Beiträge von Sunti

    ... wenn du selbst beim Warten auf den Schienenersatzbus noch eine andere, ebenfalls total geschädigte, Hundehalterin triffst. Wir haben dann Storys über unsere Hunde ausgetauscht, sie hat den Spinner geknuddelt und mir Fotos ihrer Hündin gezeigt, im Bus hat sie sich schön so hingesetzt, dass der Fahrer den auf dem Sitz geparkten Spooks nicht sehen konnte. Hach, war ne lustige Fahrt.

    Wenn mein Spinner mal loslegt (gibt so bestimmte Hundetypen, da vergisst er sich :hust: ), dann fühl ich mich nur durch Menschen provoziert, die stehen bleiben, ihren Hund glotzen lassen oder mir blöde Sprüche drücken. Alles andere ist mir dermaßen egal.

    Im anderen Fall, andere Hunde pöbeln rum und Spuk spielt den Streber, lob ich ihn auch überschwänglich, weil ich ihm ja zeigen muss, dass Ruhigbleiben, während man angeschrien wird, sich immer und überall und total lohnt.

    ... wenn du während der 15minütigen Busfahrt im Schienenersatzbus deinen knapp 30kg schweren Hund auf dem Schoß hast, weil er bei der doch ziemlich rasanten Fahrweise der Busfahrer sonst kreuz und quer über den Boden gekugelt wäre. Morgen nehm ich ne Decke mit und er kommt auf den Sitz!

    Würd ich ja sonst nicht machen, aber bis Mittwoch müssen wir diese Busse noch ertragen, und so wie die Kerle fahren, bin ich froh, dass ich selbst nicht vom Sitz gefallen bin. Außerdem sind die Busse nicht so konzipiert, dass man irgendwo einen Hund sicher hinlegen könnte.

    Für mich kann ich das ganz einfach beantworten:

    1. hatte ich, als es für mich langsam akut wurde, eine Angsthündin, die ich nicht in jede der geforderten Situationen geschmissen hätte.
    2. verlangen hier die zertifizierten Hundeschulen z.T. Gehorsamselemente, die der BH gleich kommen. Dies ist in der gesetzlichen Vorgabe nicht so vorgesehen, denn laut dieser muss auch ein Hund bestehen können, der kein einziges Kommando beherrscht oder der Artgenossen fressen möchte - solange ich ihn sicher führen kann. In den hier am Ort zertifzierten Hundeschulen wird das außer Acht gelassen, Gehorsam ist bei denen Voraussetzung. Da wären eben die in Punkt 1 genannten unschönen Situationen entstanden.
    3. wäre es für mich eine unnötige Ausgabe gewesen. Ich trainiere seit etlichen Jahren ehrenamtlich Tierheimhunde, habe also durchaus Ahnung, was ich tue. Nur beim eigenen Hund fehlten mir sechs Monate zur Befreiung. Und das Geld, das ich sparen konnte (meine Tätigkeit im Tierheim wurde anerkannt, somit bin ich sachkundig), hab ich viel sinnvoller für Leckerchen und Zubehör für meinen eigenen und die Tierheimhunde ausgegeben. ;)

    Gerade wenn dein Beagle bisher nicht viel kennen gelernt hat, kann es dauern, bis er sich auf ein Spiel einlässt. Meine Straßenhündin war auch sehr lange überhaupt nicht fürs spielen zu begeistern, andere Hunde machten ihr Angst und mit mir spielen, auf den Gedanken wäre sie überhaupt nicht gekommen. Nach und nach taute sie auf, wurde mutiger, verknallte sich in einen Rüden und lernte mit ihm, wie Spielen unter Hunden gehen kann. Bis zu ihrem Tod hat sie nur mit ausgewählten Hunden gespielt, aber das dann sehr ausgiebig und begeistert. Es kann also sein, dass euer Beagle irgendwann Spielfreunde findet, aber der Labbi nicht dazu gehört. Ist ja auch nicht schlimm, wenn sich die zwei sonst gut verstehen.

    Zum Spielen mit dir: Mach Such- und Nasenspiele, das kommt einem Beagle sehr entgegen. Versteck Leckerchen im hohen Gras und schick ihn schnüffeln. Später kannst du auch einen gefüllten Futterbeutel verstecken und das Beagletier suchen lassen. Vielleicht lernt er so, dass sich die Kooperation mit dir lohnt, egal, was ihr gerade macht. Und wenn ihr Glück habt, kommt er irgendwann auch ganz aus sich heraus und spielt ausgelassen mit euch.

    Einer meiner rührendsten Momente mit Senta war der, als sie sich ihren harten Kausnack geschnappt hat und mit dem durch den Garten meiner Eltern gehüpft ist, so richtig ausgelassen und fröhlich, wild wie ein Jungspund, und mich dann mit dem Ding zum Spielen aufgefordert hat. Wir haben danach öfter mit ihrem Kausnack gespielt, bevor sie ihn fressen wollte, und eigentlich haben wir immer "hündisch" gespielt, ich habe also ihre Körpersprache angenommen und wiedergegeben. Das hat ihr viel Spaß gemacht und damit konnte sie auch was anfangen. Menschlich spielen war ihr fremd. Allerdings war sei eine tolle Leckerlisuchhündin.

    Geduld ist das Zauberwort, und jede Menge Kreativität und gegenseitiger Respekt. ;)

    Ich bin schon länger dafür, dass Fahrräder Nummernschilder haben sollten. Dann könnten sich diese Rambos nämlich nicht mehr so aufführen, Nummer notieren und anzeigen, wie beim Auto auch.

    Mir ist neulich auch so ein Ding passiert, auf einem ca. 1,5m breiten Weg, rechts hohe Büsche, links Zaun und Feld. Ich war mit dem angeleinten Spuk (hinter den Büschen befindet sich nämlich die Bundesstraße) dort unterwegs, auf dem Weg zum Tierhof. Auf einmal sagte es nur "wussssssssssssssssssccccccccccccccchhhhhhhhhhhhhhhh", ich spürte einen Luftzug, und schon war das Rennrad vorbei. Spuk hat sich zum Glück nur etwas erschreckt, er lief übrigens auf der dem Radfahrer zugewandten Seite, bei einem Schreckhoppser hätte dieser gelegen.

    Problem hierbei: Dieses Wegstück gehe ich auch öfter mit der blonden Katastrophe, meinem Pflegehund, und dieser hat gerade erst gelernt bzw. ist noch dabei, zu lernen, dass man beim Anblick von Radfahrern nicht komplett ausrasten muss, inklusive in der Leine stehen und schreibellen. Das ist übrigens nicht ausschließlich für Radler reserviert, das kann er auch bei entgegenkommenden Fußgängern. Er hatte halt ne schwere Kindheit und holt erst jetzt einiges auf.
    Wenn sich jemand vorher ankündigt, nehm ich ihn sehr kurz, geh auch durchaus mal ins Gebüsch rein und setz ihn hin, dann sagt er meistens schon gar nichts mehr. Den von neulich hätte er allerdings in der Millisekunde vom Rad geholt, in der er auf unserer Höhe war. Und in dem Fall wäre der Radler auch noch total selbst schuld gewesen. Es gibt ja inzwischen entsprechende Urteile bzgl. Jogger- und Radfahrerverhalten im Beisein von Hunden. :roll:

    ... wenn du eine Tortenplatte mit Haube und Henkel suchst, um die geplante Torte zum Bestimmungsort zu transportieren, und dir denkst: "Ich muss noch ne Tortentransportbox kaufen!"

    Deine Rennmäuse sind hundegeschädigt, wenn sie im Tiefschlaf mit den Pfötchen und der Schnute zucken wie dein Hund, wenn er träumt. :fondof: