Beiträge von Angel21

    Das ist doch Quatsch. Ich schaffe mir ein Tier unter einer bestimmten Prämisse an. Ein Hund ist Alltagsbegleiter...ein Schlachtkaninchen wird nach erreichen des Schlachtgewichtes gegessen. Klar habe ich zu dem Kaninchen nicht die Bindung wie zu meinem Hund oder meinem Kind...deswegen schlechter, herzloser Mensch? Sicher nicht
    Ein Löwe frisst auch ein Gnukalb..ist das jetzt verwerflich weil er seine eigenen Babys nicht frisst? Blödsinn sorry

    Und: Schlachten muss Fachgerecht und schnell passieren. Diejenigen die fordern jeder sollte mal selbst ein Tier töten sollten mal eine Sekunde nachdenken welche Qualen das für das Tier bedeuten kann.
    Wenn man das als Lizenz zum töten bezeichnet ist die Realität für mich schon in weiter Ferne

    Nochmal: Würdest du ein Tier, dass du kennst und liebst, essen? Wenn nein- warum kannst du eine Kuh essen? Machst du da die Augen zu vor der Tatsache, dass sie genauso liebenswert sein kann, die gleiche Luft atmet, die gleichen Gefühle wie Freud und Leid kennt? Das verstehe ich nicht.

    Das ich Fleisch vom Bauern hole wo ich die Tiere auch im lebenden Zustand sehe JA..kein Problem.

    Wenn ich selbst Platz hätte um Kühe etc zu halten..ja wieso auch nicht? Sie hatten dann ein artgerechtes Leben und sind dann teil der Nahrungskette geworden.

    Für mich ist ein Schnitzel nach wie vor ein Teil eines Tieres und nichts was ohne Identität in der Tüte wächst.

    Dennoch esse ich es.

    Das ist reine Erziehungssache....in Indien würde man keine Kuh essen, in der Türkei kein Schwein, in Europa größtenteils keine Skorpione oder Heuschrecken..in Asien keinen Käse essen in Deutschland meistens keine Froschschenkel obwohl diese in Frankreich gerne verspeist werden. Die Liste geht bestimmt noch weiter....das sagt NICHTS aber auch gar nichts über die Wertigkeit des Lebewesens aus.

    Nur wenn ich mir ein Tier anschaffe (ins Haus hole) habe ich die Hauptverantwortung es artgerecht zu ernähren...Vegan gehört für einen Hund eben nicht in den Bereich artgerecht.

    Das Ziel eine völlig vegane Welt zu kreieren ist völlig unmöglich. Es haben sich diverse Arten auf unterschiedliche Nahrungsmittel spezialisiert um jede verfügbare Quelle auszunutzen....wenn alle Lebewesen vegan werden sollen würde ALLE aussterben..die Pflanzenfresser würden sich so stark vermehren dass die Nahrung nicht für alle reicht, sie würden jämmerlich verhungern

    Ich denke es spielen ganz viele Faktoren eine Rolle
    1. Jagdtrieb, unsere Hunde sind halt in einigen Bereichen nach wie vor Triebgesteuert und reagieren entsprechend...was wegläuft wird gehetzt und evtl getötet.
    2. Ist es bei jeder Tierart so, dass innerhalb einer Spezies Individuen die anders aussehen ausgegrenzt werden (zB Albinos etc). Für Hunde ist es anhand der vielen verschiedenen Zuchtformen enorm schwer zu unterscheiden wer wozu gehört
    3. Wie schon erwähnt töten sich Caniden (und andere Tierarten genauso) untereinander wenn nicht genug Nahrung für alle vorhanden ist
    4. Haben viele schlicht nicht gelernt Rücksicht zu nehmen. Instinkt ist schwache Tire zu vertreiben um die Gruppe nicht zu gefährden...denke viele Hunde haben das einfach noch drin. Außerdem wird eben schon im Welpenalter nach Größe/Rassen getrennt, und die Tiere einer Gruppe dürfen dann untereinander mehr oder weniger machen was sie wollen (sind ja die selben Kaliber, da passiert eh nix). Man müsste als Mensch viel mehr Regie übernehmen und eingreifen wenn es zu wild wird. Wenn man sich das zutraut können auch größere Hunde den Umgang mit Kleinen problemlos lernen.

    ABER: Das setzte die andere Faktoren nicht außer Kraft. Es ist ein Vorteil für das Sozialverhalten eines Hundes, aber manchmal gehen eben auch dort die Pferde (der Trieb) durch.

    Zudem ist es bei stark verzwergten Rassen auch leider so, dass die so verdammt schnell kaputt gehen....was bei gleichgroßen Hunde ein kumpelhafter Knuff ist lässt einen Zerg meterweit fliegen. Manchmal sind es auch einfach blöde Unfälle und keine böse Absicht.

    Joa..hat man ab und an mal.

    Hier in der Nachbarschaft wohnt ein älterer Herr. Der geht abends wenns schon duster ist mit einem Hut auf dem Kopf aber tief über die Stirn gezogen an unserem Grundstück auf und ab. Teilweise berührt er dabei (absichtlich) den Zaun.

    Wenn wir es nicht schnell genug bemerken, passiert es eben, dass die Hunde anschlagen. Bei 2 Schäferhundmixen nunmal das normalste der Welt. Sie bellen nicht minutenlang sondern eben ein kurzes Anschlagen von ein paar Sekunden.

    Letztens habe ich dann nur gehört: Die verdammten scheiß Köter, jetzt kann man nicht mal mehr hier vorbeigehen, nächstes mal komm ich mit der Knarre und dann schauen wir mal ob die immernoch das Maul aufreißen.

    Mein Mann hat dem Typen dann die passenden Worte gesagt. Seit dem habe ich den Typen nicht mehr gesehen.

    Anscheinend ist es so rüber gekommen als wäre ich dagegen ein solches Tier zu retten.

    SO meinte ich das definitiv nicht. Aber zum retten gehört (für mich eben) nicht ohne Sinn und Verstand irgendwas aufnehmen zu wollen und keine Ahnung zu haben wie es danach weitergehen soll. Im Zweifelsfall macht man es für das Tier noch schlimmer (zB Trennungsschmerz) oder man ist dann für das Tier ein Hoffnungsfunke der dann auf grausame Weise wieder erlischt.

    Ich erlebe es in meiner Tierschutzarbeit (nicht Hunde) leider immer wieder dass die Leute "retten" und damit alles für die Tiere noch schlimmer machen..ich hoffe man versteht was ich meine?

    Ich meinte lediglich dass man nur wirklich helfen kann, wenn man bereit ist Schwierigkeiten zu überwinden und alles in seiner Macht stehende tut um die Sache im Sinne des Tieres auch bis zum Ende durchzuziehen. Wenns dann doch nicht geht ist es eben Schicksal, dass gibt es auch...aber oft liegt es am Menschen der dann irgendwann sich mit Dingen einlässt die eine Nummer zu groß für ihn sind.

    Ich hoffe der Hund hat eine Chance und alle Beteiligten kommen heil aus der Situation raus