Beiträge von Sunti

    In der Küche auf dem Hundebett. Aber nicht, weil ich das so wollte, von mir aus hätte sie auch im Schlafzimmer im zweiten Hundebett oder auch gern im Bett nächtigen dürfen - aber für Madame ist das zu viel Nähe auf einmal. Kann ich auch verstehen, von der Straße übers Tierheim ins Bett ist ein zu großer Sprung. Aber sie kommt abends gern mal zum Kuscheln mit aufs Bett oder legt sich ins zweite Hundebett. Lieber hätte ich sie ja im Bett, denn ich schlaf bei offenem Fenster und frier im Winter trotz zweiter Decke gern mal. Da käme mir so ein atmendes Heizkissen gerade recht. Aber jeder, wie er will, ich zwinge keinem seinen Schlafplatz auf. :ops:

    Zitat

    ...wenn du mit deiner lärmenden Kindergruppe (Grundschulalter) draußen spielst und ein älterer Mann, der mit seiner Enkelin vorbeikommt das Kind beim Passieren der Gruppe mit Spielzeug ablenkt... und du nur denkst "Aha, ein Leinenpöbler!" :headbash:

    Spiegelchen, freut mich, dass wir dich auch erwischt haben. Willkommen auf der dunklen Seite. Keks? :cookie:

    Meine Ex-Straßenköterin hatte zu Anfang panische Angst vor allen Menschen. Mich hat sie da aus irgend einem Grund ausgenommen, und wenn wir vom Tierheim aus in den Wäldern unterwegs waren und ein Mensch am Horizont auftauchte, lag Senta schon mal gern zitternd im Graben. Dann hab ich sie in die Arme genommen und ruhig gestreichelt, und es wurde besser. Ich höre bei so was sowieso immer eher auf mein Bauchgefühl als auf Dinge, die mir andere gesagt haben oder die angeblich erwiesen sind, denn schließlich ist jedes Tier anders, und so muss man sich herantasten und dem Tier individuell das geben, was es in der jeweiligen Situation braucht. Inzwischen sucht Senta von sich aus Schutz bei mir, ohne dass ich sie dazu auffordern muss, und deshalb wird sie dann auch berührt, gestreichelt, beruhigt.

    Du merkst, dass deine Umgebung hundegeschädigt ist, wenn du in die Bahn steigst, dich mit der netten Schaffnerin übers Wetter, Viren und Dienstpläne unterhältst, die dann auf einmal auf den leeren Platz neben deinem Bein zeigt und fragt: "Hat sie heute frei?"
    Du selbst bist dann aber auch wieder hundegeschädigt, wenn dich das gar nicht irritiert, sondern du schön brav den Wochenplan deines Hundes herunterbetest und der hundegeschädigten Schaffnerin versprichst, dass sie ihren bepelzten Liebling morgen wieder sehen darf.

    Yep, hatte ich. Der Pieps sitzt jetzt in einem groooooooooßen Käfig bei der Leiterin der Hundepension/früher Tierheim, wo ich zweimal die Woche ehrenamtlich mit den verbliebenen TH-Hunden arbeite. Die hat die Location und das Know-How, ich hab von Piepmätzen so viel Ahnung wie von Astrophysik - nämlich null. Wenn er sich nicht erkältet hat und ihn keiner vermisst, wird er im Frühjahr in eine Voliere "ausgewildert". Aber blöd kam ich mir schon vor bei der Jagerei. :headbash:

    Ich habe da unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
    Mein früherer Hund war ein reinrassiger Collie, und überall war er gern gesehen, weil er einfach ein toller Hund war. Jeder wollte ihn knuddeln, jeder durfte das auch, denn er fand's super. Es wurden keine blöden Sprüche gemacht, keine Beleidigungen ausgesprochen, der Hund war ja quasi öffentliches Eigentum, ein wandelnder Streichelzoo.
    Mit Senta habe ich die gegenteilige Erfahrung gemacht: Sie ist schwarz, sie ist ein Angsthund und sie möchte nicht von Fremden angefasst oder von fremden Hunden belästigt werden. Also schütze ich sie, halte Menschen und Hunde freundlich, aber bestimmt, von ihr fern. Deshalb ist sie ein "aggressiver Sch**ßköter", der von der öffentlichen Straße gescheucht gehört, sie soll Maulkorb tragen, und im bevorzugten Auslaufgebiet unserer Kleinstadt wäre es den Leuten lieber, wenn nur nette, rundum verträgliche Flauschhunde rumliefen - das ist ein riesiges Waldgebiet, du kannst da stundenlang rumwandern - aber bitte nur mit Flauschhunden. :/
    Zum Glück gibt es hier eine Menge Menschen, die mich schon vor Sentas Einzug kannten und schätzten, deshalb haben wir grundsätzlich keine Probleme im Alltag - Maulkorbpflicht in der Bahn, nicht für meinen Hund (O-Ton Schaffnerinnen: "Dir trauen wir zu, dass du dafür sorgst, dass keiner belästigt oder gebissen wird."). Auch in Restaurants bisher noch nichts Negatives, aber in einem Kleiderladen wurden wir gebeten, bitte zu gehen, obwohl der nette Chihuahua eben noch dort fröhlich rumspazierte.
    Beide Hunde habe ich übrigens in der gleichen Stadt gehalten.

    Was ganz abgesehen von meiner persönlichen Erfahrung meiner Meinung nach aber gar nicht geht sind gesetzlich geforderte flächendeckende Leinenzwänge oder Maulkorbpflicht für bestimmte Hunde trotz bestandenem Wesenstest. Nicht nur finde ich das hochgradig lächerlich, sondern eben auch tierschutzwidrig. Und was mir als Besitzerin eines schwarzen, nicht kleinen Hundes gewaltig gegen den Strich geht: Wenn dein Hund durch seine bloße Anwesenheit jemanden erschreckt, kann dir das schon als Belästigung ausgelegt werden.

    Zum Thema "für verrückt halten": Ich bin Montagnacht ne halbe Stunde lang auf ner öffentlichen Straße und den benachbarten Anlagen rumgeturnt, um einen kleinen Kanarienvogel einzusammeln, der so ungern gefangen werden wollte. Glaub mir, ich halt dich nicht für verrückt. Finde die Aktion auch super, und ich hoffe so sehr, dass du deine Lady behalten kannst.

    Aber nicht lange, schätz ich mal? :D

    ... wenn dein anderthalbjähriges Kind die Namen sämtlicher Tierheim- und Pensionshunde auf deinem Hof auswendig kennt und sagen kann, aber die Namen der regelmäßigen menschlichen Besucher immer durcheinander wirft.
    Ist nicht mein Kind, aber eines, das ich kenne - und das meinen Namen noch immer nicht sagt, auch wenn ich zweimal in der Woche da bin - aber dafür jeden neuen Pensionshund am zweiten Tag namentlich anspricht.