leuten lässt, die man schon lange kennt und denen man absolut vertraut, um in den Urlaub zu fahren. Das haben sicherlich die meisten schonmal getan oder würden es tun, ich auch. Da brauchst Du Dir wirklich keine Vorwürfe machen.


    Versuche, wie schon gesagt wurde, einfach konsequent da weiterzumachen, wo ihr aufgehört habt, als Du die Kleine in die Ferienfamilie gegeben hast. Die ganzen Dinge, die Du ihr beigebracht hast, sind auf keinen Fall umsonst gewesen und Du musst nicht ganz von vorne anfangen. Wenn Du ihr die Sachen geduldig nochmal zeigst und konsequent bist, ist das vielleicht nach ein paar Tagen oder in einer Woche schon vergessen. Wenn es noch eine kritische Phase ist, wie SheltiePower schreibt, kann es etwas länger dauern, aber das wird wieder und Du hast da nichts falsch gemacht.
    :)

    Ich denke, dass es sicher traurig für dich ist, dass es mit Lupus nicht passt, aber gut ist doch, dass Du Dir jetzt wirklich sicher bist, was Du tust bzw. nicht tust. Du findest bestimmt einen anderen Hund, dem Du Hilfe geben kannst und der besser in Euer Leben passt.

    Also ich denke, hier in Sachsen gibt es nur in Großstädten wie Leipzig viele Aussies. In Dresden hab ich dagegen noch nicht viele gesehen. Hier in Freital hab ich, außer meinem, erst einmal zwei zusammengehörige gesehen, ich weiß aber nicht, ob die hier nur zu Besuch waren.


    In der Gegend gibt es sonst sehr viele DSH und viele Labbis. Mit Schleppleine hab ich noch niemanden gesehen. Die Leute hier anscheinend auch nicht, denn die wundern sich immer sehr über uns: "Der hat aber eine lange Leine...".
    Leider sind hier 90% der Hunde nicht wirklich erzogen, pöbeln, was das Zeug hält usw.
    Ich hasse es, wenn Schäferhunde an surrenden Flexileinen auf mich und meine Hunde zugerast kommen. Na gut, schlimmer sind die Hunde ohne Leine, denn Lenny wird da höchst unfreundlich.