Beiträge von tine1311

    Zitat

    anrämpeln soll eine belohnung sein?
    wenn ich dabei an einen ungestümen-doggen junghund denke-prost mahlzeit. :hust:


    Ich hab aber keinen Doggen-Junghund. Und wenn ich einen hätte wär ich wohl kaum so blöd, und würde Anrempeln als Belohnung einsetzen... :pfeif:



    Annie entwickelt sich gerade zum Vorzeige-Mistvieh sozusagen, anscheinend geht die Pubertät mit einem Jahr erst richtig los :roll:
    Sie fängt wieder an, Sachen zu zerfetzen, das hat sie hier im Büro seit zwei, drei Monaten nicht mehr gemacht. Heute morgen musste wieder ein Papier und ein Gummiball dran glauben, als ich nicht aufgepasst hab. Früher hat sie alle Mülleimer abgeklappert ob da wohl was Spannendes drin ist, deswegen bin ich ihr wochenlang immer hinterher und bei jedem Mülleimer-Anschnüffeln gabs ein lautes Nein. Irgendwann war das Thema gegessen, jetzt gehts von vorne los, super! :dead:


    Dafür war sie gestern das erste Mal mit mir Joggen und hat das ganz toll gemacht. Ich hatte einen Berg Leckerchen dabei, und bis auf dass MIR irgendwann die Puste ausging, hats wirklich gut geklappt! Ich hab den Eindruck, dass sie meint, wir würden zusammen jagen gehen, wenn ich los jogge :headbash: - sie versucht immer loszustürmen und kuckt aufmerksam in den Wald... Aber nach 5 Minuten gemütlichem Laufen hatte sie sich daran gewöhnt und wollte nicht mehr jagen. Mal sehen, ob das nochmal so gut klappt, oder ob das beim ersten Versuch einfach nur Glück war...

    Mal was Anderes - weil ich gerade bei der Belohnungsliste gelesen hab: Das Frauchen anrempeln dürfen!


    Macht Annie beim Toben auch gerne - sie kommt voll karacho angerannt und springt dann gegen mich, ich finds meistens lustig (sie wiegt ca. 20kg, geht also), und kann sie dann gar nicht schimpfen :roll: Jedenfalls kommt das auf meine Belohnungsliste!


    Aber was ich fragen wollte: Wenn Annie so richtig aufdreht und rumtobt, also Spielaufforderungen bringt (Hintern hoch und wackeln), blitzende Augen, zackiges Um-mich-herum-springen, dann fängt sie oft an vor lauter "Freude" durch die Gegend zu schnappen und schnappt dabei auch schon gern mal nach meinem Hosenbein. Sie hat mich dabei auch schon mehrmals in den Oberschenkel gezwickt, ich quietsche dann ganz automatisch laut los, weils weh tut! Sie lässt dann natürlich sofort los, braucht aber zwei, drei Sekunden zum Runterkommen, währenddessen hampelt sie dann vor mir rum und knurrt, manchmal bellt sie auch vor lauter Übermut. Mir ist klar, dass das nur eine Übersprungshandlung ist, und es ist auch kein Problem, sie sofort wieder runterzubringen, zum Beispiel durch ein einfaches Sitz.


    ABER: Wie kann ich ihr beibringen, dass Toben natürlich erlaubt ist, dass dabei auch geknurrt und gebellt und gesprungen und gerempelt werden darf, aber schnappen ist einfach tabu? Weil Toben OHNE Schnappen wäre natürlich die ultimative Belohnung! :D


    Wie ichs bisher gemacht hab: Wenn sie schnappt und zwickt, bleibe ich stehen, werde streng, befehle ihr ein Sitz und sag meistens "Nein" und schüttel den Kopf. Manchmal strecke ich auch die Hände abwehrend nach vorne, damit sie mich nicht nochmal zwickt... Wenn sie sich beruhigt hat, gehts weiter, wenn sie dann wieder schnappen will ist das Spiel vorbei. Dann bring ich sie erst wieder zur Ruhe und schick sie dann auf ihren Platz.


    Oder meint ihr, dieses Rempeln, Pöbeln, Toben ist für den Hund mehr Stress als Spass? Da gabs doch mal so ne Rütter-Folge mit nem Husky, mit dem der Mann nur gepöbelt hat, aber meinte es wäre Spielen.


    PS: Und bitte jetzt nicht sagen ich soll die Beißhemmung wieder wie bei nem Welpen trainieren. Ich glaube nicht, dass es damit was zu tun hat. Außer beim Toben ist sie nämlich vorsichtig.

    Ach, bei mir war das auch so. Als Welpe hat Annie noch super auf das "Hier" reagiert, inzwischen... Die Chance, dass sie tatsächlich kommt, ist ungefähr 1:3 :roll: Einmal ignoriert sie mich, weil schnuffeln und in die Gegend kucken ja viiiiiel interessanter ist, beim zweiten Mal rast sie auf mich zu, ich freu mich schon, aber sie rennt dann an mir vorbei, das Mistvieh, und beim dritten Versuch kommt sie tatsächlich und setzt sich brav vor mich hin.


    Ich machs wie Icephoenix, ich lass die Schleppleine schleifen und verstecke mich, wenn sie nicht auf mich achtet. Inzwischen muss ich nur noch einen Schritt ins Gebüsch machen, das Rascheln hört sie sofort und kommt angerannt bevor ich mich überhaupt verstecken kann.


    Ich habs aufgegeben, darüber frustriert zu sein, dass der Rückruf nur so sparsam klappt :muede:
    Dafür bin ich happy, wenn sie brav an der Schleppleine läuft und ihren Radius einhält! :D


    Was mich mal interessieren würde, wie wärs wir stellen mal eine Liste mit Super-Belohnungen auf? (Oder gibts sowas schon hier im Forum?) Vielleicht hat ja jemand noch ne Idee, die wir noch nicht ausprobiert haben! Ich hab bei Annie festgestellt, dass Leckerchen (egal was, selbst Leberwurst) eher mittelwertige Belohnungen sind, da reagiert sie nicht immer sofort drauf. Viel bessere Belohnungen sind, wenn sie etwas tatsächlich WILL, z.B. Türe öffnen - sie darf erst raus, wenn sie Sitz macht, und dann macht sie das auch zu 100% sofort. Das bringt nur leider für den Rückruf nix - im Wald gibts keine Türen :/ :D

    Annie konnte früher auch gar nicht alleine bleiben. Damals war noch Winter und es war mir einfach zu blöd, mich fünf Mal jeden Abend in die Schweinekälte nach draußen zu stellen, damit mein Hund das Alleinbleiben lernt... Und immer komplette Montur an- und ausziehen... Ich wollte es damals entweder auf den Sommer verschieben mit dem Üben oder hab gedacht es wird schon anders gehen.


    Was bei mir geholfen hat (glaube ich) ist, dass ich sie kaum noch begrüße, wenn ich wieder zur Tür reinkomme, egal wie lange ich weg war. Meistens hab ich ja sowieso Einkäufe dabei und deswegen keine Hand frei für den Hund. Früher hat sie sich noch gefreut wie ein Schnitzel wenn ich wieder kam, sprang um mich rum und hat Theater gemacht, inzwischen werde ich nur noch interessiert abegeschnuppert und das wars, dann bin ich schon wieder uninteressant. Und seit dem bleibt sie (glaube ich) auch besser alleine... Vielleicht lags auch an was anderem? :???:


    Am Wochenende hab ich sie das erste Mal 5 Stunden komplett alleine gelassen (sonst sind immer meine Eltern noch im Haus, sie hat nicht immer Zugang zu deren Wohnung, aber es ist zumindest jemand da). Als ich wieder kam, hatte sie das "Wie werde ich gewaschen"-Schildchen von meinem Teppich zerfetzt, ihr Kalbskopfhaut-Kauknochen war unangetastet unterm Teppich vergraben, aber sonst war alles ok. Zu ihrer Verteidigung: Sie war auch nicht ausgelastet an dem Tag vor dem Alleinbleiben. Und dafür war sie ja recht brav :rollsmile:
    Ich hoff nur, dass sich das mit dem Zerfetzen jetzt nicht einbürgert! :gott:

    Ach, Annie versteht das schon, wenn ich zu ihr sage: "Lass mich in Ruhe jetzt, hab grad keine Lust." Dann hört sie meistens auf mich anzustupsen und legt sich irgendwo hin ;) Überhaupt hab ich festgestellt, dass sie viel mehr "Menschensprache" versteht als man selber denkt. Ich denke, sie bemerkt einfach den Tonfall, die Handbewegungen, Körpersprache, Gesichtsausdruck... Das fällt mir gerade hier im Büro auf. Ich kann nicht allen meinen Kollegen beibringen, wie die richtigen Kommandos heißen, auf die Annie reagiert (Menschen sind viel schwerer zu erziehen als Hunde... :roll: ). Also sage ich zu meinen Kollegen, sie sollen dem Hund einfach erklären, wenn er ihnen auf die Nerven geht. Ganz normal erklären! Beispiel: "Annie, ich hab jetzt keine Lust mit dir zu spielen, geh weg." (Natürlich sollten sie den Hund dann NICHT gleichzeitig streicheln, sondern sie müssen das auch so meinen!) Faszinierenderweise hab ich den Eindruck mein Hund kapiert das!


    Aber die Erklärung mit dem schnellen "Umschalten" von Ärger auf Freundlich fand ich super! Werde ich mal ausprobieren. Ich glaub da muss ich ne Weile an mir arbeiten bis ich das drauf hab! Außerdem muss man das richtige Mittelmaß finden zwischen "Hund verunsichern" und "Hund bedrohen" - denn wenn ich zu laut oder bedrohlich reagiere, wird sie wahrscheinlich nicht zu mir kommen, egal wie freundlich ich dann bin... Reagiere ich allerdings zu wenig und zu sanft, nimmt sie mich nicht ernst. Ui, das ist bestimmt mords-Übungssache :rollsmile:

    Gute Frage!


    Ich würd mich jetzt glaub ich vor sie hinstellen, den Zeigefinger heben und sagen: "Weißt du, du unerzogener Hund, ich find das grad voll besch... bescheiden von dir!!!" :lol:


    Ich fürchte nur sie würd reagieren wie ein Teenager, in die Luft kucken und mir innerlich die Mittelkralle zeigen...


    FRANK: Jaaaaaaaaa, bei unsinnigen Kommandos (in ihren Augen unsinnig) reagiert sie so gut wie gar nicht. Also wenn ich von ihr ein "Sitz" verlange, einfach nur um das zu üben, es aber grad nicht unbedingt notwendig ist in der Situation...

    Zitat

    Das sind dann so Momente, wo ich am liebsten heulen würde, weil er mich wahnsinnig macht und ich ihn trotzdem so gern hab...


    Wie gut ich das verstehen kann... Ging mir gestern genauso...


    Und das mit dem Ziehen an der Leine, hin und herlaufen, Frauchen vor die Füße laufen... Ist bei uns grad auch ständig Programm. Dazu noch: Ohren auf Durchzug stellen, Frauchen nicht beachten. Ahhhh.


    Ich bin auch gerade wieder völlig verunsichert WIE ich sie weiter erziehen soll. Ich hab langsam den Eindruck, dass ich mit Leckerchen nicht wirklich weiter komme. Aus zwei Gründen:


    1. Bin ich zu doof variabel zu belohnen. Ich geb mir größte Mühe, aber wahrscheinlich geb ich ihr einfach noch zu oft was. Das Ding ist halt auch, dass wenn sie EIN Mal nix bekommt, merkt sie sich das und befolgt kein Kommando mehr. Sprich: Ich kann sie danach gar nicht mehr belohnen, um ihr zu zeigen dass es halt nur manchmal was gibt und nicht immer, weil sie kein belohnenswertes Verhalten mehr zeigt. :muede:


    2. Mein Hund ist nicht total verfressen. Sie nimmt Leckerchen draußen und kommt auch gern für ein Stück Fleischwurst angerannt. Es ist nicht so, dass sie auf Fressen gar nicht reagieren würde. Sie ist aber auch nicht so verfressen, dass sie für Leckerchen alles macht. Dummerweise ist der Hund so intelligent, dass sie in jeder Situation entscheidet, ob sie jetzt gerade ein Leckerchen will oder nicht. Oder lieber in die Gegend kucken, schnüffeln, etc. will. Das merke ich auch daran, dass ich zur Zeit oft den Clicker mitnehme. Und sie weiß ganz genau, dass es für "Click" ein Leckerchen gibt - entscheidet sich aber in 50% der Fälle für weiter laufen oder schnüffeln. Ist ja ok, dann belohnt sie sich halt selbst. Blöd wirds nur beim Rückruf Training. Da entscheidet sie halt auch selbst, ob sie gerade kommen will oder nicht - und wenn ich ihr fürs Kommen EIN Mal nix gebe, kann ich mindestens 10 Mal "Hiiiiiier" rufen beim nächsten Mal, bis sie kommt... Und dann hab ich immer Angst, dass ich mir mein Kommando kaputt mache. Und an der Schlepp ranziehen, weiß nicht, da seh ich irgendwie wenig Sinn drin. :???:


    Ich will sie ja gerne belohnen und mit positiver Bestärkung arbeiten. Aber jedes Mal ein Renn- oder Zerrspiel als Belohnung anzufangen - sorry, da kriech ich ja bald aufm Zahnfleisch... Vor allem bei den Temperaturen jetzt im Sommer... :dead:

    Hab nicht den ganzen Thread gelesen, will aber trotzdem kurz meinen Senf dazu geben! ;)


    Als Annie noch Welpe war, hat sie sich gar nicht getraut, in unbekannter Umgebung Pipi oder Häufchen zu machen! Überall, wo evtl. andere Hunde was hingemacht hatten und sie das riechen konnte, hat sie sich nicht getraut. Versteh ich auch, sie war noch ein kleiner Welpe und wollte keine "Aufmerksamkeit" erregen, das ist bei Welpen ganz normal... Daher fühlt sich dein Kleiner im Garten wahrscheinlich sicherer, als auf den Wiesen, wo du Gassi gehst, wo auch andere Hunde hin machen. Das regelt sich mit der Zeit ganz von allein, wenn dein Hund an Selbstvertrauen gewinnt, erwachsener wird, und dann wird er auch nicht mehr in den Garten machen WOLLEN - Hunde sind keine Nestbeschmutzer. Bei den Hunden, die ich kenne, gilt der eigene Garten auch als "Nest".


    Inzwischen macht Annie maximal ab und zu ein Pipi in den Garten. Und das auch nur, wenn's nicht anders geht. Selbst wenn wir im Büro sind, da darf sie immer auf die Wiese hinterm Bürogebäude. Die sieht sie aber auch schon als ihr Revier an und macht dort auch nur noch Pipi, ein Häufchen nur im Notfall - und selbst dazu sucht sie die hinterste Ecke des Büro-Gartens auf :smile:


    Also sag deinem Vater, er soll sich nicht so aufregen, das regelt sich von allein. Und überhaupt, wenn man die Häufchen immer schön wegräumt, wo ist dann das Problem? :roll:

    Annie kommt auch mit ins Büro. Wir sind ca. 12 Leute in der Firma und es gibt keine Laufkundschaft.


    Gefragt habe ich meinen Chef damals, bevor ich mir meinen Hund angeschafft habe, weil von vornherein klar war, dass es ansonsten nicht geht. Da keiner meiner Kollegen ein Problem damit hatte, wurde es mir erlaubt und Annie kommt seit sie 12 Wochen alt ist mit ins Büro. Die erste halbe Stunde darf sie morgens wild rumtoben und alle begrüßen, danach muss sie im Vorraum bleiben und schläft. Zwischendurch gehen wir mal Gassi.


    Inzwischen wird sie von einem meiner Kollegen so sehr geliebt, dass er sogar mit ihr Gassi geht wenn's regnet, und ich das so nicht machen muss :D


    Eine meiner Kolleginnen war am Anfang noch sehr zurückhaltend und hatte Angst vor Hunden, deswegen musste Annie das erste halbe Jahr angeleint bleiben. Ich wollte nicht, dass sich auch nur EINE Person von meinem Hund gestört oder belästigt fühlt... Und inzwischen, ein Jahr später, hat sich meine Kollegin völlig an sie gewöhnt, hat keine Angst mehr, spricht und füttert meinen Hund sogar :gut: Und sie ist selber ganz stolz, dass sie ihre Angst überwunden hat!


    Übrigens bin ich hier auch für das "Personal" zuständig - sprich: ich stelle hier die Leute ein. Wenn wir Bewerber haben, frage ich immer, ob sie Hunde mögen ;) Ist natürlich kein Einstellungskriterium. Ich wüsste allerdings nicht, was dagegen spricht, im Vorstellungsgespräch zu fragen, ob man seinen Hund mit zur Arbeit bringen darf. Ist ja nur ne Frage. Wenn Nein gesagt wird - ok! Dann kannst du dich doch schon darauf einstellen. Ansonsten kann man doch über alles reden. Chefs sind ja keine Unmenschen! Ich hätte kein Problem damit, wenn ein Bewerber das fragen würde. Du willst deine zukünftigen Chefs ja zu nichts zwingen oder drohst ihnen - ist doch nur ne simple Frage ;)