Beiträge von Sunti

    Nicht nur geschädigt, sondern total plem-plem. :doh: :crazy: :irre:

    Ich stand heute, Mitte Januar, barfuß und bis zu den Knien im eiskalten Moorbach.
    Was war passiert?
    Spinner und ich waren im Wald unterwegs, haben ein paar Dummyübungen gemacht, und weil der Herr heute nicht so ganz arg motiviert war, habe ich ihm zum positiven Abschluss noch einmal den Dummy über einen kleinen Nebenarm des Moorbachs geworfen. Blöderweise kann ich nicht so gut zielen. :hust:
    Der Dummy landete also nicht im Gestrüpp, sondern wenige cm im Moorbach. Mein blöder Hund, der, wie sich vielleicht einige erinnern werden, total wasserscheu ist, stiefelte dann mit den Vorderpfoten ins Wasser, aber anstatt den Dummy zu schnappen (wären nur wenige cm gewesen, die er rein gemusst hätte, und stehen konnte er da auch noch, der Verräter!), machte er am Ufer so ein Theater, dass die entstehenden Wellen den Dummy immer weiter abtreiben ließen. Selbst mit einem zwei Meter langen Stock konnte ich ihn nicht mehr erwischen.

    Ich versuchte noch erfolglos, den Hund zu animieren, sich doch bitte, bitte ins Wasser zu begeben, um das blöde Ding wieder rauszufischen (er hätte bis zur Mitte stehen können, wäre also nicht mal ein Drama gewesen), aber der Spinner stand nur am Ufer, die Vorderpfoten im Wasser, und jammerte gottserbärmlich seinem Dummy hinterher.

    Also blieb mir nichts anderes übrig, als selbst Hand anzulegen, wenn ich nicht dem guten Hunter-Dummy (erst am Wochenende gekauft) für immer adieu sagen wollte.
    Es half alles nichts: Stiefel aus, Socken aus, Hose bis über die Knie hochkrempeln und rein ins Wasser. Moorpackungen sollen ja gut für die Haut sein, ich kann nur hoffen, dass das stimmt, denn dann hätte sich diese Exkursion wenigstens gelohnt. Kneippkur inklusive. Mit dem langen Ast bewaffnet stiefelte ich also ohne Stiefel weiter in den Bach, angelte den Dummy heran und fischte ihn schließlich heraus. Zurück auf dem Weg zum Ufer, sprang der blöde Hund dann fix auf mich zu, riss mir den Stock aus der Hand und zerrte ihn an Land, um sich damit hinzuschmeißen und genüsslich grinsend drauf rumzukauen, während ich mich notdürftig mit meinen Socken reinigte, die Hose runterklappte und meine feuchten Füße ohne Socken in die Stiefel zurück quetschte. Da wir auf dem Weg zur Arbeit waren, hatte ich keine Zeit, neue Socken von zuhause zu holen, musste mir also auf dem Weg zum Bahnhof schnell welche kaufen, und der zu erwartende Schnupfen geht auch aufs Konto des Hundes.

    So, wer kann das toppen? :headbash:

    Zitat

    Ich habe die Frage auch nur gestellt, weils ja so normal ist, wenn der Hund es sich so bequem wie möglich machen kann, ohne die Reaktion auf solche Paniksituationen generell zu ändern.
    Kann ja sein, das ein Pferd es sich ähnlich bequem machen 'darf', in solchen Paniksituationen :)

    Keiner der hier Schreibenden hat doch gesagt, dass sie es dem Hund so bequem wie möglich machen, ohne die Reaktion generell zu ändern.
    Hier lese ich nur Versuche, daran zu arbeiten, und da kann es ja auch fiese Rückschritte geben, wenn ich Hunde durch derartige Situationen durchschleife.

    Sobald mein Hund berechenbarer im Bezug auf Pferde ist, hab ich kein Problem damit, ihn am Rand sitzen zu lassen, aber bis es soweit ist, zwinge ich ihn nicht, sich seinen Ängsten auszusetzen. Denn wenn er aus Angst bellend in die Leine geht (und sei es auch nur ein halber Meter, weil ich ihn kurz halte) und das Pferd damit eben nicht klar kommt, durchgeht und den Reiter abwirft, dann könnte ich mit den ggf. schwerwiegenden Folgen nicht leben. Mit einem etwas nervösen Pferd, das unruhig am weiter entfernt stehenden, aber schweigenden, Hund vorbeitänzelt, schon eher.

    Danke, Kaham. Genau so seh ich das auch. Solche Vorschläge, wie einfach weitergehen, nicht verharren etc. mögen ja für manche Hunde geeignet sein, aber halt nicht für jeden.

    Auch, dass man nicht an Koppeln stehen bleiben soll, weil Pferde ja ganz normal sind, halte ich für kontraproduktiv. Ein Hund, der Pferde gruselig findet, lernt so ja nicht, dass sie harmlos sind, und er wird sie auch sicherlich nicht einfach ignorieren, nur weil ich weitergehe. Der wird sie wahrscheinlich immer weiter gruselig finden, während man in ihrer Nähe ist, und sich erst wieder besser fühlen, wenn sie außer Sicht sind. Zumindest war es mit den Hunden, die ich kenne, so.
    Bei meinen Hunden half es immer am besten, die erträgliche Distanz allmählich zu verringern, also in einigem Abstand an der Weide zu stehen und mal zu gucken, wie sich Pferde so bewegen, was sie für Geräusche machen etc. Dann Alternativverhalten zur Angsthandlung beibringen (in meinem Fall "Schau mich an"), die Distanz langsam verringern. So kriege ich einen Hund, der bei Sichtung des Angstauslösers nicht ins Angstschema fällt, sondern weiß, wie er sich verhalten kann. Macht das Handling im Alltag wesentlich einfacher. Und bisher hat es auch noch kein Pferd auf der Koppel gestört, als Trainingsobjekt "missbraucht" zu werden.

    Meiner ist so ein Mittelding aus verträglich mit dem anderen Geschlecht und verträglich nach Sympathie.
    Hündinnen sind immer gut, die meisten Rüden auch, aber da entscheidet die Sympathie, langsame Gewöhnung ist besser als direktes losstürmen lassen.
    An der Leine kann er auch mal ne fixierende Hündin anknurren, denn fixieren kann er noch gar nicht ab, da verbellt er sogar Schafe. :ops: )

    Für mich ist übrigens ein verträglicher Hund einer, der von sich aus keinen Stunk sucht bzw. anfängt, sich aber dennoch nicht alles gefallen lässt. Ignoranz ist auch Verträglichkeit, auch wenn das hier anders gesehen wird: Bei uns im Wald sind nur Hunde verträglich, die alles lieben, was nen Puls hat, und gern mit jedem Hund spielen. Distanz? Was ist das?

    Danny, deine Jungs wären hier extrem gern gesehen. :lol:

    Bambi, deine Story stelle ich mir jetzt mal statt mit Riesenmops ;) mit 60cm Spinner vor. Die wär umgefallen. Zumal der Herr halt auch noch nen Schutztrieb hat und wahrscheinlich auf jemanden, der einfach mal so reinkommt, ohne dass Frauchen das erlaubt, nicht unbedingt schweigend reagiert hätte. :hust:

    Wenn ich das so lese, sind dieses Jahr die Ableser irgendwie komisch.

    Mit hat mal die Mitarbeiterin einer Zoohandlung erzählt, dass sie lange Zeit einen Stammkunden hatten, der regelmäßig mit einem Kalb von Hund in den Laden kam. Der Hund war die Geduld im Pelz, das sanfteste Schmusetier auf der Welt. Nun hatten die Leute die Angewohnheit, ihre kleinen Kinder immer auf diesen Hund zu stürzen und ihn umarmen und knuddeln zu lassen - wildfremde Kinder, die den Hund noch nie zuvor gesehen hatten, und das natürlich ohne zu fragen.
    Dieser Mann hatte nun seinem Hund beigebracht, sich auf das Kommando "Fass!" fröhlich auf den Rücken zu schmeißen und den Bauch zum Kraulen zu präsentieren.
    Laut der Zoohändlerin ist wohl mehr als eine Mutter totenblass geworden, wenn ihr Kind in den Hund reinbretterte und das Herrchen "Fass!" sagte.
    Der Mann hat dies übrigens wohl zum Anlass genommen, anschließend die Eltern aufzuklären, warum es eine blöde Idee ist, seinen Nachwuchs einfach ohne zu fragen auf fremde Hunde loszulassen.

    Man mag von dieser Methode halten, was man will, aber ich kann mir vorstellen, dass sie wirkungsvoll war. :hust:

    Wir hatten heute auch was Bemerkenswertes.
    Vorab: Der Spinner hat im Büro sein eigenes Zimmer, in dem er meine Arbeitszeit verpennt. Heute war der Heizungsableser da, so ein forscher Macho-Typ.
    Zuerst war er bei Chefin im Büro, dann kam er in mein Klassenzimmer. Bevor er weiter ging, fiel mir ein, dass er besser nicht allein ins Hundezimmer gehen sollte, weil Mr. halber Hovawart evtl. nicht so ganz erfreut darauf reagieren könnte, wenn auf einmal ein wildfremder Mann in der Tür steht und ihn weckt.
    Ich ging also zusammen mit dem Mann zum Raum und erklärte, dass ich zuerst reingehen sollte, weil eben ein Hund da drin schläft.
    Er winkte gleich mal ab und meinte, das wäre ja überhaupt kein Problem, er möge Hunde sehr und hätte keine Schwierigkeiten damit, zu einem fremden Hund reinzugehen (nein, ich hab ihm nicht gesagt, dass ich das nicht unbedingt für die schlauste Entscheidung der Welt hielt).
    Okay, ich machte die Tür auf, während der Heizungsmann noch immer damit prahlte, dass ein großer Hund ja nun überhaupt kein Problem sei, und ich könne ihn ruhig loslassen.
    Ich hab den Spinner am Halsband gehalten, damit er nicht quer durch die Räume fegt und alle begrüßt, die er kennt, und der Mann wollte dann unbedingt Hallo sagen. Natürlich steckte der Spinner seinen Rüssel beim Hallosagen dem Kerl zwischen die Beine, der auf einmal etwas blass wurde und den Hund gaaaaanz fix da weg haben wollte. :roll:

    Ich find "weiter weg" auch angenehmer, weil es für meinen Hund angenehmer ist. Der kennt ja wie gesagt Pferde nicht so richtig, und wenn sein Komfortabstand unterschritten wird, fängt er an, zu knurren, zu verbellen und in die Leine zu gehen.
    Da ich nun aber die Reiter hier und ihre Pferde nicht kenne, ist es mir lieber, der Hund macht kein Theater, nicht, dass ich am Ende noch indirekt Schuld habe, wenn ein Pferd durchgeht. Somit bleiben wir einfach im für den Hund komfortablen Sicherheitsabstand, und gut ist.

    Wie angel_jyl schon schrieb, es geht MIR in erster Linie um das Wohlbefinden meines Hundes, um das des Pferdes kann sich der Reiter viel besser kümmern. Wenn ich weiß, dem Hund tut ein gewisser Abstand gut und ggf. auch n Gebüsch dazwischen (wär bei meinem auch so, weil er sich am Anfang sehr reinsteigerte, wenn er etwas auf sich zu kommen sah, das ihm unheimlich war), dann kriegt er das. Ob und wie ich unabhängig vom Krisenmanagement in der akuten Situation trainiere, ist ja wieder ne andere Sache.

    Mein Blödmann Verringert seine Wohlfühldistanz langsam, aber sicher, mit den Pferden meiner Freundin, weil ich weiß, sie hat die Beiden im Griff. Solche Experimente mit fremden Reitern und deren Pferden zu machen, fiele mir im Traum nicht ein.

    Da mit Britany offensichtlich kein normaler Dialog möglich ist, werde ich mich jetzt nicht zu ihren erneuten Anschuldigungen äußern.

    Nur so viel: Wenn noch einmal derart unverschämte Äußerungen von dir in meine Richtung kommen, wirst du ein großes Problem mit mir kriegen. Rufschädigung, unterschwellige Beleidigungen, na ja, ich denke, jeder intelligente User wird wissen, was er von deinem Posting zu halten hat.