Ceri05 also am Zaun des eigenen Garten kann mein Rüde auch schonmal so reagieren....hat aber wohl eher nix mit Doppelbesatz oder RS zutun sondern damit, dass er sein Grundstück gegen vor allem fremde Rüden verteidigt.
Auf neutralem Boden ist er egal was uns entgegen kommt total friedlich.
Es ist wie du schon sagst eine Frage des Hundecharakters und der Sympathie. Auch hinzu kommt zB das mein Rüde auch mürrisch auf andere Rüden reagiert wenn Zera läufig ist (ist ja SEINE Frau).
Es gibt einfach so viele Faktoren...ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass das alles genetisch vorbestimmt sein soll.
Ich sehe mir meine Hunde an. Zera, bei mir aufgezogen, nach bestem Wissen zu einem souveränen umweltsichereren Hund erzogen/sozialisiert.
Auf der anderen Seite Mogli. Eine Hund aus einer russischen Tötung. Oft unsicher. Oft verängstigt..manchmal panisch.
Wer hat das "sagen"? Na klar Zera...eben weil sie mehr gesehen hat in ihrere Prägephase und Situationen daher besser einschätzen kann...er orientiert sich an ihr.
Anders ist es mit fremden Hunden. Mogli hat in einem "TH" mit knapp 1200 Hunde gelebt. Er ist daher mit Artgenossen bestens vertraut und in diesem Punkt viel sicherer und souveränder als Zera, die vor fremden großen Rüden manchmal ein wenig Schiss hat....wer ist das derjenige der die Führung übernimmt? Richtig Mogli.
Um das zu sehen brauche ich meine Hund nicht einschätzen lassen.
Man sieht alleine schon, dass eine Kastration die Position eines Hundes innerhalb des Rudels verändern kann. Wäre das alles erblich, wäre so etwas nicht möglich. Erziehung, Sozialisierung das alles hätte keinen Einfluss auf den Charakter des Hundes im Rudel...das ist nach meinen eigenen Beobachtungen schlichtweg falsch.
Was mir aber besonders aufstößt, ist das es eine Tauschbörse gibt. Wo "unpassende" Hunde nach belieben an andere verscherbelt werden. Soziale Bindung an seine Menschen, Umgebung oder auch seinen Artgenossen völlig beiseite geschoben. Obwohl die Hunde zum Teil harmonisch miteinander sind (auch wenn der RS das anders sieht). Als wären sie Sammelbildchen werden sie da hin und her getauscht (Ich habe 2 VLH mir fehlt MBH...wer will tauschen?) Als mit meinem Verstand ist das nicht zu begreifen. Da wird eine Theorie auf Kosten der Hunde um jeden Preis am leben erhalten.
Klar gibt es Hunde die sich nicht vertragen und die einfach nicht miteinander können...ist doch beim Menschen auch so? Aber ich kenne keinen Fall wo ein Hund seinen Artgenossen (der mit im Hause lebt und die sich seit Jahren gut vertragen) plötzlich angefallen und getötet hat nur weil dieser mal krank war und somit Schwäche gezeigt hat.
In meinen Augen muss man die Hunde entscheiden lassen ob sie sich vertragen oder nicht..und nicht irgendetwas anhand einer Theorie in Situationen reininterpretieren und die Hund deswegen trennen oder umtauschen.
Freigeist, ich finde es wirklich mutig, das du dich hier der Höhle der Löwen (Kritiker) als einziger RS stellst..meinen Respekt dafür. Allerdings hat ein Satz nämlich "auf einmal fällt es einem wie Schuppen von den Augen und es ist alles klar. Man fragt sich wie man es vorher nicht sehen konnte..wie blind man war" diesen Satz habe ich schonmal gehört (und das ist nichts als die Wahrheit) und zwar von einem Zeugen Jehovas der bei mir stand und über Gott reden wollte....und in die selbe Richtung gehen für mich Hardcore RSler..zumindest kann ich mich dem Eindruck nicht erwehren. Nicht weil ich nicht glaube das es einen Gott geben kann (bzw hier das Hunde untereinander im Rudel gewissen Aufgabenverteilungen habe) aber diese Sektenähnlich Aussagen ala SO und nur SO kann es sein und alle andere sehen einfach nicht was wir sehen, mich mehr und mehr dazu verleiten einen großen Bogen um solche Theorien zu machen