Beiträge von Sunti

    Hamburg und Bayern, also München, verbieten die Haltung der Hunde aus Kat. 1 komplett. Kein Wunder also, dass die im TH sitzen: im eigenen BL dürfen sie auch nicht vermittelt werden. Nach Vorfall, auch kein Wunder. Beißt in Bayern der Labrador, wird er nicht eingezogen. Beißt ein Staffmix, geht es ab ins TH, denn nach Beißvorfall wird seine illegale Haltung auffliegen und er definitiv eingezogen. Maulkorb, klar, gelten dort als gefährliche Hunde, daher dann auch erfahrene Halter. Keine Kinder und keine Tiere fordern viele TH auch für andere Hunde - aus Vorsicht. In den beiden TH, die du nennst, wundert es mich also nicht.

    Die Ursache kann durchaus darin liegen, dass Hunde gern mit Beute- und Hetzspielchen "bespaßt", d.h. hochgepusht, werden und somit gern und schnell hochfahren. An der Leine wäre das nicht passiert. Der Halter hat versagt. Aber das heißt ja nicht, dass der Hund nicht sicher geführt werden könnte von jemandem, der nicht versagt.

    Ja, mein Nachttisch mit den zahlreichen Kabeln war auch ne ganze Weile eingeknastet, damit eine gewisse Langnase nicht Elektriker spielen konnte. Das Arbeitszimmer (viele Bücher und Ordner auf engstem Raum, also echt spannend für nen wissbegierigen Hundeteenie) ist heute noch in meiner Abwesenheit geschlossen, weil der Herr alles brauchen kann. Die Idee, den Hund erst mal auf einen Raum zu begrenzen, finde ich super, und wenn du im Arbeitszimmer nicht alles hochstellen magst, besorg dir einige Gitter und sperr die Regale oder den Schreibtisch mit den Kabeln ein. Sieht gewöhnungsbedürftig aus, ist aber entspannter.

    hasilein75 Das klingt mir doch sehr nach HHF, oder? Dass man DIE nicht ernst nehmen darf, ist hinlänglich bekannt, finde ich. Wenn man sich deren Umgang anguckt, gehören da ganz andere Maßnahmen ergriffen und ich meine nicht bzgl. der Hunde...

    Fakt ist doch, dass jeder Hundetyp, der auf besondere Härte selektiert wird, seien es Terrier, andere Jagdhunde, bestimmte Gebrauchshunde, ein Potential zur Eskalation mitbringen, das in falschen Händen gefährlich sein kann. Raubwildschärfe heißt ja nicht, loslassen, wenn's weh tut. Ebenso wenig wird der Dienstmali loslassen, wenn der Verdächtige ihn haut. Der Kampf ist halt Teil vom Job und damit muss man eben umgehen. Deshalb ja, etliche Hunde haben das Potential, so zu handeln, aber von den allermeisten geht keine Gefahr aus, weil ihre Halter eben erziehen, trainieren und im Zweifel eben ne Leine dran lassen.

    Ganz anderes Beispiel: Hätte Spuk früher Hasen und Kaninchen gepackt, wenn ihm eins vor die Füße gelaufen wäre? Mit Sicherheit. Hat er? Nö, weil die Leine dran war, sobald es die Situation erforderte. Hätt ich den einfach zu den Kaninchen meiner Freundin ins Gehege gepackt, wären wir wohl keine Freunde mehr. Könnte ich Picard ohne Vorbereitung ins Kaninchengehege stecken und alles wär flauschig? Jederzeit. Deshalb ist aber der eine nicht gefährlicher als der andere. Und der JRT, der so irre war, dass sein Herrchen ihm bei jeder Hundebegegnung einen dicken Knüppel vor die Nase gehalten hat, in den der Hund sich verbiss und vorbeitragen ließ, der hätte höchstwahrscheinlich ein vorbeikommendes Reh auch nicht mehr losgelassen. Deshalb alle JRT weg? Eher nicht so.

    Der Vorsteherspruch soll mich doch nur provozieren. ...

    Wie viele Beissvorfälle gibt's denn da so prozentual im Vergleich

    Und NATÜRLICH bin ich bei dem Thema emotionaler als andere, weil ich erlebt habe, wozu diese Hunde in der Lage sind

    Wieso sollte ich dich provozieren wollen? Das Potential, wehrhaftes Getier zu töten, liegt halt in den Terriern und den raubwildscharfen Vorstehern gleichermaßen. Du erwähnst doch selber, dass Moro raubwildscharf ist, zuletzt im Katzenthread. Dass er unter Kontrolle ist, liegt ja eher an deiner umsichtigen Ausbildung und Führung. Dasselbe gilt dann aber auch für Staff-Typen. Ich hab mit etlichen gearbeitet und das sind tolle Hunde, wenn man sie vernünftig führt.

    Hier im Umfeld leben leider viele große Vorsteher, mit denen es Stress gibt. Einmal der Weimaraner, der sich gerade selber bespaßt, indem er Hasenhausen aufmischt, anfängt, rennende Kinder zu jagen, fremde Menschen stellt und andere Rüden eliminieren will. Raubwildscharf, mannscharf, unkontrolliert. Mehrere Drahthaare und Münsterländer, die unkontrolliert wildern, z.T. auch auf Artgenossen gehen, es passiert aber nix, weil sie in Jägerhand sind. Spuk wurde einmal von einem DK in Privathand übel gelocht, dieser Hund hat mehrere Beißvorfälle auf dem Kerbholz, passiert ist nix, weil der Halter sich regelmäßig per Rad entfernen konnte. Angriff einer DD-Hündin einmal auf Senta, später auf Spuk, passierte nix, gehörte halt nem Jäger.

    Münsterländer und DD, die auf Jagd ums Haus meiner Freundin rumrennen und versuchen, die Kaninchen aus den Gehegen zu zerren, die Jäger kriegen sie dabei nicht unter Kontrolle...

    Mag daran liegen, dass ich sehr ländlich lebe, dass wir hier mehr Stress mit den Jagdhunden haben als mit Staffartigen, aber vom Potential her sind sie halt durchaus ebenbürtig.