Beiträge von Sunti

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    Ähm.... das geht ja überhaupt nicht? Die starten Scheinangriffe auf euren Hund?? :mute:
    Ich würde absolut ausrasten und rum brüllen, denke ich. :ops:

    Was sagt denn eure Polizei dazu?
    :dead2: Und wo wohnt ihr?

    Ich wohn in einer norddeutschen Kleinstadt. Und die Polizei weiß davon nichts, denn so was passiert immer da, wo weit und breit kein Polizist zu finden ist. Die Szene mit den Scheinangriffen ist im Zug passiert, nachdem ich gesehen hatte, die Bande hat Angst vorm Hund, und den Maulkorb draufgepackt hatte. Das hat man davon, sozial zu sein. Natürlich war auch weit und breit kein Schaffner zu sehen. Und rumbrüllen darf ich nicht, weil Senta dann meint, dass eine wirkliche Gefahr besteht. Das kommt bei einem Angsthund ganz und gar nicht gut. Ich hab denen dann nur gesagt, wenn ich so was noch einmal sehe, nehm ich den Maulkorb ab, dann dürfen sie das mit ihr diskutieren.

    Hier bei uns tun sie folgendes: Hund anbellen, Hund anschreien, Scheinangriffe auf den Hund starten (mit Luftschlägen und -tritten), rumpöbeln, mit Flaschen oder Taschentücherpackungen werfen. Und das nur, weil man es wagt, mit seinem angeleinten Hund z.B. am Bahnhof zu warten.

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    Heute wurde meine Kleine mal wieder von so'n paar halbstarken Nachwuchsprolls geärgert. Irgendwann hau ich einem von denen nochmal eine rein. Lunchen war früher mal so entspannt, ging unbeeindruckt an allen möglichen Menschen vorbei. Das ist vorbei. Türkische Jungs zwischen so 12 und 20 sind jetzt ein absolutes Feindbild, und ich frage mich immer wieder: wenn man Angst vor Hunden hat, wieso kann man nicht wie ausweichen oder einfach wie ein normaler Mensch weitergehen?

    Weil man dann vor den Kumpels halt nicht mehr als cool dasteht. :schweig:
    Kenn ich auch. Inzwischen kriegen die Leute einfach den entsprechenden Spruch zurück, ich reg mich hinterher viel länger auf, wenn ich nichts gesagt habe. :roll:

    RuDako, nö, das Ablegen vor dem Laden übe ich eben nicht, nämlich WEIL ich eine verantwortungsvolle Hundehalterin bin, die weiß, dass ihr Angsthund damit überfordert wäre. ;)

    Wie schon geschrieben, für den Preis, der wahrscheinlich verlangt werden wird, wünsche ich mir eine individuelle Prüfung. Habe das Hundeführerscheinbuch ja vor zwei Jahren schon interessehalber durchgelesen, und bei einigen Dingen sträuben sich mir die Haare. z.B. "Kind kommt und will Hund streicheln". Es steht nirgends geschrieben, ob man durchfällt, wenn man dem Kind dieses nicht erlaubt. Ich würde es nicht erlauben, weil mein Hund Angst vor Kindern hat.

    Aber wie gesagt, welche Art der Prüfung letztendlich in Niedersachsen verlangt werden wird, steht ja noch nicht fest. Daher warte ich ab, und wenn's so gar nicht durchführbar ist mit der Unsichtbaren, dann werde ich versuchen, mir die Tätigkeit im Tierheim anrechnen zu lassen - hat bei anderen auch geklappt.

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    Manche hier haben ne interessante Argumentationsweise..."Mein Hund würde den Test nicht bestehen, also: alles Schwachsinn".

    Es ist doch völlig egal, ob ihr eure Hunde vor irgendwelchen Läden warten laßt oder nicht, es ist doch trotzdem interessant zu erfahren, ob der Hund ohne Aufsicht zur blutrünstigen Bestie wird. Soll man für jeden einen individuellen Test zusammenstellen, der an die jeweiligen Lebensumstände angepasst ist, und der auch eidesstattliche Versicherungen vorgesehen wird, etwa so: "Ich erkläre hiermit an Eides statt, dass ich meinen Hund, Dalmatiner-Border Collie-Mischling, geboren am 30. Februar 2009, Transponder Nr: KL94729083xxxxpp9, unter keinen Umständen vor einem Einzelhandelsgeschäft anbinde. Ich verpflichte mich ferner, dies auch in Zukunft niemals zu tun" ?
    Und was ist so schlimm daran, seinen Hund an einen Maulkorb zu gewöhnen? Natürlich kann man sich darüber streiten, inwiefern diese oder jene Aufgabe sinnvoll ist, aber schikanös wirken die Anforderungen nicht gerade...

    Falls sich das auf meinen Beitrag beziehen sollte, das hab ich so nicht gesagt.
    Ich weiß, dass meine Hündin diesen Test nicht bestehen würde, weil sie ein ehemaliger Straßenhund und noch dazu Angsthündin ist. Erst seit zwei Jahren arbeitet überhaupt jemand mit ihr, nämlich ich, und ich bin seit vier Jahren ehrenamtlich als Trainerin im Tierheim tätig - also, neu bin ich auf dem Gebiet nicht. Meiner Meinung nach ist es einfach Unsinn, Übungen abzuverlangen, die im Alltag so nicht auftauchen (sollten). Wer heutzutage seinen Hund noch vor einem Supermarkt ablegt, muss recht mutig sein, denn es werden Hunde geärgert, beworfen, geschlagen, losgemacht, mit Schwachsinn gefüttert oder - hier im Forum gelesen - als Deckpartner für läufige Hündinnen missbraucht. Auch wäre ein Übung, wie Zroadster sie beschrieben hat, für meine Angsthündin der blanke Horror: Ich binde sie an, entferne mich, sie schiebt Panik, kann nicht weggehen und dann packt ihr auch noch einer ins Halsband. Da würde sie schnappen. Aus genau diesen Grund würde ich sie eben nirgends allein lassen. Niemals, unter keinen Umständen, denn sie hätte Angst. Und was hat das bitte damit zu tun, ob ein Hund zur blutrünstigen Bestie wird? Meine würde so lange ängstlich zurückgehen, bis es nicht mehr weiter geht, und wenn der Bedrängende dann trotz ihrer ängstlichen Drohungen noch näher kommt, würde sie schnappen. Tja, deshalb wird sie eben auch nicht irgendwo in der Öffentlichkeit allein gelassen. Bin ich dabei, kann ich sie im Angstfall hinter mich nehmen, ergo, niemand kommt zu Schaden. Ein Test für Neuhundehalter, kein Ding. Aber dann bitte so, dass individuell geprüft wird, ob DIESER Hund und DIESER Halter sich in der Öffentlichkeit bewegen können, ohne anzuecken, jemanden zu belästigen oder gefährden.

    Wie einige Seiten zuvor schon geschrieben wurde, hat eben nicht jeder Hund das Glück, als Welpe in einer tollen Umgebung geboren zu werden und dann in eine tolle Familie zu ziehen, wo er sein Leben lang nur gute Erfahrungen macht. Es gibt Hunde mit Vorgeschichte, und diese würden einen solchen Test nicht bestehen. Sollen die deshalb im Tierheim versauern, auch wenn es Menschen gibt, die ihre Eigenarten kennen und gut händeln können, so dass der Alltag gut funktioniert? Solchen Hunden wird durch einen derartigen Test nämlich vielleicht die Vermittlungschance genommen.
    Nimm meinen Fall: Ich arbeite vier Jahre lang mit Problemhunden im Tierheim, ich habe das nötige Wissen, die nötige Erfahrung, aber ich habe in den letzten Jahren keinen eigenen Hund gehabt. Ergo müsste meine Hündin mit mir diesen Test durchlaufen. Kann sie aber nicht, wenn bestimmte Übungen drankommen. Es steht noch nicht mal fest, wie der Test überhaupt ablaufen wird, also mach ich mir da noch keinen Kopf drum, denn was bringt es, sich aufzuregen, solange das Land Niedersachsen eh noch nicht weiß, was es will. Und ja, ich fordere eine individuelle Prüfung jedes Hund/Halter- Teams. Teuer genug wird der Test nämlich voraussichtlich sein, dafür darf man dann auch eine gewisse Qualität erwarten.

    Die ehemals Unsichtbare und ich würden auch durchfallen. Maulkorb, kein Thema. Zug fahren (und Schaffner anflirten), kein Thema. Aber IRGENDWO hinlegen, anbinden etc. und Frauchen geht weg? Mööööp! Der Hundeführerschein ist meines Wissens nach allerdings (zum Leidwesen etlicher Hundeschulen... :p ) nicht der Test, den man in Niedersachsen am Juli 2013 machen muss - als ich das letzte Mal geguckt habe, war noch immer der doq-Test im Gespräch, der diesen ganzen Affenzirkus ja nicht beinhaltet. Zumindest sagt das meine Tierärztin, die die Befähigung erworben hat, den doq-Test abzunehmen. Bisher weiß man aber noch nichts Genaues, deshalb lehnen Senta und ich uns auch noch ganz entspannt zurück und warten ab, ob bis zum Sommer 2013 wenigstens die Landesregierung weiß, was eigentlich in welchem Umfang gelten soll.

    Neulich hat einer meiner Schüler (10. Klasse, Englisch) mir eine Textanalyse abgeliefert, in der er ernsthaft "please" mit "plz" abgekürzt hat, wohl ein gängiges Chat-Kürzel. Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, es war ihm sichtlich peinlich, und er hat kurzzeitig den Kopf auf den Tisch gehauen, als ich ihm das korrigiert habe.

    Passt irgendwie gerade rein zum Thema Facebook.
    Vorgestern erzählte mir eine Schülerin folgendes:
    Also, meine Freundin, die XYZ, hatte bei Facebook auf ihrer Pinnwand ne Nachricht von ihrem Vater drauf: "Meine liebe XYZ-Maus, da du der Meinung warst, uns anlügen zu müssen, um lieber feiern zu gehen, als zum Lernen zu deiner Freundin zu fahren, wie du uns erzählt hast, hast du nun auf unbestimmte Zeit Hausarrest, darfst deine Freunde nicht mehr sehen und das Reiten kannst du auch vergessen. Ich hoffe, du lernst daraus, dass du deine Eltern nicht anlügen darfst. Dein dich liebender Vater."
    Und bevor sie das löschen konnte, haben das total viele gelesen. Und meine Mutter hat es auch noch geliked.

    So viel zum Thema "wenn die Eltern bei Facebook sind". :lachtot: