Beiträge von Sunti

    Selbst hatte ich noch nie Katzen und ich habe ehrlich gesagt auch nicht das Bedürfnis, welche zu haben, aber vor Jahren musste ich öfter mal über mehrere Tage bis zu ner Woche den Kater einer Freundin in meiner Wohnung hüten. Kater meinte dann, es wäre chic, meinen Hamster zu stalken, die Aloe Vera zu fressen, Tapeten runterzuholen und jeden Menschen, der die Bude betrat, mit Krallen und Zähnen anzufallen. Bei der Freundin durfte er das alles, sie hat es so hingenommen (und ihn später einfach abgegeben, sobald sie einen Freund hatte, der allergisch war), daher durfte Katerlein auch nicht mit zu ihrer Mutter kommen und wurde bei mir geparkt. Ziemlich schnell hab ich ihm abgewöhnt, meine wohnungseigene Flora und Fauna zu belästigen und die Einrichtung zu verunstalten. Doch, er war später echt gut erzogen und benahm sich bei mir zu Hause manierlich - beim Frauchen dagegen weiterhin wie ne offene Hose. Nicht mein Problem, ich wollte meine Ruhe, ich hatte meine Ruhe, und Katerchen und ich kamen wunderbar miteinander aus.

    Gott sei Dank, es gibt hier noch andere Bücherwürmer, die keinen eReader wollen und Bücher nicht wegschmeißen. Der Geruch, das Rascheln, und vor allem: Wie soll ich mit einem eReader bitteschön meine heilige Lesezeichensammlung ordentlich würdigen?

    Von der Buchhändlerin war ich wirklich entsetzt, ich weiß schon, wieso ich in dem Laden nur die Grabbeltischsachen kaufe und für "normale" Bücherkäufe in die Traditionsbuchhandlung gehe. Da werde ich verstanden. :ops:

    Hier bei uns gibt es jetzt so eine Büchertelefonzelle, aus der ich schon diverse Schätzchen rausgeholt habe und in der auch das eine oder andere Buch von mir gelandet ist. So was finde ich wiederum toll, denn da weiß ich, dass meine gelesenen Bücher geliebt und gelesen werden. Einmal, als wir die Zelle noch nicht hatten, habe ich mal ein Buch in der NWB Richtung Bremen ausgesetzt - ich hoffe, es hat ein tolles Zuhause gefunden.

    Gestern Mittag bin ich mal wieder den Verlockungen des Büchergrabbeltisches erlegen. Beim Bezahlen meinte ich dann zur Verkäuferin, dass ich da demnächst meinen überlasteten Regalen zuliebe mit Scheuklappen vorbeigehen müsse. Ihre Antwort hat mich einigermaßen sprachlos gemacht: "Für den Preis können Sie es doch lesen und dann wegschmeißen!"
    Eine Buchhändlerin, die mir rät, Bücher wegzuschmeißen, also irgendwie blutet mir da das Herz ein wenig.


    Unterhaltung mit einer älteren Dame im Zug, die mitbekommen hatte, wie mich die Schaffnerin fragte, wo mein Hund sei. Er war halt zu Hause, weil ich Lebensmittel einkaufen wollte. Die Dame fragte mich dann, ob ich denn jemanden gefunden hätte, der den Hund betreut, während ich weg bin. Als ich antwortete, dass der Spuk wunderbar allein zu Hause bleiben kann, während ich unterwegs bin, erwiderte sie geschockt: "Aber macht der nicht alles kaputt?"

    Gleich zwei Sätze in einer Minute, neuer Rekord. :D

    Spooks und ich gehen (mit Leine) die Straße entlang, als auf einmal der größenwahnsinnige JRT des übernächsten Nachbarn aus der Einfahrt schießt und sich zähnefletschend auf Spooky stürzen möchte. Dieser knurrt zurück, hätte dem Kleinen gern mal erklärt, dass seine Eier nicht so groß wie Tennisbälle sind. Nachbar pfeift den Hund zurück, sagt zu mir: "Musst ihn mal loslassen, damit er einmal richtig attackieren kann." Ja, klar, 30kg Hovimix gegen nen JRT, wie das ausgeht, kann ich mir gut vorstellen. :dead:

    Dann haut sein kleiner Sohn noch raus: "Ich glaube, das sind keine Freunde!" Bingo, gut erkannt.

    Natürlich sollte kein Hund im Tierheim versauern müssen.
    Nur, wenn hier phänotypisch ein Listenhund zu vermuten ist (und mir persönlich wäre dieser Hund mit seiner Optik gerade in Bayern zu heikel, wenn er kein Rassegutachten hat), dann vermuten das auch Nachbarn, Polizisten oder die netten Leute vom Ordnungsamt, die man irgendwann mal zufällig auf der Straße trifft. Kann man dann nicht das Gegenteil beweisen (eben durch ein Gutachten), wird mit Sicherheit eines in Auftrag gegeben werden, und wenn auch der Gutachter einen Listenhund in den Ahnen vermutet, ist der Hund weg. In Bayern, weil er nicht gehalten werden darf, in NRW, weil die Zuverlässigkeit fehlt - immerhin hat man ihn nicht als Listenhund angemeldet. Ergebnis: Hund sitzt wieder im Tierheim. Da finde ich es von TH-Seite einfach besser, mit offenen Karten zu spielen und zu sagen, okay, er hat diese Optik, das könnte Probleme geben, lassen wir gleich ein Gutachten erstellen. Kommt dabei dann Listenanteil raus, ist der zukünftige Halter auf der sicheren Seite und weiß, worauf er sich einlässt.

    Klar ist die Liste Mist, aber wir hatten hier im Forum ja gerade erst einen Fall, wo der Hund beschlagnahmt wurde, weil aufgrund seiner Optik Liste 1 vermutet wurde und die nötige Zuverlässigkeit abgesprochen wurde, weil er nicht als solcher angemeldet worden war.
    Solange die Typisierung ausschließlich aufgrund der Optik durchgeführt wird (vielfach gelesen), muss man eben mit einem Hund vom entsprechenden Aussehen doppelt vorsichtig sein.

    Hummel, ich sammel auch nicht exzessiv, aber da ich durch die Arbeit im Tierheim einen gewissen Verschleiß habe und deshalb nicht meine emotional beladenen oder besonders guten Leinen dorthin mitnehme, sind es auch bei mir etliche Leinen mehr, als ich Hunde habe. :D
    Dann halt noch ne Ersatzleine, wenn eine kaputt geht (Schäfers hören ja auf, da bekäme ich ja dann keinen Ersatz mehr), eine Retrieverleine, die ich nie nutze, sondern immer in der Tasche habe für den Fall, dass ich mal nen Hund finde (ist mir erst neulich passiert), meine üblichen Leinen (zwei Retrieverleinen, Tauwerkleine, verstellbare Lederleine, bald 2m Fettlederleine (YAY!!), kurze Tauwerkleine, und schon kommt n guter Haufen zusammen. Aber nutzen tu ich sie irgendwie alle.