Beiträge von Sunti

    Hundeapotheke hab ich auch nicht, die Viecher und ich teilen uns eine.
    Verbandszeugs, Betaisodona flüssig und als Salbe, Rescue-Globuli, Kohletabletten, Tränenflüssigkeittropfen, Ballistolöl, Hot/Cool-Pads, Möhren (falls mal ne Möhrensuppe Not tut :ops: ), immer alles da.
    Einen Kragen hab ich auch, Handtücher und jede Menge Decken ebenfalls. Fürs erste reicht das schon mal.

    Takinna, das Problem ist die Pauschalisierung.

    Meinen Spinner habe ich, weil ein Ehepaar mit mehreren kleinen Kindern, voll im Leben stehend, berufstätiger Mann, Frau daheim, Haus und Garten vorhanden, also eigentlich das Traumzuhause aus Sicht vieler Tierheime, sich getrennt hat. Schwupps, war der Hund übrig, keiner von beiden wollte/konnte ihn behalten. So schnell kann auch ein Traumzuhause weg sein.

    Andererseits denke ich dann an eine unserer Vermittlungen, die Hündin ging an ein junges Paar, sie berufstätig, er Student, unverheiratet und jung, also das, was viele Tierheime von vornherein ausschließen. Erst neulich hab ich den jungen Mann wieder mit der Hündin getroffen; er hatte sich zwischenzeitlich von seiner Freundin getrennt, steht kurz vorm Abschluss, aber der Hund ist ganz selbstverständlich noch bei ihm und sah bei unserem Treffen auch sehr zufrieden aus. =)

    Das sind jetzt nur zwei Beispiele, die mir aus den vielen Jahren Tierschutz so ganz spontan einfallen, es gibt aber noch unzählige mehr.
    Deshalb reagiere ich extrem allergisch auf pauschalisiertes Denken, auf Vorurteile und darauf, Interessenten von vornherein abzuschmettern, weil sie nicht in ein Schema passen. Es kommt sehr stark auf die innere Einstellung an, die man zur Hundehaltung hat. Wenn ich mir ein Tier anschaffe, dann bleibt es bis zu seinem Ende da, in guten wie in schlechten Zeiten. Mit dieser Haltung kann man Vieles meistern, da ist es auch egal, ob Haus und Garten oder kleine Wohnung und mit dem Bus zum Wald.

    Zum Thema Langzeitinsassen. Haben/hatten wir auch. Erst vor einem knappen Jahr wurde ein solcher vermittelt, ein echt schwieriger Kandidat, der viel Zeit bei uns verbracht hat. Und ja, es hat uns alle wahnsinnig gefreut, dass er auf seine letzten Jahre (mögen es noch viele sein) ein Zuhause gefunden hat. Wenn ich an ihn denke, dann glaube ich kaum, dass er lieber weiterhin im Zwinger geblieben wäre, anstatt jetzt seine eigenen Menschen/Ballwerf-Sklaven zu haben. ;)


    Leider wollen viele Menschen lieber einen ganz jungen Hund; mein jüngster eigener Hund war drei Jahre und drei Monate alt, als er bei mir einzog, die beiden Hunde davor waren Senioren, die ich durch meine ehrenamtliche Arbeit aber schon lange kannte.
    Und auch wenn der Spinner echt ne Menge Spaß macht, kann ich mir gut vorstellen, dass irgendwann wieder ein Hund jenseits der acht Jahre einzieht.

    Vor Jahren habe ich mal einen Bericht im Fernsehen gesehen über eine Frau, die alte Hunde aus dem Tierheim aufnimmt, damit sie bei ihr sterben können. Länger als zwei Jahre hatte sie keinen Hund bei sich. Solche Menschen bewundere ich, denn ich könnte das nicht. Immer wieder aufs Neue dieser Schmerz, die Trauer um ein lieb gewonnenes Tier, ich würde zusammenbrechen. Aber einen einfach "nur" älteren Hund, jederzeit. Es sind tolle Charaktere.

    Zum Anspringthema. Das kommt ganz stark darauf an, was vorher passiert ist.
    Hat der andere Halter meinen zu sich gelockt und ihn trotz meiner Warnung, dass er ggf. springt, noch aufgeputscht, dann biete ich das ganz sicher nicht an.

    Hat der andere Halter meinen zu sich gelockt und auf meine Warnung, dass er, wenn er aufgeputscht wird, springen könnte, noch gesagt: "Aber bei miiiiiiiiiiir darf er das!", dann auch nicht. Denn dann ist er selbst schuld.

    In anderen Fällen würde ich es anbieten, aber ich würde im umgekehrten Fall nicht erwarten, dass es mir angeboten wird, wenn ich im Wald unterwegs bin.

    Lieblingsspielzeug meines Hundes: Plüschteil mit sechs verschiedenfarbigen Enden, in jedem Ende steckt n Quietschi. Blöderweise ist da jetzt die Naht auf, so dass er die Füllung entfernen könnte, deshalb hab ich es konfisziert, bis ich Lust habe, es zu flicken. Das Teil haben wir geschenkt bekommen, weil er es bei meiner Freundin so irre geliebt hat, und das wird immer angeschleppt und zum Quietschen gebracht, wenn die Mäuse Party machen und er nicht mitspielen darf. :hust:

    Mein Lieblingsspielzeug mit meinem Hund: Ball an der Schnur. Mit keinem anderen Spielzeug dreht er so wahnsinnig durch. :jg: Wann immer ich will, kann ich damit die berühmten fünf Minuten auslösen: Wiese, Ballschnur rausholen, Hund rastet aus. Brauchen wir beide ab und zu, daher absoluter Favorit.

    Lieblingsspielzeug des Hundes, nicht autorisiert: Fleece- und Wolldecken. Durch die Gegend schleppen, drauf rumkauen, sich gezielt drauf stellen und die Ränder zerpflücken... Immer her damit. Doof nur, dass es verboten ist. :sceptic3:

    Der Vorteil am "Was nervt..."- Thread: Wenn du diese Situationen alle gelesen hast, hast du im Kopf schon die passenden Antworten für die Hälfte der erzählten Situationen parat und musst dich, wenn eine solche auftritt, nicht mehr ärgern, weil dir nix Schlagfertiges eingefallen ist. ;)

    ... wenn du Lust auf Spaghetti mit Tomatensoße zum Abendessen hast, dich aber aufgrund der Tatsache, dass der Hund noch Schonkost kriegt und du die auch noch kochen müsstest, für Kartoffeln mit Möhren entscheidest, weil es doch einfacher ist, das gleich für euch beide zu kochen, anstatt zwei verschiedene Gerichte zu machen. Der Hund kriegt übrigens noch Hack dazu. :ops:

    Können kann er lange. Zum Glück. Es ist mir schon öfter passiert, dass ich mich am frühen Abend mal kurz vor den Fernseher gekuschelt habe und am nächsten Morgen wieder wach wurde, so dass die Nachtrunde ausfiel. Alltäglich sind so zwischen acht und zehn Stunden in der Nacht, am Wochenende ggf. noch mehr. Und so arg dringend ist es dann auch noch nicht.
    Wenn er muss, meldet er sich auch nachts, und wenn's morgens mal etwas dringender ist, tanzt er vor der Tür rum, bis ich angezogen bin. ;)

    Anna, wenn Louis das Geweih mal wieder langweilig finden sollte, versuch mal, es anzufeuchten. Das mach ich immer, wenn Spooks seins bekommt. Ich geb es ihm hauptsächlich im Büro, wenn er in sein Zimmer muss, während ich arbeite. Dann tunk ich es kurz in den Wassernapf, damit es stärker riecht, und er freut sich. ;)