Mich würde eher interessieren, was der Hund als "Gewalt" empfindet
Ich bin mir sehr sicher, dass Hunde da durchaus eine Menge wegstecken. Wenn man schaut wie wenig zärtlich (in unseren Augen) sie manches mal untereinander sind, ohne das einer irgendwie traumatisiert ist oder dem ganzen besonderen Bedeutung beimisst.
Letzte Woche hat mein Rüde sich während des Gassiganges "verlaufen". Er ist durch irgendeine Schneise getappert und wusste nicht mehr wie er zurück kommt. ER war in Sichtweite und ich habe ihn mehrfach gerufen...meine Hündin ist 2mal zu ihm hingerannt und wieder zurück...er kam nicht hinterher und war verunsichert. Ich bin dann den Weg etwas zurück gegangen damit der Verlorene wieder den Weg zurück findet..hat auch geklappt.
Er kam angerannt und ich war froh...aber ehe ich reagieren konnte hat die Hündin dem Rüden ein paar gescheuert das es schon heftig war..sie hat ihn richtig angeschnauzt und ganz klar gemaßregelt.
Er hat es einfach hingenommen (habe es auch recht schnell beendet) und wenige Augenblicke später war alles wieder Tutti.
Auch wenn es wirklich heftig aussah, glaube ich nicht dass der Rüde das Verhalten der Hündin als Gewalt empfunden hat.
Was den Hund stark verunsichert mMn sind Dinge die er eben nicht nachvollziehen kann. Aber auch da gehen die Meinungen arg auseinander wie differnziert Hunde ihr Verhalten steuern können.
zb. Ich erkläre (gerne) 50-100mal: Fußleisten anfressen ist verboten...unterbreche freundlich biete Alternativen an. Irgendwann hat der Hund kapiert was ich will und unterlässt es für eine Weile. Wenn ich den Hund dann warum auch immer nochmal dabei erwische, kann er mMn sehr wohl einordnen warum ich (auch mal heftiger) schimpfe.
Anders wäre es wenn ich den Hund ohne zuvor "freundliche" darauf hinweisen fürs das Ankauen von Fußleisten massiv angehen würde. Dies kann der Hund nicht deuten und das wäre wohl in seinen Augen sinnlose Gewalt.