Hier gibt's auch jeden Tag Freilauf, durchschnittlich anderthalb Stunden, an manchen Tagen halt weniger, am Wochenende auch mal drei Stunden am Stück.
Neulich habe ich mal wieder gesehen, wie schön der Spinner reagiert. Da hat er sich mit einem jungen Labrador quer durch den Wald gebombt, dann kriegte er seine rasenden fünf Minuten und fegte wie irre durch die Bäume. Immer, wenn er zu weit weg war, hab ich gepfiffen und er hat die Richtung gewechselt und rannte wieder zu mir, um dann weiter zu rennen. Daher darf er sich mittlerweile ziemlich weit entfernen.
Beiträge von Sunti
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Meine Rennmäuse (und damit meine ich jede Generation, die ich seit vielen Jahren habe) sind überhaupt nicht Bange vor Hunden. Im Gegenteil, kommt ein neuer Hund in die Bude, wird der erst mal nach Strich und Faden veräppelt. Die Bande macht Party, spielt "Whack-a-mole"-mäßig Löchertauchen in der Einstreu, buddelt, hockt in der Mitte des Geheges und dreht dem Neuen ne lange Nase, nach dem Motto: "Ällebätsch, du kriegst uns nicht!".
Diverse Besuchshunde haben hier schon hysterisch auf meinem Bett gelegen und das beobachtet, während die Mäuse total gelassen waren und den Spaß ihres Lebens hatten. Rennmäuse lieben Aufmerksamkeit...

Meiner Schwarzen waren die Mäuse total egal, die hat nur am Tag ihres Einzugs mal kurz geguckt, was die da so treiben, ansonsten waren sie uninteressant.
Der Spinner hingegen wollte zu Anfang immer hin und mal gucken, ob man die kleinen Flitzer nicht vielleicht schnappen kann. Da war ich ziemlich rigoros und hab ihn für jeden Versuch, am Regal hoch zu gehen, aus dem Zimmer gescheucht. Dann haben wir geübt, was man tun kann, wenn die Mäuse Party machen und man nicht hingehen und mitspielen darf. Inzwischen geht er entweder selbst aus dem Zimmer, oder er schnappt sich seine Decke oder ein Spielzeug, um drauf rumzukauen oder mich zum Spielen aufzufordern. Allerdings auch das nur noch sehr selten und für kurze Momente.
Da die Renner im Schlafzimmer stehen, sind sie immer in Reichweite, und er hat sich gut dran gewöhnt. Mittlerweile legt er sich von selbst hin und guckt aus zwei Metern Entfernung, wenn ich das Gehege öffne und mit den Mäusen hantiere. Wenn ich allerdings wirklich ne Maus rausnehmen mag zum Kuscheln oder Spielen, dann muss er raus und die Tür geht zu. Innerhalb des Geheges ist es okay. -
Gut, das kann natürlich sein, dass ihr das einfach besser behagt. Wenn sie frei laufen, hab ich das bei Hunden selten beobachtet, da würde mich dann eine fachkundige Antwort auch interessieren.

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LottevonderMops, das Problem hab ich ja mit meinem Spinner auch, weil er einfach keine Pferde kennt. Mein Glück sind meine Freundin und ihr unerschrockenes Pony sowie das in ihrer Gegenwart total ruhige Pferd. Wir gehen öfter meine Freundin besuchen, der Spinner und ich bleiben auf dem Feld, während sie die Pferde versorgt, und einmal sind wir schon gemeinsam ausgeritten, also sie ist geritten und Spinner und ich liefen nebenher. Es war die ersten 20 Minuten ne Katastrophe, aber dann ist er runtergekommen. Ich glaube, da hilft wirklich nur langsame, stetige Gewöhnung und viel Sicherheit geben.
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Wenn ein Hund längere Strecken Pass geht, bedeutet es oft, dass ihm das Tempo unangenehm ist. Neben einem Menschen laufen zu müssen (also im Fuß oder an kurzer Leine) ist ja nicht unbedingt das Tempo, das ein größerer Hund von Natur aus wählen würde. Statt zu traben, wird dann halt Pass gelaufen.
All meine Hunde und die Gassihunde sind an der Leine öfter mal Pass gegangen, aber wenn sie frei sind, laufen sie parallel, weil sie da ihr Tempo selbst wählen dürfen. -
Bei uns ist es so, dass der Hund im Freilauf in erster Linie Freizeit hat. Das bedeutet, er darf all das Zeug machen, das an der Leine verboten ist: Ewig an einer Schnupperstelle kleben, Urin lecken, jeden Grashalm einzeln markieren...
Seit wir uns etwas besser kennen, ist der Spinner extrem einfach zu führen. Es gibt ein paar Stellen, an denen ich aufpassen muss, aber in der Regel macht er erst mal sein Ding.
Mal ist er vor mir, mal hinten, manchmal geht er ein paar Meter auf dem Parallelweg. Die Regeln (nicht vom Weg runter, ein Hier ist ein Hier, Stopp heißt sofort anhalten) hat er verstanden, mehr brauchen wir eigentlich nicht. Spooky achtet sehr drauf, wo ich bin, und mit einem Auge guck ich auch auf ihn. Ab und zu pfeif ich ihn mal ran, dann gibt's n Lob, Lecker oder ein kleines Spiel, und danach kann er weiter Zeitung lesen.
An geeigneten Stellen spielen wir was, machen eine kleine Dummy-Suche, etwas UO oder klettern über Baumstämme.
Viele Kommandos muss ich nur bei strahlendem Sonnenschein Sonntagnachmittags geben, wenn die halbe Stadt sich im Wald aufhält. Aber auch da kennen wir unsere einsamen Strecken.Einen festen Radius gibt es nicht, das passt sich den Gegebenheiten an.
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Ich hatte leider nicht den Eindruck, dass sie sich später noch eingeordnet hätten, die sind einfach schön nebeneinander geritten. Gut, das kenn ich aus meiner Heimatstadt von den niederländischen Radfahrern, die über die Grenze radeln und dann gern zu viert nebeneinander am Kanal rumfietsen. Da rettet auch nur noch der Sprung ist Gebüsch.

Mit einem ruhigen, entspannten Hund wär ich wahrscheinlich auch stumpf mitten im Weg stehen geblieben, aber den Spinner hatte ich da noch nicht lange genug, um ihn in Bezug auf Pferde einschätzen zu können. Da war es mir zu riskant, ihn zu nah da dran zu lassen, denn wenn er in die Leine gesprungen wäre, hätte ja sonst was passieren können.
Pferdefestigkeit trainieren wir jetzt immer mal wieder mit den Pferden meiner Freundin; die sind Hunde gewöhnt und regen sich in Frauchens Gegenwart nicht mal auf, wenn meiner einen Bellanfall aus Unsicherheit kriegt.
Irgendwann, so in ein paar Jahren, wird er auch entspannt sein, wenn wir Pferde treffen. Hoff ich jetzt einfach mal.
sbylle, mit einem Hund, den ich gut kenne und einschätzen kann, hätte ich das sicherlich auch gemacht, aber mit dem Spinner in der Anfangszeit, als wir noch kein wirkliches Team waren, zwischen Pferden... Grauenhafte Vorstellung.

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Erstmal vorab: Die von dir geschriebenen Dinge weiß ich.
Aber vielleicht könnten die erfahrenen Reiter unter euch mir mal einen Tipp geben, wie ich durch folgende Situation durchkomme, ohne die Pferdeetikette zu verletzen und mich ins Gebüsch zu stellen:Der Weg ist eng. Rechts direkt ein Graben, links das dichte Gebüsch. Frontal kommen zwei Reiter entgegen. Mein noch nicht pferdegetesteter Hund wird angeleint, ich möchte weitergehen. Doch die Reiter sehen nicht ein, sich hintereinander einzuordnen, so dass dem noch nicht pferdegetesteten Hund und mir ein ca. 30 cm breiter Streifen Weges neben dem Gebüsch bleibt. Hund ist mit 60 cm SH auch zu groß, um ihn auf den Arm zu nehmen. 30 cm sind mir zu eng, um mit ihm die Pferde zu passieren.
Also bleibt nur die Flucht ins Gebüsch. Die Reiterinnen passieren uns, bleiben stehen, motzen mich an, und das uns zugewandte Pferd stampft direkt neben dem Hund mit dem Huf auf. Reiterinnen sind sich einig, dass ich Schuld habe, weil ich mich "versteckt" habe.
Also, was mach ich anders, um keine Pferde zu verschrecken? Hund hat übrigens nicht gebellt, war aber ziemlich unsicher. -
Bogen ist halt ein bisschen schwierig, wenn man sich auf einem engen Waldweg begegnet oder der Stockhund von hinten am Fahrrad angeflitzt kommt.
Gestern stand so einer auf einmal direkt hinterm Spinner und hat die Nase an seinen Hintern gehalten, mit dem Stock in der Schnute. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei der Mehrzahl dieser Hunde eine "Aufgabe" ist, um andere Hunde in Ruhe zu lassen. -
Laufen bei euch auch so viele unangeleinte Hunde mit Stock im Maul durch den Wald? Mich irritiert das ein wenig, weil diese Hunde auch mit Stock im Maul zu anderen Hunden (z.B. meinem) latschen. Haben die Leute keine Angst, dass es mal wegen des Stockes knallt? Bisher war es dem Spinner egal, wenn der andere was in der Schnute hatte, aber darauf, dass jeder Hund so tickt, kann man sich ja nicht drauf verlassen. Ich warte noch immer auf den Tag, da ein ressourcenfixierter Stockhund unseren Weg kreuzt.
Habt ihr auch Hunde, die gern mit "Schnuller" rumrennen? Wie reagiert ihr bei Hundebegegnungen, wenn eurer nen Stock hat? Wie reagiert ihr, wenn ein Stockhund euch begegnet?