Beiträge von Sunti

    Mir wurde mal geraten, um das Interesse des Hundes am Dummy zu wecken, diesen an die Leine zu nehmen und über den Boden zu ziehen. Keine Ahnung, ob das funktioniert, bei meiner Schwarzen hat es nicht gewirkt. Und der Spinner ist eh begeistert, da brauchte ich solche Tricks nicht.

    Der Kerl wird immer besser. Ich war in dieser Woche zweimal mit ihm im leeren Auslauf zum Üben. Das erste Mal hatte ich ihn hingelegt, um mal zu gucken, was er macht, wenn drei Dummys um ihn herum verteilt werden. Als ich grade wieder auf dem Weg zu ihm war, gingen keine 500 Meter entfernt in der Siedlung einige Raketen hoch, die wohl noch jemand von Silvester übrig hatte. Und mein Hund blieb liegen!! Ich war ziemlich überrascht, muss ich gestehen.

    Drei Dummys hintereinander zu suchen (und die Augen bringen da nix, wir machen das momentan im Dunklen) kann er inzwischen auch, an nicht ganz so motivierten Tagen belasse ich es bei zweien oder schmeiß ihm zwischendrin auch mal einen, dem er gleich hinterher darf.
    Zu mir bringen klappt derzeit eigentlich immer, und zu Hause machen wir noch ein wenig Tragetraining mit Sockenpaaren oder leeren PET-Flaschen. Flaschen findet er nicht so super, Socken dagegen trägt er ganz prima mit.
    Neulich am Bahnhof war mir langweilig und ich hab ihn mein Portemonnaie halten lassen. Das ist ja dank des Kleingelds viel schwerer als seine durchschnittliche "Beute", aber er hat es nicht fallen lassen. Zwar klappt das mit dem Festhalten bisher erst vier bis fünf Sekunden, aber ich bin optimistisch, dass wir das ausbauen können.

    Der flache Kissen-Dummy ist zwar super zum Werfen und Spielen, aber zum Aufnehmen ist er weniger geeignet, musste ich jetzt feststellen. Wenn der flach liegt, hat Spuk schon Probleme, ihn zu greifen. Inzwischen nimmt er eine Ecke mit den Vorderzähnen, schmeißt das Ding in die Luft und fängt es in der richtigen Position wieder auf. Hach, mein schlaues Kerlchen... Trotzdem mag er diesen Dummy nicht so gern wie die anderen, hab ich das Gefühl.

    Mir hat eine Bekannte erzählt, dass sie eine Halterin kannte, deren Hund im ersten Jahr nie von der Leine kam. Dann hat sie ihn einmal abgeleint und festgestellt, dass er abhaut. Sie war dann der Meinung, der Hund sei noch nicht so weit und müsse ein weiteres halbes Jahr an der Leine bleiben. Nach einem weiteren halben Jahr versuchte sie es noch einmal, mit dem gleichen Ergebnis. Also war der Hund wohl noch immer nicht "reif". Weitere sechs Monate Leinenzwang.
    Ob dieser Hund jemals in seinem Leben von der Leine gekommen ist, wurde leider nicht überliefert.

    An deiner Stelle würde ich den Hund niemals vorm Supermarkt warten lassen, gerade wenn du weißt, dass die Nachbarn und andere Leute ihn quälen. Wenn er dann auch noch einen Maulkorb trägt, dann können sie ihm viel schlimmere Sachen antun. Einen wehrlosen Hund vorm Laden anbinden solltest du wirklich nicht tun. Da kann zu viel passieren.

    Glaub nicht, dass ein Maulkorb deinen Hund davor schützt, dass Menschen ihn provozieren und quälen oder antatschen.
    Mein Hund trägt im Zug einen Drahtmaulkorb (weil der einfach am besten sitzt, weil der Hund damit hecheln und trinken und auch gähnen kann), und trotzdem gibt es Leute, die ihn provozieren würden, kämen sie an ihn heran. Das tun sie aber nicht, weil ich sie abblocke und dafür sorge, dass sie weg bleiben. Gegen süß finden und angrabbeln hilft der Maulkorb auch nicht, denn die Leute finden ihn trotzdem niedlich. Und er ist nicht mal weiß. ;)

    Ich persönlich empfehle immer einen gut sitzenden Drahtmaulkorb, mit dem Baskerville hab ich keine Erfahrung.

    Edit: Leder ging bei meinem Hund gar nicht, er mag den Geruch nicht die ganze Zeit an der Nase haben; gerade wenn der Korb durchs Atmen feucht wird, riecht er für Hunde ziemlich stark.

    Ice, sorry, aber da musste ich nun auch lachen. Gute Besserung trotzdem. ;)

    Meine Kangal-Pflegehündin hat sich auch ein wenig zur Diebin entwickelt. Bei ihr finde ich das allerdings ok, denn sie ist durch ihre Vorgeschichte derartig ängstlich, dass jede Art der Interaktion mit mir positiv ist, und wenn sie halt klaut, so what.

    Ich war meistens vormittags dort und hab dann in ihrem Zwinger mein Brot gegessen, weil ich anschließend zur Arbeit fahren musste. Sie kam dann manchmal angeschlichen, schnupperte kurz mit etwas Abstand am Brot und ging wieder. Einmal hatte ich ein Stück Apfelblechkuchen dabei, der muss wohl extrem verlockend gerochen haben, denn anstatt mal kurz dran zu schnuppern und dann wie üblich zu gehen, leckte sie einmal quer übers ganze Kuchenstück. Gut, das gehörte dann halt ihr.

    Seitdem haben wir das Ritual, dass ich ihr ein eigenes Brot mache, welches sie in kleinen Stücken von mir bekommt oder sich mopsen darf. Das hindert sie aber nicht daran, auch mein eigenes Brot noch klauen zu wollen. Da muss ich schon aufpassen, dass nicht auf einmal auf dem Weg zum Mund die Hündin abbeißt. Aber um ehrlich zu sein, freu ich mich, dass sie sich so nah bei mir wohl genug fühlt, um solchen Blödsinn zu veranstalten. :fondof:

    Mit acht Monaten würde ich mir über eine Kastration noch keine Gedanken machen. Dein Barney wird geschlechtsreif, und gerade in dieser Phase, wo die Hormone eh schon völlig bekloppt sind, tanzen dann auch noch läufige Damen vor seiner Nase rum... Kein Wunder, dass er ein wenig durchdreht. :D

    Er wird lernen, dass der Gehorsam auch in Gegenwart guter Gerüche gilt, er wird lernen, seinen Frust besser auszuhalten und nicht mehr dauernd vorm Fenster zu sitzen, zu fiepen, unbedingt hin zu wollen. Irgendwann wird er den Reiz "läufige Hündin" auch einordnen können und wissen, dass er da nix zu suchen hat und trotzdem Orientierung am Menschen angesagt ist. Das kann dauern und ganz schön anstrengend sein für Hund und Menschen, aber bei den meisten Jungrüden pendelt sich das ein. ;)

    Ich hab hier einen intakten Rüden sitzen, der in den vier Wochen vor Weihnachten auch dauernd am Rad gedreht hat, weil da wohl Hoch-Zeit der Läufigkeit in unserer Gegend war. Aber inzwischen geht es, die große Schwemme ist rum. Ich hab ihn Urin lecken lassen, wenn er nicht an der Leine war. Reinsteigern habe ich ein paar Mal unterbrochen, dann war das Thema durch, er leckt nach wie vor, löst sich aber von selbst wieder von der Stelle und folgt mir.
    Richtig übel war es bei uns, als so eine Intelligenzbestie seine Hündin in den Stehtagen zu ihm rennen ließ und sich nicht grade beeilte, diese wieder einzusammeln. Danach war der Kerl so durch den Wind, dass nichts mehr ging. An dem Tag bin ich einfach nur spazieren gegangen und hab nichts geübt, nichts gespielt, ihn runterkühlen lassen.

    Eine Expertin für pubertierende Jungrüden bin ich nun wirklich nicht, aber an deiner Stelle würde ich ganz normal mit ihm spazieren gehen, nur draußen halt nichts verlangen, keine Suchspiele, keine Unterordnung, nur den ganz normalen Alltagsgehorsam, den ihr unterwegs so braucht. Arbeite am Radius, damit er lernt, dass der auch bei solchen Wohlgerüchen gilt, denn nur so lernt dein Jungspund, wie er sich in solchen Situationen zu verhalten hat. Wenn du ihn komplett von diesen Reizen fern hältst, wird er, wenn er zufällig doch wieder ner läufigen Hündin begegnet, mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder abdrehen. Besser ist es, ihn drauf vorzubereiten und ihm zu zeigen, was du von ihm erwartest.

    Und für dich: Nen Kräutertee, ne Tafel Schokolade, einen Schnaps, was auch immer hilft. ;)

    Ich versuch's mal. ;)
    Persönlich habe ich vor vielen Jahren aufgehört, Fleisch zu essen, weil es mir sowieso nicht sonderlich geschmeckt hat und ich durch den Umzug an den Studienort nicht mehr gewährleisten konnte, dass es den Tieren, die ich esse, vorher gut gegangen ist (zuvor: Oma hatte Bauernhof, zog jedes Jahr für meine Family - Mutter, Vater, vier Kinder - ein Schwein mit groß, das natürlich absolut Bio war und vom Metzger so human wie möglich geschlachtet wurde; dieses Schwein wurde verarbeitet und im Lauf des Jahres konsumiert). In einer Gegend, die man nicht umsonst den "Schweinegürtel" nennt, ist es schwierig, Fleisch zu finden, das unter solchen Bedingungen gezogen wird, daher war für mich die schlüssige Folge, aufzuhören mit dem Fleischessen.
    Fleischersatz ist für mich eine praktische Ergänzung zum Speiseplan, ich denke da an Sojawurst beim Grillen (ist einfach praktischer, so was im Kühlschrank zu haben, wenn man im Sommer mal spontan zum Grillen eingeladen wird), Sojaschnetzel, die man wie Hack verwendet etc. Für mich hat das auch den Vorteil, dass ich Gerichte abwandeln kann, die sonst mit Fleisch gemacht werden. Chili con Carne z.B. wird hier oft und gern gemacht, und auch für meine nicht vegetarischen Freunde und Bekannten ist es leichter, mit solchen Produkten zu arbeiten, wenn sie für Vegetarier mit kochen.
    Ausschließlich solche Produkte verwenden würde ich allerdings auch nicht, dazu gibt es einfach viel zu viele tolle Sachen, die man ganz und gar ohne Fleischersatz, in welcher Form auch immer, kochen kann. Ich vermisse Fleisch überhaupt nicht, aber ab und zu mal diese Ersatzprodukte zu verwenden, finde ich praktisch, es bringt Abwechslung in die Küche und schmeckt auch gut.

    Ice, wenn gar nix geht, Pommes gibt's immer. :D
    Unsere Mensa war super, die vegetarische Alternative meistens echt genial (mal davon abgesehen, dass man die Veggiepizza nicht nehmen sollte, weil von der Nicht-Veggie-Pizza ab und zu mal n Stück Salami oder Schinken rübergerutscht war), und wenn die vegetarischen Frühlingsrollen mal versehentlich mit Huhn geliefert wurden, haben sie die echten Vegetarier in der Schlange gewarnt. Dann gab es halt Pommes und Salat. :lol: