Beiträge von Sunti

    Spooky ist da zum Glück echt problemlos, wir sind vor zwei Wochen umgezogen und er muss sich nur noch an die Geräusche gewöhnen, wenn der Nachbar kommt, geht oder Besuch bekommt. Da wird einmal kurz gewufft.

    Er kennt das aber vom ersten Tag bei mir, dass er mal in einem anderen Raum bleiben muss; immerhin ist er hier Bürohund und hat während der effektiven Kurszeiten sein eigenes Zimmer. Dort liegt eine Decke, ich stelle noch einen Wassernapf rein und geb ihm sein Hirschgeweistück. Wenn diese Dinge da sind, ist es sein Zimmer, egal, wo wir uns befinden. Kommt mir gut gelegen, wenn ich mit ihm verreise: Seine Decke, sein Geweih, sein Zimmer. :D
    Vielleicht kannst du mit deinem Kleinen etwas Ähnliches einführen? Noch wär ja etwas Zeit, um ihn dran zu gewöhnen. Wie das bei einem Hund läuft, der beim Alleinbleiben problematisch ist, kann ich schwer einschätzen, aber uns hilft das "das ist dein Zimmer" - Ritual sehr. Er bleibt auch problemlos allein, wenn ich mal kurz das Gebäude verlassen muss.

    Ich denke, mein erster Hund hätte so einen Test bestanden, Allerdings mit einem schweren seelischen Schaden. Der Collie war ein absolut wesensfester Hund, der sich von allen alles hat gefallen lassen; dann schielte er zu mir, so nach dem Motto: Mach das weg! Er wurde sogar schon mit einem Stock bedroht und hat kein noch so kleines Zeichen von Aggressionen gezeigt; klar, in seinem Vorleben war er ja auch geschlagen worden und war derartige Gesten somit gewohnt. :verzweifelt:
    Einzig bei der Bedrohung von Frauchen hätte er evtl. reagiert, denn das konnte er gut: In für mich gefährlichen Situationen war er präsent. Nicht ein noch so leises Knurren, aber an seiner Haltung konnte man es sehr gut sehen.

    Senta? Nie im Leben. Sie war eine Ex-Straßenhündin, eine Angsthündin, die, in die Ecke gedrängt, nach vorn ging. Ansonsten ist sie ausgewichen, erstarrt, hat unter sich gemacht. Solch einem Hund würde ich einen derartigen Test niemals zumuten, sie wäre seelisch zusammengebrochen und all die Vertrauensarbeit, die wir gemeinsam gemacht haben, wäre mit einem Schlag für die Katz gewesen.

    Spooks? Wie schon gesagt, nee. Ich mach mir da keine Illusionen, ein grundunsicherer Hund mit einer ordentlichen Portion Schutztrieb IST eine nicht immer ganz einfache Mischung. Ich kann ihn händeln, andere Menschen, die er kennt, können das zur Not auch. Aber ganz auf sich allein gestellt, da würde er, könnte er nicht weg, nach vorn gehen.
    Drohendes Fixieren hatten wir schon mal, im Zug. Hund an kurzer Leine, auf der anderen Seite des Gangs meinte ein Kerl (der vorher am Bahnsteig versucht hatte, den Inhalt meiner Geldbörse zu erspähen und durch Spookys Reaktion - er hatte angezeigt, dass wer hinter mich tritt - dran gehindert worden war und nun offenbar auf Stunk aus war), den Hund bedrohlich anstarren zu müssen. Körperhaltung Marke "aufs Maul!". In der Situation habe ich Spuk auf mich fixiert, abgelenkt, mich dazwischen gestellt, und gut war. Wäre ich nicht da gewesen und der Kerl wär näher gekommen... Ich kann mir vorstellen, wie das ausgegangen wäre. Beißen würde der Spinner eher nicht, aber drohend und bellend anspringen wäre nicht unwahrscheinlich.

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    Wenn Du die Tabletten, die Du selbst neben musst, ins Regal mit den Hunde-Medis stellst, weil Du die eigenen regelmäßig vergessen würdest, aber die der Hunde NIE. :lol:

    LG, Chris

    Du bist nicht allein: Genau so hab ich mir frisch nach dem Piercen gemerkt, dass ich mein Ohr täglich desinfizieren musste. Hund bekam zu der Zeit gerade das erste Mal cdVet gegen Zecken. Das muss einmal täglich ans Ohr für drei Wochen. Nun, es gab einige Tage, an denen ich erst Spookys Ohren gemacht habe, wobei mir siedend heiß einfiel, dass meins ja auch noch dran ist. :headbash:

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    Ja, die haben eine Wirkung ähnlich wohl wie Drogen..... 8O

    Es gibt z.B. von Rinti doch so gute snacks - Reinfleisch, kleine Sticks, mit oder ohne Gemüse, ohne jedes Getreide, und die Hunde fahren auch drauf ab. Total.

    Warum denn nicht sowas nehmen anstatt Frolic?

    Ich hab dir einen Teil der Antwort schon mal fett markiert. :D
    Die "garantiert drauf abfahren"- Eigenschaft von Frolic ist bei Tierheimhunden schon mal ein absolutes Plus. Den jeweiligen Hund kenn ich nicht lang genug, um seine kulinarischen Vorlieben zu erforschen, und beim Training draußen ist es schon günstig, wenn ich ein Leckerchen habe, für das der Hund so gut wie alles tun würde - grade bei Hunden, die die Kooperation mit Menschen erst lernen müssen, ist das extrem hilfreich.

    Dazu kommt noch, dass Frolic, wie schon geschrieben wurde, wesentlich günstiger ist als die von dir gepriesenen Rinti-Snacks. Die würde ich auch meinem eigenen Hund nicht füttern, weil ich sie ziemlich überteuert finde. Geschweige denn, dass ich es mir leisten könnte, sie in den Mengen zu kaufen, die ich z.T. beim Training den Tierheimhunden gebe.
    Geschirrtraining und Körperarbeit bei meiner Angst-Pflegehündin funktioniert am besten unterstützt durch einen regelmäßigen Strom an Keksen, denn wenn sie frisst, hat sie was anderes zu tun, als sich auf ihre Angst zu konzentrieren. Der kleine Kerl, der draußen derartig überreizt ist, dass er beim Anblick von allem buchstäblich in die Luft geht, lernt gerade, dass ich als Kooperationspartnerin doch nicht so übel bin, wir fangen mit Leckerlisuchen an. Was da im Lauf eines Spaziergangs im Hund verschwindet, würde mein Budget locker übersteigen, wenn ich da Rinti oder andere hochpreisige Leckereien füttern würde. Und sind wir mal ehrlich: Ne halbe Fleischwurst hätte vielleicht den gleichen Effekt, ist ebenso ungesund und neigt dazu, meine Finger schmierig, eklig und stinkig werden zu lassen.

    Wo hier grade das Preis-Leistungsverhältnis angesprochen wurde: Ja, als Leckerchen stimmt das definitiv. Gerade bei der Menge, die ich bei einigen Neuankömmlingen im Tierheimtraining so reinstopfen muss...
    Für Unterwegs hatte ich jetzt noch nicht ausprobiert, werde das aber bestimmt mal machen. Aber erst, wenn der momentane Pflegling gelernt hat, die Leckerchen ohne meine Hand zu fressen. :hust:

    Wir haben uns gestern offiziell in der neuen Stadt angemeldet und nun ist Spooks ein Collie-Howerward-Mix. :headbash: Die Dame wollt mich nicht buchstabieren lassen - und schwarz-braun ist er auch, weil sie von seinem Farbschlag nie gehört hat und die Leute im Bauhof, wo die Fundhunde landen, "bestimmt auch nicht wissen, was schwarz-marken für ne Farbe ist". Okay, Memo an mich: Hund nie verlieren. Die geben mir nen gefleckten Pudelmix zurück.
    Muss ich erwähnen, dass die Frau selbst nur ne Katze hat? :roll:

    Kong Chewie Bone XL (kostet sonst rund 13€, ich hab heute 6,50 bezahlt, weil der Fressnapf sie grade irgendwie rausschmeißt), schwimmenden Dummy für 2,50 (sonst auch doppelt so teuer) und für 60ct ein paar Leckerchen von der Snackbar, um sie in den Kong Bone zu stecken. Das war mal ein Superschnäppchen, freu mich schon, den Dummy bzw. den Hund im Wasser zu testen.

    Ich verwende es sehr gern für die Tierheimhunde, denn es ist nicht zu teuer, bisher kannte ich noch keinen, der es nicht geliebt hat, und man kann es super portionieren und hat hinterher keine Riesensauerei an den Fingern wie bei Wurst (für mich als Vegetarierin noch fieser als jegliche Hundefutterreste) oder Käse. Wurst kriege ich ja nicht leer, die muss ich dann gezielt an meinen Spinner verfüttern, wenn ich im Tierheim nicht alles verbraucht habe. Außerdem eignet es sich toll, wenn man neuen Trainingshunden den Gebrauch der Nase zum Futtersuchen verdeutlichen möchte.
    Als Hauptfuttermittel? Niemals. Aber zum Training? Jederzeit.