Eben nicht, McMeg. Bisher ist im Gespräch (denn auch wenn wir bald Juli haben, hab ich noch immer nichts wirklich total Offizielles gelesen, auf das man sich verlassen könnte), die BH, den Hundeführerschein des VDH und den DOQ-Test als Sachkunde gelten zu lassen. Bei den ersten beiden Prüfungen habe ich keine Ahnung, was das kostet (wobei sicherlich noch vorher Hundeschule oder -verein nötig sein dürfte, um das zu bestehen), der DOQ-Test wird pro Teil ca. 70€ kosten. Und es gibt zwei Teile. Es kann günstiger werden, wenn man am Onlineprüfungsverfahren teilnimmt, anstatt auf Papier getestet zu werden. Das ist zumindest mein Stand, ich lass mich gern korrigieren, wenn jemand was Aktuelles weiß.
Okay, klar, die Sachkunde des Halters zu prüfen ist natürlich gut, aber da müsste man eben auch mal gucken, wie man das macht. BH und Führerschein sind reine Dressurprüfungen, die viele Hunde mit Vergangenheit nicht bestehen würden oder erst nach viel Training. Beide Tests enthalten Elemente, die ich für meinen Hund und mich so weder brauche noch möchte. Daher fallen sie für mich schon mal raus. Einzig der DOQ-Test entspricht, so wie ihn meine (qualifizierte) Tierärztin mir erklärt hat, einigermaßen dem, was ich von einer Haltersachkunde erwarten würde. Aber ich habe die Antwort, dass ich mir einen Hund ausleihen könnte, von einem Ordnungsamtsmann erhalten, den ich auf die Problematik hingewiesen habe, Tierheimhunden mit Vergangenheit die BH oder den Führerschein zuzumuten. Damals war der DOQ-Test noch nicht mal im Gespräch. Also, wenn man keinen Test konstruieren kann, den ALLE Menschen mit ALLEN Hunden bestehen können, dann ist das ganze Konzept doch mal wieder herrlich am Thema vorbei, oder nicht? Es geht ja eben nicht um eine Gehorsamsüberprüfung. Klar ist es gut, dass der DOQ-Test den Halter prüft, aber dennoch ist es ein Witz, dass ich dafür einen fremden, super erzogenen Hund nehmen kann. Denn da wird nicht meine Sachkunde geprüft, sondern die desjenigen, der diesen Hund erzogen hat. Ich bin nur das Accessoire am Ende der Leine für die Prüfung. Also: Wir überprüfen wieder nicht die Sachkunde der Halter mit dieser Regelung. Und, oh Wunder, es wird wieder keine Änderung an der Beißstatistik oder am rücksichtslosen Verhalten einiger Hundebesitzer geben - und was dann? Neues Gesetz? Neue Ideen? Rasselisten?
Mich nervt es, dass solche Gesetze mit heißer Nadel gestrickt, nicht ordentlich durchdacht und dann einfach halbgar auf die Bevölkerung losgelassen werden. Längere Phasen der Entwicklung solcher geplanten Regelungen und die Anhörung von wirklichen Hundeexperten könnte helfen. Aber nö, macht politisch ja nicht so viel her.