Ich hab vorhin meiner Freundin endlich ihre Leinen gegeben. Tango G3 Doppelleine für ihren Dackelmix (und der braucht ne dicke Leine!), Pastello G2 Doppelleine für den Sheltie/Border. Letzteres war ein verspätetes Ostergeschenk, von dem sie nichts wusste, weil sie meine Retrieverleine in Pastello immer so bewundert hat. Man war hocherfreut und versprach Fotos mit angeleinten Hunden.
Beiträge von Sunti
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Gerade beim Bogenlaufen sehe ich das komplett anders. Ein Hund, der nie gelernt hat, wie man sich höflich anderen Hunden nähert, muss daran durch mich als Mensch erst mal rangeführt werden. Dazu zählt auch, angeleint einen Bogen zu gehen, wenn man sich nähert, und den anderen Hund ggf. zu ignorieren. Denn nicht jeder Hund, den man trifft, muss direkt kontaktiert werden. Sozialverhalten, Kommunikation findet ja schon lange vor dem Aufeinandertreffen statt. Natürlich kann ich meinem Hund beibringen, wie er sich ordentlich zu verhalten hat. Ein gutes Beispiel sind mMn die mobbenden Hunde. Sobald sie anfangen zu mobben, werden sie vom Besitzer aus der Situation geholt und angeleint, somit ist der Spaß vorbei. Irgendwann lernen sie durch vielfache Wiederholung, dass mobben nicht geduldet wird, und verhalten sich im besten Fall dann anderen Hunden gegenüber sozialer. Somit kann ich schlechtes Sozialverhalten als Mensch auch durchaus in gutes umwandeln, ohne einen anderen Hund zur Unterstützung zu haben - der Gemobbte ist ja keine Hilfe für mich, den hole ich aus seiner Opferrolle raus, indem ich meinen Mobber anleine.
Im Übrigen ist ignorantes Verhalten unter Fremdhunden sogar sehr sozial, jedenfalls wesentlich erwünschter als ein Draufhüpfen, sobald man einen Artgenossen sieht.
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Soeben in den Kleinanzeigen einen Furminator fürs Haarmonster.

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Ich persönlich würde das nicht trainieren. Dein Hund lässt sich von dir überall anfassen, wenn es sein muss, sie lässt sich streicheln, wenn man denn unbedingt will, aber wenn sie kuscheln grundsätzlich doof findet, wieso zwingen?
Ich hatte schon beide Extreme.
Benny, mein Collie, ein echter Schmuser, der hätte 24 Stunden kuscheln können, wenn ich ihn gelassen hätte. Alle Menschen (außer Handwerkern in Dienstkleidung) waren super, weil sie ja streicheln könnten - und bei einem Collie wollten das auch alle.Senta, die Straßenhündin, hat echt lange gebraucht, bis sie Zuneigung ertragen bzw. schließlich auch genießen konnte. Ihre Erfahrung mit Menschen beschränkte sich auf Schläge, Tritte und Wurfgeschosse, wie das bei osteuropäischen Straßenhunden halt oft der Fall ist. Ich war eine ziemlich lange Zeit ihre Gassigängerin, bis sie sich das erste Mal im Zwinger an mich schmiegte und dann auch bitte gleich auf den Schoß wollte. Kontaktliegen fand sie auf dem Boden mal ganz schön, aber bitte nicht zu lange, kraulen dagegen war super. Allerdings habe ich sie immer kommen lassen und auch nicht geholt, wenn sie nicht kam, weil ich bei ihr sehr darauf geachtet habe, ihre Grenzen zu respektieren, um ihr die Sicherheit zu geben, die sie als Angsthündin nun einmal brauchte.
Sunti, meine Pflegehündin, Kangal, findet Körperkontakt erst mal eher überflüssig, was zum einen an ihrer Rasse, zum anderen an ihren schlechten Erfahrungen liegt. Weil es nun mal meine Aufgabe ist, an ihrem Trauma und ihrer Angst zu arbeiten, musste ich mit ihr auch Körperkontakt üben. Erst hab ich ihr beim Füttern aus der Hand mal mit dem Finger über die Schnute gestrichen, dann haben wir TTouch gelernt (ich das Ausführen, sie das Dulden), sie lernte, dass ich einen Ohrentick habe, ich durfte dann irgendwann auch an ihre Ohren, meine Finger im Winter in ihrem Kragen wärmen, bürsten... Seit einem Jahr mache ich gezielt Körpertraining mit ihr, ausstreichen, Pfote in die Hand nehmen etc., und das hat ihr sehr geholfen mit ihren Ängsten. Ich KÖNNTE mit diesem Hund alles machen, aber halt nur deswegen, weil sie weiß, dass ich es nicht tue, wenn es nicht dringend nötig ist. Seit etwa einem Jahr merke ich, dass sie einige Berührungen (Öhrchen pulen z.B.) sehr gern hat, auch wenn sie sich scheut, das zu zeigen. Manchmal geht es aber auch mit ihr durch und sie drückt sich richtig an meine Finger.

Spooks hat auch eine Weile gebraucht, bis er sein Maß gefunden hatte. Wir sind ein echt gutes Team, aber erst seit einem halben Jahr kommt er Kontaktliegen (da war er etwa vier Monate bei mir). Auch ihn hab ich gelassen, er ist nicht so der Dauerkuschler, sondern kommt ab und zu an, dann möchte er schmusen, und nachts schleicht er sich ab und zu auf mein Bett und macht mich wach, indem er seine spitzen Knochen auf mir parkt.
Meiner Meinung nach muss man die Hunde einfach lassen, es sei denn, sie wurden wirklich traumatisiert und müssen erst lernen, dass Berührungen was Schönes sein können. Wissen sie das, würde ich an ihrer Grundeinstellung zum Thema Kuscheln nichts ändern, das hat ja auch was mit ihrer Persönlichkeit zu tun. Ausnahme ist für mich allerdings immer das medizinisch Notwendige: Wenn es sein MUSS, muss der Hund da durch. Aber nicht einfach so. Gut, ich bin auch nicht so der Kuschler (mit Menschen; mit Tieren kuschle ich gern und ausgiebig), daher kann ich es nachvollziehen, wenn Mensch/Tier nicht angegrabbelt werden mag. Ist allerdings nur meine persönliche Einstellung dazu. Zuneigung kann man auch anders zeigen, das hab ich bei der Arbeit mit Sunti lernen dürfen.
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Cafedelmar: Natürlich läuft der Weg da über den anderen Hund, allerdings nehme ich diesen quasi als "Hilfsmittel", indem ich geeignete Hunde aussuche, den betreffenden Hund von anderen, nicht geeigneten Hunden fernhalte und ihm vorher schon Hilfen beibringe, auf die ich dann zurückgreifen kann: Kommandos wie "langsam" oder "Bogen" haben sich hier als hilfreich erwiesen. Wenn die sitzen, kann ich da lenken.
Es gibt auch noch andere Beispiele, wo ich als Mensch dem Hund Strategien an die Hand (Pfote) geben kann, für ihn schwierige Situationen konfliktfrei zu lösen. -
Zitat
Wo steht das? Genau das mache ich mit Anton

Seh ich genauso wie Mücke. Wenn man das nicht umerziehen könnte, hätten meine Pfleglinge z.T. ein großes Problem. Selbst mein Spuk musste lernen, wie man sich anderen Hunden angemessen nähert: Er lief zügig und schnurgerade auf sie zu. Definitiv schlechtes innerartliches Verhalten, weil unhöflich. Wir haben das trainiert, auch mit Hilfe von großen, souveränen Hunden, die ihm dafür ne Ansage gegeben haben. Und siehe da: Man kann einen Bogen laufen. Das nur als kleines Beispiel.
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Stimmt, Seine Nacktheit hat ja nicht mal genug Zähne für nen bööööööösen Dobermann. :greatgrin:
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Zitat
seid heut hab ich n dobermann yeah

Schlag ein, Schwester! Dobermann hab ich schätzungsweise einmal die Woche.

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Baumwollleinen kommen mir nicht ins Haus; ich hatte mal einen Führstrick für Pferde als Leinenersatz, nie wieder! Darin blieb im Wald so viel Zeug hängen, dass ich sie nach jedem Spaziergang rupfen konnte.

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Ich bin Single. Daher dürfte sich eine potentielle Partnerin dann erst mal mit dem Hund arrangieren. Der war nämlich zuerst da und sie wüsst somit, worauf sie sich einließe. :devil2: