Der hier weiß, wie's geht. http://dog-shaming.com/image/34301135114
Hab's nur verlinkt, ich hoffe, das ist okay. ![]()
Beiträge von Sunti
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Dieses Wochenende im Wald. Senta lief ohne Leine, schnüffelte so vor sich hin, da seh ich von weitem eine Dame mit jungem Rauhaardackel, der plötzlich von der Leine gelassen wurde. Ich hab Senta angeleint, der Dame von weitem zu verstehen gegeben, den Dackel bitte nicht ranzulassen. Sie versuchte vergeblich, den Kleinen wieder einzufangen, der inzwischen bei uns angelangt war und fröhlich versuchte, Senta ins Gesicht zu springen. Sie knurrte schon, ich blockte das Schlappohr zu seinem eigenen Besten, und als Frauchen dann endlich bei uns angelangt war, da kam DER Satz, über den ich jetzt noch grinsen muss: "Tja, meiner hört halt nicht so gut - das ist ja schließlich ein Dackel."

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Würd ich gar nicht drüber nachdenken. Meine Viecher sind allesamt korrupt, vom Zwerghamster bis zum Hund, und das ist auch gut so.

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Heute im Zug. Wir fuhren eine Stunde früher als sonst, somit hatten wir lauter "neue" Passagiere an Bord, die Stammgäste um halb drei kennen wir ja inzwischen schon alle. Frau will Senta streicheln. Ich erklär ihr, wie sie den Hund fragen soll, ob der das okay findet, Hund hatte nichts dagegen, Frau streichelt. Auf einmal patscht sie Senta mit der flachen Hand auf den Augen rum und meinte ganz todernst: "Hey, toll, sie hat Vertrauen zu mir, sie macht die Augen zu!" Habe ihr dann ziemlich deutlich erklärt, dass man meinem Hund NICHT mit der Hand vor den Augen rumzupatschen hat und dass das Schließen der Augen wohl eher was mit Angst und auch Reflex zu tun hat. Sie wollte mir partout nicht glauben, dass mein Hund kein Vertrauen zu ihr hat, wenn er die Augen schließt, weil sie davor mit der Handfläche rumpatscht. Dass danach die Streichelstunde von mir beendet wurde, versteht sich von selbst. Aber zu Sentas Ehren: Sie hat es echt stoisch ertragen.
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Bei uns sagt man übrigens krüsch. Und wenn der Tony so ein krüsches Schleckermaul ist, wundert es mich, wie er es in dieser kurzen Zeit überhaupt geschafft hat, zuzunehmen. Wahrscheinlich hat er euch einfach zu gut im Griff und kriegt so genau das, was er will. Schleimen können sie ja, die laufenden Nadelkissen. Ich hätte gern noch mehr Fotos, auch gern von der Igelvilla, die hatte ich nämlich, glaub ich, irgendwie verpasst.
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Das mit den wenigen Prüfern dürfte kein Problem sein - sollte sich nämlich am Ende der Paragraphenwälzerei der doq-Test durchsetzen, dann können sich Tierärzte und Hundeschulen problemlos zertifizieren lassen. Meine Tierärztin hat es getan, und mit ihr führe ich auch diese interessanten und hitzigen Diskussionen zum Thema. Aber so lange eben nicht raus ist, wie die Praxis aussieht und ob dieser Test überhaupt anerkannt wird, werde ich mich hüten, dafür 150€ rauszuwerfen.

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MAl eine Frage an die Kritiker: Wie sollte denn die Hundeführerscheinprüfung eurer Meinung nach aussehen? Es muss vergleichbar (also schon irgendwie standardisiert) sein, denn es ist ja nicht überprüfbar, ob ich jemals mit meinem Hund in ein Cafe gehe oder nicht, ob ich einen Maulkorb je brauche, ob ich die Hunde jemals mit in die Stadt nehme, mein Hund nie von Fremden angefasst werden muss...
Die Frage ist ernst gemeint, welche Situationen sollten denn von allen Hundehaltern gezeigt werden, um zu bestehen?
Ich habe es einige Seiten vorher schon geschrieben: Für das Geld, das z.B. der doq-Test 2.0 kostet, kann man erwarten, dass es eben kein standardisierter Test ist, den alle ablegen sollen. Wie Satoo schreibt, deren Beitrag ich Technik-Blödel jetzt leider nicht auch noch nebenher zitieren kann, den ich aber sehr gut finde, sollte die Prüfung auf den einzelnen Hund zugeschnitten sein und generell den Hund als Lebewesen mit unterschiedlichen Erfahrungen wahrnehmen, nicht als Marionette, die sich alles gefallen lassen muss. Ja, der Hund darf knurren. Ja, der Hund darf es blöd finden, wenn ihn ein Fremder anfasst, und dann sollte bitte auch respektiert werden, wenn ich das so äußere. Ich seh es ja schon im Alltag: Leute wollen meinen Hund anfassen, ich sage, warum sie das sein lassen sollen (Hund hat Angst - sie würde es sich gefallen lassen, aber es würde ihre schon ganz gut überwundene Angst vor Menschen wieder verstärken), ich kriege dumme Sprüche. Das netteste, was man in solchen Situationen hört, ist: Das muss ein Hund abkönnen. Gut, von Nicht- Hundeleuten ist so ein Spruch ärgerlich, mehr nicht - aber einige Sachkundeprüfungen, die von erfahrenen Hundetrainern etc. abgenommen werden sollten (ich weiß, die Praxis sieht auch da anders aus), fordern genau das gleiche. Mir würde als Praxistest ein ganz normaler Spaziergang in der gewohnten Umgebung vorschweben, bei dem gezeigt wird, dass ich als Person meinen eigenen Hund lesen und sicher durch unsere Umwelt führen kann. Da wir in einer Kleinstadt wohnen, würde der Spaziergang dann auch dort stattfinden, gern in Wald und Feld, oder auf Absprache auch ein paar Minuten in der Innenstadt. Aber halt individuell. Meinen Hund würde ich nicht am Samstagvormittag in die Innenstadt lassen, also müsste das dann auch so abgesprochen werden, dass dort z.B. am Dienstagmorgen geprüft wird, wenn nicht die halbe Stadt dort rumläuft. Das sollte durchaus machbar sein, denn meines Wissens nach kostet jeder Prüfungsteil 75€ (oder so ist es angedacht für den doq-Test), und dafür kann ich auch erwarten, dass sich der Prüfer mit mir und meinem Hund beschäftigt und auseinandersetzt. Bestimmte Kommandos abzufragen finde ich auch eher kontraproduktiv, denn die brauche ich einfach nicht. Als Beispiel, Fuß gehen. Braucht Senta nicht, denn wenn ich sie nah bei mir haben will, kommt sie an die Leine. Beispiel Platz. Geht nicht, weil sie sich nur dann hinlegt, wenn sie entspannt ist. Das ist halt so ein Angsthunde-Ding. In Stress- und Paniksituationen verweigert sie mir auch ein Sitz, aber dann ist es halt an mir, das zu erkennen und den Hund aus der Situation zu nehmen.
Ich weiß, jetzt kommen wieder die Spötter, die anführen, dass man nicht für jeden Hund eine eidesstattliche Versicherung abnehmen kann, dass mit diesem einen Hund diese oder jene Situation niemals durchgeführt werden wird - aber ganz ehrlich, da es sich bei der Prüfung um eine Sachkundeprüfung des Halters und nicht um einen Wesenstest für den Hund handelt, finde ich diese Argumentation nicht zielführend. Es geht einzig darum, dass ICH MEINEN Hund sicher durch UNSEREN Alltag führen kann. Mehr nicht. Und genau das sollte auch Inhalt der Sachkunde sein, nicht mehr und nicht weniger. Und ja, ich erwarte Individualität, das kann ich nicht oft genug wiederholen. Denn jeder Hund ist eben ein Individuum. -
Zitat
In Mainz ist der Bahnhof abends auch nicht gerade ein super Ort. Ich versuche, wo es geht, die Gegend zu meiden, weil da auch viele Asi-Punks rumhängen, und deren Hunde sind nicht gerade gut erzogen. Diese Leute sind echt ein Phänomen, solche Punks hab ich echt nur hier erlebt, laut, eklig, pöbeln rum und sind immer auf Krawall aus. Einmal ist ein Schäfi mit gefletschten Zähnen auf Luna zugeschossen, quer über den Bahnhofsvorplatz, das war sehr schön. War dem Herrchen natürlich Shitegal.
Meiden geht nicht, ich muss nach der Arbeit auch im Herbst und Winter irgendwie nach Hause kommen. :/
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Eben. Ich finde es z.B. schade, dass in diesem Thread die Meinung vorherrscht, wer gegen den Sachkundenachweis in Niedersachsen in der momentan propagierten Form (die, wie ich nicht müde werde, zu wiederholen, noch immer nicht die endgültige Fassung ist) spricht, tue das nur, weil sein Hund den nicht bestehen würde - und somit würde man sich disqualifizieren. Ich arbeite im Tierschutz und erlaube mir daher ein differenziertes Urteil über den Sinn und Unsinn einiger Prüfungen im Hinblick auf die Vermittlungschancen etwas schwierigerer Tierheimbewohner. Wenn ein Bundesland einen Sachkundenachweis einführen will, dann sollte es auch bitteschön auf richtige Experten hören und nicht in aller Eile einen Blödsinn zusammenstricken, der weder Hand noch Fuß hat. Allein die Tatsache, dass es zwei Hundeführerscheine gibt (war mir z.B. neu) ist ja schon das erste Problem: Welcher soll denn nun als Sachkunde gelten? Dazu habe ich noch nirgends Angaben gefunden. Außerdem ist ja auch im Gespräch, den doq-Test 2.0 als Sachkunde zuzulassen. Das Theoriebuch habe ich längst durchgearbeitet (ebenso wie das zum Hundeführerschein, deshalb kann ich mir auch dazu ein Urteil erlauben), aber wie ein praktischer Teil auszusehen hat, scheint wieder mal von Prüfer zu Prüfer verschieden zu sein. Und genau das kann nicht sein. Die Hundeschulen in meiner Region, die die Befähigung erworben haben, diesen Test abzunehmen, erzählen mir, dass die Praxis eben dem Hundeführerschein entspricht und davon auch nicht abgewichen wird - und zwar dem Hundeführerschein, bei dem Hunde abgelegt und allein gelassen, von Fremden angefasst etc. werden. Auch steht im Begleitbuch, der Hund darf sich nicht übertrieben unterwürfig zeigen. Tja, meine Angsthündin würde das aber tun, weil die Situation sie überfordern würde. Durchgefallen, weil sie ein Angsthund ist? So sind die Aussagen hier in der Gegend. Tierärzte dagegen sehen den praktischen Teil des doq-Tests ganz anders: Ein gemeinsamer Spaziergang, bei dem die Umwelt nicht gefressen oder belästigt wird, und gut ist. So lange das Land Niedersachsen noch keine endgültige gesetzliche Aussage darüber gemacht hat, wie die Sachkunde nachzuweisen ist, kann man halt nur spekulieren. Und bei diesen Spekulationen Leuten vorzuwerfen, sie seien nur deshalb gegen eine Prüfung, weil der eigene Hund sie nicht bestehen würde, finde ich dann doch ein wenig... unsachlich.
LG,
sun -
Wir zwei, die Unsichtbare und ich, hatten gestern Abend wieder so ein "nettes" Erlebnis am Bahnhof. Es war schon dunkel, und diese Tageszeit zieht am Bahnhof der Kleinstadt, in der ich arbeite, regelmäßig ziemlich viel Gesocks an, und zwar aller möglichen Nationalitäten. Gestern saß noch ein ganz junges Mädchen im Wartehäuschen, und die Bande Asis (weil sie sich so benahmen, nehm ich mir einfach mal das Recht raus, sie auch so zu nennen) wanderte geradewegs auf das Häuschen zu, mit der klaren Intention, das Mädel aufzumischen. Da kamen Senta und ich auf den Bahnsteig geschlendert, wir gingen ganz ruhig und gelassen zum Häuschen, und auf einmal konnte die Truppe geradewegs an dem Mädchen und uns beiden vorbeigehen - schließlich hatte der böse schwarze Hund ausnahmsweise das pinke Leuchthalsband nicht um, und den Maulkorb hab ich auch nicht angelegt. Da waren sie auf einmal gaaaaaaanz klein mit Hut. Das Mädchen hat mir dann übrigens erzählt, dass sie schon öfter von dieser Sorte am Bahnhof belästigt worden ist. Was war ich froh, Senta dabei gehabt zu haben. In diesen Fall hat ihre bloße Anwesenheit geholfen. Bellen auf Kommando wär natürlich stylisch, aber da sie so gut wie nie bellt, wird das bei uns leider, leider nix werden.
