Beiträge von Sunti

    Danny, dazu müssten sie erst mal wissen, was grün IST, deine Deppen. Wird schwierig inmitten all der bunten Knete im Kopf. :D

    Ich erleb es ja gerade auch. Erste Frage: Wie alt ist der Spinner? Wenn ich dann antworte, er ist drei Jahre alt, dann geht's direkt los mit abfälligen Blicken oder Kommentaren, was er dann schon alles können müsste...
    Erwähne ich daraufhin, dass er die ersten drei Lebensjahre keine Erziehung genossen hat und ich erst seit zwei Monaten dabei bin, das zu ändern, kommen diese wissend-arroganten Blicke. Ist mir aber egal; er kann halt nicht alles auf einmal lernen, und das, obwohl er Abi hat. :roll:

    Mich hat heute auch wieder eine Frau etwas genervt (war nur so'n kleines Nerverchen, aber passt schon hier rein).
    Spinner benimmt sich im Umgang mit anderen Hunden noch nicht so hundertprozentig, daher ist er grundsätzlich erst mal an der Leine, bis ich abschätzen kann, wie er dem Gegenüber gesonnen ist.
    Gegenüber war nun ein Kleinhund, JRT mit Sheltie oder so was in der Art. Frauchen leint ihn an, wir gehen aneinander vorbei, Spinner benimmt sich vorerst gut, bis er dann, direkt auf Höhe des anderen Hundes, mal kurz mit einem Grummeln in die Leine steigt. Ich sag ihm, was ich davon halte (nämlich nix :hust: ), wir gehen weiter, Spinner fährt runter, Keksregen. Frau bleibt stehen und meint: "Oha, der ist aber aggressiv..."
    Ich sag mein Sprüchlein, er ist der Neue, kenne ihn erst seit gut zwei Monaten etc.
    Antwort: "Hat der vorher schlechte Erfahrungen gemacht?"
    Ich antworte, dass er wohl eher einfach nur nebenher gelaufen ist und daher wenig gelernt hat. Sie meint, dann sei er wahrscheinlich auch total schlecht sozialisiert und glaubt mir nicht, als ich erwidere, dass ich ihn schon etwas anders sehe.
    Mangelnde Erziehung, Unsicherheit und Amok laufende Hormone sind halt ne blöde Mischung, hat eigentlich nichts mit Sozialisation zu tun, und der Spinner lernt ja auch ziemlich schnell.
    Während wir uns unterhalten, macht sie die Leine von ihrem Hund los, der sich zunächst in ihrer Nähe mit Schnuppern die Zeit vertreibt, sich dann aber langsam und heimlich an Spinnerle und mich ranschnüffelt. Ich geh einen Schritt zurück, Hund kommt weiter auf uns zu. Frauchen erzählt währenddessen stolz, wie gut ihr Hund doch erzogen sei und dass meiner da noch einiges zu lernen hätte (hab ich vorher ja schon erklärt, aber wenn sie es gern noch mal sagen möchte, gut...). Spinner fiept, will zum Kleinhund hin. Ich lass ihn nicht, weich noch einen Schritt zurück, Frauchen schaut sich das Spiel völlig entspannt an. Erst als ich sage, dass ich das jetzt für keine gute Idee halte, solange der Spinner angeleint ist, ruft sie ihren Hund zurück. Na ja, sie versucht es. Denn der absolut super erzogene Kleinhund hat offenbar die Ohren zu Hause vergessen (nicht, dass ich ihm da nen Vorwurf machen könnte, passiert dem Spinner auch dauernd mit seinem Abi), und erst ein sehr scharfer Brüller lässt den Wuschel abdrehen. Wir sind dann weiter gegangen, nachdem sie mir noch einmal erzählt hatte, wie gut ihr Hund doch erzogen ist.

    Ich musste schon ein wenig die Augen verdrehen und war ziemlich stolz aufs Spinnerle, das sich heute wirklich ganz hervorragend zusammengerissen hat. Wie gesagt, nur ein kleines Nerverchen, aber raus musste es dennoch.

    Peanut, Chuck ist toll. :D

    Ich krieg auch jedes Mal das kalte Grausen, wenn im Wald mal wieder Tierschutzpoker gespielt wird.

    "Mein Hund kommt aus dem Tierheim." <-- guter Mensch
    "Meiner ist aus dem Auslandstierschutz." <-- besonders guter Mensch
    "Meinen hab ich aus der Tötungsstation gerettet." <-- Elite der guten Menschen, hat nen Freifahrschein in den Himmel, ohne vorher über Los zu gehen.

    Ob diese Menschen mit dem "geretteten" Hund klar kommen oder nicht, ist in diesem Fall eher uninteressant, ob der Hund glücklich ist, interessiert keinen, denn er wurde gerettet. So zumindest wird es hier in vielen Fällen dargestellt. Daher habe ich oft gar nicht mehr erwähnen mögen, dass die Schwarze ursprünglich Rumänin ist, denn auf dieses Podest wollt ich nicht gehoben werden.
    Für mich ist es unerheblich, woher der Hund kommt (solange er nicht vom Vermehrer stammt), solange Hund und Halter glücklich miteinander sind. Aber leider scheint das vielerorts nicht mehr so ganz wichtig zu sein.

    Ich kann nicht verstehen, warum die Dame geklagt hat.
    Der Arbeitgeber war sowieso schon ziemlich großmütig, den Hund drei Jahre lang mitkommen zu lassen, wenn er sich so daneben benimmt und Kollegen und Kunden gefährdet oder belästigt. Ich meine, wenn der Hund noch neu ist und das alles noch nicht kennt, ist man froh, wenn der Chef ein Auge zudrückt, aber innerhalb von drei Jahren sollte man einem Hund doch beigebracht haben, wie man sich im Büro benimmt oder ihm eben einen entsprechend gesicherten Rückzugsort geschaffen haben (Kennel etc.). Dass drei Jahre lang keine Besserung eingetreten ist und dann auch noch geklagt wird, wenn der Chef das (längst fällige) Machtwort spricht, geht mir nicht in den Kopf.
    Traumatisierter Hund bei der Arbeit habe ich auch durch, hat hervorragend geklappt durch Management und Erziehung. Es gab nie Probleme.

    Hätte es welche gegeben, wär die Schwarze anders gesichert gewesen oder hätte, so leid es mir getan hätte, zu Hause bleiben müssen. Allerdings wäre ich darauf mit Sicherheit selbst gekommen, ohne dass Chefin dazu was hätte sagen müssen. :roll:

    Vorhin bei der Arbeit.
    Schüler sitzt über seinem Arbeitsblatt, schaut mit Wölkchen in den Augen in die Ferne...
    Ich: "O., träumst du?"
    O (total neben der Spur und in Gedanken): "Ja...", stutzt, überlegt kurz, dann ganz hektisch: "Schei*e!! Ich meine, nein, ich arbeite!!" Hab ich gemerkt. :lachtot:

    Also wirklich, dass du dich aber auch überhaupt nicht hast beeindrucken lassen von dem Typen und seinem "krassen Kangal"... :D

    Hatte auch neulich so eine Situation, als Spinner mit ner Kangalhündin spielte. Der Besitzer meinte die ganze Zeit, dass der Spinner gleich Haue kriegt von der Kangaline, dass sie ihm gleich n Loch macht etc. Ich kenne Kangals, und dieser wollt wirklich nur ein wenig spielen. Und zum Abschluss hab ich mir dann wirklich alle Chancen auf ein Date mit Kangal- Herrchen versaut, indem ich seinem krassen Kangal mit meiner Zange eine Zecke gezogen habe, ohne mich zu fürchten (der Held konnte mit der Zange nämlich leider nicht umgehen :headbash: ).
    Helleschatten, so wird das nie was mit uns und den Besitzern der krassen Hunde. :lachtot:

    Wir machen gerade Tischtraining für den Tierarzt. Das Draufspringen üben wir im Wald auf Bänken und Baumstämmen. Heißt "Hopp!" und "Warten". Neulich sollte der Hund zu mir kommen, ich ruf ihn, der Spinner hatte aber gerade nicht zugehört. Was macht der schlaue Hund in so einer Lage?
    Hmmm, Frauchen hat was gesagt. Verdammt, was war das noch gleich? Hirn rattert... da sieht er die Bank, neben der er steht. Springt drauf und grinst mich an. Weil, wenn da ne Bank steht, muss es "Hopp!" gewesen sein. :D

    Wieder ein bisschen was aus der Rubrik "Kindermund".

    Gestern bei der Arbeit sollte ein Schüler auf Englisch ein Bild beschreiben. Es war ein Foto von einem britischen Polizeiwagen plus Polizisten. Was schreibt der Junge: "The police man is wearing a bottleproof vest."
    Gemeint war natürlich "bulletproof".

    Dann kam dem Hund und mir vorhin eine Mutter mit etwa sieben- bis achtjährigem Jungen auf Fahrrädern entgegen. Sagt der Junge total ernsthaft zu seiner Mutter: "Da vorne ist ein Hund. Den darf ich nicht umfahren." So niedlich.