Wenn der Tumor schon so groß war, was hätte warten euch denn gebracht?
Und wichtiger: Was hätte es dem Hund gebracht?
Manchmal ist es wichtig sich diese Frage zu stellen um das Karussell aus Schuldgefühlen anzuhalten.
Fakt ist: Da war ein Tumor. Kiefer angefressen, er drückte innen schon aufs Auge.
Das müssen echt heftige Schmerzen gewesen sein und leider sind Hunde absolute Meister darin Schmerzen zu verstecken.
Und was hätte man denn da noch machen sollen? Das halbe Gesicht entfernen, inklusive dem Auge, das hätte doch nichts besser gemacht für Kalle.
Der Kleine hatte ein schönes, langes Leben voller Liebe und Fürsorge. Und der schwerste Teil dieser Liebe und Fürsorge ist den Hund gehen zu lassen wenn es Zeit ist.
Es ist so schwer, es tut so weh! Ich habe das erst im Mai gehabt, und mein Kleiner hatte nichtmal so eine heftig finale Diagnose.
Aber wenn jeder Tag nur noch aus Leid oder aus "irgendwie und vielleicht" besteht, das ist doch nichts was man für den geliebten Hund möchte.
Kalle hatte so unfassbar Glück das er bei euch gelandet ist nach seinem schlechten Start im Leben, er hat nur Glück, Wärme und Liebe gekannt bei euch und auch wenn es nun so schnell ging, so ohne Vorwarnung, ihr habt ihm den letzten Dienst erwiesen.
Fühl dich, fühlt euch aus der Ferne unbekannterweise gedrückt, ich wünsche euch viel Kraft in eurer Zeit der Trauer.
